Avsnitt

  • In dieser Folge sprechen Anna und Jendrik über die neuen Handlungsempfehlungen der Expert*innenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Sie erläutern die wichtigsten Vorschläge, diskutieren die Debatte um Altersgrenzen für soziale Medien und betonen die gemeinsame Verantwortung von Politik, Plattformen, Bildungseinrichtungen und Eltern. Außerdem geben sie ein Update zum Förderprogramm „Demokratie leben!“, ordnen aktuelle jugendpolitische Entwicklungen ein und sprechen über neue Studien zu den Zukunftsperspektiven junger Menschen sowie zum Wehrdienst. Sie setzen sich außerdem mit den Vorfällen beim Planspiel „Jugend und Parlament“ auseinander und diskutieren die Bedeutung einer guten pädagogischen Begleitung politischer Bildungsangebote. Abschließend teilen sie praktische Hitzeschutz-Tipps für Zeltlager und Freizeiten und verabschieden sich in die Sommerpause.

  • In Folge 63 von Berufsjugendlich sprechen Anna und Jendrik über Studierende als oft übersehene Gruppe der Jugendpolitik. Ausgehend von eigenen Studienerfahrungen zeigen sie, dass Studium heute stark von sozialer Herkunft, Geld, Wohnraum, psychischer Belastung und Berufsperspektiven geprägt ist. Mehrere Studierende berichten von steigenden Mieten, hohen Lebenshaltungskosten, fehlenden Therapieplätzen, mangelnder Barrierefreiheit und zu wenig Zeit für Hochschulpolitik. Im Zentrum steht die BAföG-Debatte: Die Hosts kritisieren, dass BAföG zu niedrig, zu bürokratisch und für viele kaum zugänglich ist. Aussagen von Dorothee Bär gegen eine BAföG-Erhöhung werden als realitätsfern eingeordnet, weil viele Studierende längst arbeiten müssen und trotzdem unter Druck stehen. Gefordert werden eine echte BAföG-Reform, bezahlbarer Wohnraum, bessere Beratung und stärkere Beteiligung von Studierenden an Hochschulen. Im Ticker geht es außerdem um die Debatte um die Bundesjugendspiele und um kommende Handlungsempfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt.

  • Saknas det avsnitt?

    Klicka här för att uppdatera flödet manuellt.

  • In Folge 62 von „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Entwicklungen in der Jugendpolitik und blicken dabei von Italien bis nach Rheinland-Pfalz. Sie kritisieren die Übernahme des Vorsitzes der Kinderkommission des Bundestages durch die AfD und diskutieren die Bedeutung dieses Schrittes für Kinderrechte und gesellschaftliche Vielfalt. Zudem thematisieren sie eine neue UNICEF-Studie, die Deutschland beim Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nur im unteren Mittelfeld internationaler Vergleiche sieht und große soziale Ungleichheiten aufzeigt. Ein weiterer Punkt im Ticker ist die Kritik an Feriencamps der Bundeswehr, die aus Sicht der beiden zur Militarisierung der Freizeit von Kindern und Jugendlichen beitragen. Positiv bewerten sie hingegen die Anpassung der Reform des Baugesetzbuches, durch die Kinder und Jugendliche weiterhin ausdrücklich als Teil der Öffentlichkeit bei Planungsverfahren genannt werden. Außerdem setzen sie sich mit der Debatte um eine mögliche BAföG-Erhöhung auseinander und kritisieren Aussagen von Bundesbildungsministerin Dorothee Bär, die die finanzielle Situation vieler Studierender verkennen würden. Im Schwerpunkt zur Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz stellen sie rechtliche Fortschritte bei der Jugendbeteiligung, aber auch bestehende Defizite wie das fehlende Wahlalter 16 vor. Abschließend ziehen sie das Fazit, dass gute gesetzliche Grundlagen allein nicht ausreichen, sondern durch politische Prioritäten, ausreichende Ressourcen und echte Beteiligungsmöglichkeiten mit Leben gefüllt werden müssen.

