Avsnitt
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Pflegen, Kinder betreuen, Angehörige unterstützen oder den Haushalt organisieren; Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen. Doch sie gerät zunehmend unter Druck. Im bezahlten Care-Sektor führen Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und Zeitdruck an die Belastungsgrenze. Gleichzeitig übernehmen Frauen trotz ihrer gestiegenen Erwerbstätigkeit nach wie vor den grössten Teil der unbezahlten Sorgearbeit. Die Folgen sind Zeitnot, Erschöpfung und fehlende gesellschaftliche Anerkennung.
Mit Sarah Schilliger sprechen wir darüber, warum die Care-Krise die gesamte Gesellschaft betrifft. Warum bleibt Sorgearbeit so ungleich verteilt? Welche Verantwortung tragen Männer? Und wie lässt sich Care gerechter organisieren?
Ausserdem blicken wir auf das Konzept der Caring City und das Beispiel Barcelona. Dort wird Sorgearbeit als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe verstanden mit dem Ziel, Städte so zu gestalten, dass Fürsorge besser möglich wird und diejenigen, die sie leisten, die Anerkennung und Unterstützung erhalten, die sie verdienen. -
Was haben Kapitalismus, Patriarchat und Männlichkeit mit Gewalt zu tun? Mehr als oft angenommen. Wenn wir Gewaltverhältnisse kritisieren, landen wir schnell bei Individuen und Männern. Wenn wir diese Macht- und Gewaltverhältnisse jedoch verändern möchten, müssen wir analytisch die Systeme, die uns prägen und formen betrachten. In dieser Folge gehen wir deshalb der Frage nach, wie Kapitalismus und Patriarchat Männlichkeit als soziale Ordnung produzieren, die Gewalt strukturell fördert. Daraus folgt eine andere politische Frage: nicht wer schuld ist, sondern welche Verhältnisse verändert werden müssen für weniger Gewalt und mehr Gerechtigkeit.
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Saknas det avsnitt?
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Was darf man(n) heute eigentlich noch sagen und worum geht es in Debatten um âCancel Cultureâ? Geht es wirklich um Sprachverbote oder um Macht, Sichtbarkeit und darum, wer bestimmen darf, was als ânormalâ gilt? Denn Politik fĂŒr traditionelle Werte ist nichts anderes, als IdentitĂ€tspolitik fĂŒr weisse, heterosexuelle cis MĂ€nner. Und fĂŒhrt mehr Sichtbarkeit unterschiedlicher Stimmen dazu, dass gewisse SelbstverstĂ€ndlichkeiten stĂ€rker hinterfragt werden? In dieser Folge sprechen wir ĂŒber die Angst vieler MĂ€nner, gesellschaftlich an Bedeutung zu verlieren und ĂŒber die Abwehrreaktionen, die daraus entstehen.
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In dieser Folge nehmen wir Täterarbeit kritisch unter die Lupe. Wir sprechen darüber, warum manche Ansätze zu kurz greifen etwa durch fehlende gesellschafts- und gendertheoretische Perspektiven oder die mangelnde Einbindung des sozialen Umfelds.
Als Gegenentwurf schauen wir uns transformative Gerechtigkeit an: ein Ansatz, der Verantwortung, Beziehungen und strukturelle Veränderungen stärker zusammendenkt. Gleichzeitig bleibt auch hier Raum für Kritik – was funktioniert, was nicht?
Am Ende fragen wir uns, ob es überhaupt den einen richtigen Ansatz gibt – oder ob es sinnvoller ist, Elemente aus beiden Perspektiven zu verbinden. -
In dieser Folge spricht ZĂŒbeyir Sizici ĂŒber sein Aufwachsen als kurdischer junger Mann in einem Dorf in der TĂŒrkei und die prĂ€genden Vorstellungen von MĂ€nnlichkeit.
Er erzĂ€hlt, wie ihn die Auseinandersetzung mit den Schriften von Abdullah Ăcalan politisiert hat und zu einer kritischen Reflexion seiner eigenen Sozialisation fĂŒhrte. Die Folge beleuchtet, warum die Hinterfragung von MĂ€nnlichkeit eine zentrale Rolle in der kurdischen Freiheitsbewegung spielt.
