Avsnitt

  • In dieser Folge von UNhörbar sprechen wir ĂŒber den bevorstehenden Summit of the Future, der am 22. und 23. September in New York stattfindet. Der Gipfel soll einen "Booster-Shot" fĂŒr die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) darstellen. Zu Gast sind drei der sechs offiziellen Jugendbeobachter:innen des Summits: Ferhat, Paula und Simon. Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle die Jugend in der globalen Politik spielt, was der Pact for the Future bedeutet und welche Reformen notwendig sind, um die Vereinten Nationen zukunftsfĂ€higer zu machen.

    Inhalte

    Die Rolle der Jugendbeobachter:innen beim Summit of the Future: Simon erklĂ€rt, welche Verantwortung die Jugendbeobachter:innen beim Summit tragen und wie wichtig die Jugendbeteiligung fĂŒr die Zukunft der globalen Politik ist. Der Pact for the Future: Paula gibt einen Überblick ĂŒber den "Pact for the Future-zero draft" und erlĂ€utert, warum dieser so essenziell ist, um globale Herausforderungen zu bewĂ€ltigen. Es wird besprochen, welche wichtigen Themen wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit darin enthalten sind. KonfliktprĂ€vention und AbrĂŒstung: Ferhat, der sich mit diesen Themen intensiv beschĂ€ftigt, geht darauf ein, ob der Summit die Themen ausreichend behandelt. Er diskutiert auch, wie internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen zur Friedensförderung und Konfliktvermeidung beitragen können. Global Digital Compact: Paula spricht ĂŒber digitale Politik und den Global Digital Compact. Sie beleuchtet, wo es noch LĂŒcken in der digitalen Menschenrechtspolitik gibt und welche Reformen dringend erforderlich sind, um die UN in diesen Bereichen zu stĂ€rken. UN-Reformen: Simon geht tiefer auf den Bedarf an Reformen im Jugendbereich ein. Er kritisiert, dass das Jugendbotschafter-Mandat Jugendlichen zu wenig Verantwortung ĂŒbertrĂ€gt und spricht ĂŒber die Bedeutung transformativer Bildung im "Pact for the Future". Fazit: Die Jugend spielt eine entscheidende Rolle in der Gestaltung der Zukunft. Trotzdem werden die Stimmen der jĂŒngeren Generationen bisher wenig beachtet, was besonders in politischen Gremien zum Tragen kommt. Die Jugendbeobachter:innen rufen daher zur Solidarisierung und Organisation auf, um den politischen Wandel zu erreichen, den wir uns fĂŒr die Zukunft wĂŒnschen.

    Redaktion und Moderation: Leonie & Sophie

    Post Produktion: Steve Biedermann

  • Vom 22. bis 23. September wird in New York der UN-Zukunftsgipfel (Summit of the Future) stattfinden. Auf diesem wollen die 193 UN-Mitgliedstaaten unter dem Motto „Multilaterale Lösungen fĂŒr ein besseres Morgen“ eine ErklĂ€rung ĂŒber zukĂŒnftige Generationen (Declaration on Future Generations), den sogenannten Zukunftspakt (Pact for the Future) sowie einen Globalen Digitalpakt (Global Digital Compact) verabschieden. Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Verhandlungen fokussieren wir uns in dieser Folge auf die Themen Frieden und internationale Sicherheit sowie Innovation und digitale Zusammenarbeit, um zwei wesentliche SĂ€ulen des Zukunftsgipfels zu besprechen. Im ersten Teil widmen sich Steve Biedermann vom DGVN-Landesverband Mitteldeutschland und Dr. Patrick Rosenow, der leitende Redakteur der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN, den sicherheitspolitischen Inhalten des gegenwĂ€rtiges Entwurfs fĂŒr den Zukunftsgipfel (2. Revision). Im zweiten Teil sprechen Steve und Patrick mit Dr. Daniel Voelsen und Lisa Voigt von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ĂŒber den Globalen Digitalpakt (3. Revision) sowie den aktuellen Stand der Verhandlungen in diesem Bereich.

    Inhalte

    Teil 1: Frieden und internationale Sicherheit im (bis 50.35 Min.)

    Überblick ĂŒber den Zukunftsgipfel Neues im Bereich UN-Friedensmissionen? PrĂ€ventive Diplomatie, Sanktionen und der Internationale Gerichtshof Fazit

    Teil 2: Der Globale Digitalpakt (ab 51 Min.)

    Überblick ĂŒber den Globalen Digitalpakt Notwendigkeit und Inhalte des Pakts Maßnahmen und Verhandlungsgruppen Deutschlands Beitrag zum Globalen Digitalpakt Problem und Kritik

    Links

    DGVN-Jahresthema 2024 zum UN-Zukunftsgipfel: https://dgvn.de/aktivitaeten/jahresthema-2024-vereinte-nationen-fuer-die-zukunft Zeitschrift VEREINTE NATIONEN Heft 4/2024 “Vereint fĂŒr die Zukunft?”: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-42024 UNhörbar #39 - Vereint fĂŒr die Zukunft? Der UN-Zukunftsgipfel im Überblick: https://open.spotify.com/episode/4qsjaPY5FY4oNBF2oqTtQt Marianne Beisheim: Auf dem Weg zum Zukunftspakt der Vereinten Nationen: https://www.swp-berlin.org/10.18449/2024A20 UN Summit of the Future mit den DokumententwĂŒrfen: https://www.un.org/en/summit-of-the-future Bericht des UN-GeneralsekretĂ€rs “Our Common Agenda”: https://www.un.org/en/common-agend Policy Briefs des UN-GeneralsekretĂ€rs zur Vorbereitung des UN-Zukunftsgipfels: https://www.un.org/en/common-agenda/policy-briefs Bericht des UN-GeneralsekretĂ€rs “A New Agenda for Peace”: https://dppa.un.org/en/a-new-agenda-for-peace Daniel Voelsen/Lisa Voigt: Der Global Digital Compact der Vereinten Nationen: https://www.swp-berlin.org/10.18449/2024A35/ UN Global Digital Compact: https://www.un.org/techenvoy/global-digital-compact

