Avsnitt

  • In dieser Episode von „Salziger Pudding“ geht es um Torben, einen zehnjĂ€hrigen Jungen, dessen Vater eine bestehende Umgangsregelung abĂ€ndern und ein Wechselmodell erreichen möchte. Auf den ersten Blick wirkt der Antrag nachvollziehbar: Torben sei nach einem Umzug unglĂŒcklich, vermisse seine Freunde und solle wieder stĂ€rker in seinem alten Umfeld verankert werden. Doch im Verlauf des Falls zeigt sich eine deutlich komplexere Dynamik.

    Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sprechen ĂŒber Elternkonflikte, LoyalitĂ€tsdruck, UmgangsantrĂ€ge, Wechselmodelle und die Frage, wie belastend es fĂŒr ein Kind werden kann, wenn es die Erwartungen beider Eltern erfĂŒllen möchte. Im Mittelpunkt steht ein Kind, das keinen eigenen Wunsch mehr formulieren kann, ohne zugleich Angst zu haben, Mutter oder Vater zu enttĂ€uschen. Die Folge zeigt, warum mehr Umgang nicht automatisch Entlastung bedeutet – und warum manchmal nicht ein Gutachten, sondern eine schnelle EntschĂ€rfung des Elternkonflikts im Vordergrund stehen muss.

    Und wir sind dann mal im Urlaub. Auch dazu alles in der Folge!

    The post 37 – Torben: Wenn Umgang zum Druck wird first appeared on Salziger Pudding.

  • In dieser Episode von „Salziger Pudding“ geht es um Mila, ein kleines MĂ€dchen mit schwerwiegenden gesundheitlichen Belastungen, das frĂŒh in eine Pflegefamilie kommt. Ihre Mutter erkennt die eigene Krise, sucht Hilfe, stellt sich ihren psychischen Problemen und beendet ihren Drogenkonsum. Eigentlich macht sie vieles richtig. Trotzdem steht am Ende die schwierige Frage im Raum, ob Mila zu ihr zurĂŒckkehren kann – oder ob der Verbleib in der Pflegefamilie dem Kindeswohl besser entspricht. Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sprechen ĂŒber Dauerpflege, RĂŒckfĂŒhrung, Bindung, Elternrecht, psychische Erkrankungen und die bittere RealitĂ€t.

    The post 36 – Mila: kĂ€mpft Mama sich zurĂŒck? first appeared on Salziger Pudding.

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  • In dieser Episode von „Salziger Pudding“ geht es um Peter Frank, dessen Großeltern vĂ€terlicherseits nach dem Suizid ihres Sohnes Umgang mit ihrem Enkel einklagen. Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sprechen ĂŒber die besondere Rechtslage beim Umgangsrecht von Großeltern, den Unterschied zum elterlichen Umgangsrecht und die Frage, wann Kontakt dem Kindeswohl tatsĂ€chlich dient. Der Fall zeigt, wie alte Verletzungen, Schuldzuweisungen und ungezĂŒgelte Wut ein Verfahren prĂ€gen können.

    Im zweiten Teil blicken beide auf den Referentenentwurf zum Kindschaftsmodernisierungsgesetz und diskutieren mögliche Änderungen beim Umgangsrecht, hĂ€uslicher Gewalt, Sorgerecht unverheirateter Eltern und der Frage, wie Recht auf familiĂ€re RealitĂ€t reagieren sollte.

    The post 35 – Peter Frank: Großeltern, Umgang und die Gesetzesreform first appeared on Salziger Pudding.

  • Ein Messer im Kinderzimmer, Zeichnungen von zerstĂŒckelten Menschen und ein Junge, der in der Schule von Gewalt spricht: In diesem Fall geht es nicht nur um einen hochstrittigen Elternkonflikt, sondern um die Frage, was Bilder mit Kindern machen können. Rami lebt nach der Trennung seiner Eltern bei der Mutter, der Vater bestreitet die VorwĂŒrfe – doch der Junge berichtet, bei ihm Horrorfilme gesehen zu haben, die nicht fĂŒr Kinder bestimmt sind. Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sprechen ĂŒber FSK-Grenzen, elterliche Verantwortung, psychologische Diagnostik, kindliche Belastung, Umgangspflegschaft und die schwierige Frage, wann Medienkonsum nicht mehr Erziehungssache, sondern ein Kindeswohlthema wird.

