Avsnitt

  • Du hast Feedback gegeben. Gut gemeint. Aber es kam nicht gut an?

    Das liegt fast nie an der Formulierung. Es liegt daran, dass etwas vorher gefehlt hat. Etwas, an das kaum jemand denkt, weil niemand einem je gesagt hat, dass dieses Vorher überhaupt relevant ist.

    Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast und lass gern eine Bewertung da – das hilft mir gerade am Anfang sehr.

    Was du mitnehmen kannst

    In dieser Folge erfährst du:

    · Warum die Motivation hinter einer Feedback-Anfrage entscheidend ist, und oft nicht das ist, was sie zu sein scheint

    · Welche Bereiche bei Feedback fast immer unsichtbar ausgeschlossen sind, und was passiert, wenn man dort hineingeht

    · Was deine eigene Motivation beim Feedbackgeben mit dem Ergebnis zu tun hat

    · Wie Feedback so gegeben werden kann, dass es wirklich ankommen kann

    Episodenbeschreibung

    Du hast Feedback gegeben. Gut gemeint, ehrlich, vielleicht sogar gut formuliert. Und trotzdem kam es nicht an. Der andere wirkte verletzt oder hat sich verteidigt. Und du fragst dich: Was habe ich falsch gemacht?

    Der Denkfehler, den fast alle machen: Feedback ist eine Kommunikationssache. Wenn es schiefläuft, lag es an Ton oder Formulierung. Aber das Entscheidende passiert nicht im Sprechen, sondern lange davor. Wer nicht fragt, was die Person wirklich braucht, wer nicht prüft, zu welchen Bereichen Feedback überhaupt offen ist, und wer die eigene Motivation nicht kennt: Der wird auch mit der besten Formulierung scheitern.

    Diese Episode geht genau dieses Vorher durch. Vier Fragen, die bestimmen, ob Feedback ankommt, bevor ein einziges Wort gesagt ist.

    Timestamps

    00:01:00 Intro

    00:01:47 Kontext

    00:04:28 Was die Person, die Feedback sucht, wirklich will

    00:10:02 Zu welchen Bereichen Feedback überhaupt offen ist

    00:15:02 Was meine eigene Motivation beim Feedbackgeben bewirkt

    00:19:04 Wie Feedback so gegeben wird, dass es ankommen kann

    00:24:56 Zusammenfassung

    00:27:43 Reflexion

    00:33:01 Abschluss

    Der Gedanke dieser Episode

    Feedback beginnt vor dem Feedback.

    Mein Gedanke dazu

    Ich habe beim Vorbereiten dieser Folge gemerkt, dass ich bei Feedback bisher fast immer zuerst an die Formulierung gedacht habe. Nie ans Vorher. Das Vorher ist aber das Entscheidende.

    Gibt es Themen, die dich in deinen Beziehungen beschäftigen und die du dir als Podcast-Folge wünschen würdest? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.

    Wenn du jemanden kennst, der sich fragt, warum sein Feedback nie ankommt, obwohl er sich immer Mühe gibt, schick ihr oder ihm diese Folge.

    Bewerte Perfectly Human bei Spotify und auf Apple Podcasts. Das hilft mir sehr, vielen Dank!

    Perfectly Human Prinzip

    Beziehungen verändern sich selten durch große Durchbrüche. Meist verändern sie sich durch viele kleine Momente, die wir besser verstehen und bewusster gestalten können.

    Forschung & Konzepte

    Feedback Seeking Behavior: Ashford, S. J., & Cummings, L. L. (1983). Feedback as an individual resource: Personal strategies of creating information. Organizational Behavior and Human Performance, 32(3), 370–398.

    Self-Serving Bias: Mezulis, A. H., Abramson, L. Y., Hyde, J. S. & Hankin, B. L. (2004). Is there a universal positivity bias in attributions? A meta-analytic review. Psychological Bulletin, 130(5), 711–747.

    Negativity Bias: Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.

    Gewaltfreie Kommunikation: Rosenberg, M. B. (2003). Nonviolent communication: A language of life (2nd ed.). PuddleDancer Press.

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  • Die meisten Menschen wünschen sich mehr Wertschätzung in ihren Beziehungen. Dieselben Menschen sprechen Wertschätzung selbst kaum aus, obwohl sie sie empfinden.

    Warum das kein Widerspruch, sondern ein psychologisches Muster ist, und was passiert, wenn du anfängst, es zu durchbrechen. Darum geht es heute.