  • In Folge 61 von „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik darüber, warum Jugendverbände und Vereine oft so unsicher mit dem Thema Mitgliedsbeiträge umgehen, obwohl ihre Arbeit enorm wertvoll ist. Ausgangspunkt ist die Sprachnachricht eines Hörers, der sich fragt, warum Beiträge in Jugendverbänden häufig als unangenehm oder schwer vermittelbar gelten. Die beiden diskutieren, was Mitgliedschaft eigentlich bedeutet – zwischen Gemeinschaft, Haltung, konkretem Nutzen und politischer Macht. Außerdem geht es um das „Ehrenamts-Paradox“: Verbände sollen immer professioneller arbeiten, scheuen sich aber oft davor, diese Professionalität auch finanziell sichtbar zu machen. Anna und Jendrik sprechen zudem selbstkritisch über unklare Mitgliederzahlen, fehlende digitale Verwaltungsstrukturen und die Frage, wie Jugendverbände zukünftig glaubwürdig und transparent bleiben können. Im jugendpolitischen Ticker geht es unter anderem um die neue Beteiligungsplattform mitwirken.gov.de, ein Papier der AGJ zu Jugendbildern in den Medien und die Jugend- und Familienministerkonferenz in Frankfurt. Außerdem gratulieren sie Lena Bloemacher zur neuen Aufgabe als Vorsitzende der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

  • In Folge 60 von „Berufsjugendlich“ analysieren Anna und Jendrik die geleakten Sparpläne aus dem Bundeskanzleramt zur Kinder- und Jugendhilfe und erklären verständlich die Bedeutung des SGB VIII sowie die laufende Reform hin zu einer inklusiven Jugendhilfe. Gemeinsam mit Expertinnen wie Angela Smessaert und Stefanie Ulrich diskutieren sie die Gefahr, dass Kinderrechte, Teilhabe und individuelle Hilfen aus Kostengründen eingeschränkt werden könnten. Außerdem werfen sie einen Blick auf jugendpolitische Inhalte der neuen Koalitionsverträge in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die Neubesetzung des Bundesjugendkuratoriums und die geplante Hymnenpflicht an bayerischen Schulen.

  • In Folge 59 des Podcasts Berufsjugendlich geht es um die Zukunft der Jugendverbandsarbeit nach der Corona-Pandemie und die Herausforderungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen. Im Zentrum steht ein Forschungsprojekt der HAW Hamburg und des Deutschen Bundesjugendrings, das zeigt, wie Leistungsdruck, Bürokratie und veränderte Lebensrealitäten das Engagement beeinflussen. Die sogenannte „Corona-Delle“ hat zu einer Lücke zwischen den Generationen im Ehrenamt geführt, die Jugendverbände vor große Probleme stellt. Im Interview betont Prof. Dr. Gunda Voigts die Bedeutung von Jugendverbänden als „Werkstätten der Demokratie“ und hebt hervor, dass mehr Unterstützung durch hauptamtliche Strukturen notwendig ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass Bürokratie ein zentraler Hinderungsgrund für Engagement ist und dringend reduziert werden muss, ohne wichtige Schutzstandards aufzugeben. Trotz aller Schwierigkeiten bleibt die Motivation vieler junger Menschen hoch, sich einzubringen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Im zweiten Teil der Folge wird die Jugendpolitik in Bayern beleuchtet, wo Beteiligungsrechte für junge Menschen noch ausbaufähig sind, gleichzeitig aber starke Strukturen wie der Bayerische Jugendring existieren. Abschließend gibt der Podcast aktuelle jugendpolitische Updates und betont die Notwendigkeit, Jugendverbände langfristig zu stärken.

