Avsnitt
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Du erzählst jemandem von einem schwierigen Moment und bekommst statt Verständnis eine Lösung vorgeschlagen. Du wolltest nicht repariert werden. Du wolltest verstanden werden. Warum misslingt genau das so oft, obwohl beide Seiten es wollen? Und was kannst du konkret tun, damit es gelingt, für dich und für andere?
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Was du mitnehmen kannst
In dieser Folge erfährst du:
· Warum echtes Verstehen scheitert, obwohl niemand schuld ist, und welche drei psychologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen
· Was in dir passiert, wenn du dich nicht verstanden fühlst, neurobiologisch und emotional
· Warum Verstandenwerden kein Wunsch ist, sondern ein Grundbedürfnis, und warum es sich manchmal fast lebensnotwendig anfühlt
· Wie du aktiv dazu beiträgst, selbst besser verstanden zu werden, mit drei konkreten Werkzeugen
· Wie du anderen das Gefühl gibst, wirklich gehört zu werden, darunter ein einziger Satz, der Gespräche transformiert
Episodenbeschreibung
Du hast jemandem etwas Wichtiges erzählt und bist mit dem Gefühl rausgegangen: Ich wurde nicht wirklich verstanden. Kein Vorwurf, keine böse Absicht. Und trotzdem tut es weh. Dieses stille Missverständnis ist eine der häufigsten Quellen von Enttäuschung in Beziehungen.
In dieser Folge schauen wir uns an, warum Verstehen so oft scheitert, obwohl beide Seiten es wollen: durch den Perspective-Taking Gap, die unsichtbaren Annahmen, die wir nie aussprechen; durch den Egocentric Default, das unbewusste Filtern durch die eigene Brille; und durch den Lösungsimpuls, der das eigentliche Verstehen überspringt.
Und wir schauen uns an, warum Verstandenwerden so tief sitzt: Es berührt fundamentale Grundbedürfnisse nach Zugehörigkeit, nach dem Gefühl wichtig zu sein, und nach der Gewissheit, mit der eigenen Sicht nicht alleine zu stehen.
Du verlässt diese Folge mit konkreten Werkzeugen: wie du klärst, was du brauchst und wie du es kommunizierst. Wie du von der Verhaltensebene auf die Bedürfnisebene wechselst. Und wie du mit einem einzigen Satz Gespräche öffnest.
Timestamps
00:00 Intro
00:44 Worum es heute geht: Das stille Missverständnis in Beziehungen
03:26 Warum echtes Verstehen scheitert, obwohl wir es wollen
09:29 Was passiert in uns, wenn wir uns nicht verstanden fühlen
13:35 Warum Verstandenwerden so fundamental ist
19:57 Was du tun kannst, um selbst besser verstanden zu werden
26:31 Wie du anderen das Gefühl gibst, wirklich verstanden zu werden
33:32 Zusammenfassung
35:50 Reflexion
38:38 Abschluss
Der Gedanke dieser Episode
Verstanden werden zu wollen, ohne es zu sagen, ist wie ein Geschenk zu erwarten, ohne zu sagen, was du dir wünschst.
Mein Gedanke dazu
Ich kenne das aus meinen eigenen Beziehungen. Ich erzähle von einem schwierigen Moment und bekomme eine Lösung. Gut gemeint, aber an meinem Bedürfnis vorbei. Was ich konkret mitnehme: das Gespräch vorher zu framen, zu sagen was ich brauche, bevor der andere in seinen eigenen Modus schaltet. Das ist keine Kritik. Das ist Klarheit.
Was passiert bei dir, wenn du dich nicht verstanden fühlst? Ziehst du dich zurück? Wirst du lauter? Und gibt es jemanden in deinem Leben, von dem du dich besonders verstanden fühlst? Was macht diese Person anders?
Schreib mir das gerne in die Kommentare. Wenn du jemanden kennst, für den diese Folge gerade wichtig sein könnte, schick sie weiter. Manchmal ist das schon ein Akt des Verstehens.
