Avsnitt

  • Ab Ende der 70er Jahre unterwegs mit seinen Bands, erreichte der Gitarrist Pat Metheny spielend das grosse Publikum. Die Mischung aus Sunnyboy und süffigem Fusion-Jazz, die Leichtigkeit der Improvisation, die euphorisierenden Songs - der Erfolg und die Herzen schienen Pat Metheny stets zuzufliegen.

    Was vielleicht insofern erstaunlich ist, als er durchaus auch Risiken einging mit seiner Musik und - gerade auch nach dem Ende der Pat Metheny Group 2010 - immer wieder neue Wege suchte. Wie er es schafft, auch mit über 70 jugendlich zu wirken und live unterwegs zu sein, was seine Musik auszeichnet und wie man sich selber als Gitarrist von einer solchen Über-Figur lösen kann, das diskutiert der selber sehr erfolgreiche Jazzgitarrist Wolfgang Muthspiel in der JazzCollection mit Jodok Hess.

    Musiktitel:
    Interpet:in: Titel (Album / Label):
    - Pat Metheny: First Circle (First Circle / ECM)
    - Pat Metheny: Bright Size Life (Bright Size Life / ECM)
    - Pat Metheny: 80/81 (80/81 / ECM)
    - Pat Metheny: Are You Going With Me? (OffRamp / ECM)
    - Pat Metheny: Kathelin Gray (Song X / Nonesuch)
    - Pat Metheny: Waltz for Ruth (Beyond the Missouri Sky. Short Stories by Charlie Haden & Pat Metheny / Verve)
    - Pat Metheny: You're Everything? (MoonDial / Modern Recordings)
    - Pat Metheny: In On It (Side-Eye III+ / Green Hill)

  • Ein gehauchtes «Happy Birthday, Mr. President» wird Ihnen vielleicht in den Sinn kommen, wenn Sie an die Sängerin Marilyn Monroe denken, oder ihre kecke Versicherung, dass Diamanten die besten Freunde seien für ein Mädel. Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe ein Wiederhören.

    Marilyn Monroe hat aber mehr zu bieten als uns das kollektive Gedächtnis überliefert. Die Popikone nahm Gesangsunterricht und war eine begeisterte Jazzhörerin. Davon zeugt z.B. das kindlich-laszive Kauderwelsch in «I Wanna Be Loved By You», das eben auch eine Hommage ist an den Scatgesang. Boop-boop-de-boop!

    An einem ihrer Konzertbesuche freundete sich Marilyn Monroe übrigens mit Ella Fitzgerald an und unterstützte die damals noch aufstrebende Jazzsängerin aktiv im Kampf gegen Rassendiskriminierung. Die beiden Frauen blieben ihr Leben lang befreundet.

    Welche Qualitäten die Monroe als Sängerin und Performerin hat, ob sie swingen konnte und wie ihr Talent als Komikerin mit einfloss, darüber diskutiert Manfred Papst in der Jazz Collection mit Annina Salis.

    Erstausstrahlung: 22.06.2021

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Madonna: Material Girl (Like a Virgin / Sire Records, Warner)
    - Elton John: Candle in the Wind (Elton John: Greatest Hits 1970-2002 / Mercury)
    - Pharrell Williams: Marilyn Monroe (Girl / Columbia Records)
    - Marilyn Monroe: Runnin' Wild (aus «Some Like It Hot» 1959) (Collector / Milan)
    - Marilyn Monroe: Every Baby Needs a Dad-Dad-Daddy (aus «Ladies of the Chorus» 1948)
    - Marilyn Monroe, Jane Russell: Diamonds Ar a Girl's Best Friend / Two Little Girls from Little Rock (aus «Gentlemen Prefer Blondes» 1953) (Marilyn Monroe: Complete Recordings / Legend)
    - Marilyn Monroe: Down in the Meadow (aus «River of No Return» 1954) (Marilyn Monroe: Complete Recordings / Legend)
    - Marilyn Monroe: Lazy (There's No Business Like Show Business: La Joyeuse Parade / BNF Collection)
    - Marilyn Monroe: That Old Black Magic (aus «Bus Stop» 1956)
    - Marilyn Monroe: I'm Through With Love / I Wanna Be Loved by You (aus «Some Like It Hot» 1959 / Some Like It Hot. Original Motion Picture Soundtrack / Varèse Sarabande Records)
    - Marilyn Monroe: Happy Birthday, Mr. President (Collector / MIlan)
    - Marilyn Monroe: My Heart Belongs to Daddy (aus «Let's Make Love» 1960) (Collector / Milan)

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  • Genial, unangepasst, visionär: Vor hundert Jahren ist Miles Davis zur Welt gekommen, und noch heute gilt er als Prototyp des Jazzmusikers. Viele seiner Alben sind Meilensteine, einige seiner Bands gelten bis heute als unübertroffen.

