Avsnitt
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Climate overshoot, technological acceleration and end-time fascism: Modernity is propelling the entire human race towards the brink of destruction. To deal with the crises at hand, Dipesh Chakratbarty argues, we need to find ways to go beyond the entrenched thought systems, structures of domination and material infrastructures that separate us from each other as well as from the web of life we belong to. Known for his contributions to decolonial thought, the historian later turned towards Earth System Science, arguing for the decentering of human agency and rethinking of politics from beyond the human vantage point. Dipesh Chakratbarty joins Dissens to talk about the project of provincializing humanity, degrowth for the uber rich and the indigineous experience as a source for planetary liberation.
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Die AfD will in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit erreichen und die Umfragen zeigen sie auf dem besten Weg dorthin. Was würde eine AfD-Regierung für das Land bedeuten? Das radikale "Regierungsprogramm" gibt bereits einen Vorgeschmack auf das, was die Strategen der Partei planen. Aber wären wirklich alle in der Partei begeistert, wenn die AfD an die Macht käme. Manch einer fürchtet schon jetzt, dass das der Rechtsaußen-Partei auch schaden könnte. Die Gründe dafür sollten auch den Gegnern der AfD zu denken geben.
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Saknas det avsnitt?
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Der Rechtsruck, den wir erleben, ist weniger Ergebnis einer spontanen Revolte der Abgehängten, als ein gezielt vorangetriebenes Klassenprojekt. Der Sammelband "Oben rechts" lenkt den Blick auf extrem rechte Politiker-Unternehmer wie Trump, Berlusconi oder Tino Chrupalla, bei denen sich Hardcore-Neoliberalismus, Autoritarismus und ein gutsherrenartiger Politikstil verbinden. Co-Autor Thomas Biebricher spricht über die elitären Interessen hinter dem Aufstieg der extremen Rechten, Menschenverachtung als Bindeglied zwischen Boss und Beschäftigten und Lehren für Antifaschisten.
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Ukraine, Gaza und Chinas Aufstieg: Der Westen verliert an Einfluss in der Welt. Dieser weltpolitische Umbruch wird als Kränkung empfunden und als Kampf um die globale Vorherrschaft erzählt. Militarisierung und Handelskriege, Faschisierung und offener Imperialismus sind die Folge. Wie kann dagegen eine linke Interpretation der neuen Weltordnung aussehen? Und wie eine progressive Vision von Europas Rolle in der post-westlichen Welt? Im Dissens Podcast spricht Daniel Marwecki, Autor von "Die Welt nach dem Westen", über die Neuordnung der Macht nach dem Ende westlicher Hegemonie, die Orientierungslosigkeit in Europas Machtzentralen und eine linke Außenpolitik für den Kontinent.
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Ob Racial Profiling oder tödliche Schüsse: Polizeigewalt ist kein Einzelfall, sondern Ergebnis eines repressiven Sicherheitsstaates, rassistischer Debatten um Kriminalität und eines unzureichend kontrollierten Polizeiapparats. Mit den Strukturen hinter der Polizeigewalt befasst sich der Journalist Mohamed Amjahid seit vielen Jahren, in "Alles nur Einzelfälle?" hat er darüber geschrieben. Ein Gespräch über die Verharmlosung des Polizeiproblems, die weit verbreitete Copaganda und abolitionistische Alternativen zur Polizei.
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Kriegsertüchtigung, Aufrüstung und Wehrpflicht: Konfrontiert mit Russlands verbrecherischem Krieg treiben weite Teile der Politik und der Medien eine unverhältnismäßige Militarisierung unserer Gesellschaften voran, sagt Johannes Varwick. In seiner Streitschrift “Stark für den Frieden” kritisiert der Sicherheitsexperte den Rüstungswettlauf und die Einstimmung der Menschen auf Krieg. Ein Gespräch über das einseitige Setzen aufs Militär, die Kopflosigkeit Europas in der Ukraine und Alternativen in der Sicherheitspolitik.
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In ihrem Buch „Bitch Hunt“ schreibt Veronika Kracher über die Facetten von Frauenhass im Netz. Digitale Misogynie und Gewalt gegen Frauen und Queers ist allgegenwärtig: von Menschenfeindlichkeit in Online-Subkulturen über digitale sexualisierte Gewalt wie im Fall Collien Fernandes bis hin zu rechten Hasskampagnen. Im Dissens Podcast spricht Veronika darüber, warum Frauenhass so verbreitet und anschlussfähig ist, wie die sozialen Medien den Hass verstärken und warum vermeintlich aufgeklärte Männer lieber wegschauen.
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Vom Widerstand gegen Abschiebe-Razzien bis zum Ausweis für alle: Lokale Kämpfe für Bleibefreiheit gewinnen angesichts der brutalen Migrationsabwehr auf nationalstaatlicher Ebene an Bedeutung. In seinem Buch „Sichere Häfen" blickt Volker Heins darauf, wie in solidarischen Städten die Rechte und Freiheiten von Menschen ohne Aufenthaltsstatus verteidigt und erweitert werden. Ein Gespräch über Städte als Zuflucht, eine notwendige Erneuerung der Seebrücke-Bewegung in Deutschland und Hoffnung in Zeiten von Abschottung.