  • In Folge 58 sprechen Anna Grebe und Jendrik Peters über aktuelle jugendpolitische Themen. Im Mittelpunkt steht der Umbau des Programms „Demokratie leben!“, durch den viele Projekte vorzeitig enden sollen. Die beiden kritisieren, dass dadurch wichtige Demokratieförderung, Fachwissen und zivilgesellschaftliche Strukturen verloren gehen. Sie hinterfragen außerdem die Begründungen von Ministerin Karin Prien, etwa den Fokus auf die „Mitte der Gesellschaft“ und auf digitale Räume. Betroffene aus Projekten rufen sie dazu auf, sich für eine spätere Spezialfolge vertraulich bei ihnen zu melden. Ein zweites Thema ist die Aufregung um das Wehrpflichtgesetz und die zunächst angenommene Meldepflicht bei längeren Auslandsaufenthalten. Anna kritisiert dabei vor allem die schlechte Kommunikation und die fehlende Beteiligung junger Menschen. Außerdem geht es um die Debatte über ein Social-Media-Verbot und den hohen politischen Druck auf die zuständige Expert*innenkommission. In der Rubrik „16 x Jugendpolitik“ blicken sie diesmal auf Bayern, wo Beteiligungsrechte für junge Menschen aus ihrer Sicht weiter ausbaufähig sind. Zum Schluss erzählen beide kurz von ihren nächsten Terminen und kündigen die nächste Folge an.

  • In Folge 57 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Anna und Jendrik über sexuelle Bildung als Thema zwischen Enttabuisierung, Scham und politischer Dimension. Sie reflektieren persönliche Erfahrungen mit Aufklärung und zeigen anhand von Studien, dass Jugendliche heute relativ reflektiert mit Sexualität umgehen, während das Internet eine immer wichtigere Informationsquelle darstellt. Die Sexualpädagogin Madita Oeming beschreibt dabei Chancen digitaler Räume für Austausch und Orientierung, aber auch Risiken wie Grenzverletzungen oder problematische Inhalte. Im Interview betont Danilo Ziemen, dass sexuelle Bildung immer politisch ist, weil gesellschaftliche Normen, Machtverhältnisse und Rechte die sexuelle Selbstbestimmung prägen. In der Auswertung greifen die Hosts Themen wie Diversität, Lust, Unsicherheiten von Fachkräften sowie problematische Online-Diskurse rund um Manosphere, Pick-Up-Artists und Pornografie auf. Außerdem wird hervorgehoben, dass Jugendarbeit wichtige Räume bietet, in denen junge Menschen Sexualität aushandeln, ausprobieren und „fröhlich vorwärts scheitern“ können. In der neuen Rubrik „16x Jugendpolitik“ stellen sie Brandenburg vor, mit guten gesetzlichen Beteiligungsstrukturen, aktiven jugendpolitischen Akteuren und einem neuen Jugendminister nach Regierungswechsel. Gleichzeitig thematisieren sie aktuelle Herausforderungen wie fehlende Mittelaufwüchse, Fokus auf formale Bildung und zunehmende rechtsextreme Bedrohungen der Jugendarbeit im Land.

  • In Folge 56 des Podcasts „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über jugendpolitische Kampagnen rund um Wahlen und darüber, wie sie auch ohne große Budgets wirksam gestaltet werden können. Sie betonen, dass viele Akteure in der Jugendarbeit Kampagnen starten, ohne Erfahrungen systematisch auszuwerten oder voneinander zu lernen. Anhand von fünf zentralen Empfehlungen erklären sie, warum gemeinsame Kampagnen mehr Wirkung haben können als viele einzelne Aktionen, wie wichtig Beteiligung der eigenen Community ist und weshalb analoge Formate neben Social Media weiterhin eine große Rolle spielen. Außerdem heben sie hervor, dass klare Ziele, gute Planung und politische Bildungsangebote entscheidend sind, damit Kampagnen nicht nur sichtbar sind, sondern auch echte Beteiligung ermöglichen. Im jugendpolitischen Ticker thematisieren sie unter anderem aktuelle Debatten der Ministerpräsident*innenkonferenz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt sowie die Diskussion über mögliche Altersbeschränkungen für Social Media. Abschließend weisen sie auf eine wissenschaftliche Umfrage zu Einstellungen junger Menschen zum Wehrdienst hin und ermutigen junge Menschen, sich daran zu beteiligen.