    The post 34 – Rami – Horrorfilm, Softair, Kindeswohl first appeared on Salziger Pudding.

  • Sebastian Bartoschek und Aline Strutz sprechen erneut vor Ort in der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln mit Frau Dr. Tanja BrĂŒning – diesmal ĂŒber das Kinderschutzhaus, traumasensible RĂ€ume und die Zusammenarbeit im Netzwerk.

    Im Zentrum steht die Frage, wie Kinder und Jugendliche in hochbelasteten Situationen so begleitet werden können, dass Medizin, Jugendhilfe, Polizei, Familiengericht und Strafverfolgung nicht nebeneinanderher arbeiten, sondern ihre jeweiligen Aufgaben besser aufeinander abstimmen. Frau Dr. BrĂŒning beschreibt, warum Kinderschutz sichere Orte braucht, weshalb RĂ€ume reizarm und traumasensibel gestaltet sein sollten und wie audiovisuelle Dokumentation helfen kann, Aussagen von Kindern nachvollziehbar und möglichst wenig belastend zu sichern.

    Besprochen wird auch, warum suggestive Befragungen unbedingt vermieden werden mĂŒssen, weshalb anatomische Puppen heute nicht mehr Stand der fachlichen Arbeit sind und warum Kinder Begriffe fĂŒr Körper und Genitalien brauchen, um Grenzverletzungen ĂŒberhaupt benennen zu können.

    Außerdem geht es um das RecklinghĂ€user Modell, um kindgerechte Anhörungen, die Rolle von Jugendamt und Strafverfolgungsbehörden, die Grenzen medizinischer ZustĂ€ndigkeit, die Finanzierung solcher Angebote und die Frage, wie ein Kinderschutzsystem aussehen mĂŒsste, das Kinder wirklich vom Kind her denkt.

    The post Sonderfolge 6 – Kinderschutzhaus mit Frau Dr. Tanja BrĂŒning first appeared on Salziger Pudding.

  • Alkoholismus, fetales Alkoholsyndrom und KindeswohlgefĂ€hrdung stehen im Zentrum dieses Falls: Emil und Frauke bekommen zwei Kinder, doch ihre Beziehung ist von einem großen Altersunterschied, AbhĂ€ngigkeiten, GewaltvorwĂŒrfen und massiven Belastungen geprĂ€gt. WĂ€hrend der Ă€ltere Sohn Tom beim Vater lebt, bleibt der jĂŒngere Ben zunĂ€chst bei der Mutter – bis Jugendamt, Klinik und Gericht immer deutlicher erkennen, dass die Situation nicht mehr tragfĂ€hig ist.

    In dieser Folge von Salziger Pudding sprechen Aline Strutz und Sebastian Bartoschek ĂŒber einen Fall, in dem Alkoholmissbrauch nicht offen benannt, sondern immer wieder verschleiert wird. Es geht um Promillewerte, die kaum noch vorstellbar sind, um die Frage, wie man Alkoholprobleme ĂŒberhaupt diagnostisch greifen kann, und um den Verdacht auf fetales Alkoholsyndrom.

    Zugleich zeigt der Fall, wie schwierig familiengerichtliche Entscheidungen werden, wenn beide Eltern auf sehr unterschiedliche Weise problematisch erscheinen: eine Mutter, die Hilfe formal annimmt, sich aber entzieht; ein Vater, der versorgen kann, aber durch Starrheit, Konflikte und mangelnde Kooperation auffÀllt.

    The post 33 – Emil und Frauke – Wenn Alkoholismus das Kindeswohl gefĂ€hrdet first appeared on Salziger Pudding.

  • Aline Strutz und Sebastian Bartoschek sind erstmals „on tour“ und sprechen direkt vor Ort mit Frau Dr. Tanja BrĂŒning in der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle Medizin im Kinderschutz tatsĂ€chlich spielt, wie Kinderschutzambulanzen arbeiten und warum dieser Bereich im Gesundheitssystem bis heute nicht ausreichend abgebildet ist.

