Avsnitt
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Wildbrethygiene beginnt vor dem Schuss und endet auf dem Teller. Diese Episode erklĂ€rt, was JĂ€ger wissen mĂŒssen, wenn sie Wild abgeben oder selbst verzehren wollen.
Themen sind die Lebendbeschau als erster hygienischer Schritt, Schussdisziplin, Aufbrechen und KĂŒhlung, die verschiedenen Vermarktungswege mit ihren jeweiligen Pflichten sowie die Trichinenuntersuchung â inklusive einer wichtigen Ănderung: Die Nutria ist seit Juni 2020 nicht mehr untersuchungspflichtig, Ă€ltere Gesetzestexte im Netz sind insoweit ĂŒberholt.
Ein Schwerpunkt liegt auf hĂ€ufigen Fehlern in der Praxis: die Verwechslung der Stichtage fĂŒr âkundige Person" und âausreichend geschulte Person", die 100-km-Grenze bei der Abgabe an den lokalen Einzelhandel, die Registrierungspflicht als Lebensmittelunternehmer und die Tatsache, dass Schulung allein zur Trichinenprobenahme nicht berechtigt â es braucht zusĂ€tzlich die explizite Beauftragung durch das VeterinĂ€ramt.Wer gegen die Trichinenuntersuchungspflicht verstöĂt, begeht eine Straftat mit gesetzlicher Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe in schweren FĂ€llen.
Rechtsgrundlagen: VO (EG) 852/2004, VO (EG) 853/2004, Tier-LMHV, VO (EU) 2015/1375, BGBl. I Nr. 30 vom 29.06.2020.
Hinweis: In einer frĂŒheren Version gab es einen Misch-Fehler. Ich habe die Audio-Datei ausgetauscht.Vielen Dank fĂŒr Eure Hinweise! -
In diesem Special geht es um den auĂergewöhnlichen Vorfall vom Juni 2026, bei dem ein GĂ€nsegeier in Niedersachsen (Klein Lobke/Sehnde und Algermissen) zweimal hintereinander Storchennester ausrĂ€umte.
Wir ordnen das biologisch ein: Warum GĂ€nsegeier eigentlich keine lebende Beute jagen können, wie der Wiederansiedlungserfolg in Spanien und Frankreich aussieht, warum gerade Junggeier auf weite ErkundungsflĂŒge bis nach Norddeutschland gehen â und warum das Verhalten zwar auĂergewöhnlich, aber biologisch erklĂ€rbar war. -
Saknas det avsnitt?
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Vier Arten, ein Thema: Kolkrabe, RabenkrĂ€he, NebelkrĂ€he und Elster â jagdrechtlich relevant nach § 2 BJagdG, ökologisch bedeutsam, kognitiv auĂergewöhnlich. Die Folge verbindet Biologie und Jagdpraxis mit Kognitionsforschung und der jahrtausendealten Erfahrung der Falknerei.
Alle Rabenvögel sind Singvögel (Passeriformes) â der Kolkrabe ist der gröĂte Singvogel der Welt. Bestand in Deutschland: 20.000â28.000 Brutpaare, ganzjĂ€hrig geschont.
Intelligenz: Episodisches GedĂ€chtnis, PerspektivĂŒbernahme, Werkzeuggebrauch, individuelle Gesichtserkennung ĂŒber Jahre, soziale Weitergabe von Erfahrungswissen â alles belegt.
Falknerei: Friedrich II. (De arte venandi cum avibus, ca. 1240) nutzte Corvidenverhalten systematisch zur GelÀndebeurteilung. Falkner lasen Mobbingverhalten als Anzeigedienst, nutzten KrÀhen als Konditionsindikator und Trainingspartner.
Quellen
Nieder et al. (2020), KrĂ€hen-Bewusstsein â doi:10.1126/science.abb1447Clayton & Dickinson (1998), episodisches GedĂ€chtnis â doi:10.1038/26216Weir, Chappell & Kacelnik (2002), Haken-Biegen (âBetty") â doi:10.1126/science.1073433Moll & Nieder (2025), Werkzeuggebrauch RabenkrĂ€he â doi:10.1016/j.cub.2025.07.020Marzluff et al. (2010), Gesichtserkennung â doi:10.1016/j.anbehav.2009.12.022Cornell, Marzluff & Pecoraro (2012), soziales Lernen â doi:10.1098/rspb.2011.0957Prior, Schwarz & GĂŒntĂŒrkĂŒn (2008), Elster Spiegeltest â doi:10.1371/journal.pbio.0060202Friedrich II., De arte venandi cum avibus â Vatikanisches Digitalisat -
Ansprechen, SchweiĂ, GebrĂ€ch, verludern â wir benutzen diese Wörter tĂ€glich im Revier. Aber was steckt wirklich dahinter? In dieser Folge gehen wir 16 Fachbegriffe durch, schauen genau hin, wo die JĂ€gersprache prĂ€ziser ist als jede Umschreibung â und wo sie von der Alltagssprache grĂŒndlich missverstanden wird.