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đ Welche Pille nimmst du? rot oder schwarz? đ
Online-RĂ€ume prĂ€gen heute massgeblich, wie Jungs MĂ€nnlichkeit lernen, erleben und ausdrĂŒcken. In dieser Folge werfen wir einen differenzierten Blick auf die sogenannte Manosphere und ihre Akteure: Von Manfluencern ĂŒber Pick-Up-Artists bis hin zu Incels. Wir ordnen verschiedene Gruppierungen ein, beleuchten ihre Ideologien und besprechen die Differenzen innerhalb der Manosphere. Darauf aufbauend diskutieren wir welche Herausforderungen sich daraus fĂŒr die Praxis ergeben. Was bedeutet diese digitale RealitĂ€t fĂŒr Jungenarbeit, PrĂ€vention und Beratung?
Neue Webseite zur Manosphere: https://manosphere.ch (-> Orientierung und gratis Beratung fĂŒr Eltern und Fachpersonen)
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In dieser Folge sprechen wir mit Fabian Ceska von Detox Identity über Migränntlichkeit: Migration und Männlichkeit. Dabei erzählt Fabi sehr nahbar von Erfahrungen aus der Jungen*-Arbeit und darüber wie intersektionaler Feminismus aussehen kann.
Wir fragen: Wie können junge migrantische Männer antirassistisch gefördert und gleichzeitig antisexistisch gefordert werden? Für uns ist klar: Nicht Migration ist das Problem, sondern gewaltbegünstigende Männlichkeitsvorstellungen und das Patriarchat. Gerade in Zeiten von rassistischem und sexistischem Backlash, etwa wenn geschlechtsspezifische Gewalt als „importiertes Problem“ markiert wird, ist es entscheidend, das klar zu benennen.
Feminismus verstehen wir dabei als Verheissung: Er eröffnet migrantischen Männern neue Handlungsspielräume jenseits von Dominanz und wirkt zugleich stärkend für FINTAQ*-Personen. -
Trennung ist für Frauen* keine neutrale Zäsur – sie ist oft eine Hochrisikophase.
In dieser Folge sprechen wir über Männlichkeitsbilder, patriarchale Gewalt, Selbstfürsorge und darüber, warum viele Femizide im Kontext von Trennungen passieren – und was echte Gewaltprävention bedeutet. -
In dieser Folge betrachten wir das Social Media Phänomen der Gender Reveal Partys. Woher kommt der Brauch und weshalb hat sich dieser (wortwörtlich) wie ein Flächenbrand ausgebreitet? Welches Geschlechtermodell feiern diese auf maximale Wirkung ausgelegten Videos, und welche Rollen werden dabei noch ungeborenen Kindern bereits zugewiesen? Offen bleibt die Frage, gibt es auch eine Farbe für intergeschlechtliche Menschen? Sinnbildlich für die Gleichzeitigkeit von Persistenz und Wandel von Geschlecht, sind diese Partys besonders bei jungen heterosexuellen Paaren im Trend.
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25.11. ist internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und fintaq Personen. Vor einem Jahr berichteten drei Opferberaterinnen, jetzt werfen wir einen Blick auf die TĂ€terseite. Wir gehen den Fragen nach, weshalb schlagen MĂ€nner Frauen und welche Rolle spielt MĂ€nnlichkeit bei dieser TĂ€terschaft. Wir betrachten einen Fall geschlechtsspezifischer Gewalt und ordnen ihn ein. Dabei greifen wir auf Praxiserfahrung der TĂ€terarbeit zurĂŒck.
