Avsnitt

  • Ein spannendes Zweipersonen-Kammerspiel, psychologisch subtil, mit überzeugender Besetzung. Pierre wartet am Abend auf seine Frau Juliette. Doch stattdessen kommt unerwarteter Besuch. Ein harmloses Gespräch entwickelt sich zu einem verbalen Schlagabtausch.

    Statt Juliette taucht deren Schwester Marianne auf. Beim gemeinsamen Warten reden Pierre und seine Schwägerin über sich, über ihre Ehen und entdecken dabei ihre bisher unausgesprochene Zuneigung zueinander. Aber es machen sich auch Verdächtigungen breit. Was ist mit Juliette? Warum kommt sie nicht, wurde sie umgebracht? Von Pierre – oder von Marianne? Die Wartezeit wird zur Belastungsprobe, zum verbalen Duell und endet mit einem überraschenden Schluss.

    Mit: Lilian Westphal (Marianne), Werner Kreindl (Pierre)

    Aus dem Französischen von Maria Frei - Regie: Robert Bichler - Produktion: SRF 1977 - Dauer: 50' 

  • Sechs Jugendliche, sechs Mal eine Suche nach einer Bestimmung im Leben, nach Halt und Geborgenheit. An einem Samstag kreuzen sich ihre Wege in einem Club – und das Leben der Jugendlichen verändert sich für immer.

    Bianca hat ein T-Shirt mit einer grünen Katze drauf und ist in Robert verknallt. Mit ihrer besten Freundin Roxana teilt sie alles, sogar den Schutzengel namens Viktor. Dani hat keinen Schutzengel, dafür einen Säufer als Vater. Wenn der die Wohnung verwüstet, erscheint Dani neuerdings eine grüne Katze. Wenn sie da ist, wird alles leichter. Boogie nimmt Pillen, um sich über die verlorene Freundschaft mit Bianca zu trösten. Flori, Biancas Schwester, ist abergläubisch: Sie operiert mit Schokolade unter Fussabstreifern und Knöpfen von toten Soldaten, um das Schicksal zu überlisten. Nur Robert hat wenig Sinn und keine Zeit für Übersinnliches. Sein Schicksal haben seine ehrgeizigen Eltern mit einem strikten Korsett an Nachhilfestunden im Griff. Alle sechs Jugendlichen haben ihre Überlebensstrategien, um sich über Verluste und Enttäuschungen hinwegzutrösten und dem Alltag mehr als Langeweile und Einsamkeit abzugewinnen.

    Das Hörspiel «Die grüne Katze» ist die akustische Weiterentwicklung einer Inszenierung, die der Schweizer Regisseur Enrico Beeler für das damalige «Junge Schauspielhaus Zürich» 2015 realisiert hat.

    Mit: Joachim Aeschlimann (Robert), Matthias Britschgi (Dani), Aaron Hitz (Boogie), Anna Schinz (Bianca), Sibylle Mumenthaler (Flori), Anja Martina Schärer (Roxana)

    Aus dem Rumänischen von Ciprian Marinescu und Frank Weigand - Musik: Simon Ho - Tontechnik: Franz Baumann - Dramaturgie: Enrico Beeler - Hörspielfassung und Regie: Päivi Stalder - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 51'

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  • Sie schienen wahrlich nicht füreinander bestimmt: die übergewichtige Doris aus dem Thurgau und der nerdische Bähnler Josef aus dem Luzerner Hinterland. Und dennoch lernen sich die beiden kennen und lieben, gegen alle Hindernisse – und von denen hatte das Leben für beide mehr als genug parat.

    Mit zwanzig ist Doris müde, allein und enttäuscht. Von den Eltern verschupft, durch Heime geschleust, benutzt, ausgelacht. «Wo bist du, treuer ehrlicher Mann?», schreibt sie in einen Chat. Josef antwortet, auch er ein Enttäuschter. Seit der Lehre war er 15 Jahre lang als Rangierarbeiter bei der Bahn gewesen, dann hat man ihn gekündigt aus heiterem Himmel. Ausgerechnet ihn, der nichts so sehr liebt wie Lokomotiven, Waggons und Weichen. Josef rächt sich, wird erwischt, ein Desaster. Und trotzdem kommt es zum Happy End, mit Doris.

    «Viellicht gsehnd mer z Bern de TGV. Doris reibt ihr Gesicht an Josefs Schulter, diesen Josef gibt sie nie mehr her. Wa für e Glück, dass ich dich han. Er ist so ruhig, er schreit nicht, er trinkt nicht, ganz anders als ihr Vater, der ständig schlug, wenn er besoffen war.»

    Mit: Lotti Happle (Doris), Patric Gehrig (Josef), Jeanne Devos (Erzählerin), Samuel Streiff (Erzähler)

    Komposition: Malte Preuss - Tontechnik: Björn Müller - Hörspielfassung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023/24 - Dauer: ca. 45'

  • Ein Mordanschlag erschüttert im Mai 2009 Guatemala. Das Land in Mittelamerika wankt. Schuld daran ist der Rechtsanwalt Rodrigo Rosenberg. Er wurde umgebracht, und davor seine Geliebte. Beide Morde, sagt Rosenberg in einem Video vor seinem Tod, geschahen im Auftrag des Staatspräsidenten. Wirklich?