Bewerte Perfectly Human auf Apple Podcasts und Spotify. Das hilft enorm, damit mehr Menschen den Podcast finden.
Forschung & Konzepte
Perspective-Taking Gap: Epley, N., Keysar, B., Van Boven, L., & Gilovich, T. (2004). Perspective taking as egocentric anchoring and adjustment. Journal of Personality and Social Psychology, 87(3), 327–339.
Egocentric Default: Nickerson, R. S. (1999). How we know and sometimes misjudge what others know: Imputing one’s own knowledge to others. Psychological Bulletin, 125(6), 737–759.
Lösungsimpuls und soziale Unterstützung: Burleson, B. R. (2003). Emotional support skills. In J. O. Greene & B. R. Burleson (Eds.), Handbook of communication and social interaction skills (pp. 551–594). Lawrence Erlbaum.
Social Pain: Eisenberger, N. I., Lieberman, M. D., & Williams, K. D. (2003). Does rejection hurt? An fMRI study of social exclusion. Science, 302(5643), 290–292. | Eisenberger, N. I., & Lieberman, M. D. (2004). Why rejection hurts: A common neural alarm system for physical and social pain. Trends in Cognitive Sciences, 8(7), 294–300.
Emotionale Invalidation: Linehan, M. M. (1993). Cognitive-behavioral treatment of borderline personality disorder. Guilford Press.
Psychologische Reaktanz: Brehm, S. S., & Brehm, J. W. (1981). Psychological reactance: A theory of freedom and control. Academic Press.
Need to Belong: Baumeister, R. F., & Leary, M. R. (1995). The need to belong: Desire for interpersonal attachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.
Mattering: Elliott, G. C., Kao, S., & Grant, A.-M. (2004). Mattering: Empirical validation of a social-psychological concept. Self and Identity, 3(4), 339–354.
Shared Reality: Echterhoff, G., Higgins, E. T., & Levine, J. M. (2009). Shared reality: Experiencing commonality with others’ inner states about the world. Perspectives on Psychological Science, 4(5), 496–521.
Soziale Belohnung im Gehirn: Lieberman, M. D. (2013). Social: Why our brains are wired to connect. Crown Publishers.
Bedürfnisebene vs. Verhaltensebene: Rosenberg, M. B. (2003). Nonviolent communication: A language of life. PuddleDancer Press.
Aktives Zuhören: Rogers, C. R. (1951). Client-centered therapy. Houghton Mifflin.
Kognitive Empathie: Davis, M. H. (1983). Measuring individual differences in empathy: Evidence for a multidimensional approach. Journal of Personality and Social Psychology, 44(1), 113–126.
„Erzähl mir mehr”: Murphy, K. (2020). You’re not listening: What you’re missing and why it matters. Celadon Books.
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Feedback bekommen klingt einfach und fühlt sich trotzdem oft falsch an. Nicht weil das Feedback schlecht war, sondern weil etwas in uns darauf reagiert, das wir nicht vollständig steuern können.
Warum das kein Charakterfehler ist, was psychologisch dahintersteckt und was unsere Reaktionen uns eigentlich sagen wollen. Darum geht es heute.
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Was du mitnehmen kannst:
Warum wir Feedback oft nicht wirklich zum Verbessern suchen, sondern für Bestätigung, Sicherheit oder Orientierung
Welche drei psychologischen Mechanismen dafür sorgen, dass Feedback uns manchmal stärker trifft als erwartet
Wie du deine Reaktion auf Feedback als wertvolle Information lesen kannst, statt sie zu unterdrücken
Einen einfachen Dreischritt, um mit Feedback und den eigenen Emotionen darauf besser umzugehen
Wann Feedback unfair oder unangebracht ist, und wie du damit für dich umgehst
Episodenbeschreibung
Fast jeder kennt das: Du bekommst Feedback, vielleicht sogar gut gemeint und inhaltlich richtig, und trotzdem macht in dir etwas dich? Du rechtfertigst dich, ziehst dich zurück oder zweifelst plötzlich an dir selbst. Und hinterher fragst du dich: Warum habe ich eigentlich so reagiert?
