Avsnitt

  • Werner Zips ist 1958 in Wien im Sternzeichen des Löwen geboren worden, sein Vater hat ihm als Kind Löwengeschichten erzĂ€hlt, die Rasta-Bewegung in der Karibik beruft sich als zentrales mythisches Symbol auf den „Löwen Zions“ und in seinen Dokumentarfilmen, die vor allem die Beziehungen und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren behandeln, spielen die Löwen eine herausragende Rolle. 33 Jahre lang lehrte der Rechtsanthropologe und Sozial- und Kulturanthropologe an der UniversitĂ€t Wien und unternahm zahlreiche Forschungsreisen rund um die Welt. Ab den 1990er Jahren machte er außerdem Dutzende ethnografische Filme, Fernseh-Dokumentationen und TV-Berichte. Im GesprĂ€ch mit Andreas Obrecht legt Werner Zips dar, wie rechtsanthropologische und öko-soziale Fragestellungen fĂŒr sein ganzes Forscher-, Filmer- und Abenteurerleben von zentraler Bedeutung waren, was er im Zusammenleben mit den Rastafaris in Jamaika erfahren hat und wie er die Debatten um „kulturelle Aneignung“ sieht.

  • Heiligenikonen, schillernde Mosaike, viel Gold und ĂŒppig dekorierte Kirchen - das verbinden wahrscheinlich viele mit dem Namen Byzanz. 1000 Jahre bestand das byzantinische Kaiserreich, fĂŒr das Leben seiner Bewohnerinnen und Bewohner abseits des Kaiserhofs interessiert sich Claudia Rapp. Schon in der Schule begeisterte sie sich fĂŒr alt-Griechisch und die Geschichte Ostroms. Nach fast zwei Jahrzehnten Forschung und Lehre in den USA kam Claudia Rapp 2011 als Professorin fĂŒr Byzantinistik an die UniversitĂ€t Wien. Wien ist fĂŒr sie das „Schlaraffenland“ ihres Forschungsgebiets: Wegen des wissenschaftlichen Umfelds einerseits, und wegen des riesigen Schatzes an alten Handschriften in der Nationalbibliothek andererseits. Birgit Dalheimer hat mit ihr ĂŒber das Leben im byzantinischen Kaiserreich gesprochen, ĂŒber VerbrĂŒderungsrituale, die Rolle von Frauen, ĂŒber alte Sprachen und Schriften, die mit modernsten Methoden untersucht werden.

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  • Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den DickhĂ€utern hat unser VerstĂ€ndnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verĂ€ndert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, BĂ€ren und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: ĂŒber ihre Arbeit in Österreich und in vielen LĂ€ndern Afrikas, ĂŒber die Bedeutung der KlĂ€nge der Natur fĂŒr sie, ĂŒber das Tier-Mensch-VerhĂ€ltnis und darĂŒber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schĂŒtzen kann.

  • Trompeten, Grollen, Schnurren, Summen - was wollen Tiere sagen? Das untersucht Angela Stöger seit einem Vierteljahrhundert. Insbesondere Elefanten interessieren die Zoologin, seit sie 2001 am ersten im Wiener Zoo Schönbrunn geborenen Elefantenkalb ihre Forscherinnenkarriere begonnen hat. 2024 erschien ihr Buch "Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander", Angela Stögers Arbeit mit den DickhĂ€utern hat unser VerstĂ€ndnis davon, wie diese Tiere kommunizieren, grundlegend verĂ€ndert. Heute untersucht ihre Arbeitsgruppe auch die Kommunikation von Geparden, Löwen, Giraffen, BĂ€ren und afrikanischen Windhunden. Beim Festival "Stimmen der Wildnis" Ende April in St. Pölten hat Birgit Dalheimer mit Angela Stöger vor Publikum gesprochen: ĂŒber ihre Arbeit in Österreich und in vielen LĂ€ndern Afrikas, ĂŒber die Bedeutung der KlĂ€nge der Natur fĂŒr sie, ĂŒber das Tier-Mensch-VerhĂ€ltnis und darĂŒber, wie sie mit ihrer Forschung die Tiere in freier Wildbahn schĂŒtzen kann.

