Avsnitt

  • In dieser Folge unterhalte ich mich mit Sonja Muehlberger, die 1939 im sogenannten Juedischen Ghetto (Designated Area) in Shanghai geboren wurde.

    In einem ausgewiesenen Teil des Stadtbezirkes Hongkou lebten ca. 20,000 Menschen, die aus Europa vor den Nazis fliehen mussten. Die meisten von ihnen Juden aus Deutschland, Oesterreich, Polen und weiteren europaeischen Laendern.

    Sonja Muehlberger geb. Krips wurde in diese Welt hineingeboren und lebte dort bis 1947. Wir unterhalten uns ueber das Leben eines Kindes (und aus der Sicht eines Kindes) in dieser Welt. Shanghai war zu jener Zeit ein Moloch voller Gangster, Spione, Nazis, Fluechtlinge 
 Nicht eben ideale Voraussetzungen – oder?

    Wir haben bewusst auf das Abwerfen von Daten, Zahlen, Namen 
 verzichtet, denn um diese nachzurecherchieren wurden ja die Shownotes erfunden:

    Ueberlicherweise sucht man zuerst in der Wikipedia nach weiteren Informationen. Ich empfehle den englischen Eintrag, da dieser deutlich besser ist als der deutsche.

    Das besprochenen Buch “Geboren in Shanghai als Kind von Emigranten: Leben und Überleben im Ghetto von Hongkew (1939-1947)” findet sich hier (affiliate Link).

    Das zweite Buch “Exil Shanghai 1938-1947. JĂŒdisches Leben in der Emigration” ist leider vergriffen – wir sprachen darueber.

    Das Juedische Museum in Berlin hat einige Dokumente zu diesem Thema – darunter auch Audiofiles. Aber auch so lohnt ein Besuch!

    Wir erwaehnten Dvir Bar-Gal, der in Hongkou gefuehrte Touren anbietet und die ich unbedingt empfehlen moechte. ([email protected] oder FaceBook)

    Bezueglich der Fiktionalisierung (und z.T. Romantisierung) dieses Stoffes: Tasaechlich gibt es ein chinesisches Anime, deren fiktive Geschichte – inklusive unerfuellter Jugendliebe – in Hongkou spielt: “A Jewish Girl in Shanghai“ (Und wenn man sich ein wenig Muehe gibt, kann man den Film sogar in ganzer laenge auf YT schauen
 )

    Die Liebesgschichte zwischen Julie und Robert (nicht Romeo) hat es wirklich gegeben. Stefan Schomann hat sie aufgeschrieben. Es gibt das Buch vereinzelt noch als Hardcover unter dem Titel, “Letzte Zuflucht Schanghai: Die Liebesgeschichte von Robert Reuven Sokal und Julie Chenchu Yang” und als Kindle in der Neuauflage von Heyne mit dem Titel, “Der große gelbe Fisch: Julie und Robert – Eine Liebesgeschichte aus China”

    In Shanghai werden immer mal wieder Paesse aus dieser Zeit gefunden.

    Und last but not least ein Link zu dem Pianisten Andreas Ahnsehl, der die Musik fuer diese Folge gemacht hat. Andreas freut sich auf mehr Auftraege aus der deutschen Podcastszene. ([email protected])

    Ehr Infos auf: http://judeninrostock.de/index.php/en/podcast/42-008-sonja-muehlberger-shanghai-1939

  • 00:15 Vorstellung

    01:14 Wie wird man Praktikant

    04:03 Der Alltag eines Praktikanten

    06:24 Praktikantenarbeit

    08:48 Die Erwartungen

    10:23 Teamspirit

    11:33 Der Hausgeist

    13:07 Aftermath

    14:45 Praktikanten sind wichtig

    17:17 Wunschthemen

    20:08 Nach dem Praktikum

    21:00 Schlussworte

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  • Aufzeichnung des Vortrages vom Dienstag, dem 29. September 2020 im Max-Samuel-Haus.

    Einer  der Ă€ltesten Verleumdungen der Juden ist der Ritualmord. Dieser aus dem  Mittelalter stammenden Legende zufolge ermorden Juden christliche  Jungen um ihres Blutes willen. Wie zuvor die christlichen Kirchen  machten auch die Nazis und die italienischen Faschisten ausgiebigen  Gebrauch des Ritualmordvorwurfs in ihrer Hetze gegen die Juden. Vor  diesem Hintergrund ist die vielfach beschworene Unterscheidung zwischen  christlichem Antijudaismus und neuzeitlichem Antisemitismus wenig  haltbar.

    Gunnar Mokosch ist Doktorand im Fach  Politikwissenschaft an der US-amerikanischen Brown University. Zusammen  mit dem Anthropologen und Historiker David I. Kertzer veröffentlichte er  mehrere wissenschaftliche Schriften zur antisemitischen Propaganda im  Dritten Reich und im faschistischen Italien.

