Avsnitt

  • »Deutschland ist ein starkes Land«, das betonte Bundesarbeitsministerin
    Bärbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem
    Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen
    geeinigt – zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark
    bleibe, meinte Bas, müssten sich jetzt »eben auch alle
    bewegen«. Allerdings gilt das besonders für die Mitglieder ihrer Partei,
    die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf
    kritisiert wurde.

    Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur
    Krankschreibung. Wer krank ist, soll künftig schon ab dem ersten Tag ein
    Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union.
    Es gilt ebenso für die Lockerung beim Kündigungsschutz für Hochverdiener
    sowie für die Ausweitung der Möglichkeit, Arbeitsverhältnisse zu
    befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewünscht hatte,
    verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz
    nehmen, die auf diese Weise günstig und flexibel Kräfte einstellen
    können. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt
    wirtschaftsfreundlich? 

    Darüber sprechen wir in dieser neuen Folge von »Ist das eine Blase?«,
    dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden
    Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann sprechen darin mit Roman
    Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei
    schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung überhaupt auf etwas
    geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD über ihren
    Schatten gesprungen sei. Außerdem ordnet er ein, was die Einigung der
    Koalition für die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die Maßnahmen zu
    einem Wirtschaftsaufschwung beitragen könnten.

    Zu Gast ist außerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die
    Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei
    unabhängigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands.
    Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil
    das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen
    und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groß
    der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stärkeren
    Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groß aber sind die Widerstände?
    Welche Kompromisse sind nötig? Und was müsste passieren, damit die SPD
    etwa bei Start-up-Gründern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen
    geht es in der neuen Folge.

    »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
    Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
    Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
    Geld, Macht und Gerechtigkeit.

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  • 15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto würden manche Politiker gerne
    staatliche Subventionen kürzen, um zum Beispiel eine Reform der
    Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte
    Rasenmähermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht,
    alle Steuervergünstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kürzen – und ist
    es überhaupt möglich?

    Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen überhaupt
    gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in
    Deutschland das meiste Staatsgeld fließt – und um wie viele Milliarden
    es dabei überhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu
    sparen, während Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen?

    Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts »Ist das
    eine Blase?« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erläutert in der
    Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in
    Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum
    etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte
    steht.

    »Man kann Strukturwandel nicht aufhalten«

    Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann diskutieren außerdem
    mit dem Ökonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an
    der Universität Freiburg und war lange Mitglied des Sachverständigenrats
    zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis
    zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er außerdem den damaligen
    Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).

    Im Gespräch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom
    Subventionsabbau zu überzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken:
    »Die, die getroffen sind, schreien laut – und die, die begünstigt sind,
    freuen sich leise«, sagt Feld. Dennoch sei es gefährlich, an
    Subventionen für Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig
    Zukunft haben. »Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist,
    nicht aufhalten.« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung
    fördere, die Ansiedlung neuer Industrien ermögliche und Arbeitnehmer für
    neue Jobs qualifiziere.

    Außerdem erklärt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie
    für die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa
    dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er äußert sich
    zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht,
    Steuervergünstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Überdies
    verrät der Ökonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich
    ganz gestrichen werden sollten.

    »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
    Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
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  • Saknas det avsnitt?

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  • Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase.
    Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele
    Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man
    sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum
    – oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich?

    Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von »Ist das
    eine Blase?«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
    Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für
    Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim.

    Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit
    wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei
    nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern
    eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre
    hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in
    Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wirtschaftskrisen dieser
    Art führen auch zu politischen Krisen«, sagt Krebs.

    Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu
    produzieren, mehr zu konsumieren und immer größere Umsätze zu erzielen?
    Krebs widerspricht dieser Sicht. Für ihn steht hinter der Wachstumsfrage
    vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen
    wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. »Ich
    denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft
    vorstellen möchten.«

    Dabei spart der Ökonom nicht mit Kritik an der aktuellen
    Wirtschaftspolitik. Deutschland führe aus seiner Sicht die falschen
    Debatten über Sozialstaat, Arbeitszeit und Bürokratie, während die
    eigentlichen Probleme ungelöst blieben. Außerdem analysieren wir mit dem
    ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie
    Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da überhaupt wächst.

    »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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  • Deutschland hat ein Stromproblem. Immer mehr Energie wird aus Wind und
    Sonne erzeugt, doch das System dahinter gerät unter Druck: Netze sind
    überlastet, Strom wird zu falschen Zeiten produziert oder verbraucht,
    und die Kosten für den Ausbau landen am Ende bei den Verbraucherinnen
    und Verbrauchern. Was müsste passieren, damit die Energiewende
    tatsächlich günstig wird für alle?