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100 Milliarden Euro verliert die Gesellschaft allein in Deutschland pro Jahr durch Steuerkriminalität. Anne Brorhilker hat im Fall Cum-Ex gegen die größten Steuerverbrecher der deutschen Geschichte ermittelt. Dann schmiss sie hin, aus Frust über eine Politik, die beim organisierten Verbrechen innerhalb der Finanzindustrie ein Auge zudrückt. Ein Gespräch über das Mindset der Täter, den Einfluss der Finanzlobby und Möglichkeiten das Staatsversagen bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zu korrigieren.
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Der ausufernde Frauenhass und die zur Schau gestellte Romantisierung traditioneller Geschlechterrollen sind nicht Beweise für das Wiedererstarken des Patriarchats, sondern für sein Ende, sagt Antje Schrupp. In Ihrem Essay "Postpatriarchales Chaos" untersucht die Politologin den aktuellen Backlash gegen feministische Errungenschaften – und auch die Frustration mit den Emanzipationsversprechen eines liberalen Feminismus. Ein Gespräch über die Austrocknung der Manosphere, Tradwives als Antwort auf die Vereinbarkeitslüge und Feminismus als Projekt der Befreiung.
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Aya Jaff war einst selbst Teil der Tech-Bro-Welt, heute argumentiert sie für die Entmachtung von Big Tech. In ihrem Buch "Broligarchie" erzählt die Autorin davon, wie die Tech-Oligarchen unsere Demokratien bedrohen und was wir ihnen entgegenhalten können. Ein Gespräch über die Macht und Ideologie der Tech-Bros, Europas digitale Abhängigkeit von den Plattformkonzernen und den Kampf für eine demokratische Cloud.
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Klimakrise, Kriege, unterbrochene Lieferketten: wir stehen kurz vor der nächsten fossilen Energiekrise. Trotzdem setzt die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gerade einen Gaseinstieg durch - mit hohen Kosten für Mieterinnen und Mieter. Die Klimabewegung will sich dem fossilen roll-back entgegen stellen und zeigen, dass die Erneuerbaren Energien die bezahlbare Alternative zu fossilen Risikotechnologien sind.
Über Auswege aus dem Gaseinstieg diskutieren Inken und Valentin in der neuen Folge "Was tun?" mit Annka Esser. Annka ist seit über zehn Jahren in der Klimabewegung aktiv. Sie erzählt, wie Ende Gelände die nächste Massenaktion zivilen Ungehorsams Ende Mai im Ruhrgebiet plant, welche neuen Narrative im Kampf fürs Klima gewinnen können und spricht über die Herausforderungen des Bewegungsaufbaus und Bündnisse zwischen Klimaaktivist:innen und den Beschäftigten in der Industrie. -
Über zehn Jahre Bürgerkrieg in Syrien, dann plötzlich der überraschende Sturz des Diktators Baschar al-Assad - und jetzt? In der neuen Folge „Was tun?" sprechen Inken und Valentin mit Sophie Bischoff von Adopt a Revolution. Sophie berichtet von ihren Reisen nach Syrien, über die aktuelle Lage im Land, erzählt, wie sie demokratische Graswurzel-Initiativen unterstützen, warum die kurdische Selbstverwaltung Rojava im Nordosten des Landes kein relevanter Bezugspunkt für Menschen in Syrien ist - und wir überlegen, was Solidaritätsinitiativen in Deutschland von Adopt a Revolution lernen können.
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2018 beginnen im Sudan Proteste gegen die Erhöhung der Preise für Lebensmittel. Obwohl die Proteste zu Beginn schnell und repressiv niedergeschlagen werden, verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer und entflammen eine Revolution für den Fall des Regimes. Als in vielen Städten Platzbesetzungen vor den Militärhauptsitzen entstehen, sehen sich die Offiziere schließen gezwungen, den Diktator nach 30 Jahren abzusetzen. Aber die Protestierenden bleiben. Sie wollen eine zivile Regierung. Und in den Platzbesetzungen und in tausenden Nachbarschaftskomitees, die sich dezentral und konsensbasiert organisieren, leben sie bereits eine Demokratie, die der Diversität des Sudans entspricht. Acht Jahre später verliert man im Dickicht des grausamen Kriegs im Sudan schnell diesen Moment des Aufbruchs aus den Augen. Dabei muss man sich mit der Dezemberrevolution beschäftigen, um zu verstehen, dass dieser Krieg auch eine Konterrevolution ist.
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"Die Mitglieder der Grünen in UK sind links. Aber lange gab es den Glauben, dass man in in der Öffentlichkeit zentristische Positionen vertreten muss, um die Wähler:innen nicht zu verschrecken. Heute ist das anders: Wir gewinnen mit den ökopopulistischen und antikapitalistischen Positionen", so fasst Adam Ramsay den Erfolg der Grünen in Großbritannien zusammen. In Umfragen belegen sie den zweiten Platz hinter der rechtsextremen Partei Reform. Das Erfolgsrezept: Die Green Party UK setzt auf Ökopopulismus statt auf grünen Liberalismus, wie ihre deutsche Schwesterpartei. Im Interview bei "Was tun?" sprechen der Journalist Adam Ramsay und Steve Jackson von Greens Organise über ihre grüne Erfolgsstrategie und fragen, was die Grünen in Deutschland von ihnen lernen können.