    -> Interview zur Veranstaltung

  • 00:08 Einfuehrung Ulf Heinsohn

    01:35 Der etwas andere Reisefuehrer

    03:40 Bewerbung

    04:43 Die Gaerten

    15:47 Kontakte

    17:27 Wochenende

    27:41 Deutsche in Israel

    30:19 Wissenschaft und Religion

    33:47 Geschichte der Bahai

    37:35 Pilgerfahrt

    41:15 Freunde fuers Leben

    47:19 Ein Lied

    49:43 Bahai vs. Islam

    53:14 Schlussbemerkung

  • 00:00:09 Einleitung Ulf Heinsohn

    00:05:08 Vortrag Tilmann Jeremias

    00:06:59 Historische Einordnung der 5 Generationen

    00:20:00 Camilla Jeremias

    00:28:31 Tilmann Jeremias ueber sein Studium in Israel

    00:39:21 Vortrag Joerg Jeremias

    00:53:18 Bilder Erklaerungen

    00:56:23 Fragerunde

    01:13:08 Gustav Dalmann

    01:15:57 Schlusswort

  • In dieser Folge unterhalte ich mich mit Heidi Vormann ueber die Synagogen in Mecklenburg - und ueber die eine in Vorpommern. Sie hat im Rahmen der Masterarbeit ihres Architekturstudiums die Hagenower Synagoge erforscht. Wenig spaeter hat sie dann eine Dissertation geschrieben, in welcher sie auf diese Erfahrungen aufbauend, drei Jahre lang die Synagogen in MV erforscht - und damit Pionierarbeit geleistet hat.

    Dr. Heidi Vormann wird am 28.10.2020 im Max-Samuel-Haus einen Vortrag zu dieser ihrer Arbeit halten. Moeglicherweise gelingt es uns, auf diesen Weg weitere Absolventen und Doktoranden fuer dieses Thema zu begeistern? Denn eines haben wir in diesem Gespraech erkannt: Wir brauchen mehr Forschung!

    00:29 Vorstellung Heidi Vormann

    01:44 Pionierarbeit

    05:42 Synagogen-Typenbau

    07:19 Groesse des Gebaeudes

    10:30 Entdeckungen

    16:29 Und Vorpommern?

    24:08 Archivarbeit

    28:04 Kosten

    29:57 MV im Rating

    31:24 Mehr Forschung!

    32:40 Ost und West

    35:28 Judentum und Tourismus

    40:25 Schlusswort

  • In dieser Folge unterhalte ich mich mit Gunnar Mokosch ueber die Ritualmordlegende. Diese Legende ist uralt, doch mit QAnon ist sie ploetzlich praesenter denn je zuvor - inklusive aller weiteren antisemitischen Konnotationen, bis hin zur 'juedischen Weltverschwoerung'. 

    Woher das kommt, wie man das geschichtlich einordnet und ob, bzw. wie man dem begegnen sollte, ist Thema dieser Podcastfolge.

    Gunnar Mokosch haelt am 29.09.2020 um 18:30Uhr einen Vortrag zu diesem Thema im Max-Samuel-Haus in Rostock. Wir freuen uns auf ihren Besuch!

  • Wir unterhalten uns mit Frau Dr. Karin Berkemann und Dr. Jakob Ejal Eisler ueber die aktuelle Ausstellung (9. Juni 2020 - 13. Oktober 2020) im Max-Samuel-Haus in Rostock.

    Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche  PalĂ€stinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war,  ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera:  sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem GegenĂŒber, sei es nun  ein Mensch oder ein Klappspaten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1941  sammelte Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der UniversitĂ€t  Greifswald – rund 20.000 eigene und fremde Fotografien einer  Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne.  Dieser europaweit einmalige Bestand wird mit dem  Projekt "Das gelobte Land der Moderne" von der Theologin und  Kunsthistorikerin Karin Berkemann, Kustodin der Dalman-Sammlung,  erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet – und verglichen mit  den Aufnahmen deutscher Reisender ab 1948, nach der GrĂŒndung des  Staates Israel. Manche suchten hier mit der Kamera das AltertĂŒmliche,  andere die Zeichen einer neuen Zeit. Quer durch die Jahrzehnte fĂŒgen  sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region,  die drei Weltreligionen und ungezĂ€hlten KulturglĂ€ubigen als heilig gilt.  

    Einen ersten Blick auf das Projekt bietet die neue virtuelle Ausstellung,  die das Dalman-Institut mit DDB Studio (Deutsche Digitale Bibliothek)  umsetzen konnte. FĂŒr Sommer 2020 ist die Herausgabe eines gleichnamigen  Buchs (Jovis-Verlag) sowie in der Folge eine analoge Ausstellung zum  Thema geplant: im Max-Samuel-Haus Rostock sowie im  Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald.