Avsnitt
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Heidelberg gilt als deutsche Wiege der Systemischen Therapie und konkret auch die dortige psychosomatische Abteilung. So ist es kein Zufalls, dass dies auch der Arbeitsplatz unseres heutigen Gastes ist. Privatdozent Dr. Markus Haun ist geschäftsführender Oberarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin der Uniklinik Heidelberg. Im Gespräch geht es daher um die Systemische Therapie in der Klinik und den unterschiedlichen klinischen Versorgungskontexten. Unter anderem auch darum, wie eine Systemische Klinik der Zukunft aussehen könnte. Markus Haun ist aber auch Forscher und hat einen hervorragenden Überblick über den Stand Systemischer Forschung im Bereich der Psychotherapie und war ein wichtiger Unterstützer der sozialrechtlichen Anerkennung. Es geht um eigene aktuelle Forschung, aber auch um das, was es in der Landschaft zu entdecken gilt. Nicht zuletzt ist der heutige Gast auch in der Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeut:innen tätig und schaut mit Sebastian und Enno auch aus dieser Perspektive auf die Entwicklung des Therapieverfahrens. Viel Spaß!
Und natürlich wie immer sehr gerne Feedback, Anregungen und Kritik an [email protected]
Und Anmeldungen zum PiA Festival unter piafestival.de
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Tom Levold gilt als eine Institution in der deutschen Systemischen Therapie. Er ist nicht nur Gründungsmitglied der Systemischen Gesellschaft, sondern hatte sich auch zuvor schon in den damaligen systemischen Verbänden und der systemischen Szene engagiert. Er verfügt über einen großen Überblick über die nationalen und internationalen Entwicklungen im Feld in den letzten Jahrzehnten und trägt mit dem systemagazin.de und der systemischen Geschichtswerkstatt dazu bei, dieses Wissen zu verbreiten und auch immer wieder aktuelle Entwicklungen aufzugreifen. Er steht auch für die Verbindung von Psychoanalyse und Systemischer Therapie und ist als Sozialwissenschaftler nicht nur besonders von Niklas Luhmann geprägt, sondern stellt die therapeutischen Ideen und Methoden immer auch in einen größeren Zusammenhang. Sebastian und Enno haben ihn als Gast für diese Folge eingeladen, um mit ihm über all diese Themen und noch einige mehr ins Gespräch zu kommen. Tom Levold gilt nicht zuletzt auch als kritischer Geist, der beispielsweise die Entwicklungen rund um die sozialrechtliche Anerkennung durchaus auch mit Sorge und Skepsis betrachtet und auch bei anderen Themen kein Blatt vor den Mund nimmt. Herzliche Einladung zum reinhören!
Weiterführende Informationen und Links:
Peter Fürstenau: Psychoanalytisch verstehen, systemisch denken, suggestiv intervenieren
SG: Systemische Gesellschaft https://systemische-gesellschaft.de
DGSF: Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie http://www.dgsf.org
Toms Levolds Systemagazin findet ihr unter: https://systemagazin.com
Die Systemische Geschichtswerkstatt:
https://kumu.io/TomLevold/systemische-geschichtswerkstatt
https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/journal-kontext
Anmeldung zum PiA-Festival 2025 weiterhin unter piafestival.de
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Saknas det avsnitt?