    Redaktion & Moderation: Steve Biedermann, Vorstandsmitglied DGVN-Mitteldeutschland & Dr. Patrick Rosenow, Leitender Redakteur der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN

    Post-Produktion: Steve Biedermann

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  • Geld regiert die Welt. Wie steht es daher mit der Finanzierung der SDGs, die so wichtig fĂŒr die nachhaltige Transformation ist? Es bleiben noch sechs Jahre, um die Agenda 2030 und ihre Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu verwirklichen. Wie mobilisiert man das Geld und was kann die internationale Finanzarchitektur dazu leisten? DarĂŒber sprechen wir mit Bodo Ellmers, dem Direktor des Programmbereichs Finanzierung fĂŒr nachhaltige Entwicklung beim politischen Think Tank Global Policy Forum (GPF).

    Fazit

    Die Finanzfrage ĂŒbernimmt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der SDGs. Dabei gibt es viele Herausforderungen, wie zum Beispiel das Nord-SĂŒd-GefĂ€lle: WĂ€hrend sich LĂ€nder des globalen Nordens zu Niedrigzinsen und in beinahe unbegrenzten Mengen Kapital auf den globalen FinanzmĂ€rkten besorgen können, haben LĂ€nder des globalen SĂŒdens diese Möglichkeit nicht. Diese stecken meistens in einer Schuldenkrise. Die aktuellen Schulden vieler EntwicklungslĂ€nder sind ein Haupthindernis fĂŒr die SDG-Umsetzung. Es ist notwendig, sowohl das System der öffentlichen Entwicklungsbanken auszubauen als auch privates Kapital zu gĂŒnstigeren Konditionen verfĂŒgbar zu machen. Die Big-Push-Initiative des Generalsekretariats plant, jĂ€hrlich 500 Milliarden Dollar zusĂ€tzlich zu mobilisieren, ĂŒberwiegend durch Kredite der Entwicklungsbanken. Obwohl dies eine positive Maßnahme ist, kritisiert Ellmers die hohe Verschuldung der EntwicklungslĂ€nder und betont die Notwendigkeit von mehr ZuschĂŒssen anstelle von Krediten und KĂŒrzungen.

    WeiterfĂŒhrende Links

    Zur Organisation - GPF DGVN Publikation - Finanzierung Artikel zur SDG Finanzierung

    Moderation: Sophie Faßhauer

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion: Leonardo Pereira und der DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreib unsgerne eine Mail an [email protected]

  • Was bedeutet es, sich fĂŒr menschenwĂŒrdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8) stark zu machen? Aber was ist eigentlich Arbeit und was zeichnet gute Arbeit aus? Sollten wir BeschĂ€ftigung und soziale Sicherung zusammendenken? DarĂŒber sprechen wir mit der Leiterin der Abteilung BeschĂ€ftigung, Arbeitsmarkt und Jugend in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Dorothea Schmidt-Klau, die auch einen Beitrag zur UN-Initiative Global Accelerator leistet. Diese Initiative ist eine Mischung aus menschenwĂŒrdiger Arbeit und universellen Grundsicherungen.

    Fazit

    SDG 8 bringt Wachstum und Arbeit zusammen. Wachstum bleibt wichtig, doch es muss sorgfĂ€ltig gestaltet werden, denn letztlich sind es die ArbeitsplĂ€tze, die fĂŒr eine langfristige Nachhaltigkeit erforderlich sind, um Armut zu reduzieren und menschenwĂŒrdige Arbeitsbedingungen zu gewĂ€hrleisten. Bisher haben sich Staaten hauptsĂ€chlich auf Ausbildung und Bildung statt auf die Schaffung von ArbeitsplĂ€tzen konzentriert. Der Globale Accelerator, eine UN-Initiative, die vom Generalsekretariat unterstĂŒtzt wird, zielt darauf ab, widerstandsfĂ€higere und inklusivere ArbeitsmĂ€rkte zu schaffen, ohne dabei die sozialen Schutzsysteme zu vernachlĂ€ssigen. Man könnte also sagen, dass es sich um eine Mischung aus menschenwĂŒrdiger Arbeit und universellen Grundsicherungen handelt. Initiativen wie der Global Accelerator der ILO sind Beispiele dafĂŒr, wie durch Zusammenarbeit und gezielte Strategien konkrete Fortschritte erzielt werden können. Trotz der Herausforderungen zeigt sich, dass junge und erfahrene Menschen gemeinsam innovative Lösungen entwickeln können, um stabile und gerechte Gesellschaften zu fördern.

    WeiterfĂŒhrende Links

    Zur Organisation - ILO ILO’s Decent Work Agenda (Englisch) SDG 8 fĂŒr die ILO (Englisch) Global Accelerator Global Accelerator (Englisch) Global Accelerator High-Level Summary