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    Was du mitnehmen kannst

    In dieser Folge erfährst du:

    · Warum Wertschätzung in Beziehungen, Partnerschaft und Alltag mehr ist als eine nette Geste

    · Weshalb unser Gehirn Positives systematisch übersieht, und warum das kein Charakterfehler ist

    · Was bei dir selbst passiert, wenn du Wertschätzung aktiv gibst, nicht nur beim anderen

    · Den Unterschied zwischen Lob und echter Wertschätzung, und wie konkrete Anerkennung klingt

    Episodenbeschreibung

    Fast jeder Mensch kennt dieses Gefühl: Ich gebe viel, und trotzdem wird es irgendwann einfach erwartet. Die Wertschätzung fehlt. Im Job, in der Partnerschaft, in Freundschaften.

    Gleichzeitig: Wenn dieselben Menschen gefragt werden, wann sie zuletzt aktiv Wertschätzung gezeigt haben, wird es oft still. Nicht weil sie keine Wertschätzung empfinden. Sondern weil sie sie nicht aussprechen. Wertschätzung, die im Kopf bleibt, existiert für den anderen nicht.

    Das liegt nicht an Gleichgültigkeit, sondern an zwei psychologischen Mechanismen: dem Negativity Bias und Gewöhnung. Diese Episode dreht die Perspektive um. Nicht wie du mehr Anerkennung bekommst, sondern was passiert, wenn du anfängst, sie aktiver zu geben.

    Kleiner Hinweis zur Aufnahme: Bei dieser Episode hatte ich einen Fehler bei den Mikrofoneinstellungen (typischer Anfängerfehler…) und musste Teile neu aufnehmen. Es kann sein, dass manche Laute an der einen oder anderen Stelle etwas anders klingen.

    Timestamps

    00:00:00 Intro

    00:00:39 Warum Wertschätzung mehr ist als ein nettes Extra

    00:08:03 Warum Wertschätzung im Alltag so oft fehlt

    00:14:16 Was bei uns passiert, wenn wir Wertschätzung aktiv geben

    00:18:01 Wie Wertschätzung konkret aussehen kann

    00:21:35 Zusammenfassung

    00:23:51 Reflexion

    00:25:01 Abschluss

    Der Gedanke dieser Episode

    Wir wünschen uns alle Wertschätzung. Und sprechen sie viel seltener aus als wir sie empfinden.

    Mein Gedanke dazu

    Ich habe lange geglaubt, Wertschätzung müsse spontan entstehen. Heute denke ich, dass sie oft eine bewusste Entscheidung ist.

    Wofür würdest du dich selbst gerne mehr wertgeschätzt fühlen? Ist es etwas, das du regelmäßig tust, das aber selten wirklich gesehen wird? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.

    Wenn du jemanden kennst, der sich gerade wenig gesehen fühlt, schick ihr oder ihm diese Folge.

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    Perfectly Human Prinzip

    Beziehungen verändern sich selten durch große Durchbrüche. Meist verändern sie sich durch kleine Momente, die wir besser verstehen und bewusster gestalten.

    Problem | Verständnis | Handlung.

    Forschung & Konzepte

    Need to Belong: Baumeister, R. F. & Leary, M. R. (1995). The need to belong: Desire for interpersonal attachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.

    Soziometer-Theorie: Leary, M. R., Tambor, E. S., Terdal, S. K. & Downs, D. L. (1995). Self-esteem as an interpersonal monitor: The sociometer hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 68(3), 518–530.

    Broaden-and-Build Theory: Fredrickson, B. L. (2001). The role of positive emotions in positive psychology: The broaden-and-build theory of positive emotions. American Psychologist, 56(3), 218–226.

    Negativity Bias: Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.

    Reziprozitätsnorm: Gouldner, A. W. (1960). The norm of reciprocity: A preliminary statement. American Sociological Review, 25(2), 161–178.

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  • Du wolltest eine Lösung finden. Irgendwann fühlt sich das Gespräch wie ein Kampf an. Niemand wollte kämpfen. Und trotzdem ist es genau so gelaufen.

    Das passiert fast unvermeidlich. Und es liegt nicht nur am anderen. In dieser Episode erfährst du, was psychologisch hinter dieser Dynamik steckt, und wie du sie mit einer einzigen Veränderung durchbrechen kannst.

