Avsnitt
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âIch wollte auch so was wie die Bibel schreibenâ, sagte John von DĂŒffel, nachdem ihm in der Grundschule zum ersten Mal daraus vorgelesen wird: Eine meisterhafte ErzĂ€hlung, die den Menschen erlaubt, sich selbst als Teil einer groĂen Geschichte zu sehen - die man erfinden mĂŒsste, wenn es sie nicht schon gĂ€be, ergĂ€nzt Mirja Kutzer.Mirja Kutzer und John von DĂŒffel im GesprĂ€ch mit Katrin Visse und Peter GöĂwein, aufgenommen zum zehnjĂ€hrigen JubilĂ€um der TauchgĂ€nge im Mariengarten der Katholischen Akademie in Berlin.
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âDu bist der religiöseste Atheist, den ich kenneâ, sagt seine Frau ĂŒber den KĂŒnstler Thomas Lucker. Bei seiner Arbeit kommen immer wieder religiöse Themen auf ihn zu: die Figur des segnenden Christus, das Relief einer Prozession und ein Auferstehungsbild, nĂ€mlich âLevitation im neuen Berlinâ. Er erzĂ€hlt uns von seinen Begegnungen, Auseinandersetzungen und Erkenntnissen beim Schaffen dieser Werke und davon, immer wieder an der Grenze zwischen Glauben oder Unglauben unterwegs zu sein.
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In einer Haftanstalt begegnen sie sich: Pete William Meyer als Insasse und Dirk Harms als sein GefĂ€ngnisseelsorger. Sie teilen dort, was man in einem GefĂ€ngnis nicht erwarten wĂŒrde: Ăsthetik, kĂŒnstlerisches Schaffen und SpiritualitĂ€t.
Aufgenommen am 28.11.2023 im Club der polnischen Versager, Berlin.
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Folge 3: Im Garten der Liebe wächst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Auch im dritten (und letzten Teil) hat Pater Elmar Salmann uns durch diesen Garten geführt und uns Staunen lassen vor kleinen Pflänzchen der Zugewandtheit und der Zärtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den Früchten des Eros. -
Folge 2: Im Garten der Liebe wĂ€chst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Pater Elmar Salmann hat uns im zweiten Teil des GesprĂ€chs weiter durch diesen Garten gefĂŒhrt und uns Staunen lassen vor kleinen PflĂ€nzchen der Zugewandtheit und der ZĂ€rtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den FrĂŒchten des Eros.
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Im Garten der Liebe wĂ€chst allerlei: Das Begehren und die Gewohnheit, die Menschenliebe und die Gottesliebe, die Eifersucht und der Liebeskummer. Pater Elmar Salmann hat uns durch diesen Garten gefĂŒhrt und uns Staunen lassen vor kleinen PflĂ€nzchen der Zugewandtheit und der ZĂ€rtlichkeit, dem Mammutbaum der Ehe und den FrĂŒchten des Eros.
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Marguerite Porete und Mechthild von Magdeburg haben im Mittelalter gelebt und aufregende theologische Schriften verfasst. Sie waren Beginen, keine Nonnen, und lebten inselbstbestimmten religiösen Gemeinschaften. Sorgsam erzĂ€hlt uns die Theologin Christine BĂŒchner von den beiden eigenwilligen Frauen und vom GlĂŒhen, das sie erfasst und ins Schreiben gebracht hat â und was und wie so wunderbare Texteentstanden ist.
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Am Flughafen von Moskau liegt ein kleiner Koran unter einer Sitzbank. Darauf sitzt eine afghanische FlĂŒchtlingsfamilie. Der 13jĂ€hrige Milad findet ihn. Viele Jahre sind vergangen. Seither ist das Buch sein stĂ€ndiger Begleiter. Denn es enthĂ€lt, was keiner ihm nehmen kann: Poesie. Ihn fasziniert das, was zwischen den Worten liegt: nicht eindeutige Benennung, sondern Vieldeutigkeit, die staunen lĂ€sst.
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Wenn sie als 15-JĂ€hrige im Dunkeln ĂŒber die LandstraĂe nach Hause geradelt ist, hat Katharina Ende immer gesungen â um sich im Dunkeln Mut zu machen und auch, weil es ein schöner Abend war. Die Furchtlosigkeit und die Freude am Singen sind seither ein Teil von ihr und haben sie weit gefĂŒhrt: in die West-Ukraine, nach RumĂ€nien und nach Ungarn zum Theologiestudium. Als Pfarrerin fasziniert sie die Gestaltung des Gottesdienstes. âIch habe da den Anspruch, die Liebe, dass es gut geplant, gut komponiert ist â ein Gesamtkunstwerk, davon bin ich ĂŒberzeugt.â
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In den 70er Jahren grĂŒndete Jean Vanier in Frankreich âlâArcheâ, eine heute weltweite Bewegung, in der behinderte und nichtbehinderte Menschen in einer damals völlig neuen Weise als Gemeinschaft in der Nachfolge Jesu zusammenleben. Kurz nach Vaniers Tod im Jahr 2019 wurde er des geistlichen Missbrauchs an mindesten 25 Frauen ĂŒberfĂŒhrt. Seine Handlungen, teilweise auch mit sexuellen Ăbergriffen, hat er dabei theologisch-mystisch begrĂŒndet. Klaus Mertes SJ seziert, was geistlicher Missbrauch ist und was alles in Mitleidenschaft gezogen wird: Mystik, Glaube, Vertrauen und SexualitĂ€t.