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So viel gelacht wurde bisher selten in einem Podcast, vor allem weil sich die Gäste gegenseitig herausforderten, charmant provozierten und auch Sebastian und Enno nicht ganz ungeschoren davonkommen ließen. Vielleicht ist das schon eine Prise der Zutaten, die es für den provokativen Ansatz in der Therapie braucht. Noni Höfner und Lotte Cordes sind nicht nur die Leiterinnen des Deutschen Instituts für Provokative Therapie in München, sondern auch Mutter und Tochter. Im Podcast wird verdeutlicht, wie der provokative Ansatz funktioniert und was es für sein Gelingen braucht und da geht es viel um Wertschätzung und um Pacing auf der Non-verbalen Ebene bei gleichzeitigem provokativen Überziehen der Konstrukte der Klientinnen und Klienten. Immer getragen von der Überzeugung, dass die Ressourcen und Möglichkeiten zur Veränderung bereits in den Klient:innen angelegt sind. Sebastian hatte bereits vor einigen Jahren einmal an einem Seminar bei Noni Höfner teilgenommen und den Vorschlag gemacht, sie und ihre Tochter einzuladen. Enno war nach der Podcast-Aufnahme so inspiriert, dass er schon im Frühjahr ein Seminar zum provokativen Ansatz bei den beiden besuchen wird. Was das ganze mit einem LKW zu tun und warum jemand partout nicht heißen möchte, wie ein italienischer Zirkusdirektor (vielleicht könnte man ihn ja damit provozieren)?
Hört selbst und lasst Euch inspirieren!
Weiterführende Infos zur Folge:
Der Mann mit dem unaussprechlichen Namen, der die Provokative Therapie begründet hat, hieß Frank Farrelly
Die Begründer des Neurolinguistischen Programmierens waren John Grinder und Richard Bandler
Der Podcast von Charlotte, Noni und Florian Schwartz: Der provokative Ansatz in Coaching und Therapie
Mehr Infos zu Noni und Lotte findet ihr unter: provokativ.com
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Endlich wieder eine Supervision - live im Podcast
Der meistgelesene Wunsch von Hörerinnen und Hörern im letzten Jahr war, dass es doch bitte weitere Supervisionsfolgen geben solle. Endlich können Sebastian und Enno diesen Wunsch erfüllen, da sich Johanna interessiert gezeigt hat, einen Fall im Podcast vorzustellen. Johanna ist PiA beim if Weinheim und absolviert dort ihre Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie. Neben ihrer praktischen Ausbildung in der Kölner Ausbildungsambulanz arbeitet sie in einer forensisch psychiatrischen Klinik. Aus dieser Klinik stammt auch der Supervisionsfall, den sie in diese Folge einbringt. Nach einer Zielklärung für die Supervision erschließen sich Sebastian und Enno den Fall über viele Fragen, bevor sie in ein Reflecting-Team einsteigen, auf das Johanna dann noch einmal reagiert. Viel Spaß mit dieser Folge zum Start ins neue Jahr und alles Gute für 2025. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch das Systemische PiA Festival am 12. und 13. Juli in Darmstadt. Alle Infos dazu und Anmeldungen auf www.piafestival.de .
Und natürlich wie immer sehr gerne Feedback, Anregungen und Kritik an [email protected]
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Schaut man bei Wikipedia nach, ist zu lesen, dass der heutige Gast als einer der „bedeutendsten und innovativsten systemischen Therapeuten und Theoretiker“ bezeichnet wird (Zitat Heiko Kleve).
Prof. Dr. Fritz B. Simon ist nicht nur Mediziner und Soziologe, Analytiker und Systemiker sondern verfügt auch darüber hinaus über eine äußerst eindrucksvolle Vita. So war er Teil des Inner-Circles der Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin. Zuvor hatte er in Niedersachsen die Akutpsychiatrie kennengelernt und sich später mehr und mehr auch mit Teams und Organisationen beschäftigt.
Was das mit der Gründung des Carl-Auer-Verlags zu tun hat, wieso es im Podcast plötzlich um Campingplätze in Neuseeland und weitere Destinationen in der Südsee ging und wieso es aus Sicht des Gastes geradezu logisch ist, sich in der Therapie auf Beobachtbares, also auf Kommunikation auszurichten, das ist in dieser Folge zu erfahren.
