Avsnitt
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Das Essay "Die Wiedergeburt der Venus" von Hans W. Fischer ist ein Streifzug durch die Welt der alten Götter, der Kunst und der Erotik. Mittelpunkt und Verbindungselement der einzelnen Podcast-Parts ist Venus, die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. In der zweiten Abteilung finden wir Dr. F. Mehns, ein mysteriöser Bohemien und Reimeschmied aus den 1910ern, er schmolz beim Anblick von Venus wohl auch wie Eis in der Sonne.
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In dieser Zeitrisse-Geschichte - "Vale carissima!" ("Leb wohl, Liebste!") - geht es ins alte Rom: Die Schweizer Schriftstellerin Isabelle Kaiser zimmerte anno 1899 ein Drama in dem es um Liebe, Eifersucht, Verrat, Leben und Tod ging, allzu genau nahm es die Autorin allerdings nicht mit den historischen Fakten. Trotzdem, eine spannende Geschichte und es hat Spass gemacht, als Sprecher selber mal in der Circus-Arena zu stehen und dem wilden Geschehen zwischen tatarischen Tigern und Jungfrauen, Leben einzuhauchen.
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Saknas det avsnitt?
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"Wie doch die Zeit vergeht!" beinhaltet philosophische Gedanken zum Leben, respektive zur Zeit, die aus menschlicher Warte betrachtet, manchmal schneller oder aber auch langsamer vergeht. Das Essay stammt aus "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", Band 7, 1912.
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In den Kindertagen der Passagierluftfahrt war das Fliegen noch ein richtiges Abenteuer: während man in einem Zeppelin-Luftschiff schon recht luxuriös reiste, hatte man in den Flugzeugen Mitte der 1920er doch noch einige Abstriche zu machen. Der Bericht aus dem Jahr 1926 wurde von Anna Dück-Tobler verfasst, die Lehrerin und Journalistin arbeitete damals für die Zeitschrift "Die Schweizer Hausfrau". Mit der Fluggesellschaft Balair geht es vom Flugplatz Basel-Sternenfeld nach Frankfurt am Main, notabene mit Zwischenlandung in Karlsruhe.
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Reinhold Ortmann, der Autor des hier rezitierten Essays "Frauentränen" (1912) wusste - als langjähriger Dramaturg am Thalia-Theater in Hamburg - nur zu gut worüber er schrieb, gehören doch Tränen seit jeher zum "daily Business" eines Theaterbetriebes. Eine ältere, lebenserfahrene und äusserst sympathische Dame erwähnte kürzlich in einem Gespräch mir gegenüber, dass übrigens auch "Männertränen" eine grosse Macht besässen, vermutlich seien diese Tränen noch mächtiger als diejenigen Tränen der holden Weiblichkeit. Aha, ein Aspekt der nicht ausser acht gelassen werden sollte, "Männertränen" etwa als titelgebendes Thema einer weiteren Zeitrisse-Episode?
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Die Platznot in Städten ist ein allgegenwärtiges Thema. Um dem entgegenzuwirken, begann man im frühen 20. Jahrhundert in Ballungszentren in die Höhe zu bauen, Vorreiter diesbezüglich war die Stadt New York, die nur schon wegen der topografischen Gegebenheiten dazu gezwungen war. Der Artikel "Zwischen Himmel und Erde" (aus "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", 1908) richtet den Fokus auch auf die Handwerker, welche die Gebäude errichteten und unter katastrophalen Arbeitsverhältnissen zu leiden hatten.
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Frauenklubs waren das eine, aber eigentlich ging die Sache tiefer, es ging um nichts weniger als um das Thema Gleichberechtigung. Im Artikel "Frauenklubs in London" - 1905 publiziert in einer Ausgabe von "Schweizerisches Familienwochenblatt " - merkt man schnell, dass die männliche Welt mit unterschiedlichen Ellen mass, Klubs für Frauen wurden dchnell einmal als Hort der Untugend verteufelt. Immerhin baute zu Beginn des 20. Jahrhunderts keiner mehr eine Guillotine auf, um nach Emanzipation strebende Frauen mundtot zu machen, wie es zur Zeit der Französischen Revolution noch gang und gäbe war.