Themen dieser Folge:AnsprechenAbkommenabgekommen Gebrech GebrĂ€ch SchweiĂ Aufbrechen Luder und verludern Hege Brunft Blattzeit Ăsung Einstand Strecke BeizeLosung -
Capreolus capreolus â klein, anpassungsfĂ€hig und biologisch faszinierender als sein Ruf. In dieser Folge nehmen wir Deutschlands hĂ€ufigstes Schalenwild grĂŒndlich unter die Lupe.
Wir sprechen ĂŒber Systematik und Körperbau, klĂ€ren die Frage Geweih oder Gehörn, und gehen den Geweihzyklus von Abwurf ĂŒber Bastwachstum bis zum Fegen durch. Dazu: Brunftverhalten, Territorialmarkierung, das SchmĂ€len der Ricke und der richtige Einsatz des Rehblatts. Ein eigenes Kapitel widmen wir der embryonalen Diapause â dem biologischen KunststĂŒck des Rehwilds. AuĂerdem: ErnĂ€hrung, Verbiss, Sinne, natĂŒrliche Feinde und ein paar Worte zur Wildbrethygiene.
FĂŒr alle, die das Reh tĂ€glich im Revier haben â und es vielleicht noch nicht ganz so gut kannten wie gedacht. -
Jeden Mai sterben in Deutschland mehr als 100.000 Rehkitze durch landwirtschaftliche MĂ€hmaschinen â obwohl es lĂ€ngst wirksame Methoden gibt, das zu verhindern. In dieser Folge erklĂ€rt ein JĂ€ger, warum das DrĂŒckverhalten der Kitze, das sie vor Fressfeinden schĂŒtzt, ihnen gegenĂŒber MĂ€hwerken zum VerhĂ€ngnis wird â und wer dafĂŒr rechtlich in der Verantwortung steht.
Ein Schwerpunkt liegt auf zwei weit verbreiteten Methoden, die einer ehrlichen ĂberprĂŒfung standhalten mĂŒssen: VergrĂ€mung durch Scheuchen und GerĂ€usche funktioniert als ergĂ€nzende MaĂnahme, ersetzt die aktive Suche aber nicht â mehr als ein Drittel der Kitze ĂŒberlebt sie nicht. Der Hundeeinsatz zur Kitzsuche ist traditionell verankert, bei jungen Kitzen wegen deren fehlenden Eigengeruchs aber kaum wirksam und birgt eigene Risiken fĂŒr die Tiere. Die WĂ€rmebilddrohne ist heute das zuverlĂ€ssigste Werkzeug: schneller, treffsicherer und inzwischen auch fĂŒr kleinere Reviere durch Bundesförderung erschwinglich.
AuĂerdem geht die Folge auf ein zunehmendes PhĂ€nomen ein: private Helfer, die ohne Absprache mit Landwirt oder JĂ€ger handeln. Gut gemeint â aber biologisch riskant, wenn das Kitz an den falschen Ort verbracht wird, und rechtlich nicht ganz unkompliziert. Die Folge erklĂ€rt, wo die Grenze zur Jagdwilderei verlĂ€uft und wie engagierte Menschen ihre Hilfe sinnvoll und koordiniert einbringen können.
Wer helfen möchte, braucht keinen Jagdschein â sondern einen Ansprechpartner vor Ort. Lokale Kitzrettungsteams und das Netzwerk Kitzrettung-Hilfe vermitteln EinsĂ€tze in der ganzen Saison.
Disclaimer
In dieser Folge geht es auch um rechtliche Fragestellungen. Wir haben Euch alle Informationen nach bestem Wissen zusammengestellt und interpretiert. Gleichwohl sind wir keine AnwĂ€lte und können â und dĂŒrfen â keine Rechtsberatung durchfĂŒhren. Diese Episode soll dazu dienen, Euch einen Ăberblick und Einstieg zu vermitteln, wir ĂŒbernehmen aber ausdrĂŒcklich keine Haftung fĂŒr die Richtigkeit der dargestellten rechtlichen Aspekte in dieser Episode.