    Frau Dr. BrĂŒning, KinderĂ€rztin und Leiterin der Abteilung fĂŒr Kinderschutz, erklĂ€rt zunĂ€chst, wie Kinderschutz in der Medizin historisch gewachsen ist und warum er lange nur eine untergeordnete Rolle spielte. Deutlich wird schnell: Kinderschutz ist weit mehr als die bloße Versorgung offensichtlicher Verletzungen. Es geht um medizinische AbklĂ€rung, multiprofessionelle EinschĂ€tzung, GesprĂ€chsfĂŒhrung, Dokumentation, die Zusammenarbeit mit JugendĂ€mtern und Strafverfolgungsbehörden sowie um die Frage, wie Kinder in hochbelasteten und konfliktbehafteten Situationen ĂŒberhaupt zuverlĂ€ssig geschĂŒtzt werden können.

    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die praktische Arbeit einer Kinderschutzambulanz. Besprochen wird, wann Kinder dort vorgestellt werden, wie sogenannte Clearing-Verfahren ablaufen und warum gerade bei VerdachtsfĂ€llen auf Misshandlung oder sexualisierte Gewalt hĂ€ufig nicht ein einzelner Termin ausreicht. Frau Dr. BrĂŒning beschreibt anschaulich, wie wichtig ein multiprofessioneller Blick ist, wie sehr LoyalitĂ€tskonflikte von Kindern eine Rolle spielen und weshalb sich viele Hinweise nicht in klaren, sofort greifbaren Beweisen zeigen. Gerade darin liegt die besondere Schwierigkeit: Kinderschutz braucht Zeit, Fachlichkeit, Erfahrung und Strukturen, die bislang vielerorts nicht ausreichend finanziert und gesetzlich verankert sind.

    Daneben geht es auch um Erwartungen von Eltern an Notfallambulanzen, typische MissverstĂ€ndnisse in KlinikablĂ€ufen und die Belastungen, unter denen medizinisches Personal heute arbeitet. Die Folge verknĂŒpft damit medizinische, juristische und psychosoziale Perspektiven und gibt einen seltenen Einblick in ein Feld, das gesellschaftlich enorm relevant ist, aber hĂ€ufig erst dann sichtbar wird, wenn bereits etwas schiefgelaufen ist.

    Diese Sonderfolge zeigt eindrĂŒcklich, dass Kinderschutz keine Aufgabe einzelner Personen oder Berufsgruppen ist, sondern nur im Zusammenspiel von Medizin, Jugendhilfe, Justiz und Familie funktionieren kann.

    The post Sonderfolge 5 – Kinderschutzambulanz mit Frau Dr. Tanja BrĂŒning first appeared on Salziger Pudding.

  • Leon und Mila stehen im Mittelpunkt eines familiengerichtlichen Falls aus Oberhausen, der im Vergleich zu vielen anderen besprochenen FĂ€llen zunĂ€chst erstaunlich unspektakulĂ€r wirkt. Nach der Trennung ihrer Eltern leben beide Kinder ĂŒberwiegend bei der Mutter, wĂ€hrend der Vater regelmĂ€ĂŸigen Umgang hat. Mit der Zeit verschlechtert sich jedoch die Kommunikation zwischen den Eltern zunehmend. Aus alltĂ€glichen Differenzen entstehen VorwĂŒrfe ĂŒber Hygiene, Kleidung, Medikamentengabe, Tagesstruktur und Erziehungsstil. Der Vater beantragt schließlich eine VerĂ€nderung der Sorgerechtsregelung.

    Im Podcast wird nachvollziehbar dargestellt, wie ein familienpsychologisches Gutachten in einem solchen Fall konkret aufgebaut ist. Besprochen werden GesprĂ€che mit beiden Eltern, die Einbeziehung des Jugendamts, einer sozialpĂ€dagogischen Familienhilfe, therapeutischer FachkrĂ€fte und der KinderĂ€rztin sowie der Einsatz psychologischer Verfahren. Besonders deutlich wird, dass nicht jeder gerichtliche Streit automatisch auf eine KindeswohlgefĂ€hrdung hindeutet. Gerade in diesem Fall zeigt die Auswertung der medizinischen Unterlagen, dass viele VorwĂŒrfe sich nicht erhĂ€rten lassen und eher Ausdruck eines eskalierten Trennungskonflikts sind.