Außerdem informieren Sebastian und Enno zu einer Veranstaltung, die ihre Schatten vorauswirft: das 1. Systemische NWAN - PiA Festival, das am 12. und 13. Juli 2025 in der Nähe von Darmstadt stattfinden wird. Alle weiteren Infos in Kürze unter www.piafestival.de
Literaturhinweise aus der Folge:
Watzlawick, P., Weakland, J.H. & Fisch, R. (2008). Lösungen: Zur Theorie und Praxis menschlichen Handelns. Huber Verlag
Simon, F. B. (2018). Formen reloaded: Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen. Carl Auer Verlag
Jaspers, K. (1965). Allgemeine Psychopathologie. Springer Verlag
Simon, F.B. (2017). Meine Psychose, mein Fahrrad und ich: Zur Selbstorganisation der Verrücktheit. Carl Auer Verlag
Kollar, A. (2022). Nur die Lumpe sind bescheiden: Eine Autobiografie der Heidelberger systemischen Gruppe. Carl Auer Verlag
Fragen und Anregungen wie immer gerne an: [email protected]
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Das waren so viele interessante Podcast Folgen mit tollen Gästen in der letzten Zeit, dass es mal wieder etwas Abwechslung sein darf. Deshalb haben Sebastian und Enno überlegt, sich einfach mal wieder miteinander zu unterhalten oder besser gesagt zu interviewen. Denn schon beim Start des Podcasts war auch ein Teil der Idee, den Inhalt der ohnehin zwischen den beiden geführten Gespräche zu fachlichen Inhalten mit den Hörerinnen und Hörern zu teilen. Diesmal haben sie sich dafür drei Kategorien überlegt. Was haben sie in den letzten Wochen interessantes erlebt in den Therapien, in den Supervisionen und in der Lehre. Und natürlich: was noch?
Außerdem sind noch ein paar neue Projekte in der Pipeline. Dabei geht es einmal darum, wie es eigentlich einfacher werden kann, Supervisor:innen zu finden und dann auch um ein PIA-Festival. Was es mit all dem auf sich hat? Einfach reinhören - viel Freude dabei!
Weitere Informationen zur Folge:
Die von Sebastian beschriebene Methode zusammengefasst:
Anteile (oder Gedanken/Gefühle), die in der Situation aktiv sind, benennen Diese Anteile im Raum externalisieren und ihnen eine Gestalt geben/zuordnen Aufstellung: Wie stehen Anteile zueinander? Den Anteilen das geben, was sie brauchen Anteile noch einmal aufstellen und wieder re-internalisierenLiechti, J. (2022). Dann komm ich halt, sag aber nichts: Motivierung Jugendlicher in Therapie und Beratung. 4. Auflage. Carl-Auer Verlag.
Psychologie Award 2024: https://wilob.ch/allgemein/psychologie-award-2024-zwei-pioniere-geehrt/
Anregungen und Kritik wie immer gerne unter [email protected]
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In Deutschland gibt es nur einen klinisch psychologischen und psychotherapeutischen Lehrstuhl explizit für Systemische Psychotherapie und nur wenige weitere Professuren und Lehrstühle an Universitäten, die sich schwerpunktmäßig mit diesem Richtlinienfahren befassen. Inhaberin dieses Lehrstuhls ist Prof. Dr. Christina Hunger-Schoppe an der Universität Witten-Herdecke, die Sebastian und Enno in dieser Podcast-Folge begrüßen dürfen. Richtig erstaunlich ist diese geringe Verbreitung nicht, ist Systemische Therapie doch erst seit relativ kurzem Richtlinienverfahren und spielte auch deshalb an deutschen Universitäten und in der Disziplin der Psychologie eine untergeordnete Rolle. (Ganz im Gegensatz übrigens zu den Fachbereichen Soziale Arbeit an den Fachhochschulen).