  • In Folge 55 von Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über das derzeit wohl meistdiskutierte jugendpolitische Thema: ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das laut aktuellem ZDF-Politbarometer von 81 Prozent der Deutschen befürwortet wird. Sie ordnen die politische Debatte ein – von internationalen Entwicklungen über parteipolitische Vorstöße bis hin zu aktuellen Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene – und fragen, was mit einem „Verbot“ eigentlich konkret gemeint ist. Dabei geht es um Schutz vor psychischen Belastungen, Cybermobbing und Grooming, aber auch um Fragen von Selbstbestimmung, Beteiligung und digitaler Lebensrealität junger Menschen. Die beiden diskutieren, warum einfache Lösungen bei komplexen Problemen oft zu kurz greifen und welche Rolle Machtverhältnisse, Adultismus und politische Sozialisation in der Debatte spielen. Mit Stimmen aus Kinderrechten, Netzpolitik, Medienpädagogik und Medienrecht erweitern sie die Perspektive und beleuchten, warum nationale Alleingänge und reine Verbotslogiken kaum zielführend sind. Stattdessen plädieren sie für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Plattformregulierung, Medienbildung und der Stärkung analoger Räume. Außerdem werfen sie einen selbstkritischen Blick auf Jugendverbände und deren bisher zurückhaltende Positionierung zum Thema. Zum Abschluss kündigen sie eine neue Rubrik an: Ab Folge 56 heißt es „16xJugendpolitik“ – und ihr seid eingeladen, eure Perspektiven aus den Bundesländern einzubringen.

  • In Folge 54 von „Berufsjugendlich“ sprechen Jendrik Anna über die wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen und betonen, dass Wirtschaftspolitik immer auch Jugendpolitik ist. Zu Gast Prof. Dr. Carmela Aprea, Fabian Ernstberger und Paul Marr. Ausgangspunkt ist der „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung, der zeigt, dass junge Menschen Wirtschaft nicht abstrakt als Wachstum oder Kennzahlen verstehen, sondern konkret über Themen wie Miete, Einkommen, Bildung und Altersvorsorge nachdenken. Die Studie macht deutlich, dass 95 % der jungen Menschen sowohl das Leistungsprinzip als auch eine starke soziale Absicherung unterstützen und sich mehr staatliche Investitionen etwa in Bildung und Gesundheit wünschen. Gleichzeitig fühlen sich rund drei Viertel politisch nicht ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Beteiligung an wirtschaftspolitischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen. Auffällig ist auch der große Wunsch nach mehr wirtschaftlicher und finanzieller Bildung sowie die klare Unterstützung europäischer Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung wirtschaftlicher Herausforderungen. In der Nachbesprechung heben die Hosts hervor, dass junge Menschen wirtschaftliche Herausforderungen als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe begreifen und Verantwortung übernehmen wollen, ohne Solidarität infrage zu stellen. Im Jugendpolitik-Ticker thematisieren sie unter anderem den kommenden Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, ordnen Debatten zur SGB VIII-Reform ein und sprechen über Jugendbeteiligung im Kontext möglicher deutscher Bewerbungen für Olympische Spiele. Abschließend betonen sie, dass belastbare Daten zu den wirtschaftspolitischen Einstellungen junger Menschen wichtig sind, politische Konsequenzen daraus jedoch längst überfällig sind und mehr ernsthafte Beteiligung junger Menschen erfordern.