    Darüber diskutieren wir in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
    ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die Hosts
    Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann gehen gemeinsam mit
    ZEIT-Redakteur Marc Widmann der Frage nach, warum Deutschlands
    Stromsystem als chaotisch gilt. Weshalb digitale Stromzähler plötzlich
    zum politischen Streitthema werden. Und warum viele Experten glauben,
    dass nicht ein mangelndes Angebot an Strom das Problem ist, sondern das
    System dahinter.

    Zu Gast ist Philipp Schröder, Gründer und CEO des Energieanbieters
    1komma5°. Der 42-Jährige ist einer der lautstärksten Befürworter eines
    digitalisierten Energiesystems. Schröder rechnet mit der deutschen
    Strompolitik ab – ungewöhnlich scharf für einen deutschen Manager. Die
    heutigen Verteilnetze nennt er ein „130 Jahre altes teilstaatliches
    Oligopol“, bei dem die Kosten am Ende bei allen Stromkunden landeten.
    Sein Vorwurf: Deutschland halte an einem ineffizienten System fest,
    obwohl die technischen Lösungen längst existierten.

    Und er wird noch grundsätzlicher: „Der echte Strompreis liegt bei sieben
    Cent“, sagt Schröder. Teuer werde Strom erst durch Abgaben, Umlagen und
    Netzentgelte. Seine zentrale These: Die Energiewende könnte viel
    günstiger sein, wenn Deutschland Verbrauch und Erzeugung besser
    synchronisieren würde – etwa durch intelligente Stromzähler, die Smart
    Meter. Dass Deutschland beim Ausbau so weit hinterherhinkt, sei »teuer
    und dumm«. Andere Länder hätten ihre Stromnetze längst digitalisiert,
    während hierzulande noch immer »jemand einmal im Jahr den Zähler
    abliest«. Nur wenn Stromverbrauch und Stromerzeugung endlich intelligent
    miteinander verbunden würden, könnten die Kosten sinken.

    Warum aber ist Schröder dafür, die Einspeisevergütung abzuschaffen,
    obwohl seine Kunden davon profitieren, wenn sie bei ihm neue
    Solaranlagen kaufen? Hat er vielleicht einen Hintergedanken, wenn er die
    digitale Plattform seines Unternehmens anderen Versorgern kostenlos und
    lizenzfrei zur Verfügung stellt? Und warum engagiert er sich nicht
    selbst in Politik, wenn er so viel an ihr auszusetzen hat? Auch darum
    geht es in der neuen Folge. 

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  • In Folge eins von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat
    verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker darüber, wie
    ein Kaufmann und ein Färber den Grundstein zu einem Weltkonzern legen,
    welche Rolle Heroin, die Weltkriege und der Fußball dabei spielen und
    warum die Erfindung von Aspirin gleich in mehrfacher Hinsicht ein
    Durchbruch ist.

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    Moderation und Recherche: Jens Tönnesmann und Andreas Sentker

    Produktion: Pool Artists

    Sounddesign: Joscha Grunewald

    Projektleitung DIE ZEIT: Constanze Kainz und Ole Pflüger

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  • Bayer-Chef Werner Baumann leitet vor zehn Jahren die bis dahin größte
    Übernahme in der deutschen Wirtschaftsgeschichte ein. 55 Milliarden Euro
    zahlt er für den Kauf von Mosanto. Für ihn ist es ein Triumph, für
    andere eine riskante Heirat zwischen Gut und Böse.

    In Folge zwei von »Der Vernichter – wie Bayer sich an Glyphosat
    verschluckte« sprechen Jens Tönnesmann und Andreas Sentker über den
    »bösesten Konzern der Welt«.

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  • Weniger Bürokratie und weniger Gesetze, mehr Schnelligkeit und mehr
    Effizienz in der Verwaltung: Das hat Karsten Wildberger (CDU) gleich in
    seinen ersten Reden versprochen, als er vor etwa einem Jahr das Amt als
    erster Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung angetreten
    hat. Das klang gut.

    Nur: Die Menschen merken davon offenbar wenig: Laut einer
    repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov haben 66
    Prozent der Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, der bürokratische
    Aufwand sei seit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung ungefähr
    gleich geblieben. 22 Prozent der Teilnehmer der Umfrage verspüren sogar
    eine Zunahme. Und auch die Unternehmerinnen im Land klagen über langsame
    und überforderte Behörden, meldet das arbeitgebernahe Institut der
    deutschen Wirtschaft. 