  • Anfang Oktober 2024 bekam die Ärztin und frĂŒhere Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky die Diagnose Darmkrebs. Ein Jahr spĂ€ter wurde ein Hirntumor entdeckt. Sie wurde operiert, begann mit einer Chemotherapie und machte ihre Krebserkrankung auf Social Media und in Interviews öffentlich. Die 1962 geborene Wienerin ist FachĂ€rztin fĂŒr AnĂ€sthesie und Intensivmdeizin. Mit Anfang 40 ĂŒbernahm sie die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der niederösterreichischen Landeskliniken. 2007 wurde Kdolsky Bundesministerin fĂŒr Gesundheit und Familie. Ihre Amtszeit endete nach knapp zwei Jahren mit dem Bruch der Koalition. Seither leitete Andrea Kdolsky u.a. die Gesundheitssparte einer großen Unternehmensberatung und arbeitete wieder als Ärztin. RegelmĂ€ĂŸig macht sie VorschlĂ€ge zur Gesundheitsreform - auch fĂŒr die Neos, seit sie wegen der schwarz-blauen Koalition in NÖ ihre ÖVP-Mitgliedschaft zurĂŒckgelegt hat. Mit Armin Wolf spricht Andrea Kdolsky ĂŒber ihre Erfahrungen als Patientin, Ärztin und Gesundheitspolitikerin.

  • Sechs Staaten auf dem Balkan gelten, teils seit ĂŒber 20 Jahren, als Beitrittskandidaten der EU. Einer, der diese Staaten seit den 1980er Jahren bereist, ist der Historiker, Autor und Journalist Misha Glenny. Zu Beginn seiner Erkundungen des Balkans gehörten fĂŒnf dieser Staaten noch zu einem Land, nĂ€mlich Jugoslawien, und Albanien galt als das isolierteste Land der Welt. Der 1958 in London geborene Brite Misha Glenny ist seit vielen Jahren einer der profiliertesten SĂŒdosteuropa-Kenner. Über den Westbalkan, darĂŒber, wie sich diese sechs Staaten in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelt haben und wie es ihnen heute geht, an welchen Scheidewegen sie angelangt sind, hat Birgit Dalheimer am 8. Mai vor Publikum im Wiener Ringturm mit ihm gesprochen.

  • Sechs Staaten auf dem Balkan gelten, teils seit ĂŒber 20 Jahren, als Beitrittskandidaten der EU. Einer, der diese Staaten seit den 1980er Jahren bereist, ist der Historiker, Autor und Journalist Misha Glenny. Zu Beginn seiner Erkundungen des Balkans gehörten fĂŒnf dieser Staaten noch zu einem Land, nĂ€mlich Jugoslawien, und Albanien galt als das isolierteste Land der Welt. Der 1958 in London geborene Brite Misha Glenny ist seit vielen Jahren einer der profiliertesten SĂŒdosteuropa-Kenner. Über den Westbalkan, darĂŒber, wie sich diese sechs Staaten in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelt haben und wie es ihnen heute geht, an welchen Scheidewegen sie angelangt sind, hat Birgit Dalheimer am 8. Mai vor Publikum im Wiener Ringturm mit ihm gesprochen.

  • Unsere Welt wird derzeit von so vielen Kriegen und bewaffneten Konflikten geprĂ€gt, wie seit Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr. Zu diesem Ergebnis ist 2025 eine Studie des Osloer Friedensforschungsinstituts gekommen. Mit dem Ende des 2. Weltkriegs ist die Allgemeine ErklĂ€rung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verabschiedet worden. Wie steht es derzeit um die Menschenrechte? Wie ist die Situation in Österreich? Und was braucht es, damit Menschenrechte, die zwar in internationalen VertrĂ€gen festgeschrieben sind, auch im Alltag wirksam werden? U.a. diese Fragen beantwortet die österreichische Menschenrechtsexpertin Marianne Schulze, die seit ĂŒber 20 Jahren international tĂ€tig ist und sich vor allem fĂŒr die Rechte von Menschen mit Behinderungen stark gemacht hat. Im GesprĂ€ch mit Mari Lang erzĂ€hlt sie außerdem, was ihre Familiengeschichte und die Ermordung ihres jĂŒdischen Urgroßvaters im Euthanasieprogramm der Nazis mit ihrem Engagement fĂŒr Menschenrechtre zu tun hat.