  • In Folge 53 sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über die Debatte rund um „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, wie Arbeitszeit, Ehrenamt und demokratisches Engagement zusammenhängen. Sie ordnen ein, warum der Begriff politisch problematisch ist, was er über aktuelle Leistungsdebatten verrät und welche Bedeutung Zeit als Ressource für junge Menschen und Demokratie hat. Anschließend geht es um die neue Jugendstudie der Allianz Foundation, die zeigt, wie sich junge Menschen engagieren, wo Hürden liegen und warum die Sehnsucht nach einem vermeintlichen „Gestern“ eher Ausdruck von Überforderung als echter Nostalgie ist. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Vorhabenplanung 2026 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Frage, welche Rolle Jugendpolitik darin tatsächlich spielt. Diskutiert werden dabei unter anderem die geplante SGB-VIII-Reform, Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt und Demokratiebildung. Kritisch beleuchtet wird, dass Jugendarbeit, Jugendbeteiligung und mentale Gesundheit junger Menschen nur randständig vorkommen. Außerdem sprechen Anna und Jendrik über aktuelle Angriffe auf zivilgesellschaftliche Akteure und die Gefahren für eine freie, kritische Jugendverbandsarbeit. Zum Schluss teilen sie, was sie persönlich gerade bewegt, geben einen Ausblick auf ihre nächsten Termine und laden die Community zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.

  • In Folge 52 des Podcasts Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe nach einer Pause über Alkoholkonsum, Drogenpolitik und Jugendarbeit – passend zum Dry January. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen reflektieren sie, warum Alkohol in Deutschland so stark mit Feiern, Zugehörigkeit und Erwachsensein verbunden ist. Sie ordnen aktuelle Zahlen ein: Der Alkoholkonsum ist bei Jugendlichen deutlich gesunken, viele junge Erwachsene trinken gar nicht mehr, während Deutschland insgesamt weiter über dem EU-Durchschnitt liegt. Alkohol bleibt für Jugendliche dennoch attraktiv durch Neugier, Gruppendruck und den Wunsch nach Rausch oder Realitätsflucht. Die Hosts betonen, dass jugendlicher Alkoholkonsum nicht moralisch verurteilt werden sollte, sondern Reflexion, gute Vorbilder und offene Gespräche braucht.
    Kritisch schauen sie auf Alkoholkultur in Jugendverbänden, wo Rituale, Vorbildfunktionen und Verantwortung von Jugendleiter*innen eine große Rolle spielen. Jugendschutz sei wichtig, reiche aber allein nicht aus – entscheidend seien sichere Räume, Beziehung und Mitverantwortung statt Kontrolle.
    Im Jugendpolitik-Ticker kritisieren sie den CSU-Vorschlag, das Jugendstrafrecht auf 12-Jährige auszuweiten, als symbolische Sicherheitspolitik ohne Ursachenbekämpfung. Positiv bewerten sie die Initiative für einen grünen Jugendbeirat im Bundestag, der junge Perspektiven systematisch einbinden soll. Zum Schluss geben sie einen Ausblick auf kommende Termine, die nächste Folge Anfang Februar und laden zur neuen WhatsApp-Community des Podcasts ein.