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Draußen ist es eisig - drinnen will man es sich gemütlich machen. Doch Millionen Mieter:innen in Deutschland geht es anders. Sie leben in zugigen, schlecht gedämmten Wohnungen. Die Mieten steigen trotzdem jedes Jahr. Und dort, wo Vermieter:innen sanieren, legen sie die Kosten auf ihre Mieter:innen um. Damit bezahlen die Mieter:innen die Wertsteigerung der Immobilien, die ihnen gar nicht gehören. Sozial- und Klimapolitik können dadurch gegeneinander ausgespielt werden. Dabei müssten sich die Interessen von Mieter:innen und Klimaschützer:innen gar nicht widersprechen. Wie es anders geht, zeigt das Bündnis "Soziale Wärmewende". Sie fordern eine energetische Modernisierungspflicht für Vermieter:innen und wollen gleichzeitig die Umlage der Modernisierungskosten auf die Mieter:innen verbieten. Lisa Vollmer - Aktivistin der ersten Stunde bei der Sozialen Wärmewende erklärt im Gespräch bei "Was tun?", wie der Brückenschlag zwischen Klima- und Mieter:innenbewegung gelingt und welche Rolle Organizing dabei spielt. Jetzt reinhören.
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Im Angriff von US-Präsident Trump gegen Venezuela zeigen sich die Umrisse einer neuen Weltordnung: geprägt von offenem Imperialismus und Blockkonfrontation. Der Umsturz in Caracas ist der erste Baustein im US-Plan, die Dominanz über ihre direkte Nachbarschaft zu stärken - Trump droht ganz Lateinamerika und greift auch nach Grönland. Europa reagiert doppelzüngig, kleinlaut und planlos. Im Dissens Podcast spricht Tobias Lambert, Venezuela- und Lateinamerika-Experte, über die illegale US-Intervention in Venezuela, den neuen Imperialismus und linke Antworten darauf.
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Antifaschistische Wirtschaftspolitik: Der Begriff ist auf der Linken in aller Munde. Geprägt von der progressiven Ökonomin Isabella Weber erscheint die Idee wie eine Zauberformel gegen die Faschisierung und auch für eine alternative Wirtschaftspolitik jenseits neoliberaler Dogmen. Doch Welche Reformvorschläge sind mit dem Begriff verbunden? Und wo liegen Nutzen und Grenzen des Konzepts? Im Dissens Podcast diskutieren wir das mit Sabine Nuss, die in einem Gesprächsband dem emanzipatorischen Gehalt des Begriffs und den Leerstellen der Diskussion nachspürt.
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Die politische Gegenwart gibt wenig Anlass zu Optimismus: Die Mitte driftet zunehmend ins Autoritäre und bestellt damit das Feld für die AfD. Die rechtsradikale Partei ist in Umfragen stärkste Kraft, bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr wird sich zeigen, ob die Brandmauer noch hält. Gleichzeitig aber wächst auch der Widerstand und eine breite Linke erprobt Strategien gegen die Faschisierung. Wie real ist die Gefahr einer AfD an der Macht? Welche Orientierung braucht Antifaschismus, um das Ruder rumzureißen? Mit Sebastian Friedrich von "Über rechts" blicken wir auf die Treiber des Rechtsrucks, die Zukunft der Brandmauer und langfristige Strategien gegen Rechts.
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Steigende Mieten, schimmelige Wohnungen und horrende Profite für Immobilienkonzerne: 58 Prozent der Berliner:innen haben deshalb 2021 in einem Volksentscheid dafür gestimmt, große Wohnungskonzerne zu vergesellschaften. Doch nach dem Abstimmungserfolg folgte eine jahrelange Blockade des Senats. Das Ergebnis ist ernüchternd: Bis heute wurde der Entscheid nicht umgesetzt. Die Initiative "Deutsche Wohnen & Co" gibt nicht auf und legt jetzt ein Vergesellschaftungsgesetz vor, über das sie die Berliner:innen in einem zweiten Volksentscheid abstimmen lassen. Wird das Gesetz von einer Mehrheit angenommen, ist die Vergesellschaftung beschlossene Sache - auch ohne die Zustimmung des Senats. In der neuen Folge sprechen Inken und Valentin mit Thomas und Louise vom Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co enteignen" darüber, wie sie so ein komplexes Gesetz geschrieben haben und fragen, wie sie es schaffen, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Die beiden erzählen im WAS TUN-Gespräch, was seit September 2021 passiert ist, was genau in dem Gesetz steht und wie die Vergesellschaftung für den Landeshaushalt sogar ohne zusätzliche Kosten gelingen kann – aber am Wichtigsten: Wie ihr mitmachen könnt.
- Visa fler