    Sebastian erlĂ€utert außerdem anschaulich, wie mit Kindern im Begutachtungskontext gearbeitet wird, warum Spielmaterial nicht projektiv gedeutet wird und welche Rolle der Kindeswille in unterschiedlichen Altersstufen spielt. Deutlich wird auch, wie sehr die Interpretation alltĂ€glicher Unterschiede zwischen Eltern vom jeweiligen Blickwinkel abhĂ€ngt: WĂ€hrend der Vater mehr Struktur bietet, reagiert die Mutter flexibler auf VerĂ€nderungen. Beides bewegt sich jedoch nach EinschĂ€tzung des Gutachtens im normalen Bereich.

    Am Ende steht keine dramatische Wendung, sondern eine eher klassische familienrechtliche Lösung: Die gemeinsame elterliche Sorge bleibt bestehen, der Lebensmittelpunkt der Kinder verbleibt bei der Mutter, und der Umgang soll möglichst umfangreich gestaltet werden. Die Folge zeigt damit, wie wichtig KontinuitĂ€t, Förderaspekte und Kindeswille in der familiengerichtlichen Praxis sind – und dass auch scheinbar „harmlose“ FĂ€lle komplexe AbwĂ€gungen erfordern.

    The post 32 – Leon und Mila – Wenn aus Alltagskonflikten ein Sorgerechtsgutachten wird first appeared on Salziger Pudding.

  • In dieser Folge von Salziger Pudding besprechen Aline Strutz und Dr. Sebastian Bartoschek einen Fall aus dem Jahr 2015 rund um die Geschwister Simone und Timo. Ausgangspunkt sind wiederholte Meldungen des Kindergartens wegen körperlicher Übergriffe des Kindesvaters auf die Kinder. Im Verlauf des Verfahrens zeigt sich jedoch, dass die Problemlage weit ĂŒber Erziehungsunsicherheit und Gewalt im Elternhaus hinausgeht. Immer deutlicher tritt ein hochbelastetes Familiensystem zutage, in dem sich schwere traumatische Erfahrungen, mangelnde ReflexionsfĂ€higkeit der Eltern und Hinweise auf sexualisierte Grenzverletzungen ĂŒber Generationen hinweg zu verdichten scheinen.

    Besonders erschĂŒtternd ist, dass die Kindesmutter in ihrer eigenen Kindheit ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum von ihren BrĂŒdern sexuell missbraucht wurde, ein Bruder spĂ€ter verurteilt wurde und dennoch weiterhin Kontakt zu den Kindern bestand. Die Folge diskutiert, wie ein Familiensystem GefĂ€hrdungen normalisieren kann, wie schwer es sein kann, TĂ€ter- und Opferrollen innerhalb solcher Strukturen ĂŒberhaupt noch zu erkennen, und was das fĂŒr den Schutz von Kindern bedeutet. Zugleich wird thematisiert, wie sich die Belastungen bei Simone und Timo in auffĂ€lligem Verhalten zeigen und weshalb letztlich eine Fremdunterbringung notwendig wurde.

    Am Ende steht die Frage, ob und wie sich transgenerationale Muster von Gewalt und sexualisierten Grenzverletzungen fortsetzen, welche Schutzmechanismen Kinder wirklich brauchen und ob Hoffnung auf eine positive Entwicklung ausreicht oder ob der Blick stÀrker auf Wahrscheinlichkeiten und Risikomanagement gerichtet sein muss.

    The post 31 – Simone und Timo: Wenn Gewalt und Missbrauchsmuster ĂŒber Generationen weiterwirken first appeared on Salziger Pudding.


  • Noah ist neun Jahre alt, als seine Mutter beschließt, mit ihm in die USA auszuwandern – zu einem neuen Partner, einem luxuriösen Leben und vermeintlich besseren Chancen. Doch sein Vater widerspricht. Was folgt, ist ein hochkonflikthafter Sorgerechtsstreit zwischen Deutschland und Amerika, geprĂ€gt von gegenseitigen VorwĂŒrfen, kulturellen Unterschieden und der Frage: Was ist wirklich das Beste fĂŒr ein Kind? In dieser Folge sprechen wir ĂŒber ein internationales Umgangsverfahren, die Risiken einer möglichen KindesentfĂŒhrung ins Ausland, die Bedeutung sozialer Bindungen und wie psychologische Gutachten bei solchen Entscheidungen helfen können. Ein Fall ĂŒber LoyalitĂ€t, KontinuitĂ€t und die schwierige AbwĂ€gung zwischen familiĂ€ren Chancen und emotionaler Sicherheit.