  • In Folge 51 von „Berufsjugendlich“ blicken Anna und Jendrik in persönlicher Face-to-Face-Atmosphäre auf ein bewegtes Jahr zurück und bedanken sich für Glückwünsche und Grüße zur Jubiläumsfolge, inklusive eines nachgereichten Audiogrußes vom Podcast „Tauziehen“. Im Rückblick berichten sie von eigenen Highlights wie dem DJHT, dem Adventsempfang im evangelischen Büro, Treffen mit der JU NRW und Annas Interview mit Ministerin Prien. Jugendpolitisch war 2025 geprägt von Lichtblicken, etwa einer stärkeren Sichtbarkeit von Jugendthemen und solidarischen Aktionen der Jugendverbände, aber auch von großen Enttäuschungen wie der allgegenwärtigen Neutralitätsdebatte. Besonders kritisch sehen sie die fehlende Beteiligung junger Menschen an zentralen Debatten wie dem Wehrdienst sowie den generellen Mangel an echter Jugendbeteiligung. Positiv überrascht hat sie, wie viele Verbände trotz Gegenwind Haltung gezeigt und sich gegenseitig unterstützt haben. Ihr zentrales Learning: Alle reden über Jugendpolitik, ohne sie so zu nennen – doch wenn es darauf ankommt, sind mehr Verbündete da als erwartet. Mit Blick auf 2026 erwarten sie gesellschaftlich weitere politische Polarisierung und jugendpolitisch Rückschritte bei Kinderrechten, verbunden mit neuen Konflikten rund um Wehrdienst, Freiwilligendienste und Ganztag. Persönlich wünschen sie sich für das kommende Jahr mehr Hoffnung, weniger Panik und nehmen sich vor, unbequem zu bleiben, bevor sie sich in die Weihnachtspause verabschieden und am 19. Januar 2026 mit Folge 52 zurückkehren.

  • Folge 50 von Berufsjugendlich ist etwas ganz Besonderes: Zwei Jahre Podcast, 24 Monate jugendpolitische Gespräche und inzwischen 50 Folgen voller Herzblut, Ehrenamt und Haltung. Nach einem kurzen Impro-Teil und Jendriks Song sagen wir Danke für euren Support, Spotify-Jahresrückblicke, Platzierungen in euren Playlists und ganz besonders für die vielen Audio-Geburtstagskarten, die wir über die Folge verteilt einspielen. Wir blicken darauf zurück, was seit der letzten Folge bei uns los war – von Annas Highlight bei der Enquete in Mecklenburg-Vorpommern bis zu Jendriks Reise-Marathon zwischen Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Oberlübbe. Dann wird es persönlich: Wir teilen unsere ganz eigenen Top-5-Momente aus 50 Folgen, von prägendem postmigrantischem Engagement über Jugendwahlprogramme, Wohnungslosigkeit und Wehrdienstdebatten bis zum allerersten Aufnahmetag im Unperfekthaus. Zwischendurch hört ihr viele bekannte Stimmen aus zwei Jahren Berufsjugendlich, die uns gratulieren und begleiten. Außerdem erzählen wir, wie eigentlich eine Folge entsteht – vom spontanen Themenfindungsprozess über Google Docs, WhatsApp und Wochenendaufnahmen bis zur Technik, zum Schnitt und zu Social Media. Wir sprechen offen darüber, was sich verändert hat: mehr Vorbereitung, mehr Wahrnehmung, aber auch mehr Erwartungen an einen Podcast, der weiterhin komplett ehrenamtlich bleibt. Natürlich darf auch ein Jugendpolitik-Ticker nicht fehlen, mit Einordnungen zum Wehrdienstgesetz, zu Schulstreiks, zur aktuellen COPSY-Studie und zum Renten-Paket aus Sicht der jungen Generation. Dabei wird klar, wie häufig jugendpolitische Entscheidungen ohne echte Beteiligung junger Menschen getroffen werden. Zum Schluss teilen wir einen kurzen Ausblick auf die nächsten Wochen, sprechen über Erschöpfung, Vorfreude und das Jahresfinale. Die nächste – und letzte – Folge in diesem Jahr erscheint am 22. Dezember und wird eine Live-Aufnahme sein – perfekt für alle, die an Weihnachten mal kurz raus wollen.