    Was fasziniert die junge Generation an diesem Trompeter und Komponisten? Warum wurden so viele der Sidemen von Miles später selber Bandleader? Und kann man heute überhaupt noch ein Bandleader sein wie Miles Davis es war?

    Die Trompeterin Sonja Ott und der Schlagzeuger Philipp Leibundgut sind nicht nur mitgeprägt vom Kosmos Miles, sie spielen auch in vielen kleinen und grossen und zum Teil gemeinsamen Bands und kennen die Leiden und Freuden des Musikerlebens. Für die Miles Davis Geburtstags-Jazz Collection bringen sie ihre Miles-Lieblingsmusik mit, diskutieren die Bedingungen von Sidemen und -women damals und heute und plaudern aus dem Nähkästchen ihrer Banderfahrungen – als Gäste von Jodok Hess.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label):
    - Miles Davis & Gil Evans: My Ship (Miles Davis + 19: Miles Ahead / CBS)
    - Miles Davis: So What (Kind of Blue / CBS)
    - Miles Davis: Seven Steps to Heaven - Seven Steps to Heaven (Take 3) (Miles Davis: Seven Steps. The Complete Columbia Recordings 1963-1964 / Columbia)
    - Miles Davis: My Funny Valentine (The Complete Concert 1964. My Funny Valentine + Four & More / Columbia)
    - Miles Davis: Pharao's Dance (Bitches Brew / CBS)
    - Miles Davis: Tutu (Tutu / Warner Bros)

  • Obschon der erdige Sound und die zupackende Spielweise von Eddie «Lockjaw» Davis völlig eigenständig waren, passte er hervorragend in unterschiedlichste Formationen und Stilwelten.

    Verwurzelt im Rhythm and Blues begleitete er später mit der swingenden Count Basie Big Band Grössen wie Frank Sinatra, und zusammen mit der Hammondorganistin Shirley Scott schrieb er Souljazz-Geschichte.

    Warum man den Jazzmusiker Eddie Davis kennen sollte – und woher sein Spitzname «Lockjaw» (Kieferklemme) stammt –, erzählt der Zürcher Tenorsaxofonist Christoph Grab im Gespräch mit Roman Hošek.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label):

    - Eddie «Lockjaw» Davis & Johnny Griffin Quintet: Hey, Lock! (Blues Up And Down / Jazzland)
    - Eddie «Lockjaw» Davis: I Can't Get Started (Live in Zurich's Widder-Bar / Divox Jazz)
    - Count Basie and His Orchestra: At Long Last Love (Pop Goes the Basie / Reprise)
    - Eddie «Lockjaw» Davis & Shirley Scott: Our Delight (Jaws in Orbit / Prestige)
    - Johnny Griffin and Eddie «Lockjaw» Davis Quintet: Twins (Tough Tenors / Jazzland)
    - Eddie «Lockjaw» Davis Big Band: The Stolen Moments (Trane Whistle / Prestige)
    - Eddie «Lockjaw» Davis: Night And Day (Goin' to the Meetin' / Prestige)

  • Seit sie vor fünf Jahren eine Dozentur für Jazzgesang in Luzern angetreten hat, prägt Kristin Berardi den Schweizer Jazznachwuchs mit und ist hierzulande eine der gefragtesten Stimmen geworden.

    Die australische Jazzsängerin fasziniert, mit ihrer Stimme zwischen zarter Nähe und souveräner Kraft. Egal, ob im intimen Duo-Setting oder in komplexen Ensembleproduktionen, Kristin Berardi kann mühelos zwischen Farben und Formen wechseln – ganz im Dienste des Moments und des echten Ausdrucks.