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UrsprĂŒnglich war Klaudia Höfig Gemeindereferentin in einer westdeutschen Kleinstadt. Dann zog sie mit ihrer Familie 1989 nach Brasilien, wo sie mit politisch-sozial engagierten Nonnen zusammen die Befreiungstheologie kennenlernte. AnschlieĂend ging sie in den US-amerikanischen Bible Belt, wo die Katholiken die âProgressivenâ waren â und in den 90er Jahren in eine chinesische Industriestadt mit einer staatlich kontrollierten katholischen Kirche. Ăberall wach, interessiert und nah bei den Menschen, reift bei ihr die Erkenntnis: Ohne Kontext bleibt das Christentum oberflĂ€chlich. Und auch diese: Willst du wissen was Wasser ist, frage niemals einen Fisch.
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Zwar ist uns der Tod in den letzten 3 Jahren nĂ€hergekommen â aber ĂŒber das Sterben und das âDanachâ reden wir nicht. Teresa Schweighofer ist Professorin fĂŒr Praktische Theologie. Sie war mit Pfarrern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern und freien Ritualbegleitern unterwegs und hat viel darĂŒber nachgedacht, was sie selbst tröstet und dem Tod gelassener ins Auge blicken lĂ€sst: Das Requiem von Johannes BrahmsâŠ
PS: Die musikalischen Einspielungen (eben StĂŒcke aus dem Brahms-Requiem) sind nun entfernt.
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Als 15jĂ€hrige stöĂt Teresa Forcades auf âDie Wohnungen der Inneren Burgâ von Teresa von Ăvila. Damit beginnt fĂŒr die spĂ€tere Benediktinerin, Ărztin, Theologin und Kapitalismuskritikerin aus dem Bergkloster Montserrat in Katalonien eine lebenslange Auseinandersetzung mit der eigensinnigen Dichterin, Kirchenlehrerin und Ordensfrau aus dem 16. Jahrhundert. Beide Teresas verbinden Mystik und tiefe Frömmigkeit mit pragmatischer Lebensklugheit. Im GesprĂ€ch fĂŒhrt uns Teresa Forcades in die Welt ihrer groĂen Namensvetterin, die uns heute Erstaunliches zu sagen hat.
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John von DĂŒffel ist Dramaturg und Schriftsteller und hat ein Stundenbuch geschrieben. Dabei ist er gar nicht glĂ€ubig. Es geht darin vor allem um die Frage: was ist genug? Als moderner Asket macht er sich darin zusammen mit Ădipus, Sisyphos und Hiob auf die Suche nach der richtigen Richtung im Falschen, nach dem Wesentlichen, das kein zu wenig ist.
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In Irak und Syrien, heute Orte voller Gewalt, arbeitet Pater Jens an der Versöhnung zwischen Christen und Muslimen. Sein Weg aus der Schweiz in das syrische WĂŒstenkloster Mar Musa war so nicht geplant, aber genau der richtige. Wie schaut er auf Europa, in das der Krieg zurĂŒckgekehrt ist?
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Sich aussetzen, das tut Birgit Mattausch. Dabei stolpern und gleichzeitig schweben, dem mittleren Kanzelton ein Schnippchen schlagen und an komischen Stellen etwas dazulernen. Sie ist die einzige Theologin im Literaturhaus Hildesheim und sucht dort als Inspirateuse Töne und Worte beim Sprechen ĂŒber Gott zum Klingen zu bringen.
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âIch fĂŒrchte keine Kreatur auĂer einer: den Menschen,â soll der Maler Franzisco de Goya (*1746) als Reaktion auf die Napoleonischen Kriege gesagt haben und Geschichte und Gegenwart geben ihm Recht. Doch blicken wir in das Antlitz eines Neugeborenen, strahlt uns die reine Hoffnung an. Was passiert nur seit diesem unschuldigen Anfang?
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Beim Osterspaziergang mit Kurt Appel begegnen uns drei Frauen auf dem Weg zu einem Toten. Die Szene endet mit entsetztem Schweigen: Der Stein ist weg, die Leiche auch und ein unbekannter junger Mann sitzt im Grab und sagt âDer, den ihr sucht, ist nicht mehr hier.â Das Markus-Evangelium endet mit einem Cliffhanger, und mit dem Schweigen beginnt die eigentliche Geschichte, ohne dass sie je zu Ende kommen könnte. Ein Tauchgang zu Ostern.
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Optimismus und Pessimismus sind beides Verstimmungen. Gebildete Hoffnung ist mehr als positiv denken, sagt die Praktische Theologin Regina Polak. Denn in den ErzĂ€hlungen der Bibel können wir zuschauen, wie Menschen unter widrigsten UmstĂ€nden hoffen und hoffen lernen. Ein GesprĂ€ch ĂŒber Migration, Klagen, Leiden â und die Kraft, die daraus erwachsen kann.
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Darf man bei dieser Nachrichtenlage ein GesprĂ€ch ĂŒber die Freude senden?, haben wir uns gefragt. Ja! WĂŒrde die Philosophin und Theologin Isabella Guanzini antworten. Sie begreift Freude nicht als privates Erlebnis, sondern als tiefe Resonanz, in der wir wahrnehmen, wie die Welt sein soll und wie sie gerade nicht ist â und somit als der Kern jeder Revolte. Und weil traurige und melancholische Menschen leichter zu lenken sind, ist die Freude auch ein politischer Akt.
- Visa fler