  • Wie gehen wir mit destruktiven, gewalttĂ€tigen Ereignissen, mit geopolitischen Verwerfungen, den neuen Krisen und Kriegen um – ohne zynisch zu werden oder uns gĂ€nzlich abzuwenden? Die Historikerin Mirjam Zadoff hat dazu ein Buch mit dem Titel „Wie wir ĂŒberwintern“ geschrieben – teils Selbsttherapie, teils Analyse und Mutmacher. 1974 in Innsbruck geboren, studierte Mirjam Zadoff Geschichte und Judaistik in Wien und MĂŒnchen. Seit 2019 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum in MĂŒnchen.
    Jede Alltagshandlung, sofern sie bewusst gesetzt wird, kann politische Bedeutung erlangen. AutoritĂ€re Bewegungen wollen uns Menschen entmachten, uns entmĂŒndigen – schon Hannah Arendt schrieb dazu, dass dies umso leichter gelingt, je einsamer wir sind. Gemeinsam mĂŒssen wir dagegenhalten, neue TĂŒren wollen geöffnet sein, im gemeinsamen Feiern aber auch Trauern rĂŒcken wir zueinander und schaffen RĂ€ume der Zuversicht, meint Mirjam Zadoff im GesprĂ€ch mit Andreas Orbecht.

  • Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berĂŒhmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berĂŒhmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurĂŒck in Österreich. Ob auf den streng geschĂŒtzten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um GrĂŒnau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen SĂŒdaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur fĂŒr das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im GesprĂ€ch mit Birgit Dalheimer erzĂ€hlt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch ĂŒber den Menschen lernen kann.

  • Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berĂŒhmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berĂŒhmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurĂŒck in Österreich. Ob auf den streng geschĂŒtzten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um GrĂŒnau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen SĂŒdaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur fĂŒr das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im GesprĂ€ch mit Birgit Dalheimer erzĂ€hlt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch ĂŒber den Menschen lernen kann.

  • Was, wenn der grĂ¶ĂŸte blinde Fleck unserer Wirtschaft genau dort liegt, wo das tĂ€gliche Leben stattfindet - bei FĂŒrsorge, Pflege und Bildung? Diese Frage beschĂ€ftigt unseren heutigen Gast seit mehr als zwanzig Jahren: die Unternehmerin und Organisationsentwicklerin Elisabeth Sechser. Mit der Initiative "CaringEconomy.Jetzt" setzt sich Elisabeth Sechser fĂŒr ein VerstĂ€ndnis von Wirtschaft ein, das Care-Arbeit nicht als private Nebensache, sondern als Fundament unserer Gesellschaft begreift. Das Engagement der Wienerin ist dabei nicht nur theoretisch: Als Mutter einer unheilbar kranken Tochter verbindet Sechser persönliche Erfahrung mit ökonomischer Analyse. In ihrem Denken knĂŒpft sie an die 1931 in Wien geborene und in die USA emigrierte Kulturwissenschafterin Riane Eisler an. Mit Elisabeth Sechsers Einsatz fĂŒr Riane Eislers Bekanntheit und WĂŒrdigung auch in Österreich beginnt Mari Lang das GesprĂ€ch.

  • Eigentlich wĂ€re es unserem heutigen Gast lieber gewesen, hĂ€tte das GesprĂ€ch fĂŒr die Sendung draußen in der Natur und nicht im Studio stattgefunden. Genauer, im Wildnisgebiet DĂŒrrenstein-Lassingtal im Grenzgebiet Niederösterreich/Steiermark. Dort ist Maria Rochow als Wildnisrangerin, WanderfĂŒhrerin und NaturpĂ€dagogin tĂ€tig ist. Das Schutzgebiet gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltnaturerbe, es wurde zum Schutzgebiet fĂŒr Dunkelheit erklĂ€rt, und es beherbergt den grĂ¶ĂŸten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens. Seit 2020 ist es der Arbeitsplatz von Maria Rochow. Geboren 1989 in Bayern hat sie an der BOKU Forstwirtschaft studiert und kam kurz danach zum Arbeiten ins Wildnisgebiet. Mittlerweile hat sie sich dort auch privat mit einer kleinen Tochter verwurzelt. Sie fĂŒhrt Forschungsprojekte durch und leitet und konzipiert Exkursionen. Judith Brandner hat selbst an mehreren dieser Exkursionen teilgenommen und Maria Rochow nun zum GesprĂ€ch getroffen.

