Avsnitt
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Du fĂ€hrst gemĂŒtlich durch die Stadt, denkst an nichts Böses, als plötzlich ein anderer Autofahrer mit dem IQ eines kaputten Blinkerhebels vor dir die Spur wechselt. Vollbremsung! Fast-Unfall! Puls auf 180! Aber dann die Erleuchtung: âZum GlĂŒck hab ich ja meine Dashcam!â
Tja⊠und jetzt? Kannst du damit den Verkehrsrowdy ĂŒberfĂŒhren oder darfst du dir das Video höchstens als spannendes Heimkino beim nĂ€chsten Netflix-Abend reinziehen? đ€
Ja⊠aber auch nein⊠also vielleicht. Willkommen in Deutschland, dem Land der kompliziertesten Verkehrsregeln seit Erfindung des Zebrastreifens!
GrundsĂ€tzlich sind Dashcams nicht verboten. Aber sie dĂŒrfen nicht dauerhaft aufnehmen, weil das gegen den Datenschutz verstöĂt. (Ja, selbst wenn du nur deine eigenen Schimpftiraden aufnehmen willst.)Kurzzeitige Aufnahmen sind okay, z. B. wenn deine Kamera nur speichert, wenn es einen Crash gibt. Aber ein 24/7-Big-Brother-Roadtrip? Leider nein.Kommt drauf an! Wenn dein Video zufĂ€llig den neuen âFast & Furiousâ-Film ersetzen könnte, dann wird das Gericht skeptisch.Aber: Das Bundesverfassungsgericht hat 2018 entschieden, dass Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel verwendet werden können â wenn sie nicht zu krass gegen den Datenschutz verstoĂen.Bedeutet: Wenn du jemandem ins Gesicht zoomst, wie er sich in der Nase bohrt, könnte es schwierig werden. Aber wenn du einfach nur den Unfallhergang filmst? Dann vielleicht ja.Dashcams sind erlaubt, aber mit EinschrĂ€nkungen. Und wenn du glaubst, dass du dich mit den Aufnahmen immer retten kannst â Vorsicht! Das Ding zeichnet ja auch auf, wie du bei Rot rĂŒberbretterst oder mit einer Hand am Handy und der anderen im Burger durch die Gegend gurkst.
Merke: Dashcams sind wie Zeugen â sie können dir helfen, aber auch verraten, dass du selbst Mist gebaut hast. đđđš
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Kennst du das? Du hast ĂŒber Monate brav deine leeren GetrĂ€nkekisten gesammelt â ein echtes Monument deutscher Trinkkultur! Und dann, eines schönen Tages, beschlieĂt du, deinen Reichtum einzulösen. 10 KĂ€sten auf einmal! Voller Vorfreude schiebst du deine Plastik- und BierkastenschĂ€tze in den GetrĂ€nkemarkt, denkst an das satte Pfandgeld, das bald deine Taschen fĂŒllen wird⊠und dann sagt der Typ an der Kasse: âNee, nehm' ich nicht.â
WAS?! Darf der das?! đ€Ż
Kurze Antwort: Kommt drauf an.
Lange Antwort: Kommt auch drauf an â aber mit mehr BĂŒrokratie! đ©đȘâZu viele KĂ€sten!â â Manche LĂ€den stellen sich an, als wĂŒrde man versuchen, die Pfandautomaten mit einer ganzen Brauerei zu fluten. ABER: Theoretisch mĂŒssen HĂ€ndler das Pfand zurĂŒcknehmen, wenn sie die Marke auch verkaufen. Theoretisch. Praktisch gibtâs oft ein Limit, damit nicht der halbe GetrĂ€nkemarkt zur Leergut-Deponie wird.
âFalsche Marke!â â Verkauf der Laden kein Buxtehuder Bergquell oder keinen badischen Wurzelhopfen-Sprudel? Dann kann es sein, dass sie die Kisten wirklich nicht annehmen mĂŒssen. Das ist ungefĂ€hr so, als wĂŒrdest du im Dönerladen mit Pizza-Gutschein bezahlen wollen.
âDefekte KĂ€sten!â â Wenn deine Kisten aussehen, als hĂ€ttest du sie fĂŒr ein Wrestling-Match benutzt, kann es sein, dass du sie nicht mehr loswirst. Pfand gibtâs nur fĂŒr ânormale Gebrauchsspurenâ. Also keine Explosionstests mit Böllern machen.
âKein Bock!â â Manche HĂ€ndler versuchenâs einfach, weil sie denken, dass du dich nicht auskennst. Aber da kommst du ins Spiel: Bleib hart! Du bist nicht nur Kunde, sondern auch Pfand-Krieger! đȘ
Freundlich bleiben, aber bestimmt sein! (Ja, schwer, wenn man 10 KĂ€sten durch die Gegend geschleppt hat.)Auf die Pfandpflicht hinweisen! âMein Freund, der Gesetzgeber sagt, du musst!â Klingt nicht sexy, aber funktioniert.Zur Not woanders hinfahren. (Ja, nervig. Aber besser als Leergut-Sammler des Jahres zu werden.)Pfand ist Pflicht â aber keine Garantie fĂŒr einen stressfreien RĂŒckgabe-Prozess! Also ĂŒberlege gut, bevor du das nĂ€chste Mal 10 KĂ€sten sammelst â oder investiere in einen Gabelstapler und plane eine richtige RĂŒckgabe-Strategie. đâ»ïž
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Saknas det avsnitt?
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Stell dir vor: Du strampelst gemĂŒtlich mit deinem Fahrrad durch die Stadt, plötzlich denkst du dir: âHey, warum eigentlich nicht mal die Autobahn nehmen? Da gibtâs keine Ampeln, keine nervigen Kopfsteinpflaster und die Autos fahren auch endlich mal in einer Spur!â Klingt nach einem Traum, oder? Ja, wenn man lebensmĂŒde ist. đ
Die Rechtslage ist da ziemlich eindeutig: Nein, du darfst nicht mit dem Fahrrad auf die Autobahn! đ« Aber warum eigentlich?
Autobahnen sind fĂŒr schnellen Verkehr gedacht. â Und zwar richtig schnell. Wenn du da mit deinem Drahtesel zwischen LKWs und Sportwagen pedaliertest, wĂ€re das ungefĂ€hr so, als wĂŒrde eine Schnecke auf einer Formel-1-Strecke mitfahren. đđš
Sicherheitsrisiko! â Du hast weder Knautschzone noch Airbag, und wenn ein SUV mit Tempo 130 an dir vorbeidonnert, fĂŒhlt sich das nicht nach einer frischen Brise an, sondern eher wie eine kostenlose Ganzkörper-Peeling-Therapie.
Schilder sagen ganz klar: Nö. â An jeder Auffahrt hĂ€ngt so ein rundes Schild mit einem roten Fahrrad drauf und einem fetten Strich durch. Das bedeutet im Klartext: âHier nicht, Kollege!â Es ist also nicht nur eine schlechte Idee, sondern auch eine, fĂŒr die man richtig zur Kasse gebeten wird. đž
Und was ist mit dem Standstreifen? â Ja, der ist frei⊠fĂŒr Pannenfahrzeuge! Wenn du dich da mit deinem Fahrrad hinstellst, weil du eine Reifenpanne hast, bist du ungefĂ€hr so willkommen wie ein Grillfest in der FuĂgĂ€ngerzone.