Ohne eine stärkere Verortung und Verbreitung an den Fakultäten wird es schwer sein, in den entsprechend des neuen Psychotherapeutengesetzes konzipierten Masterstudiengängen Psychotherapie die gesamte Breite der Verfahren zu lehren. Ein weiterer Blick gilt der Forschung in Deutschland im Bereich der Systemischen Therapie, die im Sektor der Heilkunde ebenfalls noch vergleichsweise wenig ausgeprägt ist. Aber es tut sich etwas! Und genau darüber kommen Sebastian und Enno mit Christina ins Gespräch. Welche aktuellen Projekte hat sie in der Pipeline und worauf fällt ihr Blick, wenn es um die Systemische Therapie an den Universitäten geht? Wieso interessiert sie sich so sehr für das Mehrpersonensetting und welche Chancen für Forschung liegen in den systemischen Ausbildungsambulanzen und im Projekt sysdok? Und natürlich: wie wird man eigentlich eine so erfolgreiche Forscherin und welche Tipps hat sie für Interessierte in diesem Feld? Freut Euch auf eine spannende Folge rund um Systemische Wissenschaft und Forschung!
Weitere Informationen zur Folge:
Schweitzer, J., Hunger-Schoppe, C., Hitziger, R. & Lieb, H. (2023), Soziale Ängste. Heidelberg: Carl-Auer.
Hunger-Schoppe, C. et al. (2022): Integrative systemic and family therapy for social anxiety disorder: Manual and practice in a pilot randomized controlled trial (SOPHO-CBT/ST). Front. Psychol., 04 November 2022 (Volume 13). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.867246
Schweitzer, J. (2014). Heilung als Gemeinschaftsleistung: Blick auf kollektive Psychotherapiekulturen. In: Die Psychotherapie (Volume 59, p. 82-88)
https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/christina-hunger-schoppe-3143/f0/
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Vermutlich reicht vielen allein das Hören der Stimme, um den Gast der heutigen Folge zu identifizieren. Sebastian und Enno freuen sich sehr, dass Dr. Gunther Schmidt der Einladung gefolgt ist, als einer der Begründer und "Urgestein" des hypnosystemischen Ansatzes. Gunther Schmidt berichtet nicht nur von den Anfängen und wie er inspiriert von seiner Tätigkeit in der Stierlin-Gruppe in Heidelberg zu seinem Ansatz gekommen ist. Er macht auch deutlich, wo dieser Ansatz im heutigen Gesundheitswesen zu verorten ist und als wie (in)kompatibel sich das darstellt. Schließlich geht es auch um die von ihm gegründete Systelios-Klinik, in der nicht nur der hypnosystemische Ansatz therapeutisch verfolgt wird, sondern genauso auch als Teil der Organsationsenwticklung gelebt wird. Am Ende des spannenden Gesprächs waren dann noch viele Fragen und Themen, aber keine Zeit mehr übrig, so dass Sebastian, Enno und Gunther schon über eine zweite zukünftige Folge nachdenken.
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Über die Berücksichtigung des sozialen Kontextes in der Systemischen Therapie und das Mehrpersonensetting haben Sebastian und Enno schon das ein oder andere Mal gesprochen. Eine ganz besondere Form des Mehrpersonensettings ist das Paarsetting. Systemische Paartherapie gilt als eine solche "Spezialität", das sie auch in eigenen Curricula vermittelt wird. Nicht nur die Allparteilichkeit wird auf eine besondere Probe gestellt, sondern auch die Themen sind durchaus spezifisch. In dieser Folge sprechen die beiden Gastgeber dazu mit einer der bekanntesten Systemischen Paartherapeutinnen, Dr. Angelika Eck aus Karlsruhe. Sie gibt nicht nur Einblick in den paar- und sexualtherapeutischen Alltag ihrer Praxis, sondern auch einen Überblick über das Feld der Systemischen Paar- und Sexualtherapie. Daneben geht es auch um ihre Kolumne "Schlafzimmerblick" im ZEITMagazin und darum, warum sie sich in ihrer letzten Publikation besonders der weiblichen Sexualität widmet. Viel Spaß dabei!