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Man kennt sie bestimmt, die biblische Legende vom Turmbau zu Babel, das Projekt scheiterte an der Verständigung der Menschen. Der Wunsch nach einer allgemeinen Sprache ist also durchaus verständlich, in kirchlichen Kreisen war beispielsweise Lateinisch jahrhundertelang das Mass aller Dinge. In den 1880ern schuf der deutsche Theologe Johann Martin Schleyer seine Kunstsprache Volapük, sie scheiterte allerdings, da sie vermutlich zu kompliziert war. Das 1887 von Dr. Ludwik Zamenhof präsentierte Esperanto wird hingegen bis heute praktiziert, wenngleich auch diese Plansprache heutzutage chancenlos ist gegen das allgegenwärtige Englisch.
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Eine Zeitrisse-Episode im Zeichen der Forschung? Naja, fast, es geht um eine Fliege die offenbar das Ende der Welt entdeckt hat und die Entwicklung des Menschen, allerdings nicht streng nach der Evolutionstheorie von Charles Darwin, sondern mehr aus humoristischer Sicht betrachtet.
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Die Zeitrisse-Episode "Phantastische Reise zum Mittelpunkt des eigenen Körpers" spielt für einmal in der Gegenwart und basiert auf wahren Gegebenheiten: im Mittelpunkt der Story steht übrigens ein gewisser Don Guelle. Also, einsteigen bitte, der verrückteste Trip in der Geschichte des Zeitrisse-Podcasts fährt gleich los... viel Spass!
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Im Artikel von Dr. Mathilde Vaerting - "Sportliche Wettkämpfe des weiblichen Geschlechts" aus dem Jahr 1926 - geht es um Gleichstellung von Frau und Mann. Wer jetzt denkt, das sei doch kalter Kaffee und längst überwunden, der täuscht sich vermutlich. Auch heute noch ist die ganze Sache unausgewogen, nur schon aus finanzieller Warte betrachtet, man schaue sich nur mal die Gehälter im Profifussball an, während die männlichen Fussballgötter oftmals im Geld schwimmen, haben Profifussballerinnen am anderen Ende der Lohnskala mit existenziellen Klippen zu kämpfen.
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Die Legende um den "Heiligen Gral - die Gralssage - bietet bis zum heutigen Tag Platz für Spekulationen und Vermutungen und beschäftigt noch immer allerlei Forscher. Der in dieser Zeitrisse-Episode rezitierte Text stammt aus einer Ausgabe von "Der junge Bürger" (1913, Untertitel: "Ein illustriertes Lehrmittel für gewerbliche und landwirtschaftliche Fortbildungsschulen sowie zum Selbstunterrichte").
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Eine Folge, zwei Geschichten: in "Unmögliches" von 1897 (ein Artikel aus "Die Schweiz"), rezitiert von Don Guelle, plaudert ein heller Kopf über seine grossen Erfindungen, allerdings scheint der Typ nicht ganz über alle Zweifel erhaben zu sein. Raphaelius Alva Grusser wirft sich dann in der Gegenwart einmal mehr mit Hirn, Herz und Gefühl in die Schlacht und schwört auf die Erfinder, die zwar irgendwie "ein Rad abhaben", aber dennoch Sympathieträger sind. Zitat RAG: "Nur wild gewordene Räder finden neue Wege".
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"Das menschliche Leben fliegt dahin wie ein Eisenbahnzug": Josef Oswald versuchte mit seinen philosophischen Gedanken "Zeitbetrachtungen" von 1911 - trotz dem horrenden Tempo - einen Blick darauf zu werfen, auf das Leben das wirklich in atemberaubendem Tempo am Betrachter vorüberzuziehen scheint. Es ist eine wahre Kunst inmitten der alltäglichen Hektik zum "Gestirn der Ruhe" zu finden, daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert.