    Rodrigo Rosenberg Marzano war einer der erfolgreichsten Wirtschaftsjuristen des Landes. Und der Stolz seiner Mutter. Seine politische Karriere verlief zwar glücklos, umso erfüllter und turbulenter hingegen sein Liebesleben. Rosenberg – zweimal verheiratet, vier Kinder – verliebte sich unsterblich in die sechs Jahre jüngere Marjorie Musa, Tochter eines aus dem Libanon stammenden Geschäftsmannes.

    «Was auch immer er tat, Rodrigo tat es aus Liebe», diktiert sein Halbbruder Eduardo dem Reporter ins Mikrofon. Und der beste Freund Luis ergänzt, Rodrigo sei «un romantico» gewesen und ausserdem «un caballero de la justicia», ein Ritter der Gerechtigkeit. Das alles führte dazu, dass Rodrigo Rosenberg zum Zentrum einer Staatsaffäre und zugleich eines Kriminalfalls wurde, der anmutet, als hätte Hollywood Regie geführt. Das Protokoll aber führt, nüchtern und glasklar in der Sprache, wie in allen fünf Hörspielen, die von der «Wahren Liebe» handeln, der Reporter aus Hitzkirch, Kanton Luzern: Erwin Koch.

    «TE QUIERO, MI AMOR, CADA DÍA MÁS. SOS MI VIDA ENTERA. TE AMO TE AMO TE AMO.»

    Mit: Oriana Schrage (Erzählerin), Martin Butzke (Erzähler), Jan Bluthardt (Luis), Nicola Fritzen (Eduardo), Nicolas Batthyany (Voiceover)

    Komposition: Malte Preuss - Tontechnik: Björn Müller - Hörspielfassung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023/24 - Dauer: ca. 45'

  • Auch das zweite Hörspiel in der Reihe nach Reportagen von Erwin Koch spielt im Kanton Uri. Es ist die Geschichte von Melanie, die in der Beiz, wo sie kellnert, den Installateur Leo kennenlernt. Sie ziehen zusammen, zeugen ein Kind, heiraten. Dann die fatale Diagnose: In Leos Kopf wächst ein Tumor.

    Es folgt Behandlung um Behandlung, Melanie steht Leo nach Kräften bei. Doch statt zu genesen, verschlechtert sich sein Zustand zusehends. Schlimmer noch: Seine Persönlichkeit beginnt sich zu verändern. Es kommt zu Aussetzern und Ausrastern. Schliesslich vergreift sich Leo an den beiden kleinen Kindern. Als Melanie es merkt, zeigt sie ihn an. Die Behörden übernehmen, Anwälte und Psychologinnen. Aber Melanie und ihren Kindern helfen sie nicht. Sie kann nicht verzeihen, und dennoch ist sie an Leos Seite, als er stirbt.

    «Die Polizei bringt Leo nach Altdorf, setzt ihn an einen Tisch mit Melanie, Leo will sie küssen, Melanie dreht sich weg, Leo sagt, er sei es nicht gewesen, wenn jemand, dann ein anderer: Ich bi n ä Liäbä, all wisset das, dass ich ä Liäbä bi, sogar im Bus wisset sys, im Restaurant Bahnhof sowiso, iberall.»

    Mit: Madlen Arnold (Melanie), Matteo Schenardi (Leo), Anja Schärer (Erzählerin 1), Barbara Terpoorten (Erzählerin 2), Martin Hug (Chronist)

    Komposition: Malte Preuss - Tontechnik: Björn Müller - Hörspielfassung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023/24 - Dauer: ca. 50'

  • Ein Musiker aus dem Kanton Uri macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Denn talauf, talab scheinen es alle zu wissen: Sein Erzeuger ist nicht jener Franz zuhause am Tisch, den er so sehr lieben möchte. Und: Sein italienischer Name ist kein Zufall. Doch Mutter Marietta schweigt, fast bis zuletzt.

    Seit vierzig Jahren porträtiert der Luzerner Journalist Erwin Koch in seinen Reportagen Menschen, denen im Leben Tragisches widerfährt. Es sind sorgfältig recherchierte Geschichten, die er stilistisch unnachahmlich und ohne zu werten zu dramatischen Meisterstücken verdichtet. Es sind Fälle, die sich häufiger in Gerichtsakten niederschlagen, als dass sie für grosse Schlagzeilen sorgen; Fälle von universeller Geltung, auch oder gerade wenn sie im Regionalen verankert sind, mit Beteiligten, die man aus der eigenen Nachbarschaft zu kennen glaubt.

    Ein Thema zieht sich wie eine Konstante durch das Werk von Erwin Koch: die Liebe. Er dokumentiert und beschreibt, was sie, diese gewaltige Macht, in immer wieder neuer Form und Gestalt anrichtet unter den Menschen. Regisseur Reto Ott hat vier dieser Liebesgeschichten ausgewählt und als Hörspiel eingerichtet. Alle haben sich in den Nullerjahren zugetragen, drei in der Innerschweiz und eine, ein regelrechter Krimi, in Mittelamerika.

