Avsnitt
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In Zeiten, da weltweit neue und gefĂ€hrliche Nationalismen um sich greifen, tun die besonnenen Zeilen des dĂ€nischen Dichters Herman Bang ausgesprochen gut. Nach GroĂmannssucht ruft Bang dazu auf, bescheiden und schlicht zu sein: âVaterland, Mutter im Trauerkleid, lehr uns: klein zu seinâŠâ Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht âMutterlandâ von Rose AuslĂ€nder, der Heimatlosen, die nach dem Verlust von allem, was âVaterlandâ sein konnte, ein neues, ein geistiges Zuhause findet. Dazu gibt es Worte aus dem Buch Prediger und vom Propheten Jesaja.
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Um die Sinnfrage geht es im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter, kleiner gehtâs nicht. Was sehen wir, wennwir sehen, und welcher Sinnzusammenhang steht hinter den Dingen, die wir beschreiben. Der portugiesische Dichter Alberto Caeiro grenzt sich scharf von transzendenterVerschleierung ab, oder von dem, was er vermutet. Sein Gedicht âDu, Mystikerâ verneint Bedeutungen hinter den Dingen. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein Gedicht der russischen Lyrikerin Sinaida Gippius, das mit einer Art heiliger Scheu Abstand hĂ€lt zu dem, was hinter den Dingen aufscheint. Dazu gibt es Worte von Paulus und aus dem Buch der SprĂŒche.
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Was wird sein, âwenn der Messias kommtâ? Der niederlĂ€ndische Dichter Nachoem M. Wijnberg meditiert diese Frage in seinem Gedichtband âJĂŒdische Gedichteâ aus dem Jahr 2020. Es geht um die ewig relevanten Fragen nach der IdentitĂ€t. Sogar der Messias selbst könnte sich seiner Sache nicht sicher sein Dazu stellen Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Rilke-Gedicht âDer Ălbaum-Gartenâ, eine bewegende Betrachtung zur Getsemani-Szene, eine groĂe IdentitĂ€tskrise von Jesus am Vorabend seines Todes. Dazu gibt es Bibelworte nach Johannes und MatthĂ€us.
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Zwei FrĂŒhlingsgedichte, und beide können nicht vollends glĂŒcklich strahlen. In âFrĂŒhling 1946â findet Elisabeth LanggĂ€sser Worte fĂŒr ihre ErschĂŒtterung, ihre verloren geglaubte Tochter wieder zu finden: âAch, welch sphĂ€risches EntzĂŒcken nahm dem staubigen RĂŒcken sein Gewicht?â. Erleichtert, aber nicht geheilt. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht âAm Fenster eines Wirtshauses am Steinhuder Meer. Auf dem Nachhauseweg 1945â, in dem der Schriftsteller Wolfgang Borchert einen Einblick in seine unruhige Seele gewĂ€hrt. Der Krieg neigt sich dem Ende zu, die Blumen und Vögel geben sich frĂŒhlingshaft, aber geheilt ist der junge Soldat noch nicht. Dazu gibt es Bibelverse aus dem Buch der Psalmen.