Aber ganz ehrlich: Wer ernsthaft in ErwĂ€gung zieht, mit dem Fahrrad auf die Autobahn zu fahren, sollte vielleicht weniger ĂŒber Verkehrsregeln und mehr ĂŒber Lebensentscheidungen nachdenken. đŽââïžđ
Also bleibt dabei: Radwege sind deine Freunde, Autobahnen nicht. Und wenn du doch mal schneller sein willst, kauf dir ein E-Bike oder lass dich von einem LKW im Windschatten ziehen â aber sag nicht, dass du die Idee von mir hast. đ
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Es ist ein sonniger Nachmittag in Köln, du drehst die hundertste Runde um den Block, deine Hoffnung auf einen freien Parkplatz ist nur noch ein schwacher Funke. Und dann â ein Wunder! Eine perfekte LĂŒcke, direkt vor der TĂŒr! Doch halt! Da steht schon jemand. Kein Auto. Nur ein Mensch. Mit ausgebreiteten Armen, fest entschlossen, diesen Parkplatz fĂŒr âgleich kommt mein Kumpel!â freizuhalten.
Kurze Antwort: Nein! Lange Antwort: NEEEEEEEEEIIIIIN!
Der Gehweg ist fĂŒr FuĂgĂ€nger, die StraĂe ist fĂŒr Fahrzeuge â und wer sich wie ein Poller in eine ParklĂŒcke stellt, ist leider trotzdem kein offizielles Verkehrsschild.Rechtlich gesehen ist das âSelbstjustizâ und kann sogar als Nötigung (§ 240 StGB) gewertet werden â also streng genommen stehst du da nicht nur im Weg, du begehst vielleicht sogar eine Straftat!Die StraĂe gehört allen Verkehrsteilnehmern, nicht denen, die den schnellsten Cousin haben, der âgleich da ist!âFreundlich bleiben. Vielleicht merkt die Person ja von selbst, dass sie gerade den Rechtsstaat mit FĂŒĂen tritt.Hupen? Bringt nix. Menschen haben keine Sensoren wie Autos, die bei LĂ€rm automatisch ausweichen.Ordnungsamt oder Polizei rufen? Ja, das könnte helfen â aber seien wir ehrlich: Bis die kommen, hat dein Rivale wahrscheinlich schon ein Sofa in die LĂŒcke gestellt.Langsam reinrollen? Bitte nicht! Menschen sind kein Bordstein â und du willst ja nicht viral gehen als âTyp, der Oma Erna umgeparkt hatâ.Einen Parkplatz mit dem eigenen Körper zu reservieren ist nicht erlaubt, nicht clever und vor allem nicht sinnvoll. Der StraĂenverkehr ist kein Freibad, wo man mit einem Handtuch sein Revier markieren kann. Wer zuerst mit dem Auto da ist, kriegt den Platz â und wer sich in eine ParklĂŒcke stellt, hat dort genauso wenig verloren wie ein Manta mit Fuchsschwanz in einer FahrradstraĂe. đđ
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Kennst du das? Du willst einfach nur einen harmlosen Artikel lesen, ein Rezept suchen oder schnell eine Info googeln â und dann kommt sie: Die Cookie-Wand des Grauens.
âDiese Website verwendet Cookies.â â Ja, danke, als ob ich eine Wahl hĂ€tte. Akzeptieren? Ablehnen? Oder doch lieber dreiĂig Minuten lang durch die Datenschutzeinstellungen scrollen, um herauszufinden, welche Kekse mich ausspionieren dĂŒrfen?
Und die Anbieter sind ja auch richtig kreativ geworden, um uns in die Falle zu locken:
đ Der psychologische Trick: âCookies ablehnenâ ist eine unscheinbare graue Schrift, wĂ€hrend âALLE AKZEPTIERENâ in leuchtendem GrĂŒn blinkt, als gĂ€be es dafĂŒr einen Preis.
đ Der Dreifach-Klick-Marathon: Erst das Banner, dann die âerweiterten Einstellungenâ, dann die âindividuellen PrĂ€ferenzenâ. Und am Ende doch aus Versehen alles akzeptiert.
đ Der âWir geben dir einfach gar keine Wahlâ-Move: Manche Seiten sagen einfach âOhne Cookies gibtâs hier nix!â. Ach so? Dann geh ich halt auf eine andere Seite â ach Mist, die machtâs genauso!Und das Beste: Man klickt sich durch diese Cookie-Hölle, lehnt alles ab â und was passiert? Beim nĂ€chsten Besuch ist wieder alles zurĂŒckgesetzt. Es ist, als ob dein Toaster sich jedes Mal neu ĂŒberlegen wĂŒrde, ob er Toast ĂŒberhaupt rösten will.
Fazit: Das Internet ist heute wie eine WG mit einem schlechten Mitbewohner. Du versuchst, keine Kekse zu essen, aber er versteckt sie in jeder Ecke â und wenn du sie findest, tut er so, als hĂ€tte er nie davon gehört. đȘđ€Ż
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Es gibt ja Dinge, die so sicher sind wie der Paketbote, der genau dann klingelt, wenn man unter der Dusche steht. Zum Beispiel, dass Amazon immer einen Weg findet, uns mit seinen Preisen, AGBs oder Prime-Versprechen zu verwirren. Aber dieses Mal haben sich die Kunden gewehrt â mit einer Sammelklage, die sogar Jeff Bezos kurz vom Raketenbauen abgelenkt hat.
Der Vorwurf: Amazon soll durch undurchsichtige Vertragsklauseln Kund:innen benachteiligt und Preise manipuliert haben. Ăberraschung! Dass die âunwiderstehlichen Blitzangeboteâ manchmal teurer sind als der Normalpreis oder dass Prime-Vorteile in etwa so vorhersehbar sind wie das Wetter in April â all das fĂŒhrte dazu, dass sich wĂŒtende Verbraucher:innen zusammentaten und vor Gericht zogen.
Der Ausgang: Nach langem Hin und Her wurde entschieden, dass Amazon eine saftige EntschĂ€digung zahlen muss. Wer sich bei der Klage beteiligt hat, darf sich nun ĂŒber einen kleinen Geldbetrag freuen â wahrscheinlich so viel, dass es gerade fĂŒr ein Amazon-Basics-Ladekabel reicht (das nach drei Monaten kaputt geht).
Die Moral der Geschichte?
Wenn du das GefĂŒhl hast, dass dich ein Unternehmen ĂŒber den Tisch zieht, dann melde dich bei den Verbraucherzentralen! Die freuen sich ĂŒber jede Beschwerde â fast so sehr wie Amazon ĂŒber deine Bestellungen. Und wer weiĂ? Vielleicht wird deine nĂ€chste Reklamation ja der Startschuss fĂŒr die nĂ€chste groĂe Sammelklage. Also: Augen auf beim Online-Shopping â und immer schön die AGBs lesen. Oder wenigstens so tun. đđŠ -
Aldi ist ja bekannt dafĂŒr, knallhart zu kalkulieren. Doch dieses Mal haben sie sich nicht an der Kasse, sondern im Gerichtssaal um den Preis gestritten â und zwar um den Preis einer Schokolade aus Dubai.
Die Geschichte beginnt mit einer luxuriösen Schokolade, die in den Regalen eines Aldi-SĂŒd-Markts auftauchte. Blöd nur, dass es sich dabei um eine edle SĂŒĂigkeit aus Dubai handelte, die dort fĂŒr echtes Luxus-Flair sorgt â also genau das Gegenteil von âbeste QualitĂ€t zum besten Preisâ. Aldi-Kunden lieben SchnĂ€ppchen, aber wenn die Tafel plötzlich das kostet, was sie normalerweise fĂŒr einen ganzen Einkaufswagen bezahlen, hört der SpaĂ auf.
Schnell wurde klar: Diese Schokolade war nie fĂŒr den deutschen Discounter-Markt bestimmt. Der Hersteller war entsetzt und klagte. Die BegrĂŒndung: Seine Marke passe einfach nicht in das bescheidene Aldi-Ambiente. SchlieĂlich geht man nicht in einen Discounter, um sich fĂŒr 15 Euro eine Tafel Schokolade zu gönnen â es sei denn, man will an der Kasse mal so richtig fĂŒr Chaos sorgen.