Weiterführende Infos in dieser Folge:
Sexocorporeller Ansatz: https://sexocorporel.com/de/
Sztenc, M. (2020). Embodimentorientierte Sexualtherapie: Grundlagen und Anwendung des Sexocorporel. Schattauer Verlag
Sexueller Reaktionszyklus nach Masters and Johnson: Masters, W.H. & Johnson, V. E. (1966): Human sexual response. Little, Brown.
Genannte Forscherinnen: Davor Schnarch, Helen S. Kaplan und Martha Meana
Janssen, E., & Bancroft, J. (2023). The Dual Control Model of Sexual Response: A Scoping Review, 2009-2022. Journal of sex research, 60(7), 948–968. https://doi.org/10.1080/00224499.2023.2219247
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Im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft mit dem schönen Titel "Resonanzen" war Ende Juni in Berlin Cordula Stratmann zu Gast im Live-Podcast von "Nicht wahr, aber nutzbar".
Cordulan Stratmann ist nicht nur seit vielen Jahren als bekannte Komikerin in den unterschiedlichsten Formaten unterwegs und hat dafür bereits die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis gewonnen, sondern ist auch ausgebildete systemische Familientherapeutin.
Sebastian und Enno gehen dieser beruflichen Entwicklung auf die Spur und lernen die Therapeutin Cordula Stratmann besser kennen. So erfahren wir über ihren therapeutischen Stil, die Bedeutung ihrer Weiterbildung und bekommen einige Empfehlungen für die Praxis. Spannend ist natürlich auch, wie eine Systemikerin auf die ganz andere Welt der Fernsehunterhaltung blickt und wo es vielleicht auch Parallelen zwischen Komik und Systemischer Therapie gibt.
Da es sich um eine Live-Aufnahme in der Alten Münze in Berlin handelt, kommt auch das Publikum zu Wort und bringt eigene Fragen an Cordulan Stratmann ein.
Viel Spaß mit dieser Sommerfolge!
Infos, Rückmeldungen, Lob und Kritik wie immer gerne an [email protected]
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Wieder war eine Live-Supervision geplant, diesmal im Rahmen eines Paartherapie-Seminars mit den Teilnehmenden als Reflecting-Team und einer Teilnehmerin, die ein Anliegen vorstellt.
Es gab nicht nur eine spannende Fragestellung zu empfundener Gerechtigkeit und Allparteilichkeit, sondern auch zum Umgang mit solchen Situationen, wenn man als Therapeut:in gerade selbst mit einem ähnlichen Thema unterwegs ist. Ein spannendes Reflecting-Team folgte und eine Schlusssequenz und dann.... – Probleme bei der Tonqualität, die sich als technisch nicht lösbar erwiesen. Also umdisponiert: Sebastian und Enno besprechen kurz die wichtigsten Aspekte dieser Supervisionssitzung, bevor sie das Thema noch einmal in einen breiteren Kontext stellen.
Das Mehrpersonensetting als ein konstitutives Merkmal der Systemischen Therapie. Aber how to Mehrpersonensetting? Also wann vielleicht auch nicht und wann ist es besonders indiziert? Was sind typische methodische Vorgehensweisen und was auch mögliche Stolpersteine? Und wie lässt sich das MPS in der Praxis umsetzen und auch bei Psychotherapien im Kontext des Gesundheitswesens gewinnbringend integrieren?
UND nicht vergessen: am 22. Juni findet um 12 Uhr die Podcast-Lounge live in Berlin statt. Zu Gast ist Cordula Stratmann in der Alten Münze, wo die wissenschaftliche Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft stattfindet. Tagungsteilnehmende können ohne Anmeldung dabei sein. Aber auch wenn ihr nicht zur Tagung kommt, ist eine kostenfreie Teilnahme möglich. Dazu bitte eine kurze Mail an [email protected]
Über Rückmeldungen, Anregungen und Vorschläge freuen wir uns unter [email protected]
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In dieser Folge erfahren wir, was sich hinter den Begriffen "walking marriages", "metamoures", "mono-poly" und "new relationship energy" verbirgt und warum Polyamorie für so manche:n die Vorstellung von Disney Happy Ends entzaubert.