  • Schon als VierjĂ€hriger stand er auf der BĂŒhne, in seiner Heimatstadt Mayen in der Eifel, jetzt ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters absolvierte in den 1950-er Jahren die Schauspielschule in MĂŒnchen und begann seine Karriere an den dortigen Kammerspielen. Schnell fĂŒhrte ihn sein Weg zum Film, wo er Ganoven, Mafiosi, Knechte und selbst Mussolini darstellte. Dass er als Winnetous bösartiger Gegenspieler Santer die HĂ€uptlingsschwester Nscho-tschi erschoss, verziehen ihm viele Zuschauerinnen und Zuschauer nie. Im wahren Leben war der international renommierte Schauspieler und SĂ€nger, Autor und Entertainer Mario Adorf ein freundlicher Mensch. Und ein vielfach ausgezeichneter, u.a. erhielt er den Grimme-Preis, das Große Bundesverdienstkreuz oder den Deutschen Filmpreis fĂŒr sein Lebenswerk. Gestern ist Mario Adorf in Paris gestorben. Ö1 wiederholt ein GesprĂ€ch, das Renata Schmidtkunz im Oktober 2015 mit ihm fĂŒhrte.

  • Vor eineinhalb Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ in die Schlagzeilen. Gewalt, verbale Übergriffe, asoziales Verhalten der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wurden beklagt. Ein Drittel des Lehrkörpers war regelmĂ€ĂŸig krankgeschrieben, der benachbarte Supermarkt engagierte einen Wachdienst. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-JĂ€hrige fĂŒhrt seither mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter AutoritĂ€t“, wie er es nennt – und sein Erfolg als „Schul-Retter“ sorgt in ganz Deutschland fĂŒr Aufmerksamkeit. Das Milieu und die Probleme seiner SchĂŒlerinnen und SchĂŒler kennt der tĂŒrkischstĂ€mmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im GefĂ€ngnis saß. Mit Beginn der Sommerferien wird er die Bergius-Schule verlassen, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorĂŒber“, sagt er dazu im GesprĂ€ch mit Armin Wolf.

  • Carmen Possnig ist junge Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, als sie sich bei der ESA – der European Space Agency – um einen ziemlich unkonventionellen Job: Gesucht wird eine ForschungsĂ€rztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftliche zu arbeiten, davon neun Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon vier Monate ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre Ă€rztliche Karriere grundlegend verĂ€ndern. Carmen Possnig arbeitet danach als ForschungsĂ€rztin bei der ESA – und bewirbt sich abermals um einen speziellen Job bei der EuropĂ€ischen Weltraumagentur. Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsĂ€chlich in ErfĂŒllung, erzĂ€hlt sie im GesprĂ€ch mit Andreas Obrecht: 2022 wird sie offiziell in den ESA-Astronautenpool als Reserveastronautin aufgenommen.

  • Fast die HĂ€lfte der ErdoberflĂ€che ist internationale Hochsee. Im JĂ€nner 2026 ist ein historisches Abkommen zum Schutz dieser Regionen in Kraft getreten. Welche Wissenschaft, Diplomatie und Politik fĂŒr dessen Zustandekommen nötig war, untersuchte die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot. Seit 2025 ist sie Professorin fĂŒr Internationale Umweltpolitik an der UniversitĂ€t Wien. Als Mitglied des Österreichischen BiodiversitĂ€tsrats setzt sie sich fĂŒr eine StĂ€rkung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein. Alice Vadrot, geboren 1985 in Saarburg in Deutschland, ist Tochter einer Österreicherin und eines Franzosen, hat Politikwissenschaft, Philosophie und Slawistik/Russistik an der UniversitĂ€t Wien studiert. UrsprĂŒnglich wollte sie Diplomatin werden, jetzt beforscht sie aber lieber mit ihrem Team die Diplomatie in der Umweltpolitik. Das Meer lĂ€sst sie auch in ihrer Freizeit nicht los: Derzeit arbeitet sie an einem Kinderbuch ĂŒber Ozeane, das sie selbst illustriert.