    Wie also bekommen wir die verdammte Bürokratie endlich in den Griff? Und
    liegt die Lösung vielleicht woanders als gedacht: Brauchen wir nicht
    weniger Gesetze, sondern einen anderen Umgang damit? Und nicht mehr
    Mitarbeiter in den Behörden, sondern intelligente Software, die ihnen
    das lästige Aktenstudium abnimmt?

    Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem Podcast
    der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit mit den beiden Hosts Carla
    Neuhaus und Jens Tönnesmann. Zu Gast ist die Unternehmerin Ina Remmers,
    die das Nachbarschaftsportal nebenan.de aufgebaut und viele Jahre
    geleitet hat. Nun hat die 43-Jährige eine neue Mission: Mit dem
    Unternehmen Rulemapping Group wollen sie und ihre Mitgründer Gesetze
    maschinenlesbar machen und Behörden so helfen, Anträge schneller
    abzuarbeiten.

    Aber wie kann das genau gehen? Wie offen sind die Beamtinnen und Beamten
    der Republik für die Idee? Wie groß ist der Notstand in den Verwaltungen
    wirklich und wo fängt man am besten an, ihn zu beheben? Macht das alles
    überhaupt Spaß, bringt es Geld und gibt es eigentlich auch gute
    Bürokratie?

    Um diese Fragen geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts, in
    der wir auch erklären, was Legistinnen und Legisten eigentlich tun und
    was in ihrem 300 Seiten starken Handbuch steht. Außerdem ordnet der
    ZEIT-Redakteur Miguel Helm das Ausmaß der Bürokratie ein und berichtet
    von seiner Recherche für den Artikel »Eilt sehr!«, für den er die
    deutsche Bürokratie zu verstehen versucht hat. 

    »Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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  • Die Botschaft von Friedrich Merz war klar: »Wir werden alles
    daransetzen, Deutschlands Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu
    bringen«, verkündete er als frisch gewählter Bundeskanzler in seiner
    ersten Regierungserklärung im Mai 2025. Deswegen werde seine Regierung
    »investieren und reformieren«. So könne Deutschland »aus eigener Kraft
    heraus wieder zu einer Wachstumslokomotive werden, auf die die Welt mit
    Bewunderung schaut«.

    Ziemlich genau ein Jahr später ist von Wachstum wenig zu spüren – und
    die Bewunderung im Rest der Welt hält sich in Grenzen. Vergangene Woche
    erst hat die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,0 auf
    magere 0,5 Prozent gesenkt, woran nicht nur die Folgen des Irankriegs,
    sondern auch strukturelle Schwächen der Wirtschaft schuld sind. Und vor
    einigen Wochen haben Ökonomen bereits festgestellt, dass die neuen
    Staatsschulden verplempert und nicht investiert werden.

    Nun will die schwarz-rote Koalition aber das Reformtempo erhöhen und hat
    eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie sie das Gesundheitssystem, die
    Rente und das Steuersystem umbauen will. Unter anderem mit dem Ziel, die
    Steuern- und Abgabenlast für die Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu
    senken. Kommen jetzt also endlich die großen Reformen – und können sie
    die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen?

    Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine Blase, dem Podcast der
    ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zum ersten Jahrestag der
    Koalition aus CDU, CSU und SPD diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens
    Tönnesmann und Zacharias Zacharakis gemeinsam über die aktuell
    angedachten Reformen. Dabei geht es nicht nur darum, was die
    Bundesregierung konkret vorhat und welche Vorschläge gerade kursieren,
    sondern auch darum, welche Folgen sie für die Beschäftigten und die
    Unternehmen haben könnten.

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  • Wer heute eine Wohnung sucht, braucht vor allem eines: Glück. Oder viel
    Geld. Seit Jahren steigen die Mieten rasant – und eine echte Entspannung
    ist nicht in Sicht. In vielen Städten zahlen Mieterinnen und Mieter
    inzwischen deutlich mehr als noch vor einem Jahrzehnt, besonders bei
    Neuvermietungen. Gleichzeitig dreht sich die politische Debatte
    scheinbar im Kreis: mehr Regulierung, mehr Neubau, mehr Förderprogramme
    – doch der Durchbruch bleibt aus.