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Zur JubilĂ€umsfolge bringt der Kulturbeauftragte des Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein beeindruckendes Geschenkt: Das Gedicht "Wunderheilung" des englischen Lyrikers Philip Larkin erzĂ€hlt in befremdlicher Distanz von der Szenerie einer Massensegnung, in aller SkurrilitĂ€t, AbgrĂŒndigkeit und Faszination. Dass tatsĂ€chlich BerĂŒhrendes geschieht, mag womöglich an anderer Macht liegen... Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte "Glaube" von Rose AuslĂ€nder, schlicht und stark, und "faith" von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur, die mit ironischem Blick auf die Inszenierung von (MĂ€nner-)Glauben schaut. Dazu gibt es Bibelworte von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
SeelenfutterJubilÀumsfolge 300, mit Johann Hinrich Claussen: Von Tauwetter, unbekanntenWelten und einem Mikroskop. Gedichte von Philip Larkin, Rose AuslÀnder undEmily Dickinson
Zur JubilĂ€umsfolge bringt derKulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Johann Hinrich Claussenein opulentes Geschenk: Das Gedicht âWunderheilungâ des englischen LyrikersPhilip Larkin erzĂ€hlt von der Szenerie einer Massensegnung, in aller SkurrilitĂ€t,AbgrĂŒndigkeit und Faszination. Dass tatsĂ€chlich BerĂŒhrendes geschieht, liegtwomöglich in anderer Macht. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber SusanneGarsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte âGlaubeâ von Rose AuslĂ€nder,schlicht und stark, und âfaithâ von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur,die mit ironischem Abstand auf die Inszenierung von (MĂ€nner-)Glauben schaut. Dazugibt es Bibelwort von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
SeelenfutterJubilÀumsfolge 300, mit Johann Hinrich Claussen: Von Tauwetter, unbekanntenWelten und einem Mikroskop. Gedichte von Philip Larkin, Rose AuslÀnder undEmily Dickinson
Zur JubilĂ€umsfolge bringt derKulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland Johann Hinrich Claussenein opulentes Geschenk: Das Gedicht âWunderheilungâ des englischen LyrikersPhilip Larkin erzĂ€hlt von der Szenerie einer Massensegnung, in aller SkurrilitĂ€t,AbgrĂŒndigkeit und Faszination. Dass tatsĂ€chlich BerĂŒhrendes geschieht, liegtwomöglich in anderer Macht. Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber SusanneGarsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte âGlaubeâ von Rose AuslĂ€nder,schlicht und stark, und âfaithâ von Emily Dickinson, eine lyrische Miniatur,die mit ironischem Abstand auf die Inszenierung von (MĂ€nner-)Glauben schaut. Dazugibt es Bibelwort von Johannes, Markus und aus den Psalmen.
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Ob die olympische Idee wirklich der VölkerverstĂ€ndigung dient? Da hat die mexikanische Lyrikerin Maricela Guerrero doch erhebliche Zweifel. In ihrem Gedicht âcitius altius fortiusâ (âschneller, höher, krĂ€fter/weiterâ) hinterfragt sie den âWettbewerb der UnverstĂ€ndigungâ aus postkolonialer Sicht. Dazu stellen die Gastgeber des Lyrikpodcast Seelenfutter Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das berĂŒhmteste Gedicht der US-amerikanischen Dichterin Bessie Anderson Stanley mit dem Titel âWas ist Erfolgâ, unter anderem ein preisgekrönt bei einem Wettbewerb (!) im Jahre 1904: âEs hat derjenige Erfolg gehabt, der gut gelebt, oft gelacht und viel geliebt hatâ. Dazu gibt es Bibelwort von Paulus und aus den Psalmen.
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FrĂŒhling. Das Leben erwacht. GrĂŒne GrĂ€ser,BlĂŒten an BĂ€umen und Blumen. In eine gewisse ĂberschwĂ€nglichkeit hinein die bange Frage, wie viele FrĂŒhlinge es noch werden können. Wer dann vom Kuckuck ausgelacht wird⊠Ricarda Huchs Gedicht âFrĂŒhlingâ mal diese Szenerie und ĂŒberspĂŒlt die bange Irritation mit verschwenderischer Geste. Wunderbar. Dazu stellen Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der nunmehr 298. Seelenfutter-Folge das Gedicht âNachmittagâ der 16jĂ€hrigen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger, das in einer stillen FrĂŒhlingsstimmung einen gelben Falter und eine grĂŒne Fliege aneinandergeraten lĂ€sst. Erst die Schlehdornspitzen finden das klĂ€rende Wort. Traumschön! Dazu gibt es Bibelworte aus den Psalmen.
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Im scheidenden Licht, wenn die Nacht hereinbricht, mag niemand ganz alleine sein. âBleib bei unsâ bitten die beiden, die traurig nach Hause gehen, und das Herz ist ihnen schwer. Die Osterfolge des Lyrik-Podcast Seelenfutter beginnt in dunkel-fahler Stimmung, aus der sehnsĂŒchtige Bitten herausgedichtet werden. Carola Moosbachs âGegen Abendâ ist eine poetische Kommentierung der Bachâschen Osterkantate âBleib bei uns, denn es will Abend werdenâ. Dazu stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht âHerr, bleib bei unsâ des schottischen Dichters Henry F. Lyte, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Angesicht seines Lebensabends eine österliche Abendstimmung aufnimmt, die hĂ€lt und tröstet. Dazu gibt es Bibelworte nach Lukas und aus den Petrusbriefen. In mitunter dĂŒsteren Zeiten ein nahrhaftes Oster-Seelenfutter.