  • Fast die HĂ€lfte der ErdoberflĂ€che ist internationale Hochsee. Im JĂ€nner 2026 ist ein historisches Abkommen zum Schutz dieser Regionen in Kraft getreten. Welche Wissenschaft, Diplomatie und Politik fĂŒr dessen Zustandekommen nötig war, untersuchte die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot. Seit 2025 ist sie Professorin fĂŒr Internationale Umweltpolitik an der UniversitĂ€t Wien. Als Mitglied des Österreichischen BiodiversitĂ€tsrats setzt sie sich fĂŒr eine StĂ€rkung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ein. Alice Vadrot, geboren 1985 in Saarburg in Deutschland, ist Tochter einer Österreicherin und eines Franzosen, hat Politikwissenschaft, Philosophie und Slawistik/Russistik an der UniversitĂ€t Wien studiert. UrsprĂŒnglich wollte sie Diplomatin werden, jetzt beforscht sie aber lieber mit ihrem Team die Diplomatie in der Umweltpolitik. Das Meer lĂ€sst sie auch in ihrer Freizeit nicht los: Derzeit arbeitet sie an einem Kinderbuch ĂŒber Ozeane, das sie selbst illustriert.

  • Als Barbara Margarete Sophie Marie Mitsu GrĂ€fin Coudenhove-Kalergi wurde sie 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Bei Kriegsende wird mit ihrer Familie vertrieben. SpĂ€ter in Wien wird Barbara Coudenhove-Kalergi Journalistin. Sie heiratet einen prominenten Kommunisten, ist bei der Arbeiterzeitung die „Rote GrĂ€fin“ und wird beim ORF zur berĂŒhmten Reporterin: Aus Polen berichtet sie vom Aufstand der Solidarnosc, aus Berlin vom Fall der Mauer und ĂŒber die „Samtene Revolution“ in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurĂŒckkehrt. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi 94 und ĂŒberblickt nahezu ein Jahrhundert europĂ€ische Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und Revolutionen erlebt – und zuletzt eine Krise der liberalen Demokratie. „Wir leben in finsteren Zeiten“, sagt sie im GesprĂ€ch mit Armin Wolf: „Aber es gibt eine Sehnsucht nach anstĂ€ndigen Menschen.“

  • Als Barbara Margarete Sophie Marie Mitsu GrĂ€fin Coudenhove-Kalergi wurde sie 1932 in Prag in eine deutschsprachige Adelsfamilie geboren. Bei Kriegsende wird mit ihrer Familie vertrieben. SpĂ€ter in Wien wird Barbara Coudenhove-Kalergi Journalistin. Sie heiratet einen prominenten Kommunisten, ist bei der Arbeiterzeitung die „Rote GrĂ€fin“ und wird beim ORF zur berĂŒhmten Reporterin: Aus Polen berichtet sie vom Aufstand der Solidarnosc, aus Berlin vom Fall der Mauer und ĂŒber die „Samtene Revolution“ in ihrer Heimatstadt Prag, in die sie 1991 als ORF-Korrespondentin zurĂŒckkehrt. Heute ist Barbara Coudenhove-Kalergi 94 und ĂŒberblickt nahezu ein Jahrhundert europĂ€ische Geschichte. Sie hat einen Weltkrieg, Vertreibung, Diktaturen und Revolutionen erlebt – und zuletzt eine Krise der liberalen Demokratie. „Wir leben in finsteren Zeiten“, sagt sie im GesprĂ€ch mit Armin Wolf: „Aber es gibt eine Sehnsucht nach anstĂ€ndigen Menschen.“