    Warum ist Wohnen so teuer geworden – und was müsste passieren, damit es
    wieder bezahlbar wird? Darüber sprechen wir in der neuen Folge von Ist
    das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und
    Gerechtigkeit. Eingeladen dazu haben wir den ZEIT- Wirtschaftsredakteur
    Marcus Rohwetter, der sich seit vielen Jahren mit allen Fragen rund ums
    Wohnen befasst. Er erklärt, wie sich die Mieten tatsächlich in den
    vergangenen 15 Jahren entwickelt haben und warum vor allem junge
    Menschen heute besonders unter den hohen Preisen leiden. Ein Problem sei
    nicht nur der Mangel an Wohnraum, sondern auch dessen Verteilung: Viele
    Menschen bleiben lange in großen Wohnungen, während andere kaum etwas
    finden.

    Im Gespräch geht es außerdem darum, was staatliche Eingriffe wie
    Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen tatsächlich bewirken – und warum sie
    oft hinter den Erwartungen zurückbleiben. Kann mehr Neubau die Preise
    wirklich dämpfen? Oder stößt das Mantra „bauen, bauen, bauen“ längst an
    seine Grenzen?

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  • Sieben Jahre und zehn Monate: So lang muss der Mann ins Gefängnis, der
    als ZombieVampire das Crimenetwork betrieben hat – einen der größten
    deutschsprachigen illegalen Marktplätze im Internet. Auf dem Marktplatz
    wurden nicht nur Drogen gehandelt, sondern auch Kontodaten, gefälschte
    Pässe oder Anleitungen für Straftaten im Netz. Die sind heute so
    verbreitet, dass Ermittler nur etwa jeden dritten erfassten Fall
    aufklären können – außerdem gibt es ein großes Dunkelfeld.

    Aber wie funktionieren die Geschäftsmodelle von Cyberkriminellen – und
    warum nehmen Marktplätze wie Crimenetwork dabei so eine zentrale Rolle
    ein? Weshalb übt das Darknet so eine Anziehungskraft auf junge Menschen
    aus, die dann zu Tätern werden? Und wie reagiert die Szene darauf, wenn
    Darknet-Marktplätze abgeschaltet und Täter festgenommen werden? 

    Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
    Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann
    sprechen in dieser Folge zunächst mit Kai Biermann und Martín Steinhagen
    aus dem Investigativ-Team der ZEIT. Die beiden erklären, wie
    professionell und arbeitsteilig Cyberkriminalität heute funktioniert. 
    "Cybercrime ist eine zunehmende Bedrohung für die Volkswirtschaft, für
    die Sicherheit und den Betrieb von kritischen Infrastrukturen und für
    ganz normale Menschen", sagt Biermann. Dazu kommt, dass viele der Täter
    aus dem Ausland operieren oder die technische Infrastruktur außerhalb
    Deutschlands betreiben und deswegen besonders schwer zu fassen sind. 

    Außerdem ist Jan Löber zu Gast. Der Staatsanwalt von der Zentralstelle
    zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität in Frankfurt am
    Main vertrat die Anklage im Verfahren gegen Jannis H., der unter dem
    Namen ZombieVampire den Marktplatz Crimenetwork betrieben hat. Löber
    berichtet, wie die Ermittler Jannis H. auf die Schliche gekommen sind,
    warum solche Ermittlungen so langwierig sind und warum die Ermittler
    nicht sofort zugegriffen haben, als sie die Identität des Täters
    kannten. Löber erklärt auch, warum sich so viele Cybercrimedelikte nicht
    aufklären lassen und was die Kriminalität im Netz von analoger
    Kriminalität unterscheidet – und weshalb Abschreckung und Prävention zu
    wenig wirken. "Die Verlockungen des Darknet sind da schon teilweise sehr
    hoch", sagt Löber. Er warnt die Täter aber auch, sich nicht in einer
    falschen Sicherheit zu wiegen: "Wir, die Strafverfolgungsbehörden, haben
    einen unheimlich langen Atem."

    Hier finden Sie die im Podcast angesprochenen Beiträge:

    Diese Kriminellen wachsen sofort wieder nach
    Jannis H. wurde Millionär, teure Autos, Wohnung in Dubai. Das Angebot
    seiner Plattform: Drogen und Kontodaten. Sein Prozess zeigt, wie
    Darknet-Bosse Nachfolger schulen.

    Dieser Emoji half, ihn zu überführen: 🤗
    Jannis H. hat mit dem Drogenhandel auf seiner Plattform Crimenetwork ein
    Vermögen gemacht. Nun wurde er verurteilt. Eine Botschaft war dem
    Richter besonders wichtig.