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MĂ€nner, Alkohol und die grosse Illusion der StĂ€rke: In dieser Folge entlarven wir, wie tief das Bierglas in der mĂ€nnlichen IdentitĂ€t steckt. Geschichten ĂŒber Alkoholkonsum sind oft auch Geschichten ĂŒber MĂ€nnlichkeit â ĂŒber Mutproben, Zugehörigkeit und Kontrolle. Doch welche Geschichten werden dabei nicht erzĂ€hlt? Wo bleiben die Erfahrungen von FINTA-Personen, die sich ausserhalb dieser Norm bewegen? Wir sprechen darĂŒber, welche Rolle Alkohol im âDoing Genderâ spielt â wie Trinken MĂ€nnlichkeit herstellt, bestĂ€tigt oder infrage stellt.
Link nie-ok Crowdfunding - https://wemakeit.com/projects/gegen-gewalt-an-frauen-2025
Forschung von Andreas Walther - https://zuepp.psychologie.ch/de/news/mannerspezifische-psychotherapie-bei-depressionen
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In dieser Folge von WurstkĂ€sesalat schauen wir genau hin: Was meint eigentlich der âMale Gazeâ nach Laura Mulvey, und warum ist dieser Blick mehr als nur ein filmtheoretisches Konzept? Wir sprechen darĂŒber, wie der mĂ€nnliche Blick als Produkt patriarchaler Strukturen unseren Alltag prĂ€gt â von Werbung und Medien bis hin zu Beziehungen und hĂ€uslicher Gewalt.
Wie beeinflusst die Art, wie Frauen gesehen (und dargestellt) werden, auch die Art, wie sie sich selbst sehen? Und was passiert, wenn dieser Blick Macht ausĂŒbt â subtil oder brutal?
Ein GesprĂ€ch ĂŒber Blickrichtungen, MachtverhĂ€ltnisse und warum Hinschauen manchmal der erste Schritt zum Widerstand ist.
Besagte Yogurette Werbung:
https://www.youtube.com/watch?v=axwujVKI2gA
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Was hat Einsamkeit mit Männlichkeit zu tun? In dieser Folge werfen wir einen geschlechter- und gesellschaftstheoretischen Blick auf die sogenannte Male Loneliness Epidemic.
Wir sprechen über tradierte Männlichkeitsbilder, emotionale Sprachlosigkeit, soziale Isolation – und darüber, wie patriarchale Strukturen nicht nur Frauen, sondern auch Männer vereinzeln.
Warum fällt es vielen Männern schwer, tiefe Freundschaften zu pflegen? Welche Rolle spielen Rollenklischees, Care-Arbeit und emotionale Selbstverhältnisse?
Eine Folge über Nähe, Verletzlichkeit – und die Frage, was es heute heisst, ein „verbundener Mann“ zu sein. -
„Was!? Das ist doch übertrieben.“ – „Ich bin einer der Guten“ – „Mir ist nur die Hand ausgerutscht.“
Solche Sätze sind oft Teil von Strategien, mit denen Täter ihre Verantwortung abstreiten, Schuld umkehren und Macht sichern.
In dieser Folge geht es darum, was Täterstrategien sind, warum sie so gut funktionieren und wie sie dafür sorgen, dass Gewaltstrukturen bestehen bleiben – in Beziehungen, im Umfeld und im System selbst.
Wir sprechen darüber, welche Muster sich dahinter verbergen: Schuldumkehr, Verharmlosung, Ablenkung, Kontrolle. Und wir fragen: Wie lassen sich diese Strategien erkennen, aufdecken und unterbrechen?
Denn eines ist klar: Täterstrategien sind keine Ausnahmen – sie sind Teil patriarchaler Strukturen und wirken weit über einzelne Beziehungen hinaus. Zeit, genau hinzuschauen. -
Warum töten Männer Frauen – und was können wir dagegen tun?
In dieser eindringlichen Folge sprechen wir mit den Journalistinnen und Autorinnen Natalia Widla und Miriam Suter, die mit ihrem Buch „Niemals aus Liebe“ einen schonungslosen Blick auf Männergewalt an Frauen werfen. Gemeinsam gehen wir den Fragen nach: Was macht einen Mann zum Täter? Welche Rolle spielen patriarchale Strukturen, gesellschaftliche Narrative und persönliche Krisen? Und wie gelingt es, das System zu verändern.