Aldi hingegen sah das Ganze entspannt. Sie dachten sich wohl: âWenn wir teure Schokolade billig verkaufen können, warum nicht?â Doch das Gericht war anderer Meinung. Die Schokolade durfte nicht mehr verkauft werden â vermutlich weil sie den Preis pro Kilo fĂŒr Aldi-Kunden in schwindelerregende Höhen trieb und damit gegen die ungeschriebenen Gesetze des Discounters verstieĂ.
Das Ergebnis: Aldi muss die luxuriöse Schokolade aus den Regalen nehmen, und die Kunden mĂŒssen sich wieder mit den klassischen 39-Cent-Tafeln zufriedengeben. Fazit: Manchmal ist es eben doch besser, bei Aldi einfach Aldi zu bleiben. đ«đ
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Max Mustermann, ein 25-jĂ€hriger Jura-Student aus Köln, hatte schon immer einen Hang zum Besonderen â und eine ausgeprĂ€gte Vorliebe fĂŒr clevere Argumentationen. Als er im dritten Semester zum ersten Mal von einem BGH-Urteil hörte, das MĂ€nner fĂŒr diskriminiert hielt, wenn sie aufgrund ihres Geschlechts von bestimmten Jobangeboten ausgeschlossen wurden, begann in seinem Kopf eine GeschĂ€ftsidee zu reifen.Max recherchierte tief. Er fand heraus, dass Stellenangebote, die sich ausschlieĂlich an Frauen richten, rechtlich problematisch sind, sofern keine triftigen GrĂŒnde dafĂŒr vorliegen. Das AGG, das Diskriminierung unter anderem aufgrund des Geschlechts verbietet, war Max' perfekte Spielwiese.
Die GeschÀftsidee
Max beschloss, sich systematisch auf Stellenangebote zu bewerben, die ausdrĂŒcklich nur Frauen suchten. âErzieherin gesuchtâ, âAssistentin der GeschĂ€ftsleitungâ oder gar âModel fĂŒr Damenmodeâ â kein Job war vor seinem juristischen Blick sicher. Mit seiner Standardbewerbung, die nĂŒchtern und professionell war, meldete er sich ĂŒberall. NatĂŒrlich bekam er fast immer Absagen. Die Arbeitgeber begrĂŒndeten dies mit einem vermeintlichen âfehlenden kulturellen Fitâ oder der âfehlenden Eignungâ.
Max wusste, dass diese Absagen Gold wert waren.
Die Klagen
Sobald eine Absage kam, setzte er eine prĂ€zise formulierte Klageschrift auf, in der er argumentierte, dass er aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wurde. Dabei bezog er sich auf das AGG und das richtungsweisende Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), das festlegte, dass auch MĂ€nner von Gleichberechtigung profitieren können. Sein Ziel war nie, die Jobs wirklich anzutreten, sondern EntschĂ€digungszahlungen nach § 15 Abs. 2 AGG einzufordern. Die meisten Unternehmen zahlten. FĂŒr sie war es gĂŒnstiger, Max 2.000 bis 3.000 Euro zu ĂŒberweisen, als sich auf einen Rechtsstreit einzulassen, der Zeit und Anwaltskosten verschlingen wĂŒrde. Max baute sich so ein beeindruckendes Zusatzeinkommen auf.
Der Höhepunkt
Maxâ gröĂter Triumph war seine Bewerbung als âHostessâ fĂŒr eine renommierte Automesse. Der Veranstalter hatte betont, dass ausschlieĂlich Frauen infrage kĂ€men. Max argumentierte, dass er bereit sei, sich in ein Kleid zu werfen und High Heels zu tragen, wenn dies der Jobbeschreibung entspreche. Als auch hier die Absage kam, klagte er und erhielt 5.000 Euro Schadenersatz. Die Medien wurden auf ihn aufmerksam. âDavid gegen Goliathâ, titelte eine Lokalzeitung, wĂ€hrend andere ihn als âAGG-Abenteurerâ feierten. Max nahm es mit Humor: âIch bin nur ein einfacher Mann, der Gerechtigkeit will â und Miete zahlen muss.â
Die Wendung
Doch wie jede clevere Idee stieĂ auch Maxâ Modell an Grenzen. Eine groĂe Firma entschied, sich gegen ihn zu wehren. Sie argumentierte, dass Max gar keine ernsthaften Absichten hatte, die Stellen wirklich anzunehmen, und nannte seine Praxis ârechtsmissbrĂ€uchlichâ. Der Fall ging vor Gericht, und obwohl Max sich souverĂ€n verteidigte, wurde ihm vorgeworfen, das AGG in einer Weise auszunutzen, die nicht mit seinem ursprĂŒnglichen Zweck vereinbar sei.
Das Ende eines Modells
Max entschied sich nach dem Urteil, das sein Vorgehen einschrĂ€nkte, neue Wege zu gehen. Doch er konnte nicht widerstehen, seinen Humor beizubehalten. âVielleicht schreibe ich ein Buch darĂŒber. Titel: Wie ich mit Diskriminierung reich wurde. Oder ich bewerbe mich als Jurist in einer Gleichstellungsbehörde â die dĂŒrfen mich ja nicht ablehnen!â
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Es war wieder einmal Ferienzeit, und Familie GĂŒven wollte in den wohlverdienten Urlaub. WĂ€hrend der letzten Schulwoche hatte Herr Meier FlĂŒge fĂŒr die Familie nach Mallorca gesucht. Stolz zeigte er seiner Frau die Tickets: âSchau mal, nur 150 Euro pro Person! Ein echtes SchnĂ€ppchen!â Doch ein Fehler war ihm unterlaufen. Er hatte vergessen, dass die Schulferien erst eine Woche spĂ€ter begannen.
Als er die Suche erneut startete, sprang ihm ein Preis entgegen: 1.800 Euro pro Person. Seine Frau hielt die Preise fĂŒr einen technischen Fehler, aber Herr GĂŒven wusste es besser: âDas ist kein Bug, das ist Wucher!â Nach intensiven Recherchen entdeckte er, dass Fluggesellschaften in den Ferienzeit PreissprĂŒnge vollfĂŒhren, die an Magie grenzen â nur ohne den Zauber. Mit knirschenden ZĂ€hnen buchte er, wĂ€hrend er sich schwor, kĂŒnftig auf ein Kanu umzusteigen.
Der goldene SchlĂŒssel
Frau Aslan stand eines Abends vor ihrer WohnungstĂŒr und stellte fest, dass der SchlĂŒssel noch drinnen lag â auf dem KĂŒchentisch, neben ihrem Handy. Mit der Telefonnummer eines SchlĂŒsseldienstes, den sie gerade so aus dem GedĂ€chtnis rief, kontaktierte sie die Firma. Ein netter Herr mit Werkzeugkoffer erschien und öffnete die TĂŒr in rekordverdĂ€chtigen 45 Sekunden. Er drehte sich um und lĂ€chelte: âDas macht dann 300 Euro.â
Frau Aslan verschluckte sich an ihrer eigenen Fassungslosigkeit: â300 Euro?! FĂŒr eine Minute Arbeit?â Der SchlĂŒsseldienst-Mitarbeiter nickte freundlich. âWissen Sie, nachts ist der Tarif höher. AuĂerdem zahlt man fĂŒr die Expertise!â Expertise, dachte Frau Aslan. Expertise, die TĂŒr ohne Gewalt zu öffnen, oder Expertise, Menschen arm zu machen? Sie schwieg und zahlte â sie hatte ja keine Wahl.
Das Pfandleihhaus-Abenteuer
Herr Yildiz hatte finanzielle Schwierigkeiten und musste dringend Geld auftreiben. Er fuhr mit seinem gepflegten BMW zum Pfandleihhaus. Der Sachbearbeiter begutachtete den Wagen. âHmâ, sagte er. âSchönes Auto, guter Zustand. Ich gebe Ihnen 1.500 Euro.â Herr Yildiz schluckte, doch die Not zwang ihn, das Angebot anzunehmen.