    «Nichts in meinem Leben habe ich mir heftiger gewünscht, als dass du mein Vater wärst.» (Giorgio)

    Mit: Urs Jucker (Giorgio), Ruth Schwegler (Mutter)

    Komposition: Malte Preuss - Tontechnik: Björn Müller - Hörspielfassung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023/24 - Dauer: ca. 40'

  • Ein Kulturschock der besonderen Art! Der Innerschweizer Sepp Murer bleibt am Hosensaum in der Rolltreppe respektive an der Grossstadt hängen und avanciert zu einer Art Schweizer Diogenes.

    «Heutzutage bleibt man an vielen Dingen hängen. Der eine hängt an seiner Frau, der andere an der Tradition. Ich meinerseits hänge sehr an meinen Kindern.» Anstatt Hilfe, um den Saum seiner besten Hose aus der Rolltreppe zu befreien, erhält Sepp Maurer zig philosophische und psychologische Ratschläge. «Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!»

    Platon, Wittgenstein, Husserl, Sartre, Camus – Sepp Murer bekommt so einiges zu hören in seiner verzwickten Lage. Dabei möchte er doch nur seine Schwester Annemarie besuchen, die er seit dreissig Jahren nicht mehr gesehen hat. Das tibetanische Totenbuch kann ihm da – entgegen dem Ratschlag eines Passanten – nicht weiterhelfen. Eine philosophische Reise trotz der Unbeweglichkeit ihres Protagonisten!

    Der Autor Hugo Rendler hat unzählige Hörspiele, Theaterstücke und Romane geschrieben. Mit «Dä Sepp Murer wett a sinerä Schweschter Annämarie zum Geburtstag gratulierä» ist er dem Publikum von SRF zum ersten Mal bekannt gemacht worden.

    Mit: Tino Arnold (Sepp Murer), Yvonne Kupper (Annämarie) sowie Max Rüdlinger, Inigo Gallo, Isabel Schaerer, Alice Brüngger, Kurt Bigger, Karin Salm, Kathrin Brenk, Walter Baumgartner, Franziskus Abgottspon, Barbara Magdalena Ahren, Daniel Boemle, Jürgen Brügger, Trudi Roth, Sara Capretti und Giacomo Cavalli

    Musik: Robert Weber - Regie: Barbara Schlumpf - Produktion: SRF 1994 - Dauer: 30' 

  • Im metaphysischen Oberengadin, im Meereshimmelblau von Genua und im philiströsen Treiben der Metropole Basel nähert sich Friedrich Nietzsche dem Leben an. Oder den Menschen. Er hat viel zu geben, aber viel erwartet er auch. Und so schlägt er das Leben und die Menschen in die Flucht.

    In dieser Dramödie tappt der halbblinde Vater der ewigen Wiederkehr von Fiasko zu Fiasko, ob als Reiter beim Militär, als insolventer Anzugkäufer oder als fünftes Rad am Wagen einer Ménage à trois.
    Zwischen bösen Kopfwehattacken und heilloser Euphorie kommt der Hörer Nietzsche näher, als er das womöglich wollte. Und überlegt vielleicht am Ende, ob er auch so eine Vorlesemaschine braucht.

    Ausserdem in dieser Sendung: Wie ass Nietzsche eigentlich sein Frühstücksei? Hart oder pflaumenweich, pochiert oder im Glas? Schlug er in mitleidlosem Übermenschengestus die Kappe von der Hühnerfrucht? Oder klöppelte er vielmehr mit dem beinernen Eierlöffel den Hut in viele kleine Stücke?

    Dieses Hörspiel wurde 2016 mit dem Hauptpreis am «Grand Prix Nova» in Bukarest ausgezeichnet.

    Mit: Santiago Ziesmer (Friedrich Nietzsche), Elise Liechtenstern (Moritatensängerin), Dirk Glodde (Richard Wagner, Hauptmann, Bote), Anette Herbst (Cosima Wagner), Barbara Falter (Paul Deussen, Rosalie Nielsen), Benedikt Greiner (Paul Ree), Doris Wolters (Malwida von Meysenbug), Jodoc Seidel (Doktor), Claude Pierre Salmony (Jacob Burckhardt), Vincent Leittersdorf (Franz Overbeck) und Ellinor Landmann (Kellnerin)

    Musik: Emil Teiger Band - Tontechnik: Basil Kneubühler - Regie: Johannes Mayr - Produktion: SRF 2014 - Dauer: 58' 

  • Ein (alb)traumhafter Krimi aus dem Norden. Eine gewaltige Explosion durchbricht die Stille der Dorfnacht: Im niedersächsischen Westerhude zerstören Rohrbomben drei Windräder. Doch gibt es weder Spuren noch Bekennerschreiben.

    Die Extremismus-Einheit aus Verden an der Aller wird hinzugezogen, aber es gibt weder Spuren noch ein Bekennerschreiben. In Sichtweite lebt eine Alters-WG auf einem Resthof. Da die Seniorinnen und Senioren seltsam entspannt sind angesichts der Explosionen, wird die verdeckte Ermittlerin Jules Dombrowski als Pflegerin für die bettlägerige Heidelinde eingesetzt. Der Beginn einer zarten, wunderbaren Freundschaft im Schatten der Windrad-Ruinen. Währenddessen nehmen sich Gina Scarafilo und Philipp von Treuenfels das Dorf vor – und stossen auf einen historischen Schützenverein mit rechtskonservativer Gesinnung und einer Menge Schwarzpulver im Vereinsheim.

    Teamwechsel nach 15 Jahren: Seit 2023 ermittelt das neue Dreiergespann. Als kleine Spezialeinheit sollen sie sich um Extremismus in Niedersachsen kümmern. Gina ist eine toughe Alleinerziehende um die 50 und italienischer Herkunft. Ihre Eltern waren Teil der Roten Brigaden. Gina hasst alles Radikale. Philipp, politisch eher neutral, kommt aus einer Flensburger Marine-Offiziersfamilie. Und Jules ist Undercover-Ermittlerin, die sich jedes Mal aufs Neue in die radikalen Gruppen einschleust. Sie ist athletisch, empathisch und unglaublich schnell im Kopf.

    Simone Buchholz, geboren 1972 in Hanau, zog 1996 nach St. Pauli. Sie wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet, schreibt seit 2008 Kriminalromane und gehört zum Präsidium des neu gegründeten PEN Berlin. Für ihre Chastity-Riley-Reihe wurde sie mit dem Radio-Bremen-Krimipreis, dem Crime Cologne Award, dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.

    Mit: Nina Kronjäger (Gina Scarafilo), David Vormweg (Philipp von Treuenfels), Hanna Plaß (Jules Dombrowski), Hannelore Hoger (Heidelinde Manesse), Bjarne Mädel (Kollege von der Wache), Peter Franke (Uli Flemming), Brigitte Janner (Peggy Barner), Ulrich Gebauer (Athanasios Kavouras), Hildegard Schmahl (Lilo Safráncová), Christian Redl (Walt), José Barros Moncada (Rhett) sowie Achim Buch, Angela Roy und Sönke Peters

    Komposition: Sicker Man - Tontechnik: Christian Alpen, Manuel Glowczewski, Angelika Körber, Philipp Neumann, Sebastian Ohm - Regie: Eva Solloch - Dramaturgie: Susanne Birkner - Produktion: NDR 2024, Dauer 52' 

  • Psychokrimi der feinsten Sorte. Zwei Amerikaner werden im winterlichen Griechenland durch ein Verbrechen zusammengeschweisst. Sie sind aufeinander angewiesen, doch bald hat jeder einen Grund, den anderen loswerden zu wollen. Ein Katz-und-Maus-Spiel voller Wendungen und falscher Fährten beginnt.

    Der junge Amerikaner Rydal Keener reist, seitdem er vor zwei Jahren das Jurastudium abgeschlossen hat, durch Europa. Als er sich in den frühen Januartagen des Jahres 1960 in Athen aufhält, begegnet er dem vor polizeilichen Ermittlungen aus den Staaten geflüchteten Hochstapler Chester MacFarland und dessen Ehefrau Colette. Rydal fühlt sich magisch zu dem Paar hingezogen, das ihn unwillkürlich mit verdrängten Konflikten aus seiner Vergangenheit konfrontiert. Als ein griechischer Polizist die MacFarlands in deren Hotel aufspürt und vernehmen will, tötet Chester den Griechen. Rydal überrascht Chester, als dieser gerade die Leiche über den Hotelflur ziehen will, und hilft ihm nicht nur beim Verstecken des Toten, sondern auch bei der Flucht nach Kreta. Doch schnell wird klar: diese Ménage-à-trois kann nur tragisch enden. Auf Eifersucht folgen Lügen, Verrat und schliesslich ein Mord im labyrinthischen Palast von Knossos.

    Patricia Highsmiths Psychodrama spielt im Januar, der nach dem römischen Gott Janus des Anfangs und des Endes benannt ist. Wie Janus meist mit zwei in entgegengesetzte Richtungen blickende Köpfe dargestellt wird, so verschmelzen auch Rydal und Chester ineinander, dass sie fast wie eine Figur mit zwei Gesichtern wirken. Zugleich sind «Die zwei Gesichter des Januars» eine fast märchenhafte, nostalgische Zeitreise in das «alte Europa» der 1960er Jahre, in der Tourismus noch kein Massenvergnügen war und Identitäten mittels gefälschter Pässe gewechselt werden konnten wie ein Paar Schuhe. Doch Mord bleibt Mord.

    Mit: Hansi Jochmann (Erzählerin), Robin Meisner (Rydal Keener), Matthias Leja (Chester MacFarland), Marleen Lohse (Colette MacFarland) sowie Adam Bousdoukos, Jasin Challah, Yorck Dippe, Marios Gavrilis, Pascal Houdus, Maja Schöne und Gustav Peter Wöhler
    In weiteren Rollen: Nikolaos Goudanakis, Iraklis Kamperidis, Niko Kapsalis, Sofia Chatzigianni und Stavros Mouratidis

    Aus dem Amerikanischen von Werner Richter - Komposition: Rainer Quade - Tontechnik: Corinna Gathmann, Jan Merget, Angelika Körber und Nicole Graul - Bearbeitung und Regie: Claudia Leist - Dramaturgie: Michael Becker - Produktion: NDR/SRF 2024 - Dauer Teil 1 und Teil 2: 149'

    In diesem Sendungshinweis hören Sie die integrale Fassung (also Teil 1 und Teil 2) des Hörspiels. 