    Luca Koch aus der SRF-Musikredaktion hat als Sänger*in bei Berardi studiert und dabei technisch und vor allem auch künstlerisch viel gelernt. Das gibt zu reden – in der Jazz Collection mit Annina Salis.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Kristin Berardi: The Light & The Dark (The Light & The Dark / Earshift Music 2022)
    - Kristin Berardi: Live Rite (The Kristin Berardi Band / Eigenvertrieb 2008)
    - Kristin Berardi: Body and Soul (Just As You Are / Eigenvertrieb 2026)
    - Kristin Berardi: He Was a Loaded Gun (Our Songs, Not Songs / Earshift Music 2019)
    - Claudia Döffinger, Torso Ventuno: Cover to Cover (Nachtwache / Owlway Records 2025)
    - Kristin Berardi: Strong in Broken Places (Wilderness / Made Now Music 2023)
    - Kristin Berardi & Berlin Lama: Not a King But a Fool (Single 2025)
    - Kristin Berardi & Mark Sholtez: I Am the Winter (Decorate the Silence / Eigenvertrieb 2026)

  • An einen Tag ohne Musik kann sich Thomas Gansch eigentlich gar nicht erinnern: Sein Vater war Kapellmeister im österreichischen Melk, zweimal wöchentlich probte die Blasmusik bei den Ganschs zu Hause: Märsche, Polken, Volksmusik.

    Zu dieser DNA aus Blasmusik und österreichischer Volksmusik kam der Jazz – hier war das Vienna Art Orchestra, dieses verrückte Klangmonster unter der Leitung des Schweizer Wahl-Wieners Mathias Rüegg, eine wichtige Schule für Gansch. Wie aber wurde aus all diesen Einflüssen das Klanguniversum Gansch? Woher kommt das Gansch-Horn? Und inwiefern ist die Trompete ein Rudeltier? Das österreichische Ausnahmetalent Gansch schon oft aus nächster Nähe erlebt hat der Trompeter Raphael Kalt, u.a. als Trompeter im Zurich Jazz Orchestra. Er ist zu Gast in der Jazz Collection mit Jodok Hess.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Gansch & Roses: New Orleans (Hot Feet / Geco Tonwaren)
    - Zurich Jazz Orchestra feat. Thomas Gansch: Steirer 3er (Neat Little Songs / Mons Records)
    - Schwestern Trio & Mnozil Brass: Contra Moravanku (Volksmusik aus Österreich. No Ziel / Gesa)
    - Schwestern Trio: Steirer 3er (Volksmusik aus Österreich. No Ziel / Gesa)
    - Mnozil Brass: Steirer 3er (Mnozil Brass: Zimt. Advent und Weihnachten / Geco)
    - Vienna Art Orchestra: Sigmund Freud: Night and Mares on a Viennese Couch (30 Years. American Dreams, European Visionaries, Viosonaries & Dreams / Emarcy)
    - Thomas Gansch & Georg Breinschmid: 5/4 (Live / Preiser Records)
    - Thomas Gansch & Herbert Pixner: Melanchodia (Alpen und Glühen / Three Saints Records)
    - Zurich Jazz Orchestra feat. Thomas Gansch: Resal (Neat Little Songs / Mons Records)

  • Hamilton de Holanda ist nicht nur ein Virtuose am Bandolim (bei uns: Mandoline), sondern dessen wohl kühnster Weiterdenker: Er verpasste dem Instrument kurzerhand zwei zusätzliche Saiten – und eröffnete damit ganz neue Klangwelten.

    Tief verwurzelt im brasilianischen Choro und inspiriert von Grössen wie Pixinguinha und Jacob do Bandolim, katapultiert er die Tradition mit atemberaubender Virtuosität und Spielfreude ins jazzig gefärbte Heute.

    Auch Floriano Inácio Jr. ist inspiriert – und spricht darüber in der Jazz Collection mit Annina Salis.

    Die gespielten Titel
    (Interpret:in: Titel (Album / Label)
    - Dois de Ouro: Apanthei-te Cavaquinho (Destroçando a Macaxeira / ...)
    - Brasília Brasil: Suíte Norte, Sul, Leste, Oeste (Abre Alas / 2001 Galeão)
    - Hamilton de Holanda: Capricho de Pixinguinha (Caprichos / Adventure Music)
    - Hamilton de Holanda: Carinhoso (Hamilton de Holanda / Velas Records)
    - Hamilton de Holanda: Baião de Lacan (Música das Nuvens e do Chão / Velas Recors)
    - Hamilton de Holanda Quintet: Brasilianos (Brasilianos / Adventure Music)
    - Hamilton de Holanda: 01 Byte 10 Cordas (Hamilton de Holanda & Yamandu Costa Live / Adventure Music)
    - Hamilton de Holanda T Mestrinho: Modulando (Canto da Praya - Hamilton de Holanda e Mestrinho (Ao Vivo / Deck)
    - Hamilton de Holanda & Gonzalo Rubalcaba: Mandalagh (COLLAB / Sony)