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

  • Nach ĂŒber 14 Jahren wird die Mission der Vereinten Nationen fĂŒr die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) das Land schrittweise verlassen. Dieser Abzug stellt ein besonderes Ereignis dar. Die Mission ist personell gesehen die drittgrĂ¶ĂŸte aktive UN-Friedensmission und ist unter anderem fĂŒr den Schutz der Zivilbevölkerung verantwortlich. Gleichzeitig wurde sie wiederholt wegen Fehlverhalten der beteiligten Truppen kritisiert. Zudem reiht sich der MONUSCO-Abzug in ein grĂ¶ĂŸeres PhĂ€nomen ein: Die Stagnation oder sogar den Niedergang der großen UN-Friedensmissionen. Seit 2014 wurde keine grĂ¶ĂŸere UN-Mission mehr entsendet. Zudem werden die Missionen in der Zentralafrikanischen Republik oder in SĂŒdsudan mit Blick auf den jeweiligen Friedensprozess als stagnierend bezeichnet. Andere grĂ¶ĂŸere Missionen wie in Dafur in Sudan und in Mali endeten bereits 2020 bzw. 2023. Vor diesem Hintergrund sprechen Patrick Rosenow und Steve Biedermann mit Daniel Maier, der seit 2018 die strategische Planungseinheit der MONUSCO leitet. Daniel gibt einen Einblick in die aktuelle Lage, zieht Bilanz, beschreibt den schrittweisen Abzug der MONUSCO und ordnet diesen im GesprĂ€ch ein.

    Inhalte

    Überblick: Die UN-Missionen in der DRC Die aktuelle Konfliktlage und die Rolle der strategischen Planungseinheit der MONUSCO Erfolge und Herausforderungen der MONUSCO Der schrittweise Abzug der MONUSCO Ausblick: Die Zukunft von UN-Friedensmissionen

    Links

    DGVN-Portal "Frieden sichern" mit Hintergrundinformationen zu UN-FriedenssicherungseinsĂ€tzen: https://frieden-sichern.dgvn.de/ Beitrag von Lise M. Howard, UNwirksame Friedenssicherung?, im Heft 6/2023 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN anlĂ€sslich 75 Jahre UN-Friedenssicherung: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/unwirksame-friedenssicherung Heft 1/2024 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zu kaum beachteten Konflikten: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-12024 Heft 1/2022 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zu UN-Friedenssicherungsmissionen: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vn-1-2022 Heft 5/2016 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zu UN-Friedenssicherung in Afrika: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-52016 UNhörbar #06 – UN Peacekeeping: Möglichkeiten der Friedenssicherung durch die Vereinten Nationen: https://open.spotify.com/episode/0gqgIs09jcaYWCuZiGGaQJ?si=7554d966073d4818 UNhörbar #07 – UN-Friedensmissionen: FehlschlĂ€ge,Herausforderungen und Reformen: https://open.spotify.com/episode/6o2k9T9u41nFO2emDZVKem?si=1197562516624548 UNhörbar #29 – Peacekeeping: Das Aspirin der internationalen Sicherheit: https://open.spotify.com/episode/5J60Nelh53ggzD8BLkQgCE?si=7d94361f23fc46e5

    Redaktion & Moderation: Steve Biedermann, Vorstandsmitglied DGVN-Mitteldeutschland & Dr. Patrick Rosenow, Leitender Redakteur der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN

    Post-Produktion: Steve Biedermann

  • Im MĂ€rz diesen Jahres fand in New York die 68. Commission on the Status of Women (CSW) statt. Die CSW ist die weltweit grĂ¶ĂŸte Konferenz fĂŒr die Gleichstellung der Geschlechter und Sophie und Leonie haben sich dafĂŒr mit den CSW Jugenddelegierten Louisa Hadadi und Karen Kuntze unterhalten. In dieser Folge besprechen sie unter Anderem das diesjĂ€hrige Priority Theme “ArmutsbekĂ€mpfung” und die Feminisierung von Armut, denn: Armut ist Sexistisch! Zahlreiche gesellschaftliche Strukturen und Konventionen tragen dazu bei, dass Frauen weltweit ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig von Armut betroffen sind. Dies hĂ€ngt mit historisch gewachsenen UmstĂ€nden zusammen, wie zum Beispiel der ungleichen Verteilung von (unbezahlter) Care-Arbeit, aber auch mit fehlenden Investitionen in weiblich-dominierten Branchen.

    Inhalte

    Was ist die CSW und die Aufgabe der Jugenddelegierten? Das diesjĂ€hrige Schwerpunktthema der CSW: ArmutsbekĂ€mpfung und Finanzgerechtigkeit Die Feminisierung von Armut und die Bedeutung von IntersektionalitĂ€t Jugend und ArmutsbekĂ€mpfung sowie die Förderung von Geschlechtergleichstellung Die Rolle der Jugend in den UN Bericht ĂŒber due 68. CSW und Ausblick

    Links

    Youth for CSW: https://dgvn.de/aktivitaeten/its-up-to-youth/youth4csw-als-youth-observer-zur-frauenrechtskommission-in-new-york#ca22675 Die UN Frauenrechtskommission: https://unwomen.de/un-frauenrechtskommission/ CSW 68 Official Documents: https://www.unwomen.org/en/csw/csw68-2024/official-documents

    Redaktion und Moderation: Leonie & Sophie

    Post Produktion: Steve Biedermann

  • Was bedeutet es, sich fĂŒr menschenwĂŒrdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8) stark zu machen? Aber was ist eigentlich Arbeit und was zeichnet gute Arbeit aus? Was sind die GrĂŒnde, warum unsere Kaufentscheidungen die ArbeitsverhĂ€ltnisse in anderen LĂ€ndern beeinflussen? DarĂŒber haben wir uns mit dem renommierten Wissenschaftler und Experten fĂŒr Globalisierung, Christoph Scherrer, in einem mitreißenden Dialog unterhalten.

    Fazit:

    Arbeit macht einen Großteil unseres Lebens aus und bestimmt den Alltag. Heutzutage arbeitet die große Mehrheit in entfremdeter Lohnarbeit oder wird oft nicht genĂŒgend wertgeschĂ€tzt (siehe Care-Arbeit). Gute und menschenwĂŒrdige Arbeit beinhaltet ein gerechtes Einkommen, Sicherheiten und Mitspracherecht.

    Mehr Wohlstand fĂŒhrt auch zu mehr Verbrauch, der wiederum oft nicht ökologisch und sozial nachhaltig ist. Individuelle Konsumentscheidungen sind zwar wichtig, aber nur durch kollektives Handeln und politische Maßnahmen können Unternehmen zur Verantwortung gezogen und globale soziale Gerechtigkeit gefördert werden.

    Die ökologische Krise hat massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt, insbesondere die Landwirtschaft, die bereits von Trockenheit betroffen ist und dies in Zukunft verstĂ€rkt sein wird. Diese Belastungen und Vorteile sind ungleich auf den globalen SĂŒden verteilt. Andererseits kann kĂŒnstliche Intelligenz zu ProduktivitĂ€tssprĂŒngen fĂŒhren, was dazu beitragen kann, dass sich unsere ArbeitsprioritĂ€ten auf andere, möglicherweise wichtigere Bereiche verlagern.

    Was kann ich tun:

    Überlege vor jedem Einkauf, ob er wirklich notwendig ist.

    Achte auf zertifizierte und vertrauenswĂŒrdige Siegel auf Produkten (z. B. Fairtrade).

    Sei dir deiner Arbeitsrechte bewusst und setze dich dafĂŒr ein, dass diese Rechte auch in anderen LĂ€ndern gefördert werden.

    WeiterfĂŒhrende Links:

    Zur Person – Christoph Scherrer

    ILO’s Decent Work Agenda (Englisch)

    Policy Brief zu SDG 8 (Englisch)

    UN Women: MenschenwĂŒrdige Arbeit

    MenschenwĂŒrdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion: Leonardo Pereira und der DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreib uns gerne eine Mail an [email protected].

  • Wie kann fĂŒr alle Menschen auf der Welt rechtmĂ€ĂŸig der Zugang zu Trinkwasser und SanitĂ€ranlagen sichergestellt werden? Was hat das SDG 6 mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun? Was kann jede:r einzelne von uns unternehmen, um gerechte Wasserversorgung zu realisieren?

    Neven Subotic, ehemaliger Profifußballer bei Borussia Dortmund, sowie Autor des Buches “Alles Geben” und GrĂŒnder der Neven Subotic Stiftung beantwortet unter anderem diese Fragen.

    Fazit: Die zunehmenden Risiken der Wasserknappheit aufgrund des Klimawandels bedrohen alle Wassernutzungen, insbesondere aber diejenigen, die mit der Wahrnehmung des Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser und sanitĂ€re Einrichtungen fĂŒr die Ärmsten verbunden sind. “Aufmerksamkeit ist die wichtigste Form der WertschĂ€tzung, denn sie entscheidet darĂŒber, was wir wahrnehmen, und sie kostet nichts.” (Neven Subotic).

    WeiterfĂŒhrende Links:

    „Zugang zu sauberem Wasser ist die Grundlage fĂŒr Bildung“: Neven Subotic im Interview mit der DGVN (19.01.2023) MAPA = Most Affected People and Areas = die vom Klimawandel am meisten betroffenen Menschen und Gebiete Whiteism/White Supremacy = Beschreibung gesellschaftlicher Systeme, in denen nichtweiß gelesene Menschen strukturell benachteiligt werden Federal Ministry for Economic Cooperation and Development: Practical implementation of the 2030 Agenda. Synergies and conflicts between water (SDG 6) and other goals. Six guidelines forimplementation within development cooperation.

    UNnachhaltig-Team:

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion und Skript: DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns gerne eine Mail an [email protected].

  • Wie kann die VerfĂŒgbarkeit, der Zugang und die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und SanitĂ€rversorgung fĂŒr alle gewĂ€hrleistet werden? Haben wir genug Wasser auf der Erde und wird es “nur” ungerecht verteilt? Was braucht es, um der Erreichung von SDG 6 nĂ€her zu kommen? Elise Zerrath, Expertin im Referat fĂŒr Nachhaltige Entwicklung der UN-Wirtschaftskommission bei den Vereinten Nationen in Genf, beantwortet fĂŒr uns mitunter diese Fragen.

    Fazit: Die einzelnen SDGs dĂŒrfen nicht isoliert betrachtet werden, sondern die Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung sind interdependent und bedingen sich gegenseitig. SDG 6 hat unter anderem einen direkten Zusammenhang mit den Zielen zur Gendergerechtigkeit (SDG 5) und zu den globalen Partnerschaften (SDG 17). “Wasser ist Leben, es kann aber auch den Tod bedeuten.” (Elise Zerrath)

    WeiterfĂŒhrende Links:

    UN-Water SDG 6 Data Portal Weltwasserbericht der Vereinten Nationen 2023 (UNESCO): Wasser: Partnerschaften und Zusammenarbeit Zusammenfassung World Economic Forum: How much water do we really have? A look at the global fresh water distribution (25.07.2023) UN 2023 Water Conference High-Level Political Forum on Sustainable Development: SDG 6 and interlinkages with other SDGs – Clean water and sanitaion. New York (07/2023) OHCHR: Risks and impacts of the commodification and financialization of water on the human rights to safe drinking water and sanitation (16.07.2021) OHCHR: Privatization and the human rights to water and sanitation: report (21.07.2020)

    UNnachhaltig-Team:

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion und Skript: DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns gerne eine Mail an [email protected].

  • Was haben Feminismus, Klimawandel und Militarismus gemeinsam? Was bedeutet „Move the Money from War to Peace”? Inwiefern können MilitĂ€rausgaben sich auf das Klima auswirken und wie spiegelt sich das in unserem Alltag wider? Wie gestaltet sich die internationale Kooperation und Zusammenarbeit zu diesen Themen? Und was hat das alles mit SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ zu tun?

    DarĂŒber sprechen wir mit der Friedensaktivistin Heidi Meinzolt und der Friedens- und Klimaaktivistin Michelle Benzing, die sich weltweit fĂŒr Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Beide sind aktiv in der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF), die seit ihrer GrĂŒndung 1915 die Mission verfolgt, Kriege zu beenden und zu verhindern, sicherzustellen, dass Frauen auf allen Ebenen im Friedensprozess vertreten sind, die Menschenrechte von Frauen zu verteidigen und soziale, wirtschaftliche und politische Gerechtigkeit zu fördern.

    AbkĂŒrzungen

    CSW: UN-Kommission fĂŒr die Rechtsstellung der Frau (siehe Folge)

    COP 28: UN-Climate Change Conference in UAE

    SIPRI: Stockholm International Peace Research Institute

    MAPA: Most Effective People in Areas

    NCQG: New Climate Finance Group

    IPCC: Intergovernmental Panel on Climate Change

    WeiterfĂŒhrende Links

    Women International League for Freedom & Justice

    Women and Gender Constituency

    Civil Solidarity

    Moderation: Sophie Fasshauer

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion: Leonardo Pereira und der DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreib uns gerne eine Mail an [email protected].

  • Seit dem von der Hamas angefĂŒhrten terroristischen Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und der entsprechenden israelischen Reaktion haben die Spannungen im Nahen Osten stark zugenommen. Einer der Akteure, der in dieser schwierigen Lage zwischen allen Fronten steht, ist UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen fĂŒr PalĂ€stina-FlĂŒchtlinge im Nahen Osten. Dieses wurde 1949 von der UN-Generalversammlung gegrĂŒndet und hat den Auftrag die ca. 6 Millionen PalĂ€stina-FlĂŒchtlinge in der Region zu unterstĂŒtzen. Das Hilfswerk und dessen Mitarbeitende sind unmittelbar von der Gewalt vor Ort betroffen und werden von vielen Seiten angefeindet. Zuletzt hatte Israel schwere VorwĂŒrfe erhoben und unterstellt, das Mitarbeitende von UNRWA die Terrororganisation Hamas sowie die Angriffe vom 07. Oktober unterstĂŒtzen wĂŒrde. Daraufhin richtete UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres eine UnabhĂ€ngige ÜberprĂŒfungsgruppe ein, die sich mit der NeutralitĂ€t von UNRWA beschĂ€ftigte und inzwischen ihren Abschlussbericht vorgelegt hat. Mit Dr. RenĂ© Wildangel sprechen wir ĂŒber die Situation vor Ort, den sog. Colonna-Bericht und mögliche Szenarien fĂŒr UNRWA und die FlĂŒchtlinge in PalĂ€stina.

    Inhalte

    Die Arbeit von UNRWA und die Lage vor Ort Mögliche Alternativen zu UNRWA Die israelischen VorwĂŒrfe im Angesicht der Erkenntnisse aus dem Colonna-Bericht Israels Politik gegenĂŒber UNRWA Zukunftsperspektiven fĂŒr UNRWA, Israel und die PalĂ€stina-FlĂŒchtlinge

    Links

    Abschlussbericht der UnabhĂ€ngigen ÜberprĂŒfungsgruppe zur Bewertung des Hilfswerks der Vereinten Nationen fĂŒr PalĂ€stinaflĂŒchtlinge (UNRWA) unter der Leitung der ehemaligen französischen Außenministerin Catherine Colonna vom 22. April 2024: https://www.un.org/en/situation-in-occupied-palestine-and-israel/allegations-against-unrwa-staff Richard Gowan von der International Crisis Group (ICG) in New York zur Frage, warum der Nahostkonflikt auch in den UN derart polarisiert: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/zurueck-in-die-vergangenheit Robin Moore zum schwierigen Spagat von UNRWA: Einerseits ist es dem Schutz und der UnterstĂŒtzung palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge verpflichtet, andererseits muss es im Nahostkonflikt neutral bleiben: https://dgvn.de/meldung/unrwa-zwischen-zwei-welten Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin zur Rettung von UNRWA: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/wer-hilft-dem-hilfswerk RenĂ© Wildangel zu Hunger als Kriegswaffe: https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/hunger-als-kriegswaffe-7377/ RenĂ© Wildangel zur prekĂ€ren Lage von UNRWA: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/artikel/ein-hilfswerk-braucht-hilfe UNRWA-FAQ: https://www.unrwa.org/de/Fragen_FAQ_zur_UNRWA

    Redaktion & Moderation:

    Steve Biedermann & Dr. Patrick Rosenow

    Post-Produktion:

    Steve Biedermann

  • Was bedeutet es, sich fĂŒr bezahlbare und saubere Energien (SDG 7) stark zu machen? Warum ist eine dezentrale Energieversorgung notwendig und wie können wir sicherstellen, dass auch der Globale SĂŒden Zugang zu erneuerbaren und bezahlbaren Energien erhĂ€lt?

    Katharina Habersbrunner ist seit ĂŒber einem Jahrzehnt aktiv in der Entwicklungsarbeit fĂŒr eine geschlechtergerechte Energiewende bei WECF (Women Engage for a Common Future) tĂ€tig. Sie ist auch GrĂŒnderin und Vorstandsmitglied des "BĂŒndnis BĂŒrgerenergie (BBEn)" und verfĂŒgt ĂŒber umfangreiche Expertise im Bereich Energiearmut und dezentrale Energiesysteme.