    Ein Doppelleben als Familienvater und Darknet-Baron
    Martin "The One" Frost betrieb einen der größten Marktplätze im Darknet
    – bis er aufflog. 2021 wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
    Wo ist die Millionenbeute?

    Wie rutschte Louis ins Darknet ab?
    In der Schule wird er gemobbt, im Darknet erfährt er Anerkennung – und
    taucht immer tiefer in eine kriminelle Szene ab. Folge eins unserer
    Miniserie über Louis

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  • Für Donald Trump ist die Sache klar: Der Anstieg der Ölpreise ist nur
    von kurzer Dauer, schadet kaum und dient dem Weltfrieden – nur Narren
    würden das nicht verstehen, teilte er kürzlich auf seiner Plattform
    Truth Social mit. Viele Menschen haben hingegen einen anderen Eindruck,
    wenn sie tanken: Sie zahlen dort auch für einen Krieg, der im Nahen
    Osten Tod und Leid bringt, dessen Ziele nicht klar sind und dessen Ende
    bisher nicht absehbar ist.

    Eigentlich war die Hoffnung groß, dass Deutschland in diesem Jahr
    endlich aus dem wirtschaftlichen Abschwung herauskommt, der im Jahr 2022
    mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine begonnen hatte. Auch damals
    stiegen die Energiepreise stark an, auch Lebensmittel und andere
    alltägliche Produkte und Dienstleistungen wurden sprunghaft teurer. Die
    hohe Inflation hielt sich über Monate.

    Wie einschneidend sind die Konsequenzen dieses Mal? Welche Folgen hat
    der Ölschock für Deutschland? Wie treiben die Energiepreise die
    Inflation insgesamt, wie sehr stürzen sie die Wirtschaft noch tiefer in
    die Krise? Was bleibt vom vorausgesagten Wachstum von einem Prozent
    gegenüber 2025 in diesem Jahr noch übrig? Welche Folgen hat der Schock
    für die Weltwirtschaft und wo sind seine Spuren schon jetzt besonders
    spürbar?

    Darum geht es in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem
    ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist
    Gabriel Felbermayr, der kürzlich in den Sachverständigenrat zur
    Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen wurde und im
    Podcast auch dazu Stellung nimmt, wie er seine Rolle dort ausüben will.
    Die Außenwahrnehmung der sogenannten Wirtschaftsweisen sei in den
    vergangenen Jahren "nicht ideal“ gewesen, sagt Felbermayr, er wolle dazu
    beitragen, das zu ändern.

    Felbermayr sagt, der Krieg im Nahen Osten mache ihn "sehr nervös“, und
    zwar in erster Linie die Zerstörung und der Tod. Aber auch die
    ökonomischen Folgen seien nicht zu unterschätzen: Die steigenden
    Energiepreise hätten auch das Potenzial, "die Weltwirtschaft zu
    beschädigen“, sagt Felbermayr. Mit Blick auf Deutschland könne "bis zu
    einem halben Prozentpunkt Wachstum wieder weg sein“, erklärt der Ökonom.
    "Damit ist von dem prognostizierten Aufschwung zwar noch etwas übrig. Es
    ist nicht so, dass dann die Rezession käme, aber das wäre nur eine sehr
    kleine Wachstumsrate nach oben.“

    Felbermayr weist außerdem darauf hin, dass die Folgen sozial sehr
    ungleich verteilt seien: "Die Supermarktkassiererin, die weit einpendeln
    muss, ist ganz anders betroffen als ein Journalist, der mit dem Fahrrad
    aus dem netten Vorort in die Stadt fährt und keine teuren Energie-Kosten
    hat.“

    In dem Podcast erläutert Felbermayr auch, welche Politik nun vonnöten
    ist und was beispielsweise davon zu halten ist, dass Tankstellen ihre
    Preise nur noch einmal täglich anheben dürfen. Zu Gast ist außerdem
    Kolja Rudzio, der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsressorts der
    ZEIT, der sich zuletzt intensiv mit den Folgen des Ölschocks beschäftigt
    hat. 

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  • CDU und SPD wollen die Mittelschicht bei der Steuer entlasten. So hatten
    sie es sich auch in den Koalitionsvertrag geschrieben. Doch wie das
    genau gehen soll, darüber streiten die Regierungsparteien. Die CDU will
    erreichen, dass der Spitzensteuersatz in Höhe von 42 Prozent erst ab
    80.000 Euro greift. Bislang ist das ab 69.879 Euro der Fall. Die SPD
    will dabei aber nur dann mitgehen, wenn der Spitzensteuersatz
    gleichzeitig steigt, nämlich auf 47 Prozent. Das wiederum lehnt die CDU
    ab. 