  • Der US-Gitarrist Bill Frisell übernimmt eine improvisatorische Haltung aus dem Jazz, verbindet sie mit Americana-Elementen wie Country und entwickelt so einen völlig eigenen Stil, mit dem er ab den 1990er Jahren zu einer internationalen Jazzgrösse wird.Doch schon als er in den 80ern erstmals auf der Szene auftaucht, wollen namhafte Musiker unbedingt mit ihm spielen – allen voran der legendäre Schlagzeuger Paul Motian. Das liegt zum einen an Frisells charakteristischer Spielweise, aber auch an seinem unverwechselbaren Gitarrensound. Viele erkennen ihn bereits nach wenigen Tönen; die Gitarristin Anna Regina Kalk sagt sogar, ihr genüge schon einer. Sie ist bei Roman Hošek zu Gast in dieser Ausgabe der Jazz Collection.Die gespielten Titel:Interpret:in: Titel (Album / Label)- Bill Frisell: Resistor (Rambler / ECM)- Bill Frisell: Have a Little Faith in Me (Have a Little Faith in Me / Nonesuch Records)- Bill Frisell: Tales From the Far Side (Quartet / Nonesuch Records)- Bill Frisell: Verona (Gone, Just Like a Train / Nonesuch Records)- Paul Motian, Bill Frisell, Joe Lovano (I Have the Room Above Her (I Have the Room Above Her / ECM)- Jim Hall & Bill Frisell: Family (Hemispheres / ArtistShare)- Bill Frisell & Thomas Morgan: Wildwood Flower (Small Town / ECM)

  • Seit ihn vor gut zehn Jahren der Erfolg quasi überrumpelt hat, ist der Organist und Pianist Cory Henry fast ständig unterwegs. Wohl wurde er gefeiert als Wunderkind in seiner Kirche, weil er schon als 5jähriger die Gemeinde begleitete.

    Dass es aber auch auf der viel grösseren Bühne so abgehen würde für ihn, spätestens nach seinem Solo über die Nummer «Lingus» für die Band Snarky Puppy, das im Netz viral ging – daran wollte der eigentlich eher schüchterne Cory Henry zunächst nicht so recht glauben. Inzwischen ist der 39jährige aber in den verschiedensten Genres zwischen Funk, R&B und Jazz sehr präsent. Für den Keyboarder und Produzenten Marvin Trummer ist Cory Henry ein ganz grosses Idol, und er erinnert sich auch gerne daran, wie er mit ihm zusammen mal Turnschuhe kaufen ging.

    Aktuell ist Cory Henry in Europa unterwegs, am 17. und 18. März auch in der Schweiz. Grund genug für diese Wiederholung der Jazz Collection zu Cory Henry mit Jodok Hess.

    Erstausstrahlung: 08.03.2022

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Cory Henry: NaaNaaNaa (The Revival / Universal)
    - Cory Henry: Donna Lee (Gotcha Now Doc / EA)
    - Snarky Puppy: Lingus (We Like It Here / GroundUp Music)
    - Cory Henry: Gotcha Now (First Steps / Wild Willis Jones)
    - Cory Henry & The Funk Apostles: Trade It All (Art of Love / Eigenvertrieb)
    - Cory Henry: Switch (Something to Say / Culture Cultive)
    - Cory Henry: Christmas With You (Christmas With You / Henry House)
    - Cory Henry: Fighting for Peace (Fighting for Peace / Henry House)

  • Als Gretchen Parlato Ende der Nullerjahre mit ihrer charakteristischen, leicht nasalen Stimme auf der Jazzszene erschien, waren die Reaktionen zunächst geteilt.