  • In Folge 49 sprechen Anna und Jendrik über zwei intensive Wochen voller Jugendpolitik und persönlicher Highlights, darunter Annas Live-Podcast beim Tag der Medienkompetenz und Jendriks Termine beim Landesjugendring NRW. Zentrales Thema ist der neue Entwurf zum Wehrdienstgesetz, über den sie mit Daniela Broda vom Deutschen Bundesjugendring sprechen, die bei der Anhörung im Verteidigungsausschuss geladen war. Sie ordnet ein, wie wenig die Perspektive junger Menschen in den politischen Entscheidungen bisher berücksichtigt wurde und welche Unterschiede es zwischen öffentlicher, politischer und jugendverbandlicher Debatte gibt. Gleichzeitig steht ein Austausch des DBJR mit Verteidigungsminister Pistorius an, dessen Sinnhaftigkeit angesichts der aktuellen Entwicklungen diskutiert wird. Die Hosts beleuchten außerdem die zwei verschiedenen Protestbündnisse, die Anfang Dezember zu Demonstrationen und Schulstreiks aufrufen, und erklären deren Hintergründe und politische Einordnung. Im Jugendpolitik-News-Ticker geht es um die neue Kinderbeauftragte der Bundesregierung, die Frage nach Kinderrechten im Grundgesetz, zusätzliche Mittel für Freiwilligendienste und den Kinder- und Jugendplan sowie die Veröffentlichung der JIM-Studie 2025. Beide reflektieren ihre kommenden Termine in Berlin, Hamburg und verschiedenen Diskussionsformaten. Zum Schluss kündigen sie die Jubiläumsfolge 50 an und rufen die Hörer*innen dazu auf, Grüße, Wünsche und Sprachnachrichten einzuschicken. Die Folge endet mit einem „Bis zum 8. Dezember“ und der Vorfreude auf das gemeinsame Feiern ihres Podcast-Meilensteins.

  • In Folge 48 sprechen Anna und Jendrik über die größte Jugendbewegung der Welt: die Pfadfinder:innen. Sie zeigen, wie Pfadfinden Menschen in über 170 Ländern verbindet – mit Lagerfeuer, Halstuch, Gemeinschaft und gelebtem Engagement. Im Interview erklärt Chrissy Pollithy vom World Scout Committee, wie die weltweite Organisation funktioniert und warum „Value Volunteering“ mehr ist als nur Ehrenamt. Außerdem geht es um die Frage, ob Pfadfinden politisch ist, und um Themen wie Queerness, Inklusion und Vielfalt. Hörerinnen erzählen, was Pfadfinden für sie bedeutet, und Anna und Jendrik berichten von aktuellen Projekten zu Antirassismus, Kindesschutz und Medienkompetenz. Eine inspirierende Folge über gelebte Werte, globale Vernetzung und Engagement mit Zukunft.

  • In der 47. Folge von Berufsjugendlich melden sich Anna aus Verona, wo sie gerade durch Italien reist, und Jendrik aus dem Ruhrgebiet. Schwerpunkt der Episode ist aus aktuellem Anlass erneut die Debatte um das Wehrdienstgesetz, das seit August 2025 für Streit sorgt. Der Entwurf sieht vor, dass alle 18-jährigen Männer einen Fragebogen zur Wehrdienstbereitschaft ausfüllen müssen, während Frauen freiwillig teilnehmen können. Geplant war eine erste Lesung im Bundestag, die aber wegen Konflikten zwischen SPD und CDU/CSU verschoben wurde, insbesondere wegen der Diskussion um ein mögliches Losverfahren. Dieses orientiert sich am dänischen Modell, wird aber in Deutschland von vielen als ungerecht wahrgenommen. Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbands, hält trotz erwarteter Freiwilliger die Rückkehr zur Wehrpflicht für notwendig und spricht nüchtern über hohe Verluste im Kriegsfall, was Jendrik betroffen kommentiert. In den sozialen Medien lösten Memes, die das Losverfahren mit „Die Tribute von Panem“ vergleichen, eine breite Debatte aus – Anna warnt jedoch vor dieser Gleichsetzung von Demokratie mit Diktatur. Kritisiert wird zudem, dass junge Menschen in der politischen Diskussion kaum ernsthaft beteiligt werden, auch wenn einzelne Vertreter*innen wie Quentin Gärtner oder der DBJR gehört werden. Umfragen zeigen eine deutliche Zustimmung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht vor allem bei älteren Befragten, während Jüngere skeptischer sind. Am Ende bleibt die Frage, ob es der Politik wirklich um die Interessen junger Menschen geht oder ob es sich eher um symbolische Beteiligung handelt. Natürlich hört ihr auch wieder die Schlusskurve.