    Fazit:

    Wir befinden uns mitten in der Transformation von einer fossilen, zentralen Energieversorgung hin zu einer dezentralen, erneuerbaren Energieversorgung, wobei wir die soziale Komponente nicht vernachlĂ€ssigen dĂŒrfen. 2. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll und bietet Planungssicherheit. Dezentrale Strukturen ermöglichen mehr Mitsprache und Partizipationsmöglichkeiten fĂŒr die BĂŒrger. Zudem bedarf es einer öffentlichen und politischen Debatte ĂŒber das Thema Energiearmut und Geschlechtergerechtigkeit in diesem Kontext. 3. Deutschland hat seine Ziele fĂŒr erneuerbare Energien im vergangenen Jahr ĂŒbertroffen, dennoch hat fast jeder zehnte Mensch auf der Welt keinen zuverlĂ€ssigen Zugang zu Energie. Dezentrale Strukturen bieten gute Möglichkeiten, in Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen Energie auch in sogenannte „Last-Mile Regionen“ zu bringen.

    WeiterfĂŒhrende Links

    BĂŒrgerenergiegenossenschaft BENG eG BĂŒndnis BĂŒrgerenergie e.V. Energiearmut Energiewende Warum sind erneuerbare Energien so gĂŒnstig? Women Engage For a Common Future

    Moderation: Sophie Fasshauer

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion: Leonardo Pereira und der DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreib unsgerne eine Mail an [email protected].

  • Im Jahr 2024 richten die UN und damit auch die DGVN ihren Blick in die Zukunft. Im September findet der sog. Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen in New York statt, der in den Worten von AntĂłnio Guterres eine einmalige Gelegenheit darstellt, um das Vertrauen in multilaterale Institutionen wiederherzustellen und diese an die heutige Welt anzupassen. Vor diesem Hintergrund und als Auftakt zu einer Reihe sprechen Steve Biedermann (Vorstandsmitglied des DGVN-Landesverbands Mitteldeutschland) und Dr. Patrick Rosenow (Leitender Redakteur der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN) mit Dr. Marianne Beisheim von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Marianne verfolgt den Gipfelprozess seit langem und fĂŒhrt u.a. aus, welche Erwartungen, konkreten Vorhaben aber auch Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Gipfel stehen.

    Inhalte

    Überblick zum Gipfelprozess Erwartungen, Schwerpunkte und Konfliktlinien Einbindung der Zivilgesellschaft Deutschland und Namibia als Co-Fazilitatoren Ausblick: Deliverables und To-Dos

    Links

    Webseite zum DGVN-Jahresthema „Vereinte Nationen fĂŒr die Zukunft“: https://dgvn.de/aktivitaeten/jahresthema-2024-vereinte-nationen-fuer-die-zukunft Webseite zum DGVN-Debattenportal „Vereinte Nationen fĂŒr die Zukunft“: https://dgvn.de/un-debatte SWP-Aktuell: Auf dem Weg zum Zukunftspakt der Vereinten Nationen: https://www.swp-berlin.org/publikation/auf-dem-weg-zum-zukunftspakt-der-vereinten-nationen DGVN-Standpunkt: Zero Draft zum Pakt fĂŒr die Zukunft: https://nachhaltig-entwickeln.dgvn.de/meldung/zero-draft-zum-pakt-fuer-die-zukunft-erschienen DGVN-Projekt Jugend beim Summit of the Future 2024: https://dgvn.de/meldung/ausschreibung-jugenddelegierte-fuer-den-summit-of-the-future-2024 Überblick zum geplanten Themenheft (Heft 4/2024) zum Zukunftsgipfel ab August: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/ Webseite zum UN-Zukunftsgipfel: https://www.un.org/en/summit-of-the-future DGVN-Newsletter fĂŒr Informationen zu weiteren Veranstaltungen: https://dgvn.de/newsletter

    Redaktion & Moderation: Steve Biedermann & Dr. Patrick Rosenow

    Post-Produktion: Steve Biedermann

  • Was hat SDG 15 (Leben an Land) mit dem Schutz von Menschenaffen zu tun? Warum engagiert sich die UN gerade fĂŒr den Schutz der Menschenaffen und was können wir daraus lernen.

    Dr. Johannes Refisch: Als ausgebildeter Ökologe setzt sich Dr. Johannes Refisch seit ĂŒber zwei Jahrzehnten als Wissenschaftler und NaturschĂŒtzer fĂŒr den Schutz der Primaten ein und zĂ€hlt zu den kenntnisreichsten und einflussreichsten Persönlichkeiten auf internationaler Ebene. Johannes leitet das Sekretariat der "Great Apes Survival Partnership" (GRASP), einer einzigartigen Allianz von Mitgliedsstaaten, Forschungseinrichtungen, Naturschutzorganisationen und UN-Organisationen mit Sitz am Hauptsitz des UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) in Nairobi.

    AbkĂŒrzungen:

    GRASP: Great Apes Survival Partnership (Partnerschaft fĂŒr das Überleben der Menschenaffen) WSSD: Weltgipfel fĂŒr nachhaltige Entwicklung 2002 Type II Partnerships: Einbeziehung neben staatlicher auch privater und ziviler Akteure in das Management nachhaltiger Entwicklung.

    WeiterfĂŒhrende Links:

    Johannes Refisch: Projektleiter fĂŒr Schutzgebietsmanagement in der Demokratischen Republik Kongo Videokonferenz mit Johannes Refisch: GLF Bonn Digital Conference 2020 Faszination Regenwald Ziel 15: Landökosysteme schĂŒtzen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, ... Type II Partnerships Weltgipfel fĂŒrnachhaltige Entwicklung 2002
  • Was heißt es fĂŒr die Vereinten Nationen (VN) zu arbeiten? Wie relevant sind die VN angesichts der aktuellen Konflikte? Was bedeuten Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16) fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung?

    Kerstin Leitner hat fast die HĂ€lfte ihres Lebens fĂŒr die VN beim United Nations Development Programme (UNDP) und der World Health Organization (WHO) gearbeitet und teilt ihr breites Wissen zu diesen Fragen.