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Wir mĂŒssen ĂŒber Liebe reden. Das Gedicht âUmarmungâ des spanischen Lyrikers Luis Garcia Montero weiĂ davon, dass sich Wunden zu zeigen gemeinsam stark machen kann: âEs ist die SchwĂ€che, die uns eintâ. Darin entsteht eine neue, oder auch die eigentliche StĂ€rke. Doris Runges Gedicht âvon liebe vielâ beschreibt das Fallen und die Dunkelheit, aber in beidem gilt: âhand greift handâ. So gelingt gemeinsam sogar das Singen im Dunkeln. Hoffnungsvoll. Dazu gibt es Bibelverse von Paulus und aus dem Psalmen.
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Mit virtuoser Leichtigkeit karikiert Friedrich RĂŒckert vor mehr als 200 Jahren den aufkommenden Nationalismus, ein wildes Sprachspiel, welches deutsche GroĂmannssucht schon lange vor zwei verheerenden Weltkriegen entlarvt: âGrammatische Deutschheitâ heiĂt sein Gedicht von 1819. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard âDer Werwolfâ von Christian Morgenstern, das vor Sprachwitz nur so funkelt, soweit es das Mondlicht auf dem Friedhof ĂŒberhaupt zulĂ€sst. Und auch hier verbindet sich Humor mit scharfer gesellschaftskritischer Beobachtung. Ein Fest! Dazu gibt es Bibelwort aus der Genesis und dem Buch der SprĂŒche.
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Pustig geht es zu im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter,ein beunruhigender Wind zieht seine Spur durch die Stadt. Mulmig dichtet Friederike Haerter in ihrem Februar-Gedicht, und bedrohlich wirkt das eine oder andere ja auch jenseits der meteorologischen Erfahrungen. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht âHoffnungâ von Emanuel Geibel: Es kennt den Winter und das BedrĂŒckende dieser Zeit, aber âes muss doch FrĂŒhling werdenâ! Das Wissen um den groĂen Mai Ă€ndert alles. Wunderbar. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus den Psalmen.
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Gut, wenn Menschen einen inneren Kompass haben. Wenn dessen Nadel aber zittert, irritiert nach Orientierung sucht, und dann nicht Richtung Norden, sondern zwischen West und Ost, dann betreten die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die poetische Welt von Melis Ntente, das Gedicht âerdmagnetfeldâ setzt den Ton der aktuellen Folge des Seelenfutters. Dazu klingt ein Gedicht von Emily Dickinson, dass Antworten versucht auf die groĂen Fragen nach der Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus dem HebrĂ€erbrief.
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ĂberschwĂ€nglich feiert der junge Lyriker Gerrit Engelke kurzvor dem Ersten Weltkrieg den Geist einer Menschheitsfamilie, und was möglich wird, wenn âWesten und SĂŒden, NĂ€he und Weitseinâ in einer âweltentkreisten Seeleâ zusammenstehen. Ein Fest der VerstĂ€ndigung und des Friedens. In den letzten Kriegswochen wird Gerrit Engelke sein Leben lassen, weil Nationalismus und Kriegslust Millionen zerschmettern. Zu dem Gedicht âMensch zu Menschâ stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das ernĂŒchterte Gedicht âKarawane der Sehnsuchtâ, das Ywan Goll 1919, direkt nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlicht hat. Der Titel sagte es: Da ist viel Sehnsucht, aber auch ein langer, beschwerlicher Weg. Dazu gibt es Bibelverse aus den Psalmen und nach Lukas.
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Was haben ein neues Jahr und eine neue Liebe gemeinsam? Das Herz klopft, der Ausgang ist aber ungewiss. Von der riskanten Gestimmtheit junger Liebe handelt âDa diese Liebe anfing, warâs gewagtâ, ein traumschönes Sonett der englisch-viktorianischen Lyrikerin Elizabeth Barrett Browning, deren Leben sich wie ein einziger Liebesroman erzĂ€hlt. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Georg Stolzenbergs âSchon ruht deine kleine fremde Handâ, eine bezaubernde Miniatur eines kosmischen Moments, nĂ€mlich der ersten zarten BerĂŒhrung von Liebenden. Daraus lĂ€sst sich einiges fĂŒr den Zugang zum neuen, nicht ganz unproblematischen Jahr 2026 ableiten. ZusĂ€tzlich gibt es Bibelworte aus den Psalmen und von Jesaja.