Einige Wochen spĂ€ter, als sich Herr Yildiz Situation verbessert hatte, wollte er den Wagen zurĂŒckkaufen. Der Pfandleiher lĂ€chelte listig. âKein Problem. Der RĂŒckkaufswert betrĂ€gt 13.000 Euro.â Herr Yildiz fiel fast in Ohnmacht. â13.000?! Sie haben mir doch nur 1.500 Euro gegeben!â Der Pfandleiher zuckte die Schultern. âInflation, Verwaltungskosten, Risikoaufschlag. Das Ăbliche.â Herr Yildiz zahlte zĂ€hneknirschend. Er wollte sein Auto wiederhaben, aber innerlich plante er bereits eine Karriere als Anwalt â spezialisiert auf Wucher.
Das Fazit
Ob FerienflĂŒge, SchlĂŒsseldienste oder PfandleihhĂ€user â Wucher begegnet uns ĂŒberall, getarnt als âServiceâ oder âMarktpreisâ. Diese Geschichten zeigen: Wer solche Preise zahlt, hat zwar eine Lösung fĂŒr sein Problem, aber auch eine Lektion fĂŒrs Leben. Vielleicht hĂ€tte Herr GĂŒven lieber die Ferien verschieben, Frau Aslan einen ErsatzschlĂŒssel beim Nachbarn deponieren und Herr Yildiz eine bessere Verhandlungstaktik ĂŒben sollen. Aber dann hĂ€tten wir nicht so viel SpaĂ beim Lesen ihrer Erlebnisse!
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Paul und Anna waren das, was man eine moderne Patchwork-Beziehung nennt. Sie liebten sich, hatten keine Lust auf BĂŒrokratie und schon gar nicht auf EhegelĂŒbde vor einem Standesbeamten. âWir brauchen keinen Trauschein, um uns zu liebenâ, sagte Paul immer. Doch eines Tages sollte ihre romantische Ăberzeugung auf eine harte Probe gestellt werden.
Der Notfall
Es begann an einem ganz normalen Dienstag. Paul, der nie angeben wollte, dass er ein begnadeter Hobbykoch war, hatte sich beim Zubereiten eines besonders ehrgeizigen Risottos mit einem Keramikmesser in den Finger geschnitten. Es war kein Schnitt, den ein Pflaster regeln konnte â Anna fuhr ihn also ins Krankenhaus.
Im Warteraum angekommen, sah Anna zu, wie Paul vom Krankenhauspersonal in die Notaufnahme geschoben wurde. âIch bleibe hier, bis er mich brauchtâ, sagte sie entschlossen. Doch zwei Stunden spĂ€ter kam ein Arzt und erklĂ€rte: âWir dĂŒrfen Ihnen leider keine Informationen geben, da Sie nicht mit ihm verwandt oder verheiratet sind.â
Die Diskussion
Anna war entsetzt. âIch bin seine Partnerin! Wir wohnen zusammen, wir teilen die Miete, die Netflix-Passwörter â ich habe ihm sogar den Reis fĂŒr das Risotto gekocht!â Der Arzt blieb ungerĂŒhrt. âDas mag alles sein, aber rechtlich gesehen haben Sie hier keine Rechte. Es sei denn, er hat Sie offiziell als Ansprechpartner eingetragen.â
âOffiziell eingetragen? Wir sind doch keine SteuererklĂ€rung!â, rief Anna empört. Doch es half nichts. Die BĂŒrokratie war unbestechlich.
Die Rettung
Anna war entschlossen, Paul nicht allein zu lassen. Also begann sie kreativ zu werden. Zuerst versuchte sie es mit Charme. âDoktor, wenn ich Ihnen ein StĂŒck von dem Risotto bringe, das Paul gekocht hat â lassen Sie mich dann rein?â Keine Chance.
Dann versuchte sie es mit einem Trick. Sie suchte im Wartezimmer nach einem Ă€lteren Herrn, der einen Ă€hnlichen Nachnamen hatte wie Paul. âEntschuldigung, könnten Sie kurz so tun, als wĂ€ren Sie Pauls Vater?â Der Mann nickte, aber der Plan flog auf, als der Arzt ihn nach Pauls Geburtsdatum fragte.
Anna gab nicht auf. Sie rief Pauls Mutter an, die in einer anderen Stadt lebte. Nach einer langen Diskussion ĂŒber die Vorteile der Ehe erklĂ€rte sie sich bereit, dem Krankenhaus zu bestĂ€tigen, dass Anna "wie Familie" sei. Doch auch das wurde abgelehnt â âkein offizielles Dokumentâ, hieĂ es.
Der Erkenntnismoment
Am Ende des Tages durfte Anna Paul erst wiedersehen, als er selbstĂ€ndig aus der Notaufnahme spazierte â mit einem dicken Verband am Finger und einem breiten Grinsen. âWas ist los?â, fragte sie. Paul zog eine PatientenverfĂŒgung und eine Vorsorgevollmacht aus der Tasche. âHabe ich gerade ausgestellt. FĂŒr dich.â
Anna lachte. âVielleicht heiraten wir doch einfach, oder?â Paul schĂŒttelte den Kopf. âNein, das ist viel zu spieĂig. Aber hey â ich habe jetzt gelernt, dass du fĂŒr mich kĂ€mpfst. Und dass wir ein verdammt gutes Risotto hinkriegen.â
Moral der Geschichte: Auch wenn die Liebe keine BĂŒrokratie braucht, ist es oft ratsam, sich mit Dokumenten wie einer Vorsorgevollmacht oder PatientenverfĂŒgung abzusichern â besonders, wenn man nicht verheiratet ist. Alternativ könnte man natĂŒrlich heiraten⊠aber das wĂ€re dann ja viel zu einfach, oder? đ
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Es war ein ganz normaler Montagmorgen, als ich eine E-Mail von meiner liebsten Social-Media-Plattform erhielt. Der Betreff: âIhr Account wurde vorĂŒbergehend gesperrt.â Das mulmige GefĂŒhl in meinem Bauch mischte sich mit der Neugier, was ich diesmal angestellt haben könnte. Die Nachricht erklĂ€rte, dass ich gegen die Richtlinien fĂŒr anstöĂige Inhalte verstoĂen hĂ€tte.
âHmâ, dachte ich. Vielleicht war es das Foto von meiner neuen Vase aus dem Trödelmarkt, die so kitschig war, dass sie als Waffe gegen den guten Geschmack hĂ€tte eingestuft werden können? Aber nein, der Grund war absurder: Es ging um ein Foto, auf dem ein kleiner Porzellannippes zu sehen war, ja, eine Miniaturstatue mit minimalen angedeuteten Brustwarzen. Unerhört! Ein klarer VerstoĂ gegen die moralische Ordnung.
WĂ€hrend ich mein digitales Strafregister durchstöberte, stolperte ich gleichzeitig ĂŒber ein anderes Profil, das ungestört Hakenkreuze in jedem zweiten Post zeigte. Hier prangten nicht nur historische âSymboleâ, sondern auch offene Propaganda. Meine innere Stimme schrie: âMoment mal, das ist doch das digitale Ăquivalent dazu, ein brennendes Fass Ăl im Wohnzimmer zu haben!â
Ein Algorithmus mit seltsamen PrioritÀten
Offensichtlich war der Algorithmus, der diese Entscheidungen traf, ein Wesen mit eigenen Prinzipien. Brustwarzen? Bedrohlich! Nippes? Skandalös! Ein Symbol fĂŒr UnterdrĂŒckung und Gewalt? Ach, das ist bestimmt nur ein historischer Kontext. Kein Grund zur Panik.