  • Ida Schaumann ist 24 Jahre alt und hat Depressionen. Sie lässt sich in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort nimmt sie den Kampf auf gegen die Angst und das Tiefdruckgebiet im Kopf. Es folgt, frech, musikalisch und authentisch, die sehr heutige Innensicht einer weit verbreiteten Erkrankung.

    «Ich bin ein menschlicher Verkehrsunfall. Irgendwann bin ich einfach stehengeblieben, und dann sind Erlebnisse wie LKWs in mich hineingefahren.»

    Die Autorin Kathrin Wessling leidet unter Depressionen, seit sie denken (und schreiben) kann. 2010 begann sie, ihre Auseinandersetzung mit der Krankheit in einem Blog festzuhalten. Daraus entwickelte sich schliesslich, als fiktionale Fortschreibung, ihr erster Roman: «Drüberleben». Die Geschichte der Ida Schaumann ist zwar autobiografisch grundiert, ist aber eine sprachlich packende literarische Konstruktion: ein Kammerspiel über Identitäten im Zustand fortschreitender Auflösung, angesiedelt im Mikrokosmos einer Klinik.

    Ida Schaumanns Depression, ihre Verzweiflung und ihre Wut können auch als Symptom einer Gesellschaft gelesen werden, die mit ihrem Zwang zur hyperaktiven Selbstoptimierung so manche überfordert.

    Das Hörspiel «Drüberleben» ist die akustische Weiterentwicklung einer Inszenierung, die der Schweizer Regisseur Daniel Wahl im Oktober 2013 für das Theater der Stadt Freiburg im Breisgau realisiert hat.

    Mit: Charlotte Müller, Nic* Reitzenstein und Malte Preuss

    Dramatisierung: Daniel Wahl - Musik: Malte Preuss - Tontechnik: Tom Willen - Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2015 - Dauer: 55'

  • Wir schreiben das Jahr 810. Der Gerbersohn Regi will schreiben und lesen lernen, denn – so hofft Regi – findet er in der Kloster-Schreibstube Arbeit. Er will Geld verdienen, damit er seinen jungen Geissbock Karli kaufen kann. Ansonsten wird aus Karli Pergament

    Regi bekommt für seine Ziele Hilfe von seiner Schwester Maria. Im Gegenzug muss Regi seiner Schwester berichten, wie weit Bruder Tanko mit der neuen Glocke ist. Maria interessiert sich brennend für das Glockengiessen. Aber Frauen ist der Zutritt ins Kloster verboten. Regi gibt sich grosse Mühe, allen gerecht zu werden. Eines Tages entwischt Regis Geissböckchen Karli auf den Klosterfriedhof. Dort entdeckt Regi einen Silberschatz. Für die Geschwister ist klar: Diesen Schatz kann nur dieser merkwürdige Pilger Sintram dort versteckt haben. Maria und Regi stellen dem Schatzgräber eine Falle und erleben eine grosse Überraschung.

    Ein Klosterkrimi für die ganze Familie.

    Mit: Pamela Dürr (Erzählerin), David Bühler (Regi), Katharina Marianne Schmidt (Maria), Eric Hättenschwiler (Klosterschüler Martinian), Renato Kaiser (Bruder Tanko), Walter Andreas Müller (Bruder Ekbert), Hanspeter Müller-Drossaart (Pilger Sintram)

    Musik: Martin Bezzola - Gregorianischer Chor: chant 1450 (mit freundlicher Genehmigung von note 1 music gmbh) - Gambe: Thomas Goetschel - Sound Design und Editing: Daniel Manhart - Tontechnik: Björn Müller - Regie: Päivi Stalder - Produktion SRF, 2021 - Dauer Teil 2: 46'