Wir haben mit Prof. Dr. Sonja Bröning zu modernen Beziehungsmodellen gesprochen und welche Implikationen diese für den Praxisalltag von systemischen Therapeut:innen und Berater:innen mit sich bringen.
Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der MSH Medicalschool Hamburg und seit vielen Jahren in freier Praxis als Mediatorin (BM), systemische Therapeutin (DGSF), und Sexualtherapeutin (DGfS) tätig. Sie forscht u.a. zu den Themenbereichen Beziehungsdynamik in Partnerschaft, Familie, Sexualität, Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Polyamorie und offene Beziehungsformen.
Fragen, Anregungen und Themenwünsche: [email protected]
Weitere Infos: www.nwan-podcast.de
Perel, E. (2007). Mating in captivity: How to keep desire and passion alive in long-term relationships. Yellow Kite
Fern, J. (2023). Polysecure: Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht-Monogamie. Divana Verlag
Polytalk Forum und Vortragsreihe von Sonja Bröning
Roesler, C; Bröning, S. et al. (2024) Paarbeziehung im 21. Jahrhundert: Psychosoziale Entwicklungen und Spannungsfelder. Kohlhammer Verlag.
Czyzselska, J.C. (2022). Queering psychotherapy. Karnac Books.
Ergänzender Zuhörer Hinweis: Kauppi, M. (2021). Polyamory: A clinical toolkit for therapists (and their clients).
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Diesmal wird ein Vorschlag aus der letzten Folge gleich aufgegriffen: es gibt eine Live-Fallsupervision mit dem treuen Hörer Timo Völkerink. Timo hatte sich wie inzwischen auch einige andere (Danke dafür und vielleicht kommen wir ja schon bald darauf zurück) gemeldet, um eine Idee vom letzten Mal aufzugreifen. Sebastian und Enno hatten in der Folge zu Systemischer Supervision darüber nachgedacht, ob nicht auch eine Fallsupervision einmal Inhalt einer Podcast Ausgabe von „Nicht wahr, aber nutzbar“ sein könne. Timo hatte gleich einen Fall im Kopf und hat mit der Familie gesprochen, die eingewilligt hat, dass dieser Fall anonymisiert besprochen werden darf. Er wird sich den Podcast mit der Familie gemeinsam anhören. Ihr hört also die Fallvorstellung und ein Interview dazu, ein Reflecting-Team von Enno und Sebastian und den Abschluss mit Timos Reaktion und Kommentar dazu. Jetzt sind wir natürlich wirklich gespannt, wie euch das gefällt und ob es vielleicht zukünftig noch mehr Potenzial für solche Formate (vielleicht auch in Anwesenheit der Klient:innen) oder sogar mal ein LIve-Therapiegespräch gibt. Frohe Ostergrüße und wir freuen uns wie immer auf Anregungen, Rückmeldungen und Kriktik.
Fragen, Anregungen und Themenwünsche: [email protected]
Weitere Infos: www.nwan-podcast.de
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Supervision spielt in vielen Kontexten eine Rolle. Sei es Team- oder Fallsupervision in Kliniken oder sozialen Einrichtungen, Einzelsupervision in therapeutischen Settings oder Supervision im Rahmen systemischer Aus- und Weiterbildungskurse. Und die Liste ließe sich noch weiter fortführen. Als systemische Supervisor:innen sind dann häufig als solche weitergebildete Therapeut:innen und Berater:innen tätig. Bei der psychotherapeutischen Ausbildungssupervision gibt es zudem strengere gesetzliche Vorgaben, Kriterien und Verantwortlichkeiten. Doch was ist dann das systemische an der Art und Weise der Supervision? Woran könnte man es erkennen und wie wäre ein typischer Ablauf, falls es den überhaupt geben kann? Sebastian und Enno sind beide seit vielen Jahren in unterschiedlichen Kontexten als systemische Supervisoren tätig. In dieser Folge gehen sie den genannten Fragen nach und betrachten systemische Supervision aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie besprechen auch typische Herausforderungen und geben beispielhaft EInblick in unterschiedliche supervisorische Settings.