Man stelle sich vor, der Algorithmus ist eine KI, die in der Ausbildung folgende Instruktion bekommen hat:
Regel 1: Alles, was aussieht wie ein Körperteil, ist böse. Egal ob Mensch, Puppe oder Statue. Regel 2: Aber Symbole mit problematischer Geschichte? Solange niemand explizit âBitte nichtâ sagt, lass sie in Ruhe. Regel 3: Katzenvideos immer durchwinken. (Gut, das war wenigstens konsequent.)Das Ticket zur AbsurditĂ€t
NatĂŒrlich wollte ich Einspruch erheben. Ich öffnete den Link zur Einspruchsseite, der mich zu einem Formular fĂŒhrte, das komplexer war als meine SteuererklĂ€rung. Nach dem AusfĂŒllen einer langen Liste von âWarum glauben Sie, dass dieses Bild keine Nacktheit darstellt?â und âKönnen Sie beweisen, dass Ihr Nippes nicht pornografisch ist?â bekam ich die automatische Antwort: âWir ĂŒberprĂŒfen Ihren Fall innerhalb von 14 Werktagen.â
Parallel dazu scrollte ich durch meinen Feed und sah, dass der Hakenkreuz-Account fröhlich ein Gewinnspiel veranstaltete: âKommentiere mit - Mein Land, meine Regeln - und gewinne ein exklusives T-Shirt!â Die Kommentarsektion war ein Feuerwerk der Geschmacklosigkeit.
Fazit: Die Nippes-Revolution
Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir Nippes als Subkultur aufbauen. âFreie Nippes fĂŒr alle!â, könnte unser Motto sein. Wir organisieren ProtestmĂ€rsche mit Porzellanengelchen, kitschigen Schneekugeln und singenden Plastikfischen. Gemeinsam kĂ€mpfen wir fĂŒr die Gleichberechtigung von Geschmacklosigkeit in allen Formen!
In der Zwischenzeit hoffe ich, dass der Algorithmus irgendwann mal lernt, den Unterschied zwischen Kunst und MĂŒll zu erkennen. Aber bis dahin heiĂt es: Brustwarzen runter, Symbolik hoch!
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So schön war unser erstes Jahr Recht & Lustig
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Der tragische Untergang der "Familie MĂŒller & Söhne"
Es begann alles mit einem herzerweichenden Instagram-Post. Auf einem groĂzĂŒgig dekorierten Holzbrett lagen handgefertigte Kerzen, daneben ein rustikales Schild mit der Aufschrift: "Familie MĂŒller & Söhne â seit 1978." Darunter stand die rĂŒhrende Nachricht:
"Liebe Freunde, schweren Herzens mĂŒssen wir nach 45 Jahren Familiengeschichte unser geliebtes Unternehmen schlieĂen. Die steigenden Kosten, der Druck der GroĂkonzerne â wir können einfach nicht mehr mithalten. Alles muss raus, bevor wir Ende des Monats die Werkstatt fĂŒr immer schlieĂen. Helft uns, dieses Kapitel wĂŒrdevoll zu beenden! Eure Familie MĂŒller."
Die Bilder strahlten geradezu GemĂŒtlichkeit aus: Ein grinsender Herr MĂŒller mit grauem Bart in einer SchĂŒrze, ein Kaminfeuer im Hintergrund und zwei kleine Kinder, die angeblich die "Söhne" waren â offensichtlich Models, aber das fiel niemandem auf. Es war, als hĂ€tte jemand Pinterest auf die Spitze getrieben.
Innerhalb weniger Stunden explodierte die Kommentarspalte:
"Wie traurig! Ich bestelle sofort eine Kerze, um euch zu unterstĂŒtzen."
"So eine rĂŒhrende Geschichte â wir halten zusammen!"
"45 Jahre! Respekt, ich werde gleich 10 StĂŒck bestellen."
Die Webseite des angeblichen Familienbetriebs brach unter dem Ansturm zusammen. Die restlichen Social-Media-Plattformen â inklusive TikTok â liefen ĂŒber vor Trauer und MitgefĂŒhl. Hashtags wie #SupportSmallBusiness und #SaveMĂŒllerUndSöhne trendeten weltweit.
Die Preise waren sensationell: 19,99 Euro fĂŒr "handgegossene" Duftkerzen, 24,99 Euro fĂŒr Holzschalen mit "einzigartiger Maserung" und sogar 39,99 Euro fĂŒr das exklusive "ErbstĂŒck"-Set mit drei Kerzen, einer Schale und einer signierten Dankeskarte. Wer konnte da widerstehen?
Ein paar Wochen spĂ€ter begann sich die Stimmung zu Ă€ndern. Die ersten Pakete trafen ein. Euphorisch öffneten die Kundinnen und Kunden ihre Bestellungen â nur um herauszufinden, dass die "handgefertigten" Kerzen aussahen wie das billigste Plastik-Dekor aus dem 1-Euro-Laden. Die "Holzschalen" bestanden aus bedrucktem Kunststoff, und die "signierten Dankeskarten" waren so pixelig gedruckt, dass der Name "MĂŒller" wie "MĂŒltonne" aussah.
WĂ€hrend die ersten Beschwerden in die Kommentarspalten tröpfelten, wurde eine findige Instagram-Detektivin misstrauisch. Nach einer kurzen Recherche deckte sie auf, dass die Fotos des "Familienunternehmens" von einer amerikanischen Bilddatenbank stammten. Herr MĂŒller war eigentlich ein kanadisches Model, und die "Werkstatt" war in Wahrheit eine Lagerhalle in Shenzhen, China. Die Produkte kamen direkt von einer asiatischen Handelsplattform, wo sie fĂŒr weniger als 2 Euro pro StĂŒck verkauft wurden.
Der Shitstorm war unvermeidlich. Unter jedem Beitrag der "Familie MĂŒller" tauchten nun Kommentare auf wie:
"Hey, ich dachte, ich rette ein Familienunternehmen, nicht das Konto eines BetrĂŒgers!"
"Meine âHolzschaleâ hat sich nach einem Tag aufgelöst!"
"Das Einzige, was hier bankrott geht, ist mein Vertrauen!"
Doch anstatt sich zu entschuldigen, postete der Account ein weiteres rĂŒhrendes Update:
"Wir kĂ€mpfen immer noch gegen all die Ungerechtigkeit und den Hass. Es ist nicht leicht, aber wir glauben an das Gute in den Menschen. Eure Bestellungen bedeuten uns die Welt â Danke!"
Das kuriose: Es funktionierte! Einige Menschen bestellten sogar nochmal, in der Hoffnung, dass sie vielleicht diesmal ein echtes "Handmade-Produkt" erhalten wĂŒrden.
Die "Familie MĂŒller" verschwand schlieĂlich so plötzlich, wie sie aufgetaucht war. Ihre Webseite wurde offline genommen, und der Instagram-Account war wie vom Erdboden verschluckt. Doch wenige Wochen spĂ€ter tauchte ein neuer Account auf: "Familie Schneider & Töchter â seit 1982."
Moral der Geschichte? Wenn eine Instagram-Seite euch mit zu schönen Geschichten ĂŒberzeugt, euren Geldbeutel zu öffnen, denkt zweimal nach â oder ihr endet mit einer Plastikschale, die aussieht wie das perfekte Accessoire fĂŒr die PuppenkĂŒche eurer Nichte.