  • Ein Triptychon zum Thema «Arbeit». Drei Menschen erzĂ€hlen aus ihrem Beruf: Gekonnt performen sie ihre Work-Live-Balance, routiniert jonglieren sie mit Begriffen aus der fortschrittlich gemanagten Arbeitswelt. Doch bald merkt man – hier stimmt was nicht«Drei Protokolle aus dem immerfort weiter vorauseilenden Zeitalter der Arbeit» – so heisst es im Untertitel des Hörspiels – und da weiss man gleich, woher der Wind weht: Zeit ist Geld, und wer nicht Schritt hĂ€lt, den fressen die Hunde.Jens Nielsens Figuren halten Schritt; sie sind sich sicher. Denn sie kĂ€mpfen und dienen und strengen sich an, auch wenn irgendwie um sie herum alles anders aussieht als frĂŒher und auch das KĂ€mpfen und Mitlaufen anstrengender geworden ist sie geben nicht auf. Uns Zuhörenden wird hingegen bald klar: Die haben das Rennen schon verloren. Das sind doch alles Aussenseiter: abgehĂ€ngt, abgestellt, ĂŒberholt.Der Leiter des Zugwaggons etwa, der auch im verwaisten Abteil gewissenhaft seiner Arbeit nachgeht. Oder der Ökonom, der mit durchtrenntem Bakelit-Telefonhörer VerkaufsgesprĂ€che mit der ganzen Welt fĂŒhrt, wĂ€hrend vor seinem Haus das Chaos ausbricht.Oder jene Angestellte, die auf der Suche nach ihrem Arbeitsplatz monatelang durch BĂŒrogĂ€nge irrt.Die freie Hörspielmacherin Bettie I. Alfred, der Hörspiel- und Theaterregisseur Henri HĂŒster und die SRF-Regisseurin Susanne Janson haben in drei Mikrokosmen den Figuren Raum gegeben: ihrer Kauzigkeit, sorgfĂ€ltigen Langsamkeit, ihrer humorigen NĂ€chstenliebe. Die Komponisten Johannes Wernicke und Florentin Berger-Monit verflechten die drei ErzĂ€hlungen mit atmosphĂ€rischen Kompositionen und AnklĂ€ngen ans traditionelle Arbeiterlied.Am Montag, 15. April 2024, 19.00 Uhr, gibt es ein public listening des Hörspiels in der Bar des sogar theaters in ZĂŒrich ; anschliessend GesprĂ€ch mit Jens Nielsen und Susanne Janson. Moderation: Ursina Greuel.Mit: Thomas Sarbacher (Zugabteilleiter), Lara Sienczak (Ökonom) und Bettie I. Alfred (Angestellte)Komposition: Florentin Berger-Monit und Johannes Wernicke - Tontechnik: Björn MĂŒller und Bettie I. Alfred - Regie: Susanne Janson, Henri HĂŒster und Bettie I. Alfred - Produktion: SRF 2024 - Dauer: 63'

  • Ein Mittelalter-Abenteuer für die ganze Familie: Der Gerbersohn Regi lebt im Jahr 810. Er wohnt mit den Eltern und seiner Schwester Maria im Gesindehaus des Grossen Klosters. Regi hat zwei heimliche Leidenschaften: Er will lesen lernen, und er will seinen kleinen Geissbock Karli retten.

    Regi verfolgt diese beiden Ziele mit Witz, Einfallsreichtum und mit Hilfe seiner Schwester Maria. Mit Botengängen für den faulen Novizen Martinian lernt Regi heimlich Buchstabe für Buchstabe. Denn wenn er lesen und schreiben kann, so hofft Regi, findet er in der Kloster-Schreibstube Arbeit, kann Geld verdienen und Karli kaufen. Ansonsten wird aus Karli Pergament, und das muss mit allen Mitteln verhindert werden! Als Regi eines Nachts auf dem Friedhof Schmelzwachs für seine Schreibtafel abzweigen will, beobachtet er eine merkwürdige Gestalt. Es ist der Pilger Sintram, der dort irrlichtert. Was hat er vor?

    Ein Klosterkrimi für Jung und Alt.

    Mit: Pamela Dürr (Erzählerin), David Bühler (Regi), Katharina Marianne Schmidt (Maria), Eric Hättenschwiler (Klosterschüler Martinian), Renato Kaiser (Bruder Tanko), Walter Andreas Müller (Bruder Ekbert), Hanspeter Müller-Drossaart (Pilger Sintram)

    Musik: Martin Bezzola - Gregorianischer Chor: chant 1450 (mit freundlicher Genehmigung von note 1 music gmbh) - Gambe: Thomas Goetschel - Sound Design und Editing: Daniel Manhart - Tontechnik: Björn Müller - Regie: Päivi Stalder - Produktion: SRF 2021 - Dauer: 47'

  • Ein Hörspiel über den tragischsten Flugzeugabsturz der europäischen Geschichte. Auf künstlerische und dokumentarische Weise setzt sich der Autor Lukas Holliger mit dem menschlichen Versagen auseinander, welches für diese sowie für zig weitere Katastrophen verantwortlich ist.

    71 Menschen – darunter 49 Kinder – kommen bei der Kollision zweier Passagierflugzeuge im Jahr 2002 über dem Bodensee ums Leben. Ursache für das Unglück sind technische Mängel und vor allem menschliches Versagen.

    Auf eindrückliche Weise spürt das Hörspiel den letzten Sekunden vor dem Zusammenprall nach und lässt einen Hinterbliebenen und einen Fluglotsen zur Sprache kommen. Abgerundet wird das Ganze durch die Musik des Bieler Komponisten Jonas Kocher, die sich organisch mit der Tragik der Geschichte verbindet.

    Konzipiert als Auftragsstück für das Theater Konstanz, wurde «Menschliches Versagen» 2013 für den Hörspielpreis der Kriegsblinden nominiert.