Quellen
Wissenschaftliche Studien & ForschungsprojekteBOKU Wien â Dirk Sachon (Abschlussarbeit Akademischer Jagdwirt) Untersuchung der DrohneneffektivitĂ€t zur Kitzrettung; Ergebnis: Drohne findet Kitze 1,32-mal hĂ€ufiger als andere Methoden, ist 12-mal schneller als manuelle Begehung. Zusammenfassung zugĂ€nglich ĂŒber: Feldversuch: Wie effektiv ist die Kitzrettung mit der Drohne? TU MĂŒnchen / Bayerische Landesanstalt fĂŒr Landwirtschaft (LfL) / Bayerische Landesanstalt fĂŒr Wald und Forstwirtschaft (LWF) â Verbundprojekt âReduktion von MĂ€htod bei Rehkitzen" Untersuchung von Habitatnutzung, Setzzeiten und Wirksamkeit von Rettungsmethoden; Daten von ĂŒber 70 besenderten Rehkitzen; mittlerer Setzzeitpunkt 15. Mai (Tag 135). Strategien fĂŒr die Rehkitzrettung Gut getarnt und abgelegt: Kitze im GrĂŒnland Reduktion von MĂ€htod bei Wildtieren â jetzt mitmachen! Baur, S.; Kauffert, J.; König, A.; Menzel, A.; Peters, W. (2024) âGut getarnt und abgelegt: Kitze im GrĂŒnland." LWF aktuell 146. (Originalpublikation; zugĂ€nglich ĂŒber Waldwissen.net â Informationen fĂŒr die Forstpraxis , s.o.)Jarnemo, A. (2002) Schwedische Studie zur Wirksamkeit optischer Wildscheuchen bei der Rehkitzrettung; zitiert von der Deutschen Wildtier Stiftung und Tierschutz Austria - Wiener Tierschutzverein - Seit 1846 . (Nicht frei online, aber zitiert unter:) Gemeinsam gegen den MĂ€htod | Deutsche Wildtier Stiftung Rechtliche Quellen (Originalgesetzestexte)Bundesjagdgesetz (BJagdG) â § 1 Inhalt des Jagdrechts (Hegepflicht) https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__1.htmlTierschutzgesetz (TierSchG) â § 17 Strafvorschrift https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/__17.htmlGesetz ĂŒber Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) - § 45 Ausnahmen von den Besitzverboten https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__45.htmlStrafgesetzbuch (StGB) â § 292 Jagdwilderei https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__292.htmlBundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) â § 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__39.htmlRechtsprechung und juristische AufbereitungAmtsgericht Weilheim i. OB â Urteil wegen § 17 TierSchG Verurteilung eines Landwirts zu 70 TagessĂ€tzen Ă 40 Euro; BegrĂŒndung: billigende Inkaufnahme des Todes dreier Kitze trotz Hinweis vor Ort. Aufbereitet unter: https://thermaldrones.de/gesetzteslage/Landgericht Trier (1 S 183/04) & Amtsgericht Bitburg (5 C 327/04) Schadensersatzpflicht eines Landwirts in Höhe von 1.377,35 Euro; Grundlage: Verletzung des JagdausĂŒbungs- und Aneignungsrechts. Aufbereitet unter: https://thermaldrones.de/gesetzteslage/BLHV (Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband) â Rechtsaufbereitung Mahd & Tierschutz Praxishinweise zur geteilten Sorgfaltspflicht, Empfehlung 24 Stunden Vorlauf (Bezug auf Empfehlung des Deutschen Bauernverbandes). Rehkitze und Mahd - BLHV Thermal Drones â Gesetzteslage zur Wildtierrettung Umfassende juristische Aufbereitung zur Frage Wilderei vs. Tierhilfe, § 292 StGB, § 17 TierSchG. https://thermaldrones.de/gesetzteslage/FachverbĂ€nde & InstitutionenDeutscher Jagdverband (DJV) â Jagdrecht in Deutschland Jagdrecht in Deutschland Deutsche Wildtier Stiftung â Stoppt den MĂ€htod Gemeinsam gegen den MĂ€htod | Deutsche Wildtier Stiftung Wildtierschutz Deutschland â Petition & rechtliche Einordnung