Das ist kein Zufall und kein Charakterfehler. Drei psychologische Mechanismen erklären, warum Feedback uns gerade dann stark trifft, wenn uns etwas wirklich wichtig ist: Self-Serving Bias, Selbstwertbedrohung und kognitive Dissonanz. Unser Gehirn reagiert nicht auf das Feedback selbst, sondern auf das, was es in uns berührt.
Die Appraisal-Theorie von Lazarus zeigt: Nicht das Feedback bestimmt unsere Emotion, sondern wie wir es bewerten. Das verändert, was möglich wird. Unsere Reaktion ist dann nicht mehr nur etwas, das uns im Weg steht, sondern eine Information, die uns etwas über uns selbst sagt.
Außerdem sprechen wir darüber, wann Feedback unfair oder unangebracht ist, wie man das erkennt und wie man bewusst entscheidet, was man annimmt und was man lässt.
Timestamps
00:01:31 Kontext
00:04:51 Warum wir Feedback suchen, und was wir wirklich wollen
00:09:32 Warum Feedback uns stärker trifft, wenn uns etwas wichtig ist
00:15:32 Wie wir mit Feedback und unseren Reaktionen besser umgehen
00:25:31 Umgang mit unfairem oder unangebrachtem Feedback
00:36:23 Zusammenfassung
00:38:36 Reflexion
00:40:06 Abschluss
Der Gedanke dieser Episode
Deine Reaktion auf Feedback ist keine Schwäche. Sie ist Information.
Mein Gedanke dazu
Ich nehme mir Dinge schnell zu Herzen. Feedback fällt mir nicht immer leicht, auch wenn ich fachlich genau weiß, was gerade passiert. Was mir mehr hilft als der Versuch, cooler zu werden: zu erkennen, dass meine Reaktion meistens nicht bedeutet, dass etwas mit mir nicht stimmt. Sie bedeutet oft nur, dass mir etwas wichtig ist.
Gab es Feedback, das dich länger beschäftigt hat als erwartet? Etwas, das dich getroffen hat, und du weißt heute vielleicht, warum? Oder du weißt es immer noch nicht? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.
Wenn du jemanden kennst, der das Gefühl kennt, auf Feedback zu reagieren und hinterher zu denken: warum eigentlich?, schick ihr oder ihm diese Folge.
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Forschung & Konzepte
Feedback Seeking Behavior: Ashford, S. J., Blatt, R., & VandeWalle, D. (2003). Reflections on the looking glass: A review of research on feedback-seeking behavior in organizations. Journal of Management, 29(6), 773–799
Self-Serving Bias: Mezulis, A. H., Abramson, L. Y., Hyde, J. S. & Hankin, B. L. (2004). Is there a universal positivity bias in attributions? A meta-analytic review of individual, developmental, and cultural differences in the self-serving attributional bias. Psychological Bulletin, 130(5), 711–747.
Kognitive Dissonanz: Festinger, L. (1957). A Theory of Cognitive Dissonance. Stanford University Press.
Appraisal-Theorie: Lazarus, R. S. (1991). Emotion and Adaptation. Oxford University Press.
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Saknas det avsnitt?
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Du hast Feedback gegeben. Gut gemeint. Aber es kam nicht gut an?
Das liegt fast nie an der Formulierung. Es liegt daran, dass etwas vorher gefehlt hat. Etwas, an das kaum jemand denkt, weil niemand einem je gesagt hat, dass dieses Vorher überhaupt relevant ist.
Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast und lass gern eine Bewertung da – das hilft mir gerade am Anfang sehr.
Was du mitnehmen kannst
In dieser Folge erfährst du:
· Warum die Motivation hinter einer Feedback-Anfrage entscheidend ist, und oft nicht das ist, was sie zu sein scheint
· Welche Bereiche bei Feedback fast immer unsichtbar ausgeschlossen sind, und was passiert, wenn man dort hineingeht
· Was deine eigene Motivation beim Feedbackgeben mit dem Ergebnis zu tun hat
· Wie Feedback so gegeben werden kann, dass es wirklich ankommen kann
Episodenbeschreibung
Du hast Feedback gegeben. Gut gemeint, ehrlich, vielleicht sogar gut formuliert. Und trotzdem kam es nicht an. Der andere wirkte verletzt oder hat sich verteidigt. Und du fragst dich: Was habe ich falsch gemacht?
Der Denkfehler, den fast alle machen: Feedback ist eine Kommunikationssache. Wenn es schiefläuft, lag es an Ton oder Formulierung. Aber das Entscheidende passiert nicht im Sprechen, sondern lange davor. Wer nicht fragt, was die Person wirklich braucht, wer nicht prüft, zu welchen Bereichen Feedback überhaupt offen ist, und wer die eigene Motivation nicht kennt: Der wird auch mit der besten Formulierung scheitern.
Diese Episode geht genau dieses Vorher durch. Vier Fragen, die bestimmen, ob Feedback ankommt, bevor ein einziges Wort gesagt ist.
Timestamps
00:01:00 Intro
00:01:47 Kontext
00:04:28 Was die Person, die Feedback sucht, wirklich will
00:10:02 Zu welchen Bereichen Feedback überhaupt offen ist
00:15:02 Was meine eigene Motivation beim Feedbackgeben bewirkt
00:19:04 Wie Feedback so gegeben wird, dass es ankommen kann
00:24:56 Zusammenfassung
00:27:43 Reflexion
00:33:01 Abschluss
Der Gedanke dieser Episode
Feedback beginnt vor dem Feedback.
Mein Gedanke dazu
Ich habe beim Vorbereiten dieser Folge gemerkt, dass ich bei Feedback bisher fast immer zuerst an die Formulierung gedacht habe. Nie ans Vorher. Das Vorher ist aber das Entscheidende.
Gibt es Themen, die dich in deinen Beziehungen beschäftigen und die du dir als Podcast-Folge wünschen würdest? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.
Wenn du jemanden kennst, der sich fragt, warum sein Feedback nie ankommt, obwohl er sich immer Mühe gibt, schick ihr oder ihm diese Folge.
Bewerte Perfectly Human bei Spotify und auf Apple Podcasts. Das hilft mir sehr, vielen Dank!
Perfectly Human Prinzip
Beziehungen verändern sich selten durch große Durchbrüche. Meist verändern sie sich durch viele kleine Momente, die wir besser verstehen und bewusster gestalten können.
Forschung & Konzepte
Feedback Seeking Behavior: Ashford, S. J., & Cummings, L. L. (1983). Feedback as an individual resource: Personal strategies of creating information. Organizational Behavior and Human Performance, 32(3), 370–398.
Self-Serving Bias: Mezulis, A. H., Abramson, L. Y., Hyde, J. S. & Hankin, B. L. (2004). Is there a universal positivity bias in attributions? A meta-analytic review. Psychological Bulletin, 130(5), 711–747.
Negativity Bias: Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.
Gewaltfreie Kommunikation: Rosenberg, M. B. (2003). Nonviolent communication: A language of life (2nd ed.). PuddleDancer Press.
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Die meisten Menschen wünschen sich mehr Wertschätzung in ihren Beziehungen. Dieselben Menschen sprechen Wertschätzung selbst kaum aus, obwohl sie sie empfinden.
Warum das kein Widerspruch, sondern ein psychologisches Muster ist, und was passiert, wenn du anfängst, es zu durchbrechen. Darum geht es heute.
Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast und lass gern eine Bewertung da – das hilft mir gerade am Anfang sehr.