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Zu "Modeteufel" ein Zitat von Friedrich Theodor Vischer (1807-1887): "Wer über Mode schreibt, wäre ein Narr, wenn er meinte, auch nur das Geringste zur Heilung ihrer Verrücktheit beitragen zu können." Da hatte er wohl recht mit diesem Statement, trotzdem war und ist das Thema Mode bis heute ein beliebtes Schlachtfeld unterschiedlicher Ansichten und Moralvorstellungen. So auch in dem in dieser Zeitrisse-Episode vertonten Artikel aus dem "Schweizerischen Familienwochenblatt" aus dem Jahr 1891. Auf dem Podcast-Cover übrigens die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur mit extravaganten Kostümen für Aufsehen sorgte.
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Ein Auszug aus den anno 1900 erschienenen Memoiren des italienischen Schriftstellers Edmondo De Amicis: er schilderte darin seinen Besuch beim grossen Jules Verne, den man als tragende Säule der fantastischen Literatur kennt. Eine "Homestory" der ersten Stunde, informativ, witzig und vermutlich ganz und gar nicht das, was man eigentlich erwarten würde.
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Ein Zitat aus dem Aufsatz "Eine spanische Kleinstadt" von Cäcilie von Rodt: «Die Damen handhaben eifrig den Fächer, der niemals zuhause gelassen wird, denn er ist der Dolmetscher all ihrer Gefühle». Vermutlich sind solche Sätze der Grund, dass ich die Schweizer Reiseschriftstellerin dermassen gut mag. Cäcilie stellte in diesem Aufsatz das andalusische Städtchen Ronda vor, das sie 1898 zur Zeit des Spanisch-Amerikanischen Krieges besucht hatte.
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Ein eiskalter Wind weht durch diese Zeitrisse-Episode, er lässt das Blut in den Adern gefrieren und... doch halt, es wird nicht mehr zum Inhalt verraten, man höre sich doch bitte zuerst einmal selbst durch Carry Brachvogels "Das weisse Tor" (aus einer Ausgabe der Zeitschrift "Zürcher Illustrierte" von 1927) und ziehe seine eigenen Schlüsse aus den höchst mysteriösen Geschehnissen.
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Manche Dinge sind langlebig, so auch das Radio. In "Der Sprecher als Hörer" gab Programmleiter Bert Herzog von Radio Zürich anno 1929 einen Einblick in seine Tätigkeit. Er konzentrierte sich dabei auf die Hörerpost, die damals tatsächlich noch vom Briefboten angeliefert wurde, ein klares Indiz dafür, dass der Bericht aus "Zürcher Illustrierte" tatsächlich in einer längst vergangenen Epoche verfasst wurde. Aber auch über sein Zielpublikum machte sich Herzog Gedanken, für den bluesigen Hintergrund dieser Proletarier-Passage sorgt Robin The Seaman mit seiner E-Gitarre. Die Radiogenossenschaft Zürich schloss sich mit anderen Schweizer Radio-Pionieren im Jahr 1931 zum Verein Schweizerische Rundspruchgesellschaft (SRG) zusammen.
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Mit "Jacqueline" von Lucien Naas (vermutlich ein Pseudonym), eine Story aus der Zeitschrift "Am häuslichen Herd" (1946), beschreitet der Zeitrisse-Podcast wieder einmal den Pfad der Liebe, ein Thema das immer wieder punktet bei der verehrten Hörerschaft. Zudem beinhaltet die Geschichte auch noch eine halbe Weltreise, sie startet in Cochinchine (heute Vietnam) und endet irgendwo in einem französischen Provinzstädtchen. Als Ergänzung zur Love Story gibt es in dieser Folge einen kleinen Bericht des nach Vietnam ausgewanderten Schweizers Thomas Lüscher, es geht um fernöstliche Mobilität (mit O-Tönen aus Saigon) sowie den französischen Einfluss auf die vietnamesische Sprache.
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