Rehkitzrettung | Petition | Wildtierschutz Deutschland TierĂ€rztliche Vereinigung fĂŒr Tierschutz (TVT) â Merkblatt Nr. 137 (2012) âWildrettung bei Bewirtschaftung Landwirtschaftlicher NutzflĂ€chen" (Nicht frei verlinkt, aber zitiert bei PETA Deutschland)Praxisberichte & regionale KitzrettungsteamsJĂ€gerschaft Göttingen â Kitzrettung im Landkreis Göttingen Dokumentation von DrohneneinsĂ€tzen, Erfahrungen mit Hundeeinsatz. Kitzrettung im Landkreis GöttingenKitzrettung Erfde e.V. â Arbeitsweise BegrĂŒndete Ablehnung des Hundeeinsatzes zur Suche; Praxis der Drohnensuche ab 04:00 Uhr. Die Kitzrettung Kitzrettung-Hilfe (Netzwerk) Vernetzungsplattform fĂŒr Landwirte, JĂ€ger, Drohnenteams und Ehrenamtliche. https://kitzrettung-hilfe.de/Kitzrettung DĂ€nischer Wohld e.V. â Hundeeinsatz zur VergrĂ€mung Infos | Kitzrettung - DĂ€nischer Wohld e.V. JAGDFAKTEN informiert ĂŒber Jagd, Wild & Natur in Ăsterreich (Ăsterreich) â Rehkitz Rettung / MĂ€htod Biologische Grundlagen, VergrĂ€mungsmethoden, Drohneneinsatz. Rehkitz Rettung - MĂ€htod - Jagdfakten.at Ăsterreich Grangeneuve-Conseil (Kanton Freiburg / Schweiz) â Rehkitzrettung Praxisanleitung inklusive Kontakt Freiburger Jagdverband. Rehkitzrettung â was tun? Förderung
Bundesanstalt fĂŒr Landwirtschaft und ErnĂ€hrung (BLE) â Förderung WĂ€rmebilddrohnen Aufstockung des Förderprogramms von 1,5 auf 2,5 Mio. Euro (Stand 2025); ĂŒber 350 FörderantrĂ€ge bis Mai 2025. Aufbereitet unter: Rehkitzrettung im GrĂŒnland: Was ist zu tun? (Update Februar 2026) (Direktlink BLE-Förderprogramm:) Startseite
Hinweis zur QuellenqualitÀt
Alle Gesetzestexte sind ĂŒber gesetze-im-internet.de (Bundesministerium der Justiz) verifiziert â das ist die maĂgebliche amtliche Quelle. Die wissenschaftlichen Studien wurden ĂŒber Waldwissen.net â Informationen fĂŒr die Forstpraxis (LWF Bayern) und Jagd-News und Wissen fĂŒr JĂ€ger | PIRSCH zugĂ€nglich gemacht; die Originalpublikation von Baur et al. (2024) erschien im Fachjournal LWF aktuell. Das Urteil des AG Weilheim sowie die zivilrechtlichen Urteile aus Trier und Bitburg sind ĂŒber thermaldrones.de dokumentiert, aber nicht als PrimĂ€rquellen frei verfĂŒgbar â wer sie fĂŒr formelle Zwecke benötigt, sollte die Aktenzeichen direkt bei den Gerichten anfragen. -
Warum wittert uns das Wild, bevor wir es sehen? In dieser Folge tauchen wir ein in die Geruchswelt des einheimischen jagdbaren Wildes â von der Nase des Rothirsches bis zur legendĂ€ren SpĂŒrnase des Wildschweins â und ziehen praktische Konsequenzen fĂŒr den Alltag im Revier.
Wir schauen uns an, wie Rotwild, Rehwild und Schwarzwild ihren Geruchssinn zur Feindwahrnehmung, Revierkommunikation und in der Brunft einsetzen, warum Fuchs und Dachs den Geruch als soziale Sprache nutzen, und was beim Federwild wirklich stimmt â und was nicht.
Den Abschluss bildet die Jagdpraxis: Wind, Geruchsminimierung, Duftmarken lesen, Kirrung und Lockstoffe. -
In dieser Nullfolge stellt sich Euer Gastgeber vor: Ich bin aktiver JĂ€ger aus Hamburg mit einem Revier in Niedersachsen und ausgebildeter Falkner aus Leidenschaft fĂŒr Greifvögel. âJagdwissen to go" ist kein Debattenformat â sondern ein Podcast ĂŒber die faszinierenden, ĂŒberraschenden und manchmal unbekannten Seiten von Natur und Jagd. Kurz, klar und auf den Punkt: eine Folge fĂŒr unterwegs. In Folge 1 geht es ums Riechen â und darum, wie radikal anders Wildtiere ihre Umwelt wahrnehmen.