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    Was du mitnehmen kannst

    In dieser Folge erfährst du:

    · Warum Widerspruch in Diskussionen sich wie ein persönlicher Angriff anfühlt, obwohl er keiner ist

    · Wie versteckte Ziele unsere Kommunikation übernehmen, ohne dass wir es merken

    · Was du sofort verändern kannst: ein einziges Wort

    Episodenbeschreibung

    Du gehst in ein Gespräch mit dem Ziel, etwas zu klären oder gemeinsam eine Lösung zu finden. Und kommst mit dem Gefühl heraus, gegen eine Wand geredet zu haben. Beide frustriert. Niemand hat sich gehört gefühlt.

    Was in solchen Momenten passiert, hat wenig mit schlechtem Willen zu tun. Es hat viel mit Psychologie zu tun. Zwei Mechanismen arbeiten dabei fast immer im Hintergrund: Erstens halten wir unsere Perspektive unbewusst für objektiver als sie ist. Wenn jemand unserer Idee widerspricht, fühlt sich das deshalb nicht wie eine andere Sichtweise an, sondern wie einen Fehler. Zweitens verknüpfen wir unsere Ideen mit unserem Selbstwert. Widerspruch gegen eine Idee fühlt sich dann wie Widerspruch gegen uns selbst an.

    Wir können nur bei uns ansetzen. Und das Gute: da haben wir mehr Einfluss als wir denken.

    Timestamps

    00:00:43 Intro

    00:01:40 Warum Diskussionen aus dem Ruder laufen

    00:03:48 Warum Widerspruch sich wie ein Angriff anfühlt

    00:07:46 Warum wir das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren

    00:11:39 Was wir tun können, statt es schlimmer zu machen

    00:17:00 Zusammenfassung

    00:19:23 Reflexion

    00:21:28 Abschluss

    Der Gedanke dieser Episode

    Diskussionen scheitern oft nicht an Argumenten. Sie scheitern an verdeckten Zielen.

    Mein Gedanke dazu

    Ich habe lange gedacht, schlechte Diskussionen passieren einfach. Heute sehe ich, dass ich selbst meistens Teil des Problems bin. Das ist eigentlich eine gute Nachricht.

    Merkst du das manchmal, dass du in einer Diskussion irgendwann nur noch gewinnen wolltest, statt eine Lösung zu finden? Schreib mir auf Instagram oder in die Kommentare.

    Wenn du jemanden kennst, der das Gefühl hat, in Diskussionen immer gegen Wände zu reden, schick ihr oder ihm diese Folge.

    Bewerte Perfectly Human auf Apple Podcasts und bei Spotify. Das hilft enorm, damit mehr Menschen den Podcast finden.

    Perfectly Human Prinzip

    Beziehungen verändern sich selten durch große Durchbrüche. Meist verändern sie sich durch kleine Momente, die wir besser verstehen und bewusster gestalten.

    Problem | Verständnis | Handlung.

    Forschung & Konzepte

    Naiver Realismus: Ross, L. & Ward, A. (1996). Naive realism in everyday life. In E. Reed, E. Turiel & T. Brown (Eds.), Values and knowledge. Erlbaum.

    Selbstwertbedrohung: Tesser, A. (1988). Toward a self-evaluation maintenance model of social behavior. Advances in Experimental Social Psychology, 21, 181–227.

    Negativity: Bias Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.

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  • Wir leben in einer Zeit, in der wir ständig verbunden sind, und uns trotzdem immer häufiger voneinander entfernen. Echte Beziehungen sind nicht effizient. Nicht perfekt. Nicht immer leicht. Sie sind menschlich. Genau darum geht es in diesem Podcast.

    Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast und hör direkt in die ersten Folgen rein.

    Was dich bei Perfectly Human erwartet

    · Warum wir uns in Beziehungen so verhalten, wie wir es tun, auch wenn wir es eigentlich anders wollen

    · Wie Psychologie im Alltag wirklich funktioniert, ohne Fachsprache und ohne Selbstoptimierungsdruck

    · Was du konkret verändern kannst, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt

    Der Gedanke hinter diesem Podcast

    Verbindung mit anderen ist nicht ein Teil unseres Lebens. Sie ist der Kern.

    Wenn du jemanden kennst, für den Beziehungen und Psychologie relevante Themen sind, empfiehl den Podcast weiter.

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    Perfectly Human Prinzip

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