    Mit: Michael Wittenborn (Der Hinterbliebene), Vincent Leittersdorf (Der Lotse) und Katja Reinke, Susanne-Marie Wrage, Till Kretzschmar, Thomas Douglas

    Musik: Jonas Kocher - Tontechnik: Jack Jakob - Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF/SWR 2012 - Dauer: 40' 

  • Franz Musils Expedition in den Schweizer Finanzdschungel geht weiter! Und nein, sein Englisch ist in der Zwischenzeit nicht besser geworden. Die Angelegenheit ist immer noch «Absolute private» und die Spur zum verschwundenen Gästebuch immer heisser. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Spätestens nachdem der Arme Musil nämlich beinahe einbetoniert und im Katzensee versenkt worden wäre, ist klar, dass das Gästebuch nur ein Symptom einer grösseren Katastrophe darstellt. Der Ehrgeiz des Ermittlers, den Fall zu lösen, ist erst recht aktiviert. Und dabei wollte er doch nur Kaffee für sich und seine Francesca holen

    Doch der eigentliche Kontrahent bleibt – wie in jedem guten Krimi – ein einfältiger Polizist, in diesem Fall der Polizeileutnant Linder. Der glaubt nämlich ernsthaft, dass Musil für den Mord im Muraltengut verantwortlich ist und verhaftet den Ermittler. Zum Glück ist Musil aber der Sohn eines ehemaligen Bankdirektors

    Die Kult-Krimis mit Ueli Jäggi als Franz Musil und Mathias Gnädinger als Polizeileutnant Linder altern nicht nur in Würde, sondern werden, wie guter Wein, mit jedem Jahr besser, Deshalb möchten wir Ihnen diese Wiederholung nicht vorenthalten!

    Mit: Ueli Jäggi (Franz Musil), Mathias Gnädinger (Polizeileutnant Linder), Barbara Sauser (Francesca Rossi), Alex Freihart (Vater Musil), Jürgen Brügger (Stucki, Verwalter Muraltengut), Rahel Hubacher (Sylvia Ammann), Thomas Sarbacher (Dr. Naumer, Direktor Seeklinik), Gennadi Vengerov (Iashwili, Georgian Secret Service), Fabienne Hadorn (Réceptionniste Eden Palace / Hélène, Coiffeuse / Empfangsfräulein Seeklinik / Frau Gnos, Sekretärin / Beamtin Verkehrsamt), Peter Holliger (Rüegg, CEO Bank Musil), Peter Steiner (Lippuner, HR Bank Musil), Christian Heller (Hugo, Zahnarzt), Daniel Ludwig (Portugiese / Kellner Arcade) u.a.

    Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 2010 - Dauer: 52? (Teil 1) und 49? (Teil 2)

  • Der Tod ist ein Begleiter im Leben, von Anfang an. Diese grausame Tatsache wird einem besonders bewusst, wenn ein Kind vom Tod bedroht ist. Noch grausamer ist es, wenn dieser Fall während einer Schwangerschaft eintritt. Die Autorin Elodie Pasquale erzählt, wie eine Familie damit umzugehen versucht.

    Sie sind eine Familie, zuhause in einem Dorf irgendwo auf dem Land. Eine laute Mutter, ein leiser Vater, sechs Töchter. Eine der Töchter ist schwanger, in der 23. Woche. Das erste Enkelkind soll geboren werden. Darauf hatte die werdende Grossmutter gewartet. Dann ein Frauenarztbesuch. Und eine Diagnose: bilaterale Nierenagenesie. Der Embryo kann keine Nieren entwickeln. Das bedeutet: keine Chance auf Leben. Die junge Frau, die schon fast eine Mutter ist, verliert ihr Lachen. Und sie muss sich entscheiden, wie lange sie das Kind noch in sich tragen will. Ein Kind, dessen Geburtstag auch der Todestag sein wird. Die ausweglose Situation wird zur Prüfung für die ganze Familie, deren Mitglieder dazu neigen, Mitleid für sich selbst zu beanspruchen.

    Elodie Pasquale begibt sich mit ihrer Hörspiel-Erzählung in einen existentiellen Grenzbereich. Sie zeichnet das eindrückliche Psychogramm einer Familie, die geprägt ist durch eine innige Schwesternliebe. Dabei zeigt sich, wie prekär die Fundamente des familiären Zusammenhalts sind.
    Die Inszenierung bringt mit sparsamen Mitteln die vermeintliche Ruhe des unfassbaren Geschehens zum Ausdruck. Und sie stellt sich dem schwierigen Versuch zu verstehen, dass die Frage nach dem Beginn des Lebens eine Frage ist, auf die es keine allgemeingültige Antwort zu geben scheint.

    Mit: Gloria Endres de Oliveira (Elisabeth), Natalia Belitski (Viktoria), Nora Abdel Maksoud (Heidi), Dana Cebulla (Mutter), Karolin Peiter (Julia), Hans Peter Hallwachs (Frauenarzt), Roland Hemmo (Oberarzt), Gertrud Roll (Frau hinter Glasscheibe), Alice Dwyer (Kinderärztin), Walter Quintus (Portier), Katarina Schröter (Kellnerin), Julia Kreusch (Assistentin)

    Tontechnik: Mirjam Emmenegger und Jean Szymczak - Regie: Antonia Gilani - Produktion: SRF 2013 - Dauer: 48'

  • Detektiv Franz Musil ist zurück, und er hat eine kleine Staatsaffäre mitgebracht! Wer hätte gedacht, dass die Suche nach einem Gästebuch lebensgefährlich werden kann

    Nein, es ist kein Druckfehler. Franz Musils Englisch lässt einfach zu wünschen übrig. In «Absolute Private» muss der Kult-Detektiv aber zuerst einmal lernen, sich eine Krawatte zu binden. Denn im Muraltengut, einem Zürcher Palast für Staats- und Stadtempfänge, ist das Gästebuch verschwunden, welches die Besuche der internationalen High Society verewigt. Doch dabei bleibt es nicht. Bald ermittelt Musil in einem Mordfall und muss sogar um das eigene Leben bangen.