    Fazit

    Wir brauchen die VN mehr denn je. Je komplexer und vielfĂ€ltiger die Welt wird, können die VN als Bindeglied dienen, welches die machtpolitischen Pole zusammenbringt, um fĂŒr die Klimakrise gemeinsam getragene Entscheidungen zu treffen. Es ist kein leichter Weg die Wirtschaft und Gesellschaft in eine nachhaltige Entwicklung zu fĂŒhren, wĂ€hrend sie von bewaffneten Konflikten ĂŒberlagert wird, denn diese binden KapazitĂ€ten und die Möglichkeit nachhaltig zu produzieren und konsumieren. Nur mit AbrĂŒstung und einer Reflexion darĂŒber, was es bedeutet staatliches Handeln durchzufĂŒhren auf der Basis von Menschenrechten, kann eine friedvolle Welt entstehen. Nationale Interessen mit Gewalt zu verfolgen, sollte absolut unmöglich sein.

    WeiterfĂŒhrende Links

    BFIO: BĂŒro FĂŒhrungskrĂ€fte zu Internationalen Organisationen Blogbeitrag von Kerstin Leitner: Brauchen wir die Vereinten Nationen? Bundesakademie fĂŒr Sicherheitspolitik: Die MĂ€r von der multipolaren Weltordnung: Hegemonie in der Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts DGVN: Frieden durch AbrĂŒstung TED-Talk von Mary Robinson: Warum der Klimawandel eine Bedrohung fĂŒr Menschenrechte ist

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion: DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreib uns gerne eine Mail an [email protected]

  • Das Jahr 2023, das fĂŒr die DGVN unter dem Thema „50 JahreDeutschland in den Vereinten Nationen“ stand, neigt sich dem Ende. Patrick Rosenow, der leitende Redakteur der Zeitschrift Vereinte Nationen und Steve Biedermann vom DGVN-Landesverband Mitteldeutschland nehmen dies zum Anlass, um mit Dr. Ingrid Lehmann ein persönliches GesprĂ€ch ĂŒber ihre langjĂ€hrige Karriere, die Wahrnehmung deutscher bei den UN sowie die Rolle Deutschlands in den UN zu sprechen.

    Inhalte

    Karrierebeginn bei den Vereinten Nationen 1975 Die Arbeit im ExekutivbĂŒro von Kurt Waldheim Arbeiten im Feld: Zypern und Namibia Perspektiven und Herausforderungen einer UN-Karriere Aktuelle Herausforderungen und die Rolle Deutschlands in den UN Leseempfehlungen

    Links

    DGVN-Webseite zu 50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in den UN: https://dgvn.de/aktivitaeten/jahresthema-2023-50-jahre-deutschland-in-den-vereinten-nationen DGVN-Debattenportal: https://dgvn.de/un-debatte#c26334 Zeitschrift Vereinte Nationen Heft 4/2023: 50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in den UN: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-42023 Zeitschrift Vereinte Nationen Heft 6/2023: Historische Zeiten: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-62023 DGVN-Basisinformation zu 50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in den UN: https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/deutschland-in-den-vereinten-nationen Ingrid Lehmann (1999): Peacekeeping and Public Information. Caught in the Crossfire: https://www.amazon.de/-/en/Ingrid-Lehmann/dp/0714644900 Ekkehard Griep (2016): Wir sind UNO: Deutsche bei den Vereinten Nationen: https://www.amazon.de/Wir-sind-UNO-Deutsche-Vereinten/dp/3451311380 Loraine Sievers (2022): An UN Willing Spy: https://www.amazon.de/UNwilling-Spy-Loraine-Sievers/dp/B0BNCNY7SH Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Der Zypernkonflikt: https://www.bpb.de/themen/europa/tuerkei/185876/der-zypernkonflikt/ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Namibia: https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54796/namibia/
  • AmadĂ©e Mudie-Mantz ist Policy Advisor bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC). Dort betreut sie die Programmbereiche Human Security und Sustainability und hat einen besonderen Schwerpunkt auf den Themen Klima- und ErnĂ€hrungssicherheit sowie Frauen, Frieden & Sicherheit. In diesem Zusammenhang hat sie an der UN-Klimakonferenz in Dubai (COP 28) teilgenommen. Mit Leonie und Steve spricht sie ĂŒber die Verbindung zwischen Klima und Sicherheit, die auf der COP 28 erstmalig als eigener Agendapunkt behandelt wurde und Gegenstand einer eigenen ErklĂ€rung ist.

    Inhalte

    EinfĂŒhrung zum Klima-Sicherheits-Nexus ErnĂ€hrungssicherheit als Anschauungsbeispiel Der Klima-Sicherheits-Nexus und die COP 28 Die Umsetzung der Klima-Sicherheits-Agenda Das VerhĂ€ltnis zwischen traditionellem und erweitertemSicherheitsverstĂ€ndnis Ausblick

    Links

    Eine-Welt-Presse – Ein sicheres Klima fĂŒr den Frieden?: ⁠https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/ein-sicheres-klima-fuer-den-frieden⁠ UN-Basis-Informationen 65 – Die Vereinten Nationen und der Klimawandel: ⁠https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/die-un-und-der-klimawandel⁠ UN-Basis-Informationen 58 – Vereinte Nationen und Umwelt: ⁠https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/vereinte-nationen-und-umwelt⁠ BpB – Die Bedrohungen der ErnĂ€hrungssicherheit: ⁠https://www.bpb.de/themen/globalisierung/welternaehrung/192384/die-bedrohungen-der-ernaehrungssicherheit/⁠ COP 28 – Declaration on Climate, Relief, Recovery And Peace: ⁠https://www.cop28.com/en/cop28-declaration-on-climate-relief-recovery-and-peace⁠
  • Ilka Essig und Lew Töpfer sind die diesjĂ€hrigen Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung. Sie setzen sich in den Vereinten Nationen fĂŒr die Belange und Interessen der in Deutschland lebenden Jugend ein. In diesem Amt absolvieren beide nicht nur eine umfassende Deutschland-Tour, sondern engagieren sich auch in New York bei den UN fĂŒr verschiedene Inhalte und eine bessere Jugendbeteiligung. Im GesprĂ€ch mit Patrick und Steve berichten beide von ihren EindrĂŒcken und informieren ĂŒber Möglichkeiten und Herausforderungen der Jugendbeteiligung beiden Vereinten Nationen.