    The post Folge 30 – Noah – Zwischen Dortmund und San Diego first appeared on Salziger Pudding.


  • Lina, Naima, Saskia und Aida wachsen in einer Familie auf, die nach außen lange stabil wirkt – bis ein Missbrauchsvorwurf alles eskalieren lĂ€sst. In dieser Folge sprechen wir ĂŒber eine Geschichte, die zeigt, wie schnell Kinder in LoyalitĂ€tskonflikte geraten können, wenn Gewalt, Kontrolle und Schweigen ein Familiensystem prĂ€gen. Die beiden 15-jĂ€hrigen Zwillinge suchen selbst Hilfe beim Jugendamt, fĂŒhlen sich jedoch nicht ernst genommen und fliehen schließlich aus dem Elternhaus. WĂ€hrend ein Strafverfahren gegen den Vater lĂ€uft, kĂ€mpfen die MĂ€dchen darum, gehört zu werden – und treffen schließlich eine mutige Entscheidung ĂŒber ihre Zukunft. Der Fall beleuchtet eindrĂŒcklich, wie Schutzvereinbarungen funktionieren sollen, wo Systeme versagen können und wie stark Kinder sein mĂŒssen, um sich aus belastenden Strukturen zu lösen.

    The post 29 – Lina, Naima, Saskia & Aida – Wenn Kinder selbst um Schutz kĂ€mpfen first appeared on Salziger Pudding.


  • In dieser Sonderfolge von Salziger Pudding sprechen Sebastian und Aline mit Jörn de Haen ĂŒber Autismus. ZunĂ€chst klĂ€rt Jörn als Psychologe und systemischer Therapeut, was Autismus ist – und was nicht. Dabei zeigt er, warum alte ErklĂ€rungen wie „KĂŒhlschrankmutter“ ebenso wie Impfmythen widerlegt sind und weshalb Diagnosen oft viel zu spĂ€t gestellt werden. Anschließend beschreibt er Autismus als besondere Reiz- und Informationsverarbeitung und erklĂ€rt damit Blickkontakt, soziale Wechselseitigkeit und Masking.

    Außerdem wird deutlich, warum Menschen im Spektrum je nach Kontext ganz unterschiedlich wirken können. Danach geht es praxisnah um Konflikte zwischen Eltern, um Hilfesysteme wie §35a SGB VIII sowie um passende UnterstĂŒtzung.

    Schließlich ordnet Jörn seriöse Diagnostik mit ADI-R und ADOS ein. Am Ende bleibt als Take-away: Nicht nur das Kind betrachten, sondern auch den Kontext.

    The post Sonderfolge 4 – Autismus mit Jörn de Haen first appeared on Salziger Pudding.


  • Ein Jugendamt zieht die Notbremse: Zwei Kinder werden aus der Schule in Obhut genommen, weil eine Verbringung nach Polen im Raum steht. Kurz darauf stehen VorwĂŒrfe im Raum, die alles vergiften: eine angebliche AffĂ€re, Überwachung, Autos ohne Kennzeichen – und ein Konsul, der plötzlich sehr genau wissen will, was in Deutschland mit polnischen StaatsbĂŒrgern passiert.

    Sebastian rekonstruiert, wie aus E-Mails eine reale Entziehungsstrategie sichtbar wird, warum ein Rewe-GerĂŒcht trotzdem Sprengkraft hat und wie ein Fragebogenprofil die kindliche Perspektive erdet. Am Ende steht keine „große Lösung“, sondern ein eng gefasster, begleiteter Umgang – als Schutz, nicht als Strafe. (Und ja: Diplomatie fĂŒhlt sich manchmal an wie Druck ohne Drohung.)