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Ach, Weihnachten! Das Fest der Liebe, der Lichter â und der leeren Konten. Irgendwann in der Vorweihnachtszeit stellt sich bei vielen die Frage: "Wie zum Henker bezahle ich das alles?" Und genau hier kommt die magische Welt der Finanzierung ins Spiel. Warum ein Geschenk direkt bezahlen, wenn du es ĂŒber 24 Monatsraten abwickeln kannst? Klar, der Beschenkte freut sich ĂŒber den neuen OLED-Fernseher, wĂ€hrend du dir denkst: "NĂ€chstes Weihnachten zahle ich den noch ab."Doch was passiert, wenn die Freude ĂŒber das Geschenk nur von kurzer Dauer ist â sei es, weil Tante Erna den Thermomix doch schon hat oder der Neffe den âGaming-PCâ lieber gegen Bargeld tauschen wĂŒrde? Kann man ein Geschenk, das man finanziert hat, einfach zurĂŒckgeben? Willkommen im WintermĂ€rchen der modernen Konsumwelt.Erstmal grundsĂ€tzlich: Klar kannst du finanzierte Sachen zurĂŒckgeben â vorausgesetzt, du hast die Bonpflicht beachtet, und der HĂ€ndler sieht dich nicht schon als Dauerkunden der Kategorie "Widerruf-Stammgast". Allerdings wirdâs bei finanzierten Geschenken so richtig spannend. Hier prallen Welten aufeinander: Die Bank: "Sie können das GerĂ€t zurĂŒckgeben, aber die Finanzierung lĂ€uft weiter. Fröhliche Ratenzahlung!" Der HĂ€ndler: "Kein Problem! Aber die BearbeitungsgebĂŒhr bleibt natĂŒrlich, frohes Fest." Du: "Also Moment mal, das war doch ein Geschenk fĂŒr jemand anderen! Warum werde ich jetzt bestraft, nur weil mein Neffe keine Ahnung hat, was ein HDMI-Kabel ist?"Stell dir vor, du stehst mit dem halbausgepackten Geschenk beim HĂ€ndler. Du: âĂh, das war ein Weihnachtsgeschenk, aber... es kam nicht so gut an.â Der VerkĂ€ufer: âSie haben es finanziert?â Du: âJa, aber er wollte lieber Geld.â Der VerkĂ€ufer: âKein Problem, ich hole nur kurz den Vertrag. Können Sie die 18 Paragraphen nochmal unterschreiben?âDa fĂŒhlst du dich gleich doppelt beschenkt â mit einem dicken Knoten im Bauch und einem Vertrag, der sich liest wie das Drehbuch eines schlechten Anwaltsfilms.Eigentlich nur eins: Geschenke auf Raten sind wie Kekse beim PlĂ€tzchenwettbewerb â eine verdammt unsichere Wette. Entweder du triffst den Geschmack, oder du sitzt auf einer Couch voller RĂŒcksendekartons, die so groĂ sind, dass der DHL-Bote einen Zwischenstopp bei dir einlegt.Vielleicht ist es am Ende ja besser, beim Schenken ein bisschen kleiner zu denken. Denn wenn du erstmal in der Hotline hĂ€ngst, um den âWiderruf einer Finanzierungâ zu klĂ€ren, wĂŒnschst du dir nur noch eins: dass Weihnachten nĂ€chstes Jahr einfach ausfĂ€llt. đDas groĂe ZurĂŒckgeben: Geht das ĂŒberhaupt?Die peinliche RĂŒckgabeWas lernt man daraus?
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Jedes Jahr, wenn die ersten Schneeflocken fallen, passiert etwas Magisches: Die Menschen in Deutschland verwandeln sich schlagartig in Experten fĂŒr Wetterberichte, Verkehrsrecht und die korrekte Verwendung von Streusalz. Es ist Streupflicht-Saison! Ein Wort, das klingt, als wĂŒrde es von einer strengen Tante im Beamtensprech persönlich erfunden worden sein.
Die Streupflicht ist quasi die ungeschriebene Verfassung des Winters â eine Mischung aus BĂŒrgerpflicht und der stillen Hoffnung, den Nachbarn mit der Schaufel zu beeindrucken. Du weiĂt genau, dass die Nachbarschaft dich beobachtet: "Hat er schon gestreut? Kommt er nochmal raus? Oder ist das ein dieser Winterrebellen, die den Schnee liegen lassen wie ein KĂŒnstler seine Leinwand?"
Und dann gibt es die Technik: Die einen werfen das Salz wie in einer Kochshow, mit dramatischem Schwung, wĂ€hrend andere es millimetergenau verteilen, als wĂ€re die Einfahrt eine frisch eingeseifte Duschkabine. NatĂŒrlich darf man laut Gesetz nicht zu viel Salz streuen â der Umwelt zuliebe. Ein Drama in drei Akten: Zu wenig, und Oma Erna rutscht wie ein Curling-Stein ins Blumenbeet. Zu viel, und du bekommst eine Mahnung vom Amt wegen "GefĂ€hrdung des Grundwassers". Es ist ein schmaler Grat zwischen âBĂŒrgerpflicht erfĂŒlltâ und âKlage wegen fahrlĂ€ssiger Eisplatteâ.
Richtig spannend wirdâs bei der Frage, wann du streuen musst. Ein Klassiker: Du bist im Tiefschlaf, drauĂen hat's geschneit, und plötzlich klirrt ein GerĂ€usch durch die StraĂe. Es ist der Streueimer des FrĂŒhaufstehers von nebenan. Er gibt dir passiv-aggressiv zu verstehen, dass du deine Pflicht verpennt hast. Du hechtest aus dem Bett, schlĂŒpfst in deine Winterschuhe (oder die Schlappen, wennâs eilt), und raus gehtâs in die EiseskĂ€lte, bewaffnet mit einer Schaufel und dem festen Glauben an Karma.
Aber auch tagsĂŒber gibtâs Herausforderungen. Was passiert, wenn du gerade frisch gestreut hast â und dann schneit es wieder? Ist das eine Art kosmischer Witz? Oder der Winter, der dich testet? Deine Nachbarn jedenfalls bewerten deine Arbeit kritisch: âAch, hat der Herbert nur den Gehweg gestreut? Typisch. Bei uns gibtâs ja noch die Einfahrt und die StraĂe.â
Dann sind da die kreativen Verweigerer. âIch streu gar nicht, ich hab Schilder aufgestellt: BETRETEN AUF EIGENE GEFAHR.â Oder: âIch dachte, Sand reicht aus.â Spoiler: Sand reicht nie aus. Er schafft nur eine Illusion von Sicherheit â bis zum nĂ€chsten Sturz.
Am Ende des Winters haben wir alle was gelernt: Streupflicht ist nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Lebenseinstellung. Sie trennt die Profis von den Hobby-Eisbahn-Betreibern. Und wenn wir ehrlich sind, verbindet sie uns auch: Nichts bringt eine Nachbarschaft mehr ins GesprĂ€ch als die Frage, wer zuerst die Streuwut verloren hat â und wer sich damit den ultimativen Titel âHeld des Gehwegsâ verdient hat.
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Stell dir vor, es ist Wahlkampf, und Herbert Grönemeyer sagt: âNicht mit mir!â So oder so Ă€hnlich lĂ€uft es jedes Mal ab, wenn eine Partei versucht, seine Hits in Wahlkampfveranstaltungen zu verwandeln. Da steht dann ein Politiker auf der BĂŒhne, voller Pathos, wĂ€hrend âMĂ€nnerâ aus den Boxen dröhnt â aber Herbert, der Meister der emotionalen Textschleuder, sagt: âNope, nicht in meinem Namen!â
Man stelle sich vor, wie Grönemeyer selbst dabei guckt: Eine Mischung aus genervtem StoĂseufzer und der Energie eines Mannes, der bereit ist, sein Mikrofon wie ein moralisches Lichtschwert zu schwingen. Er scheint sowas wie der Batman der deutschen Musikszene zu sein: Taucht immer dann auf, wenn seine Songs missbraucht werden â nur ohne Cape, dafĂŒr mit Schal. Wahrscheinlich sitzt er zu Hause, hört von einem weiteren musikalischen Fehlgriff und murmelt: âDas ist doch⊠UNMĂGLICH!â
Grönemeyers Hits sind ja bekanntlich keine Stimmungsmacher fĂŒr Partymeilen, sondern eher die Hymnen fĂŒr gebrochene Herzen, die den Kapitalismus hinterfragen â also genau das Gegenteil von einem Wahlkampfsoundtrack. âBochumâ als Lobeshymne auf den Mittelstand? Herbert denkt sich: âNiemals.â âAlkoholâ als Ermutigung fĂŒr Steuerpolitik? âTrinkt, trinkt, trinkt, trinkt...â â aber nicht mit ihm. Und wenn jemand wirklich auf die Idee kommen sollte, âFlugzeuge im Bauchâ als Metapher fĂŒr Wahlversprechen zu nehmen, bricht Herbert vielleicht endgĂŒltig zusammen.