Was du mitnehmen kannst
In dieser Folge erfährst du:
· Warum Wertschätzung in Beziehungen, Partnerschaft und Alltag mehr ist als eine nette Geste
· Weshalb unser Gehirn Positives systematisch übersieht, und warum das kein Charakterfehler ist
· Was bei dir selbst passiert, wenn du Wertschätzung aktiv gibst, nicht nur beim anderen
· Den Unterschied zwischen Lob und echter Wertschätzung, und wie konkrete Anerkennung klingt
Episodenbeschreibung
Fast jeder Mensch kennt dieses Gefühl: Ich gebe viel, und trotzdem wird es irgendwann einfach erwartet. Die Wertschätzung fehlt. Im Job, in der Partnerschaft, in Freundschaften.
Gleichzeitig: Wenn dieselben Menschen gefragt werden, wann sie zuletzt aktiv Wertschätzung gezeigt haben, wird es oft still. Nicht weil sie keine Wertschätzung empfinden. Sondern weil sie sie nicht aussprechen. Wertschätzung, die im Kopf bleibt, existiert für den anderen nicht.
Das liegt nicht an Gleichgültigkeit, sondern an zwei psychologischen Mechanismen: dem Negativity Bias und Gewöhnung. Diese Episode dreht die Perspektive um. Nicht wie du mehr Anerkennung bekommst, sondern was passiert, wenn du anfängst, sie aktiver zu geben.
Kleiner Hinweis zur Aufnahme: Bei dieser Episode hatte ich einen Fehler bei den Mikrofoneinstellungen (typischer Anfängerfehler…) und musste Teile neu aufnehmen. Es kann sein, dass manche Laute an der einen oder anderen Stelle etwas anders klingen.
Timestamps
00:00:00 Intro
00:00:39 Warum Wertschätzung mehr ist als ein nettes Extra
00:08:03 Warum Wertschätzung im Alltag so oft fehlt
00:14:16 Was bei uns passiert, wenn wir Wertschätzung aktiv geben
00:18:01 Wie Wertschätzung konkret aussehen kann
00:21:35 Zusammenfassung
00:23:51 Reflexion
00:25:01 Abschluss
Der Gedanke dieser Episode
Wir wünschen uns alle Wertschätzung. Und sprechen sie viel seltener aus als wir sie empfinden.
Mein Gedanke dazu
Ich habe lange geglaubt, Wertschätzung müsse spontan entstehen. Heute denke ich, dass sie oft eine bewusste Entscheidung ist.
Wofür würdest du dich selbst gerne mehr wertgeschätzt fühlen? Ist es etwas, das du regelmäßig tust, das aber selten wirklich gesehen wird? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.
Wenn du jemanden kennst, der sich gerade wenig gesehen fühlt, schick ihr oder ihm diese Folge.
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Perfectly Human Prinzip
Beziehungen verändern sich selten durch große Durchbrüche. Meist verändern sie sich durch kleine Momente, die wir besser verstehen und bewusster gestalten.
Problem | Verständnis | Handlung.
Forschung & Konzepte
Need to Belong: Baumeister, R. F. & Leary, M. R. (1995). The need to belong: Desire for interpersonal attachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.
Soziometer-Theorie: Leary, M. R., Tambor, E. S., Terdal, S. K. & Downs, D. L. (1995). Self-esteem as an interpersonal monitor: The sociometer hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 68(3), 518–530.
Broaden-and-Build Theory: Fredrickson, B. L. (2001). The role of positive emotions in positive psychology: The broaden-and-build theory of positive emotions. American Psychologist, 56(3), 218–226.
Negativity Bias: Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.
Reziprozitätsnorm: Gouldner, A. W. (1960). The norm of reciprocity: A preliminary statement. American Sociological Review, 25(2), 161–178.
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Du wolltest eine Lösung finden. Irgendwann fühlt sich das Gespräch wie ein Kampf an. Niemand wollte kämpfen. Und trotzdem ist es genau so gelaufen.