  • In Folge 46 von „Berufsjugendlich“ berichten Anna und Jendrik zunächst von ihren letzten Wochen, die geprägt waren von Terminen im Landtag NRW, Fachtagen, Keynotes, Podcastauftritten und privaten wie beruflichen Ereignissen. Gast der Folge ist Daniel Seiler vom Jugendleiter-Blog, der seine aktuelle Umfrage zur Jugendarbeit vorstellt, eine Kooperation mit Berufsjugendlich. Die Ergebnisse zeigen bekannte Herausforderungen: Nachwuchsprobleme, geringe Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Frustration durch Bürokratie und fehlende Anerkennung sowie Zukunftsängste im Ehrenamt. Besonders auffällig ist der große Wunsch nach Weiterbildung in den Bereichen Mental Health, Resilienz und Kinderschutz. Überraschend war, dass Nachhaltigkeit und Klimathemen kaum noch eine Rolle spielen, während die Forderung nach struktureller und finanzieller Absicherung der Jugendarbeit stark zunimmt. Die Diskussion verdeutlicht den Widerspruch zwischen politischer Rhetorik zur Demokratieförderung und der geringen Mitbestimmung, die Jugendliche tatsächlich erleben. Im Anschluss geben Anna und Jendrik zahlreiche Podcastempfehlungen, von „Camptalk“ über „Eierlikör und Jugendhilfe“ bis hin zu „Vereinnahmt: zwischen Ehrenamt und Extremismus“. Dabei betonen sie, wie wichtig Bewertungen und Rezensionen sind, um „Berufsjugendlich“ sichtbarer zu machen und unabhängig fortzuführen. In der Schlusskurve berichten sie von ihren kommenden Terminen: Jendrik leitet einen Kurs in Wuppertal und fährt nach Schwerin, während Anna sich in den Urlaub verabschiedet. Die nächste Folge erscheint am 27. Oktober 2025.

  • In Folge 45 gestehen Anna und Jendrik gleich zu Beginn, dass es diesmal kein festes Thema gibt, sondern viele aktuelle jugendpolitische Baustellen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Jugend-Check, der Gesetze auf ihre Auswirkungen für junge Menschen prüft, aber kein Beteiligungsinstrument darstellt. Sie diskutieren, warum der Jugend-Check trotz seines zehnjährigen Bestehens so unbekannt ist und oft fälschlich als Jugendbeteiligung dargestellt wird. Jendrik bringt zudem das Thema Künstliche Intelligenz ein, das auch die Jugendarbeit verändert – von niedrigschwelligen Info-Bots bis hin zu Förderanträgen. Beide sehen darin Chancen, aber auch Risiken, etwa wenn Jugendliche ChatGPT bei sensiblen Fragen mehr vertrauen als Fachkräften. Ein weiteres Thema ist die Recherche „Brandmauer Schule“ des ZDF Magazin Royale über AfD-Angriffe auf Lehrkräfte und die Neutralitätspflicht an Schulen. Dazu passt die bevorstehende Landtagsanhörung in NRW, bei der Jugendverbände klarstellen wollen, dass sie nicht zur Neutralität verpflichtet sind, sondern für Demokratie eintreten. Zum 35. Geburtstag des SGB VIII gibt es außerdem ein Interview mit Reinhard Wiesner, dem „Vater“ des Gesetzes, der die Bedeutung der Jugendhilfe hervorhebt. Zum Abschluss blicken sie auf ihre kommenden Termine und kündigen die nächste Folge für den 13. Oktober an.