Das Beste daran ist, wie konsequent er dabei bleibt. Manche KĂŒnstler zucken vielleicht mit den Schultern und sagen: âNa ja, die Tantiemen stimmen.â Nicht so Herbert. FĂŒr ihn ist es scheinbar eine persönliche Mission: âMeine Songs sind wie meine Kinder â und die lasse ich nicht von politischen Parteien auf Klassenfahrt schicken!â
Egal, welche Partei es versucht â von links bis rechts â Herbert hat die ultimative Sperrlistung parat. Die Reaktionen sind legendĂ€r: Eine PR-Agentur plant monatelang eine Wahlkampfveranstaltung mit âLand unterâ, und plötzlich kommt eine UnterlassungserklĂ€rung per Express. Da schmilzt der Soundtrack schneller dahin als ein Eis in der WĂŒste.
Kurz gesagt: Wenn Herbert Grönemeyer in deinem Wahlkampf auftaucht, hast du entweder einen wirklich schlechten Musikgeschmack oder bist bereit, juristisch ordentlich auf die Finger gehauen zu werden. Seine Botschaft bleibt klar: âDie Welt kann echt ohne so'n Mist, glaub mir mal!â
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Es fing ganz harmlos an. Ich saà mit meinen Freundinnen beim Brunch, als Hale plötzlich fragte:
"Sag mal, wusstest du, dass du einen Online-Autohandel hast?â
Ich lachte. Laut. Zu laut. âWas? Ich kann nicht mal mein eigenes Auto parken, geschweige denn verkaufen!â Hale zog ihr Handy hervor und zeigte mir eine Anzeige: âVW Golf, fast neu, unschlagbarer Preis â Kontaktperson: ICH!â
âLustigâ, sagte ich, âaber das bin doch nicht ich!â Doch die anderen am Tisch kicherten schon. âHier, schau mal, ein Audi Q5, auch ein Top-Angebot, von dir! Und hey, der Hyundai â der geht bestimmt weg wie warme Semmeln.â
âMoment malâ, sagte ich und schnappte mir Hales Handy. Mein Name stand ĂŒberall. Meine Adresse. Meine E-Mail! Sogar ein Foto â allerdings ein uraltes von meinem ersten Facebook-Profil. Die Angebote waren so gut, dass man sie kaum glauben konnte. Na ja, zu schön, um wahr zu sein.
Mein Herzschlag beschleunigte sich. Wer macht sowas? Und warum ich? Ich rief sofort meinen Vater an, der seit Jahren einen echten, legalen Autohandel betreibt.
âPapa, bist du online gegangen?â
âWas? Nein, ich verkaufe Autos noch mit Handschlag und Kaffee, nicht mit Klicks und PayPal!âEs machte keinen Sinn. WĂ€hrend ich noch grĂŒbelte, rief Tina: âSchau mal, die wollen Vorkasse! Das erklĂ€rt, warum die Preise so niedrig sind.â
Und da fiel der Groschen. Jemand hatte meine IdentitĂ€t geklaut, um Leute abzuzocken. Sie sollten vorab zahlen, das Auto wĂŒrde angeblich geliefert werden â aber natĂŒrlich kam nie etwas an. Es war wie ein Filmplot, nur ohne Hollywood-Ende.
Am nĂ€chsten Tag ging ich zur Polizei. Dort wurde mir geraten, alle Beweise zu sammeln: Screenshots, E-Mails, alles. Der Polizist grinste leicht: âDie denken wohl, Sie wĂ€ren der Elon Musk des Gebrauchtwagenmarkts.â Ich hĂ€tte lachen können, wenn die Sache nicht so ernst gewesen wĂ€re.
Ich erstattete Anzeige und sicherte mich fĂŒr den Fall ab, dass wĂŒtende âKĂ€uferâ auf mich zukommen wĂŒrden. Die Polizei erklĂ€rte mir, dass ich vermutlich nichts zu befĂŒrchten habe â immerhin war ich selbst das Opfer. Aber ich wollte kein Risiko eingehen.
Am Ende war alles nur ein digitaler Spuk. Die BetrĂŒger hatten lĂ€ngst ihre Online-Plattform geschlossen und waren weitergezogen. Aber ich habe eines gelernt: Selbst wenn du keinen Autohandel hast, kann das Internet einen fĂŒr dich eröffnen.
Und jetzt? Jetzt bin ich paranoid und google jeden Morgen meinen eigenen Namen. Man weiĂ ja nie â vielleicht habe ich ĂŒber Nacht auch noch eine Fluglinie oder einen Secondhand-Shop fĂŒr Designer-Handtaschen eröffnet.
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Da sitzt Herr Yilmaz, ein fröhlicher Fluggast, in seinem Wohnzimmer und grinst breit in sein Handy. Warum? Weil Flightright ihm geschrieben hat: âGute Nachrichten! Sie erhalten eine Erstattung von 250 Euro fĂŒr Ihren verspĂ€teten Flug nach Mallorca!â Herr Yilmaz fĂŒhlt sich wie der König der EntschĂ€digung â immerhin hat er monatelang geschimpft, wie ihm der verspĂ€tete Flug seinen kompletten Urlaub ruiniert hat. Und jetzt? Richtig! Er kriegt was zurĂŒck! Also, fast zurĂŒckâŠ
In seiner Begeisterung prahlt Herr Yilmaz sofort in der Familien-WhatsApp-Gruppe, dass âdie da bei Flightright genau wissen, wie man das machtâ und dass âman das Geld ohne groĂen Aufwand zurĂŒckkriegt!â Klar, die Familie freut sich â jeder gönnt ihm seine 250 Euro. Sogar Tante GĂŒlseren schreibt: âToll, Ismail! Ist ja wie Geld geschenkt!â
Doch plötzlich erscheint ein neues Gesicht auf der BildflĂ€che. Eine sympathische, freundlich lĂ€chelnde AnwĂ€ltin, die ihn, wie es der Zufall so will, in einem BeratungsgesprĂ€ch trifft (weil er eigentlich nur wegen einer GeschwindigkeitsĂŒberschreitung da ist). Sie hört aufmerksam zu und fragt beilĂ€ufig: âFlightright? Oh, da bekommen Sie ja leider nur einen Teil der EntschĂ€digung. Wussten Sie das?â
Herr Yilmaz runzelt die Stirn. âWie, nur ein Teil? Die haben doch alles fĂŒr mich geregelt!âDie AnwĂ€ltin erklĂ€rt freundlich, dass Flightright natĂŒrlich einen bequemen Dienst anbietet â aber eben auch eine ServicegebĂŒhr abzieht. âWenn Sie Ihre Fluggastrechte direkt ĂŒber einen Anwalt geltend machen, bekommen Sie die komplette Summe! Kein Abzug!âJetzt schaut Herr Yilmaz etwas verdattert auf sein Handy. âAlso⊠das heiĂt, ich hĂ€tte mehr als 250 Euro bekommen können?â Die AnwĂ€ltin nickt verstĂ€ndnisvoll und klopft ihm auf die Schulter. âJa, Herr Yilmaz, genau!â
Leicht pikiert, aber immer noch höflich, murmelt Herr Yilmaz: âAch so⊠das ist ja mal wieder typisch, oder?â Die AnwĂ€ltin schmunzelt. âNĂ€chstes Mal wissen Sie Bescheid!â
Fazit: Passagiere, aufgepasst! Manchmal gibt es mehr, als Flightright euch lĂ€sst glauben. Ein freundlicher Anwalt holt euch den vollen Betrag â ganz ohne Ăberraschungsabzug!