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Kling-Kling! In der Weihnachtsfolge des LyrikpodcastSeelenfutter legen die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei poetische Geschenke unter den Tannenbaum, die unterschiedlicher kaum sein können. Fast Zeitgenossen, so dichten der urbajuwarische Ludwig Thoma und der weltgereiste GroĂbĂŒrger Stefan Zweig sehr besonders zum Weihnachtsfest. âDie Heilige Nachtâ von Thoma erzĂ€hlt schlicht und wirklich ergreifend die biblische Geburtsgeschichte und betont dabei die Perspektive der Armen: âEs ist eine Gâschichtâ fĂŒr die Armen, kein Reicher war nicht dabei.â Der erst 20jĂ€hrige Stefan Zweig beschreibt in âWeihnachtâ dagegen ĂŒberbordende kosmische Schwingungen der âGnadennachtâ, die die Seelen berĂŒhren. Dazu gibt es Bibelverse nach Lukas.
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Der Advent ist eine ruhige, stille Zeit. Mitnichten! Nicht nur,weil viele von Terminen gejagt werden, sondern auch, weil der Geist des Advents ein unruhiger ist, voller Sehnen, voller Erwartung. Vom Verlangen handeln die beiden Gedichte, die Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrik-Podcast Seelenfutter vorstellen. âSehnsuchtâ von Ricarda Huch zeichnet ruhige, groĂe Bilder des inneren Hingezogen-Seins. Dagegen wirbelt âZu dirâ von Therese Dahn die groĂen GefĂŒhle auf: HeiĂes Herz, schĂŒttelnder Schmerz, Sturmgefieder. Auch da geht es um volle Hingabe â ein Kennzeichen der romantischen Liebe ebenso wie der tiefen spirituellen Existenz. Dazu gibt es Psalmenworte.
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FĂŒr viele ist es in diesen Wochen ein wichtiges Thema: DasSchenken. Es macht Freude, manchmal auch Druck. Was das Geschenken mit einem selbst zu tun hat, bedenkt der Dichter Joachim Ringelnatz in bezaubernden Versen: âSei eingedenk, dass dein Geschenk du selber bistâ. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht âWelt und ichâ von Friedrich Hebbel, das grundsĂ€tzlicher die VerhĂ€ltnisse von innen und auĂen, von Abschottung oder Verschmelzung ausmalt, so tief, so bewegend: Schon diese beiden Gedichte sind Geschenke! Dazu gibt es Bibelworte aus Jesus Sirach und von Paulus.
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Zum Volkstrauertag und in ungeordneter Zeit stellenSeelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte von Kriegsahnung und Endlichkeit vor. Alfred Lichtensteins âAbschiedâ entstand auf dem Weg zur Westfront im August 1914, einfach und klar, Ă€uĂerst prĂ€zise und mit ironischen Verzerrungen. Wenige Wochen spĂ€ter fiel der 26jĂ€hrige Dichter. Dazu erklingt âO Grille singâ von Max Dauthendey, von Abschied, Nacht und offenen Herzen. BerĂŒhrend im Zusammenspiel. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus einem Petrusbrief.
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âWir mĂŒssen reden!â Was so einfach klingt, ist die Seele desGedichts âKommtâ von Gottfried Benn, das vehement gegen das Schweigen, gegen die VerhĂ€rtung und gegen den Tod anschreibt: âWer redet, ist nicht totâ. Es gibt nur diesen Ausweg aus dem einsamen Verstummen. Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen dazu das Gedicht âDer weltbeste KĂ€seâ des zeitgenössischen Dichters Max Prosa, das in eine Ă€hnliche Richtung hin appelliert, aber als Ausgangspunkt die Einsamkeit unter Leuten beschreibt, das Reden, ohne etwas zu sagen: âWas nutzen freie GetrĂ€nke in schlechter Gesellschaft?â. Dazu gibt es Bibelworte aus der Apostelgeschichte und einem Johannesbrief.
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Das Greifbare und das FlĂŒchtige, das Sichtbare und dasVerborgene, das Dingliche und der Rest. Die aktuelle Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter sucht die poetischen ZwischenrĂ€ume im Hier und Jetzt und im Vergangenen. Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen das Gedicht âGenerator aus Trotzâ von Annette Pehnt zu âWo istâŠâ von Franz Werfel. Tastende Texte, die das Vorfindliche halten wollen oder, bei Werfel, der Erinnerung hinterhersehnen. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.
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