Wir reden über Täterbiografien, toxische Männlichkeitsbilder, die Rolle von Medien und Justiz, aber auch über Verantwortung und Prävention -
Dating im Patriarchat scheint vorgefertigten Skripten zu folgen. Wie verhalten sich demnach cis Männer die hetero Daten und klassischen Skripten folgen? Wir besprechen einige Erlebnisberichte von finta`s. Das romantisierte, erwartungsgeladene Aufeinandertreffen im Dating-Kontext wird leider schnell zur Horror-Story.
Danke an alle eingesendeten Erlebnisberichte. -
Wie werden Jungs eigentlich zu "MĂ€nnern" â oder lassen sich zu welchen machen? Welche Rollenbilder prĂ€gen sie dabei, und was hat das alles mit GefĂŒhlen, Gruppenzwang und Schweigen zu tun?
Seit der Netflix-Serie Adolescence wird wieder viel ĂŒber mĂ€nnliche Sozialisation gesprochen. Begriffe wie Red Pills, Incels und die "Manosphere" machen die Runde â und man könnte meinen, all das sei plötzlich neu.
Dabei gehtâs um alte MĂ€nnerbilder und Denkweisen, die einfach nicht verschwinden, die aktuell im Zuge eines gesellschaftlichen Backlashs wieder besonders laut werden.
Zeit, genauer hinzuschauen und MĂ€nnlichkeit neu zu denken â jenseits von Klischees und toxischen Mustern.
erwĂ€hnter Artikel von Jo LĂŒcke: https://www.joluecke.de/adolescence-wenn-maenner-frauenhass-entdecken/
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Sexualität innerhalb des Patriarchats ist davon geprägt, dass Männern beigebracht wird, dass ihnen Sex mit anderen zusteht. Diese Logik findet sich nicht nur bei Incels, Sexisten, Machos und Alphas, sondern bei allen cis Männern. Die patriarchale Vorstellung von Sex als weiblich kodierte Dienstleistung ist Teil der männlichen Sozialisation, bleibt bis heute wirkmächtig und bildet den Nährboden für jegliche sexualisierte Gewalt.
Buchempfehlungen:
- Down Girl (Kate Manne)
- Sexuelle Revolution (Laurie Penny)
- Niemals aus Liebe (Miriam Suter, Natalia Widla)
- ermutigt. (Agota Lavoyer, Sim Eggler)
- Jede_ Frau (Agota Lavoyer) -
Was bedeutet es, heute Vater zu sein – zwischen patriarchalen Vorstellungen, alten Rollenbildern und neuen Konzepten von Männlichkeit? In dieser Folge hören wir sechs persönliche Statements von Vätern, die uns Einblicke in ihre Werte und Gedanken zum Vater-Sein geben.
Wie erleben sie die Balance zwischen Zeit mit den Kindern, Privilegien als Väter und der Abgrenzung zu Müttern? Welche Bedeutung hat das klassische Ernährermodell noch – und wie passen caring masculinities in die heutige Gesellschaft? Braucht es Väter überhaupt, oder reicht es, wenn Kinder einfach sorgende Elternteile haben?
Eine Reflexion über Erwartungen, Wandel und die Frage, was wirklich zählt. -
Revolution der Verbundenheit – Teil 2
Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Franziska Schutzbach tauchen wir noch tiefer in die Frage ein, wie Verbundenheit als radikale Praxis aussehen kann – im persönlichen wie im politischen Kontext. Wir sprechen darüber, welche konkreten Schritte es braucht, um solidarische Strukturen zu stärken, wie wir uns gegen Entfremdung und Resignation wehren können und warum Fürsorge ein revolutionärer Akt ist. Ausserdem geht es um die Kraft der Gemeinschaft, die Rolle von Hoffnung und die Frage, wie wir widerständig und zugleich verbunden bleiben.
Die Fortsetzung eines inspirierenden Gesprächs über Mut, Emotionen und die politische Dimension der Verbundenheit. - Visa fler