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Eines sonnigen Nachmittags spaziert Yasemin gemĂŒtlich mit ihrem Hund Pamuk durch den Park. Pamuk, ein gut gelaunter, Wuschel mit einer Vorliebe fĂŒr alles, was sich bewegt, hat natĂŒrlich mal wieder seinen eigenen Plan: Er sieht einen Fahrradfahrer und denkt sich nur â SPIELZEUG!
Mit einem eleganten Satz prescht Pamuk los, quer ĂŒber den Weg, direkt auf den armen Radfahrer zu, der gerade seelenruhig und völlig ahnungslos unterwegs ist. Der sieht nur noch ein zotteliges KnĂ€uel auf sich zukommen und reagiert blitzschnell â leider mit einem lauten âAHHHH!â und einer akrobatischen Vollbremsung, die in einem ziemlich eleganten Sturz endet. WĂ€hrend der Radfahrer sich noch die Schmerzen von diversen Körperteilen vergegenwĂ€rtigt, springt Pamuk stolz und unbeeindruckt um ihn herum.
Yasemin eilt herbei und schaut entsetzt auf den Boden. Pamuk strahlt nur, als wollte er sagen: âMama, sieh mal, was ich angestellt habe!â Yasemin entschuldigt sich in alle Richtungen, doch der Radfahrer, ein gewisser Herr Schmitt, ist mittlerweile zu seinem inneren Buchhalter mutiert. Mit einer Mischung aus Empörung und Kassensturz stellt er Yasemin seine Forderungen vor: âDas war ein ganz neuer Helm! Meine Fahrradbremse ist ruiniert! Und das ist mein Lieblingsshirt â jetzt voller Hundesabber!â
In den nĂ€chsten Wochen trudeln bei Yasemin Rechnungen ein â fĂŒr den Helm, das Shirt, das Fahrrad, eine professionelle Fahrradbremsspezialkur. Und noch eine fĂŒr eine âAnti-Schreck-Therapie.â Alles zusammen summiert sich fast so teuer wie Pamuks Hundetraining (das er ĂŒbrigens nie beendet hat, wie Pamuk jetzt zerknirscht feststellt).
Nach dieser Erfahrung fragt sich Yasemin: âMoment mal, zahlt das eigentlich meine Hundeversicherung?â Nur um bei einem kurzen Blick in ihre Unterlagen zu realisieren: Sie hat gar keine! Pamuk wedelt fröhlich mit dem Schwanz, aber Yasemin schwört sich, dass sie in Zukunft eine Hundeversicherung abschlieĂt â eine, die sogar Herr Schmitts Lieblingstrikot abdeckt.
Fazit: Liebe Hundebesitzer*innen, ĂŒberprĂŒft eure Hundeversicherung! Man weiĂ nie, wen euer Vierbeiner als NĂ€chstes vom Rad haut.
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"Die Katastrophen-Hochzeitsfrisur: Von der Traumfrisur zum Albtraum auf dem Kopf"
Es hĂ€tte der schönste Tag ihres Lebens werden sollen, doch fĂŒr Jana begann ihr Hochzeitstag nicht mit FreudentrĂ€nen, sondern mit einem haarigen Desaster. Bei der Probe sah ihre Hochzeitsfrisur einfach fantastisch aus â elegante Wellen, perfekt gesteckte Locken und eine kleine, dezente Haarspange, die das Ganze wie aus einem MĂ€rchenfilm wirken lieĂ. Jana war begeistert, der Friseur wurde in den Himmel gelobt, und alles schien perfekt.
Doch am groĂen Tag war nichts mehr wie bei der Probe.
Schon als Jana im Salon Platz nahm, kam der Friseur mit einem nervösen LĂ€cheln auf sie zu â als hĂ€tte er eine Vorahnung, dass der Tag in einem furchtbaren UnglĂŒck enden wĂŒrde. âKeine Sorge, das wird genauso wie beim letzten Mal!â, sagte er. Doch da lag das Problem. Es wurde nicht genauso.
Statt sanfter Wellen gab es platte StrĂ€hnen, die aussahen, als hĂ€tte sie den Kopf aus Versehen in die Mikrowelle gesteckt. Die kunstvoll gesteckten Locken? Sie hingen traurig wie ĂŒbergossene Spaghetti aus ihrem Dutt. Und die kleine Haarspange, die ihr am Tag der Probe den finalen Glanz verlieh? Die steckte irgendwo ganz hinten und verschwand im Chaos wie ein verlorenes Haargummi.
âWas ist das denn?!â, fragte Jana, als sie entsetzt in den Spiegel blickte. âIch sehe aus, als wĂ€re ich gerade aus dem Bett gefallen â nicht wie eine Braut!â Der Friseur stammelte Entschuldigungen: âDer Lockenstab⊠er war kaputt⊠und die Feuchtigkeit heute⊠du weiĂt schonâŠâ
Aber Jana wusste genau, dass das hier nichts mit Feuchtigkeit zu tun hatte. Es war einfach ein Frisuren-Fiasko.
Mit trĂ€nenden Augen verlieĂ sie den Salon und versuchte, das Beste aus der Lage zu machen. Es war schlieĂlich ihre Hochzeit! Doch als sie den Gang zum Altar hinunterschritt, flĂŒsterte ihre Tante Marianne (viel zu laut): âWas ist denn mit ihren Haaren passiert? Ist das eine neue Frisur?â
Der Tag wurde zwar gerettet â Jana heiratete ihre groĂe Liebe und sah auf allen Fotos strahlend aus. Doch die Frisur? Die war eine Geschichte fĂŒr sich.
Am nÀchsten Morgen setzte sie sich an den Laptop und lieà ihren Frust auf der Bewertungsseite des Friseursalons freien Lauf.
âIch gebe hier einen Stern, weil ich keinen halben Stern geben kann. Bei der Probe sah alles perfekt aus, aber am Hochzeitstag wurde ich mit einer Frisur nach Hause geschickt, die aussah, als hĂ€tte ein Tornado auf meinem Kopf gewĂŒtet. Die Locken hielten genau fĂŒnf Minuten und der Dutt war so locker, dass er sich wĂ€hrend der Trauung fast selbstĂ€ndig gemacht hĂ€tte. Meine Frisur war die einzige TrĂ€ne an diesem Tag â Finger weg, wenn es um wichtige AnlĂ€sse geht!â
Und es blieb nicht bei einer Bewertung â Jana erzĂ€hlte natĂŒrlich allen, die es hören wollten (und auch denen, die es nicht wollten), von ihrem Frisur-Debakel. Ihr Beitrag ging viral und der Friseur kommentierte kleinlaut: âEs tut uns wirklich leid, Jana. Wir können dir beim nĂ€chsten Mal einen Rabatt anbieten.â
Aber Jana hatte ihre Lektion gelernt: Ein Rabatt half nicht, wenn es um den wichtigsten Tag im Leben ging. Und so endete die Geschichte der traumhaften Probe-Hochzeitsfrisur mit einer haarstrĂ€ubenden Bewertung, die dafĂŒr sorgte, dass der Salon in den kommenden Wochen verdĂ€chtig ruhig bliebâŠ
Moral der Geschichte: Es ist besser, sich zweimal zu ĂŒberlegen, wer einem am Hochzeitstag an die Haare darf â vor allem, wenn der Friseur am Hochzeitstag mit Ausreden anfĂ€ngt, warum deine Frisur eher nach âBad Hair Dayâ als nach âHappy Ever Afterâ aussieht.
- Visa fler