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„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ - so lautet der bekannte Satz, wenn es um Medikamente geht. „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung“ wäre so ein weiterer geläufiger Satz, der bei medikamentösen Interventionen häufiger fällt. Doch wie verhält es sich bei Psychotherapie mit den Nebenwirkungen oder den unerwünschten Wirkungen? Wie wird darüber informiert, gesprochen und reflektiert? Ein vielleicht eher unterbelichtetes Gebiet, auch in der systemischen Psychotherapieforschung. Sebastian und Enno sprechen darüber mit Prof. Dr. Matthias Ochs von der Hochschule Fulda. Er berichtet nicht nur über die aktuelle Forschungslage und seine eigenen Projekte, sondern auch darüber, wie unerwünschte Wirkungen und Nebenwirkungen in jeder Psychotherapie eine Rolle spielen könnten und was das für den Umgang damit in der therapeutischen Praxis bedeutet.
Fragen und Anregungen? [email protected]
Weitere Infos: www.nwan-podcast.de
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Gestern, am 18. Januar 2024 um kurz nach 13 Uhr hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in Berlin die Entscheidung getroffen: Auch Systemische Therapie für Kinder und Jugendliche wird in die Psychotherapie-Richtlinie aufgenommen und damit Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Ein großer Tag und eine wichtige Entscheidung, nicht nur für die "systemische Szene", sondern vor allem auch für die Kinder, Jugendlichen und Familien, die zukünftig Zugang zu dieser Leistung als gesetzlich Versicherte haben.
Doch was bedeutet das noch alles und wie geht es jetzt weiter? Welche Auswirkungen auf andere Bereiche sind zu erwarten und welche berufs- und sozialpolitische Geschichte der Systemischen Therapie findet damit ihren vorläufigen Endpunkt?
Darüber haben sich Sebastian und Enno wenige Stunden nach der Entscheidung ausgetauscht. Beide sind und waren in unterschiedlichen Funktionen seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt.
Du willst die Entscheidung des G-BAs vom 18.01.2024 anschauen? Dann klicke hier (2:04:55): https://www.g-ba.de/service/livestream-mediathek/
Kontakt, Fragen und Anregungen: [email protected]
www.nwan-podcast.de
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Die Neujahrsfolge beginnt mit einem kurzen Rückblick auf das Podcast-Jahr 2023. Dann ist Platz für Rückmeldungen, die Enno und Sebastian bekommen haben, u.a. dazu, was es mit den 80 Ländern auf sich haben könnte, in denen "Nicht wahr, aber nutzbar" gehört wird. Sebastian und Enno werfen dann noch einmal einen Blick auf die letzten beiden Folgen. Gewünscht wurde noch ein stärkerer Austausch über mögliche konkrete Methoden zum Abschluss von Therapien. Außerdem hat die beiden das Gespräch mit Thorsten Padberg noch weiter beschäftigt und sie besprechen einige weiterführende Gedanken und den Einfluss auf ihre Praxis.
Allen Hörerinnen und Hörern wünschen wir für 2024 alles Gute! Wir freuen uns, wenn Du uns auch weiter folgst und hörst!