    Inhalte

    Überblick: Die Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung EindrĂŒcke und Erfahrungen aus New York Möglichkeiten und Grenzen der Jugendbeteiligung in den Vereinten Nationen Ausblick: Zukunftsgipfel und UN-Jugendbeteiligung

    Links

    Webseite der Deutschen Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung: https://www.jugenddelegierte.de/ Neue Ausschreibung der Jugenddelegierten zur Generalversammlung 2024: ⁠https://dgvn.de/meldung/ausschreibung-jugenddelegierte-zur-un-generalversammlung-2024⁠ Instagram-Account des UN Youth Office: @unyouthenvoy Webseite des UN Youth Office: https://www.un.org/youthenvoy Newsletter des UN Youth Office: https://www.un.org/youthenvoy/youth2030-pulse-newsletter/ DGVN-Jahresthema "50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in den UN": https://dgvn.de/aktivitaeten/jahresthema-2023-50-jahre-deutschland-in-den-vereinten-nationen Themenheft der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zu 50 Jahre deutsche Mitgliedschaft in den UN: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-42023 Themenheft der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zu Jugendfragen: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/suche/zvn/heft/vereinte-nationen-heft-52018 Eine-Welt-Presse zu Jugend, Bildung, Entwicklung: https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/jugend-bildung-entwicklung
  • Was hat SDG 15 mit Klimagerechtigkeit zu tun? Wie können wir das Leben an Land schĂŒtzen, die zerstörten Landökosysteme wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern? Worin liegt der Zusammenhang zwischen Kolonialismus, Rassismus, White Supremacy und der Klimakrise?

    Peter Emorinken-Donatus, freier Journalist, Umwelt- und Menschenrechtsaktivist aus Nigeria ist MitbegrĂŒnder des BĂŒndnis Ökozidgesetz und teilt seine emotionalen Erfahrungen und Expertise, um unter anderem diese Fragen zu beantworten.

    „Aktivismus ist kein Beruf, sondern eine Notwendigkeit aus Sorge, Leid und Not, die einen dazu treibt, eine sozial-ökologisch gerechte Gesellschaft zu schaffen (
) wir sitzen alle im selben sinkenden Boot, auch wenn wir nicht gleichermaßen die Folgen zu spĂŒren bekommen.“

    Peter’s LösungsansĂ€tze fĂŒr die Erreichung von SDG15:

    Anerkennung der Klimaschulden, Entschuldigung & Aufarbeitung: Individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema der Ökozide ĂŒber den eurozentristischen Bildungsauftrag hinaus und Emanzipation von Überlegenheitsgedanken und kolonialer KontinuitĂ€ten EntschĂ€digung: Klima-Reparationszahlungen („Loss and Damage“), Debt for Climate Garantien der Nicht-Wiederholung: völkerrechtliche bindende Gesetze, wie das Ökozidgesetz und Lieferkettengesetz auch fĂŒr fossile EnergietrĂ€ger Transformation: Reformierung der Genfer FlĂŒchtlingskonvention (koloniales Instrument) hin zu inklusiver Konvention

    WeiterfĂŒhrende Links:

    Stop Ecocide Deutschland Legal Definition of Ecocide: global press launch (video) The Goldman Environmental Prize: Ken Saro-Wiwa Donatus, P.: Ökozid im Nigerdelta. Flucht und Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik. Greenpeace Magazin: Profit raubt Heimat AfricAvenir International: Ökozid im Nigerdelta

    Moderation: Natalia Rudenko

    Produktion: Erwin Eisenhardt

    Redaktion und Skript: DGVN Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreibt uns gerne eine Mail an [email protected]

  • Zum 50. JubilĂ€um der Mitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen sprechen Patrick und Steve mit Manuela Scheuermann von der UniversitĂ€t WĂŒrzburg ĂŒber Merkmale, Etappen und Entwicklungslinien der deutschen UN-Politik. Es geht dabei jedoch nicht nur um ZurĂŒckliegendes, sondern auch um einen Blick auf aktuelle Herausforderungen, eine kritische EinschĂ€tzung der Rolle Deutschlands in den UN, sowie zukĂŒnftige Ereignisse wie bspw. ein erneuter Sitz fĂŒr Deutschland als nichtstĂ€ndiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat 2027-28.

    Inhalt

    Merkmale deutscher UN-Politik Etappen und Entwicklungslinien deutscher UN-Politik Deutschlands Strategie gegenĂŒber den UN Deutschland VerhĂ€ltnis zum UN-Sicherheitsrat Kritik und VorschlĂ€ge zur UN-Politik Deutschlands

    Links

    VEREINTE NATIONEN Heft 4/2023 – Ziemlich beste Freunde: 50 Jahre Deutschland in den UN UN-Basis-Informationen 47 – Deutschland in den Vereinten Nationen Manuela Scheuermann (2021) – Die Vereinten Nationen: Eine EinfĂŒhrung AuswĂ€rtiges Amt – ⁠Vereinte Nationen ⁠ StĂ€ndige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen fĂŒr Westeuropa PassBlue (aktuelle Einsichten in die Arbeit der UN) Security Council Report (aktuelle Einsichten in die Arbeit des SR)