Das passiert fast unvermeidlich. Und es liegt nicht nur am anderen. In dieser Episode erfährst du, was psychologisch hinter dieser Dynamik steckt, und wie du sie mit einer einzigen Veränderung durchbrechen kannst.
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Was du mitnehmen kannst
In dieser Folge erfährst du:
· Warum Widerspruch in Diskussionen sich wie ein persönlicher Angriff anfühlt, obwohl er keiner ist
· Wie versteckte Ziele unsere Kommunikation übernehmen, ohne dass wir es merken
· Was du sofort verändern kannst: ein einziges Wort
Episodenbeschreibung
Du gehst in ein Gespräch mit dem Ziel, etwas zu klären oder gemeinsam eine Lösung zu finden. Und kommst mit dem Gefühl heraus, gegen eine Wand geredet zu haben. Beide frustriert. Niemand hat sich gehört gefühlt.
Was in solchen Momenten passiert, hat wenig mit schlechtem Willen zu tun. Es hat viel mit Psychologie zu tun. Zwei Mechanismen arbeiten dabei fast immer im Hintergrund: Erstens halten wir unsere Perspektive unbewusst für objektiver als sie ist. Wenn jemand unserer Idee widerspricht, fühlt sich das deshalb nicht wie eine andere Sichtweise an, sondern wie einen Fehler. Zweitens verknüpfen wir unsere Ideen mit unserem Selbstwert. Widerspruch gegen eine Idee fühlt sich dann wie Widerspruch gegen uns selbst an.
Wir können nur bei uns ansetzen. Und das Gute: da haben wir mehr Einfluss als wir denken.
Timestamps
00:00:43 Intro
00:01:40 Warum Diskussionen aus dem Ruder laufen
00:03:48 Warum Widerspruch sich wie ein Angriff anfühlt
00:07:46 Warum wir das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren
00:11:39 Was wir tun können, statt es schlimmer zu machen
00:17:00 Zusammenfassung
00:19:23 Reflexion
00:21:28 Abschluss
Der Gedanke dieser Episode
Diskussionen scheitern oft nicht an Argumenten. Sie scheitern an verdeckten Zielen.
Mein Gedanke dazu
Ich habe lange gedacht, schlechte Diskussionen passieren einfach. Heute sehe ich, dass ich selbst meistens Teil des Problems bin. Das ist eigentlich eine gute Nachricht.
Merkst du das manchmal, dass du in einer Diskussion irgendwann nur noch gewinnen wolltest, statt eine Lösung zu finden? Schreib mir auf Instagram oder in die Kommentare.
Wenn du jemanden kennst, der das Gefühl hat, in Diskussionen immer gegen Wände zu reden, schick ihr oder ihm diese Folge.
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Problem | Verständnis | Handlung.
Forschung & Konzepte
Naiver Realismus: Ross, L. & Ward, A. (1996). Naive realism in everyday life. In E. Reed, E. Turiel & T. Brown (Eds.), Values and knowledge. Erlbaum.
Selbstwertbedrohung: Tesser, A. (1988). Toward a self-evaluation maintenance model of social behavior. Advances in Experimental Social Psychology, 21, 181–227.
Negativity: Bias Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.
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Wir leben in einer Zeit, in der wir ständig verbunden sind, und uns trotzdem immer häufiger voneinander entfernen. Echte Beziehungen sind nicht effizient. Nicht perfekt. Nicht immer leicht. Sie sind menschlich. Genau darum geht es in diesem Podcast.
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Was dich bei Perfectly Human erwartet
· Warum wir uns in Beziehungen so verhalten, wie wir es tun, auch wenn wir es eigentlich anders wollen
· Wie Psychologie im Alltag wirklich funktioniert, ohne Fachsprache und ohne Selbstoptimierungsdruck
· Was du konkret verändern kannst, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt
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Verbindung mit anderen ist nicht ein Teil unseres Lebens. Sie ist der Kern.
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