www.nwan-podcast.de
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Die Depressionsfalle? So lautet der Titel des 2021 erschienenen Buches von Thorsten Padberg. Er ist niedergelassener Psychotherapeut in Berlin und hat mehrere Jahre intensiv für dieses Buch recherchiert und Gespräche mit international bedeutsamen Forscherinnen und Forschern zum Thema Depression geführt. In dieser Folge kommen Sebastian und Enno mit ihm über sein Buch und die weitreichenden Erkenntnisse und Konsequenzen ins Gespräch. Wieso kann die verbreitete Sicht auf Depression zu einer Falle werden? Warum wird nicht stärker rezipiert, dass es keine stichhaltigen Befunde zu einer Serotonin-Mangel-Hypothese gibt und überhaupt eine biologische Ursache von Depressionen bisher nicht nachweisbar ist? Wieso werden in unserer Gesellschaft Symptome so stark individualisiert und einer mangelnden Funktionsfähigkeit der Person zugeschrieben? Warum bedauert DSM-Erfinder Spitzer heute selbst wieder die Streichung des Wörtchens "reaktiv" im Zusammenhang mit Depressionen? Und warum ist Thorsten als KVT'ler so systemisch unterwegs?
All diese Fragen und noch einige mehr beschäftigen die Drei in ihrem angeregten Gespräch. Kleine Warnung: danach möchte man das Buch lesen oder kostenfrei als Hörbuch bei Spotify hören.
www.nwan-podcast.de
https://www.thorstenpadberg.info/
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Wann ist eigentlich genug, wer stellt das wie fest und wie wird es verhandelt?
Wenn es um Psychotherapien geht, wird viel über den Anfang, den Auftrag und den Prozess gesprochen und reflektiert. Doch wie ist es eigentlich mit dem Ende? In dieser Folge gehen Sebastian und Enno der Frage nach, wann im Prozess der Blick auf das Ende geworfen werden und welche Bedeutung das haben könnte. Welche Konstruktionen werden möglicherweise mit angeregt, wenn über Dauer und Kontingente gesprochen wird? Welche Vorgehensweisen bei der Vereinbarung über Therapiedauer haben die Beiden und welche methodischen Ideen gibt es für einen Abschluss? Unter anderem darum geht es in der Novermberausgabe dieses Podcasts. Viel Spaß und wie immer freuen wir uns über Anregungen, Fragen, Kritik und Rückmeldung an: [email protected]
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Was ist eigentlich kultursensible und diskriminierungssensible Psychotherapie und Beratung, was könnten spezifisch systemische Aspekte daran sein und was bedeutet das konkret für die Praxis?
So lautetet die thematische Überschrift für eine ganz besondere Folge des Podcasts „Nicht wahr, aber nutzbar“. Sebastian und Enno haben die thematisch ähnlich ausgerichtetet Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) für eine erste Live-Folge des Podcasts genutzt. Unter dem Titel „Podcast-Lounge“ kamen im ehrwürdigen Kurhaus zu Wiesbaden am Abend des 14. September nicht nur spannende Interview-Gäste zusammen, sondern auch ein rund 60 Personen zählendes Publikum.
Die heutige Folge beginnt mit der spannende Gesprächsrunde mit und zwischen den Gästen Prof. Dr. Kirsten Nazarkiewicz (Keynote Speakerin der DGSF Tagung und Professorin für Interkulturelle Kommunikation), Neda Mohagheghi (Leiterin des Kasseler Instituts für systemische Therapie und Host des Podcast "Frag Mal Neda“) und Jonathan Czollek (Systemische*r PiA, Gründungsmitglied des Netzwerks Diversitätsforschung und Mitglied der Kommission Diversität, Inklusion und Chancengleichheit der DGPs).
Anschließend folgt ein kurzes Reflecting-Team mit vier Teilnehmenden aus dem Publikum des Abends.
Und weil die Beiträge, aber auch das Reflecting-Team und Rückmeldungen im Nachhinein auch Sebastian und Enno noch länger beschäftigt haben, gibt es dann noch eine Reflexion der Hosts und die Einladung zum Weiterdenken und Weiterdiskutieren.
Diesmal also eine besondere und ungewöhnlich lange, dreigeteilte Folge. Wir wünschen viel Spaß und Inspiration beim Anhören und freuen uns wie immer auf Feedbacks/Fragen/Anregungen unter [email protected]
- Visa fler