    Doch mit ihrer frischen Art, wie sie beispielsweise bekannte Songs von Michael Jackson, Björk oder Simply Red interpretiert, überzeugte sie Kritiker:innen wie Publikum gleichermassen. Und mit ihrem unverwechselbaren Mix aus Jazz, R’n’B und brasilianischen Einflüssen prägte sie eine ganze Generation – besonders viele Gesangsstudierende. Sie hätte damals regelrecht eine «Gretchen-Phase» durchlaufen, erzählt die Sängerin Yumi Ito, die bei Roman Hošek zu Gast ist.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Gretchen Parlato: Juju/Footprints (Gretchen Parlato / Eigenvertrieb)
    - Gretchen Parlato: Butterfly (In a Dream / Obliquesound)
    - Gretchen Parlato: Holding Back the Years (The Lost and Found / Obliquesound)
    - Gretchen Parlato: Still (The Lost and Found / Obliquesound)
    - Gretchen Parlato: Within Me (Live in NYC / Obliquesound)
    - Rebecca Martin, Gretchen Parlato & Becca Stevens: I Wanna Fly so Free (Tillery / Larrecca Music)
    - Gretchen Parlato: Magnus (Flor / Edition Records)
    - Gretchen Parlat & Lionel Loueke: Akwe (Lean In / Edition Records)

  • Als Teenager beginnt er seine Arrangements zu Geld zu machen, als Twenty-Something ist er ein Jazz-Star: Der Arrangeur, Komponist und Baritonsaxophonist Gerry Mulligan war Mitte des 20.Jahrhunderst eine prägende Jazzfigur.

    Als er 1996 stirbt, kommt die Saxophonistin Charlotte Lang gerade mal zur Welt. Trotzdem ist für sie, die neben eigenen Bandprojekten auch als Baritonsaxophonistin im Swiss Jazz Orchestra sitzt, die Musik von Mulligan bis heute matchentscheidend. Warum, das erzählt sie in der Jazz Collection mit Jodok Hess.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Gerry Mulligan: Line for Lyons (Gerry Mulligan Paul Desmond Quartet / Verve)
    - Miles Davis: Venus de Milo (Miles Davis: 1948-52 / Rare)
    - Gerry Mulligan: Bernie's Tune (The Best of the Gerry Mulligan Quartet with Chet Baker / Pacific Jazz)
    - Gerry Mulligan & Ben Webster: Chelsea Bridge (Gerry Mulligan Meets Ben Webster / Verve)
    - Gerry Mulligan: Blueport (Gerry Mulligan and the Concert Jazz Band at the Village Vanguard / Verve)
    - Dave Brubeck: Recuerdo (Dave Brubeck: Jazz Collection / Columbia)
    - Gerry Mulligan: K-4 Pacific (The Age of Steam / A&M Records)
    - Gerry Mulligan: Nobody Else But Me (The Art of ... The Final Recordings / Telarc)

  • Er sei kein Pianist, sondern Musiker, romantisch und verrückt. So beschreibt sich Roberto Fonseca. Der nebst dem Piano eben auch noch komponiert und Produzent ist.

    Und verrückt fühlt sich der Kubaner deshalb, weil er Einflüsse miteinander vermische, so divers wie westliche Klassik, die traditionelle kubanische Musik, Jazz, Hip Hop und Soul.

    Aufgewachsen ist der heute 50jährige mit klassischer Musik, Jazz und Funk. Als junger Erwachsener bekommt er eine Karrierechance, die alles verändert. Fonseca wird Pianist im «Buena Vista Social Club». Tourt mit den kubanischen Legenden und erlebt auch neben der Bühne die Kultur des alten Havanna aus erster Hand. Ein kultureller Schatz, aus dem Fonseca immer wieder von neuem schöpft. Der Pianist, Komponist und Produzent übt bis heute grossen Einfluss auf die kubanische Musik aus und spielt mit internationalen Stars wie Herbie Hancock, Fatoumata Diawara und Munir Hossn.

    Als Sohn eines kubanischen Musikers ist auch Leandro Irarragorri mit der Kultur Kubas aufgewachsen und lässt sich davon zu seiner eignen Musik inspirieren. Über das Werk von Roberto Fonseca diskutiert er mit Annina Salis.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album/Label)