    The post 28 – Lea & Kamil: Konsulat, Inobhutnahme, Rewe-GerĂŒcht first appeared on Salziger Pudding.

  • Ein Umzug ist selten nur ein Umzug. Im Fall der kleinen Summer wird er zum juristischen Werkzeug. Nach der Trennung verschieben sich Lebensmittelpunkte zwischen Dortmund, Marl und dem geplanten Ziel Oberhausen. Meldeadresse, Kindergartenplatz und einstweilige Anordnung werden zu Mitteln, um Entscheidungen zu erzwingen, wĂ€hrend ein Kind zwischen Autositz, Abschiedsszenen und Wochenintervallen pendelt.

    Aline und Sebastian sprechen ĂŒber gemeinsame Sorge, die Grenzen elterlicher AlleingĂ€nge, die psychologischen Folgen zu langer Wechselintervalle bei Kleinkindern und die Frage, warum gut gemeinte Lösungen manchmal mehr Schaden anrichten als offener Streit.

    Diese Folge zeigt, wie schnell Logistik zu Macht wird, warum Rituale wichtiger sind als Kilometer und weshalb Gerichte oft nicht das eigentliche Problem lösen können. Es geht um Verantwortung, um Kontrolle – und um ein Kind, das sehr genau weiß, wie viele NĂ€chte zu viel sind.

    The post 27 – Drei StĂ€dte, zwei Eltern, ein ĂŒberfordertes System first appeared on Salziger Pudding.


  • Recap-Zeit: In dieser zweiten RĂŒckblickfolge sammeln wir eure Zuschriften ein, sortieren die Highlights der letzten Episoden und rĂ€umen ein paar Dinge gerade. Besonders oft kam die Frage: DĂŒrfen MĂŒtter sagen, dass sie nicht mehr können – und warum triggert das so viele? Außerdem klĂ€ren wir Grundlagen, die im normalen Folgenlauf schnell zu kurz kommen: Was genau ist eine Wohnungszuweisung (Polizei, Gewaltschutz, Ehewohnung) und welche Fristen hĂ€ngen daran? Wir sprechen ĂŒber Verfahrenswerte und warum die Zahlen im Termin nichts mit „Geldregen“ zu tun haben, sondern mit GebĂŒhrenlogik. Dazu gibt’s Updates aus der Praxis (u. a. Dolmetscherkosten beim Verfahrensbeistand), einen kleinen Rant ĂŒber UnzuverlĂ€ssigkeit bei Terminen – und zum Schluss noch Serienfutter fĂŒr die Feiertage.

    The post Recap 2 – Von Feedback bis Fristen: Gewaltschutz, Ehewohnung, GebĂŒhrenlogik first appeared on Salziger Pudding.

  • 2016 in Soest: FĂŒnf Geschwister verlieren ihre Mutter nach einem plötzlichen Hirnaneurysma. Der Vater, von Unfallfolgen, Depression und Schmerzen geprĂ€gt, verweigert Hilfen und unterschĂ€tzt die besonderen Förderbedarfe der Kinder. Die Großeltern aus einer freikirchlichen Großfamilie wirken Ă€ußerlich fremd, im Alltag aber stabil, kooperativ und trauerfĂ€hig. Ein Gutachten muss klĂ€ren: Liegt beim Vater eine KindeswohlgefĂ€hrdung vor, welche Maßnahmen wĂ€ren nötig – und erst dann: ist ein Verbleib bei den Großeltern besser? Dazu kommt die heikle Frage, wie neutral man bleibt, wenn Sympathie und Irritation mit am Tisch sitzen.

    The post 26 – Lea: Zwischen Vater, Großeltern und Jugendamt first appeared on Salziger Pudding.


  • „Mein Vater hat mich geschlagen.“ Mit diesem Satz bringt Sascha seinen Klassenlehrer aus dem Konzept – und setzt eine Kette in Gang, die Jugendamt, Gericht und Gutachter beschĂ€ftigt. Das Gesicht des Jungen ist gezeichnet, die Eltern sprechen von einem Handballunfall, der Vater weist jede Verantwortung von sich, die Mutter zieht sich in ihre eigene Wirklichkeit zurĂŒck. Ein rechtsmedizinisches Gutachten bestĂ€tigt elf gezielte SchlĂ€ge, wĂ€hrend Sascha nur eines will: dass endlich die Wahrheit ausgesprochen wird. Sebastian und Aline sprechen darĂŒber, wie LoyalitĂ€t Kinder zum Schweigen bringt, warum Wahrnehmungsverzerrungen so gefĂ€hrlich sind und wieso Schutz manchmal bedeutet, ein Kind dauerhaft aus seiner Familie zu lösen.