    Wo sich Rang und Namen aufhält, ist sein Daddy – der ehemalige Bankdirektor – nicht weit. Und als Franz nicht nur in finanzielle Probleme, sondern sogar in Lebensgefahr gerät, ist er ausnahmsweise froh darum.

    Die Kult-Krimis mit Ueli Jäggi als Franz Musil und Mathias Gnädinger als Polizeileutnant Linder altern nicht nur in Würde, sondern werden, wie guter Wein, mit jedem Jahr besser. Deshalb möchten wir Ihnen diese Wiederholung nicht vorenthalten!

    Mit: Ueli Jäggi (Franz Musil), Mathias Gnädinger (Polizeileutnant Linder), Barbara Sauser (Francesca Rossi), Alex Freihart (Vater Musil), Jürgen Brügger (Stucki, Verwalter Muraltengut), Rahel Hubacher (Sylvia Ammann), Thomas Sarbacher (Dr. Naumer, Direktor Seeklinik), Gennadi Vengerov (Iashwili, Georgian Secret Service), Fabienne Hadorn (Réceptionniste Eden Palace / Hélène, Coiffeuse / Empfangsfräulein Seeklinik / Frau Gnos, Sekretärin / Beamtin Verkehrsamt), Peter Holliger (Rüegg, CEO Bank Musil), Peter Steiner (Lippuner, HR Bank Musil), Christian Heller (Hugo, Zahnarzt), Daniel Ludwig (Portugiese / Kellner Arcade) u.a.

    Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 2010 - Dauer: 52' (Teil 1) und 49' (Teil 2)

  • Hunkeler verlässt die heisse Stadt und verbringt die Nacht im Wald, bei den wilden Tieren. Flötentöne verfolgen ihn, und der Tod, der wieder zuschlägt, mit aller Macht. Hunkeler verspricht Hedwig, sie nach Italien zu begleiten. Aber erst, wenn der Fall gelöst ist. Die Spur führt zu einer Künstlerin.

    RUTH Wundern Sie sich bitte nicht allzu sehr. Ich bin von Beruf Steinschneiderin. Dies ist meine Kunst. Hier rechts liegen die Kugeln, alle aus Eruptivgestein wie Gneis, Quarz, Lava. Links die Eiformen. Sie stammen aus meiner Frühphase.

    HUNKELER M-h

    RUTH Ja, ich habe eine Zeitlang gebraucht, bis ich zur Kugel vorstoßen konnte. Sie ist die Urform. Das Ei ist die junge, noch im Werden begriffene Form, aus Sedimenten wie Kalk und Sandstein. Sie können mir bestimmt folgen, nicht wahr?

    HUNKELER Nicht ganz. Soll das hier eine Prüfung sein?

    RUTH Vielleicht.

    Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Doris Wolters (Ruth Mangold), Gottfried Breitfuss (Josef Bruderer), Esther Gemsch (Nicole Schlienger), Ernst Sigrist (Madörin), Raphael Clamer (Lüdi), Carina Braunschmidt (Frau mit Flöte), Peter Fischli (Otto), Kathi Bernecker-Dingler (Bäuerin), Dashmir Ristemi (Musa Dogan), Noemi Gradwohl (Frau Koller), Ilja Baumeier (Stimme), Jeanne Devos (Ärztin), Tim Felchlin, Max Helfer (Sanitäter), Andrea Bettini (Kellner)

    Musik: Martin Bezzola - Technik: Basil Kneubühler, Björn Müller
    Hörspielbearbeitung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2023
    Dauer: 52'

  • Coming of age in den 1970er-Jahren. «Wenns bei anderen Familien auch so friedlich wäre, dann gäbe es weniger Hässliches auf der Welt», sagt der Vater, sagt die Mutter, und die Tochter sagt es auch. Das geht lange gut, Konflikte werden mit Verständnis und Autorität überdeckt.

    Und doch könnten die Welten zwischen Eltern und Kind nicht verschiedener sein. Auseinandersetzungen wären dringend nötig, finden aber nicht statt. Und dann rastet das Mädchen aus, schlägt sein Zimmer kurz und klein, beleidigt die Mutter – und verschwindet.

    Mit: Franz Matter (Vater), Linda Geiser (Mutter), Yvonne Roth (Susi), Dieter Stoll (Herr Aebi), Birgit Steinegger (Frau Aebi), Gertrud Demenga (Nachbarin), Peter Freiburghaus (Tinu), Kurt Frauchiger (Hene), Silvia Jost (Denise) und Marlies Begert (Stewardess)

    Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1979 - Dauer: 42'