    - Roberto Fonseca: Sal al Malecon (La Gran Diversión / Wagram Music)
    - Roberto Fonseca: Elengó (The Real Cuban Music: Latin Jazz / Legacy Recordings)
    - Roberto Fonseca: Xiomara (No Limit: Afro Cuban Jazz / Victor Entertainment)
    - Roberto Fonseca: El Niejo (Zamazu / ENJA)
    - Ibrahim Ferrer: Covergencia (Mi Sueño / World Circuit)
    - Gilles Peterson's Havana Cultura Band: Lagrimas de soledad (no existen palabras) (Gilles Peterson presents Havana Cultura. New Cuba Sound / Brownswood, Namskeio)
    - Roberto Fonseca: Tumbao de la Unidad (ABUC / Montuno)
    - Roberto Fonseca & Vincent Ségal: Soul Kiss (Nuit Parisienne à la Havane / Artwork Records)

  • Für viele Musikerinnen hat sie die Türe aufgestossen. Viele sind es noch nicht, aber immerhin – eine Handvoll vielversprechender Trompeterinnen gibt es aktuell auf der Szene. In den 90er Jahren gab es weitherum nur eine: Ingrid Jensen.

    Die Kanadierin machte in eigenen Bands auf sich aufmerksam, aber auch in wichtigen Big Bands, vom VAO bis zum Maria Schneider Orchestra. Und vor allem: sie spielte die Trompete mit einer unerhörten Leichtigkeit und setzte sich nur schon dadurch von vielen ihrer Kollegen ab. Von einer so mühelos erfolgreichen Trompeterin zu wissen, sei für sie im Studium enorm wichtig gewesen, sagt die junge deutsche Trompeterin Heidi Bayer. Über Jensens mühelose Meisterschaft auf der Trompete, über Sport und Musik im Jazz und über den Zauber der Grossformation diskutiert sie in der ersten JazzCollection im neuen Jahr mit Jodok Hess.

    Die gespielten Titel:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Maria Schneider Orchestra: Allégresse (Allégresse / Enja)
    - Vienna Art Orchestra: Türkis (Fe & Males / Amadeo)
    - Ingrid Jensen: Dear John (Higher Grounds / Enja)
    - Ingrid Jensen: Touch Her Soft Lips and Part (Higher Grounds / Enja)
    - Darcy James Argue's Secret Society: Transit (Presents: Infernal Machines / New Amsterdam Records)
    - Ingrid Jensen: Foxy Trot (Invisible Sounds / Whirlwind Recordings)
    - Artemis: Sights Unseen (Arboresque / Blue Note)

  • «Ich brauch Tapetenwechsel, sprach die Birke, und macht sich in der Dämmerung auf den Weg» - mit solchen Songtexten wurde Hildegard Knef zur Ikone des deutschsprachigen Chansons.

    Ihre Lieder erzählen von Sehnsucht, Selbstbestimmung und dem Mut, anders zu sein – Themen, die bis heute nachhallen. Hildegard Knef wurde kurz nach dem zweiten Weltkrieg vorerst als Schauspielerin international bekannt. Nach einem rastlosen Auf und Ab der Karriere fand sie als Sängerin, Texterin und Autorin ihre künstlerische Heimat – und Millionen von Fans. 2025 hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert.

    Der Schweizer Chansonnier Michael von der Heide ist bekennender Knef-Verehrer. Im Gespräch mit Annina Salis taucht er ein in das Werk und die Persönlichkeit dieser aussergewöhnlichen Frau. Warum fasziniert Knef noch immer? Was macht ihre Texte so zeitlos? Und welche Spuren hat sie in der Musikgeschichte hinterlassen?

    Die gespielten Stücke:
    Interpret:in: Titel (Album / Label)

    - Hildegard Knef: In dieser Stadt (Ich seh die Welt durch deine Augen / Decca)
    - Knef & Kaempfert: Von nun an ging's bergab (Eins & Eins / Philips)
    - Hildegard Knef: Geh fort von hier (Hildegard Knef singt Cole Porter | Träume heissen Du / Decca)
    - Hildegard Knef: C'était pour jouer (De grote successen / Universal)
    - Hildegard Knef: Für mich solls rote Rosen regnen (Knef in Concert / Teldec)
    - Hildegard Knef: Ich bin den weiten Weg gegangen (Eins & Eins / Philips)
    - Hildegard Knef: Tapetenwechsel (KNEF / Decca)
    - Hildegard Knef: Seeräuber-Jenny (Hildegard Knef in Concert / Teldec)
    - Hildegard Knef: Die Welt ging unter am Zürichsee bei 30° im Schatten (Hildegard Knef in Concert / Teldec)
    - Hildegard Knef: Die Herren dieser Welt (KNEF / Decca)