    The post 25 – Sascha: „Mein Vater hat mich geschlagen.“ first appeared on Salziger Pudding.

  • Ein leerer Rucksack an der Ruhr, eine verschwundene DreizehnjĂ€hrige und eine Mutter, die mit ihrer Tochter sogar den eigenen Tod inszeniert: In dieser Folge erzĂ€hlen Sebastian Bartoschek und Aline Strutz den Fall Jule, Jahrgang 2001 aus Bochum, deren Kindheit zwischen vermĂŒllter Wohnung, ĂŒberforderter Mutter und immer neuen Jugendamtsmeldungen zerrieben wird. Mehrfach wird Jule in Obhut genommen, droht mit Suizid, versteckt sich schließlich auf dem Dachboden, wĂ€hrend alle an das Schlimmste glauben. Sebastian blickt auf Parentifizierung, symbiotische Beziehungen und die Grenze, an der der Kindeswille hinter dem Kindeswohl zurĂŒckstehen muss. Aline ordnet ein, was Gerichte und JugendĂ€mter in solchen Verfahren leisten können – und wo das System Kinder und FachkrĂ€fte gefĂ€hrlich lange im Kreis drehen lĂ€sst.

    The post 24 – Jule: Tod in der Ruhr oder auf dem Dachboden? first appeared on Salziger Pudding.

  • Kind direkt nach der Geburt in Obhut genommen wurde – und die am Ende selbst erkennt, dass sie (noch) nicht bereit ist, Mutter zu sein. Wir sprechen ĂŒber Mutter-Kind-Einrichtungen, juristische Konstruktionen rund um die Inobhutnahme, praktische LĂŒcken bei Vollmachten und ĂŒber den gesellschaftlichen Druck, der auf MĂŒttern lastet.

    Ab wann darf man sagen: Ich kann das nicht? Warum fĂ€llt es Frauen schwerer, sich von der Mutterrolle zu lösen – und was haben GroßmĂŒtter, Grundgesetz und Gesellschaft damit zu tun?

    Ein Fall, der ans Eingemachte geht – psychologisch, juristisch und menschlich.

    Sebastian und Aline diskutieren dabei nicht nur ĂŒber Beratung, Rollenbilder und RĂŒckfĂŒhrungsrisiken, sondern auch ĂŒber Verantwortung ohne Schuld.

    The post 23 – Frau Albrecht: Keine schlechte Mutter first appeared on Salziger Pudding.


  • Dortmund, zwei Kinder, getrennte Eltern, viele Jahre Streit: Sie still, kontrolliert, er laut, aufbrausend, aber nie bedrohlich. Alte VorwĂŒrfe – Cannabis, Aggression, Manipulation – prallen auf neue Belege, die alles ins Wanken bringen. Eine Umgangspflegschaft verschĂ€rft statt löst, und am Ende bleibt die Frage, ob man sich im Familienrecht eigentlich noch einigen kann. Juristisch ist das gewollt: § 156 FamFG fordert Einvernehmen statt Sieg oder Niederlage. Doch was passiert, wenn beide so tief im Konflikt stecken, dass selbst Schweigen noch verletzend wirkt? WĂ€hrend des ersten Lockdowns treffen sich die Eltern nicht im Gerichtssaal, sondern per Videokonferenz. Was dort geschieht, ĂŒberrascht selbst den Gutachter – und verĂ€ndert die Dynamik des gesamten Verfahrens. Sebastian und Aline sprechen darĂŒber, wann Einigungen stabiler sind als Urteile, warum kleine Regeln mehr bewirken als Paragrafen – und was es braucht, damit sich getrennte Eltern wieder in die Augen sehen können.

    The post 22 – Sommer vs. Yilmaz: Einigung statt Beschluss first appeared on Salziger Pudding.