    Doch sind die Ideen der beiden Parteien überhaupt sinnvoll? Oder gäbe es
    nicht bessere Wege, um Geringverdiener und Mittelschicht zu entlasten?
    Darum geht es in dieser neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
    Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
    Eingeladen haben die beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis
    dafür Nadja Dwenger. Sie ist Professorin für Finanzwissenschaft an der
    Universität Hohenheim und sagt: Wir haben durchaus ein
    Gerechtigkeitsproblem, das betrifft aber gar nicht so sehr die Steuer –
    sondern vor allem die Sozialabgaben. Denn die belasten Geringverdiener
    überproportional stark. 

    Ebenda müsste man ihrer Auffassung nach auch ansetzen. "Man muss sich an
    der Stelle ehrlich machen", sagt Dwenger, "und aufhören, Dinge aus den
    Sozialkassen zu finanzieren, die nicht finanzierbar sind." Was sie damit
    konkret meint und wie sich die Sozialabgaben senken ließen, wo für
    Pflege, Gesundheit und Rente doch in den nächsten Jahren noch sehr viel
    mehr Geld gebraucht wird, erläutert sie in dieser Folge. Auch ordnet sie
    die Pläne von SPD und Union ein. Und sie erklärt, wen Ökonomen in
    Deutschland überhaupt zur Mittelschicht zählen – und warum Kanzler
    Friedrich Merz definitiv nicht dazu zählt.

    Mit dabei ist in dieser Folge außerdem Roman Pletter, Ressortleiter
    Wirtschaft bei der ZEIT. Er ordnet ein, warum die Politik die
    Einkommensteuer überhaupt reformieren will. 

    "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
    Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
    Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
    Geld, Macht und Gerechtigkeit.

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  • Ein Gefühl galt in Deutschland lange Zeit als vergessen: der ängstliche
    Blick auf den Arbeitsmarkt. Seit gut einem Jahrzehnt mussten meist nicht
    die Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz fürchten, viel mehr hatten die
    Unternehmen große Mühe, überhaupt geeignetes Personal zu finden.
    Fachkräftemangel, gar allgemeiner Arbeitskräftemangel war das Problem.
    Jetzt aber scheint sich der Arbeitsmarkt zu drehen.

    Drei Millionen Arbeitslose, Stellenabbau in vielen Unternehmen und eine
    anhaltende Wirtschaftskrise – das sind die Nachrichten, die viele
    Menschen umtreiben. Gleichzeitig durchläuft der Arbeitsmarkt eine
    Neuausrichtung. Berufsanfängern fällt der Einstieg schwerer, selbst
    Hochqualifizierte müssen momentan länger neue Stellen suchen. Die
    Unternehmen klagen über viel zu hohe Kosten und Sozialabgaben. Auch der
    Faktor KI spielt eine immer wichtigere Rolle. Ist der deutsche
    Arbeitsmarkt kaputt?

    Darüber diskutieren wir in dieser neuen Folge von Ist das eine Blase?,
    dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit.
    Eingeladen haben wir dazu die Arbeitswissenschaftlerin Katharina Hölzle,
    Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation
    IAO in Stuttgart. Klare Worte findet die Forscherin für die Forderung
    des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Stunde
    Mehrarbeit, um die Konjunktur anzukurbeln. "Was für ein Quatsch“, sagt
    Hölzle, "nur weil wir alle eine Stunde mehr vor dem Computer sitzen,
    heißt das nicht, dass es der deutschen Wirtschaft besser geht.“ 

    Mit Blick auf die Debatte darum, ob die Deutschen zu wenig arbeiten,
    sagt sie: "Wenn man es wirklich runterrechnet und schaut, wie es auch
    mit den Überstunden aussieht, kann man nicht pauschal sagen, die
    Deutschen sind faul.“ Gibt es also überhaupt zu viel Teilzeit, zu viele
    Krankmeldungen, zu viel Faulheit in Deutschland? Brauchen wir eher
    andere Rahmenbedingungen für die Arbeit als einfach mehr davon? Wird KI
    uns wirklich Jobs wegnehmen – oder macht sie uns vielleicht so viel
    produktiver, dass die hohen Lohnnebenkosten am Ende gar kein Problem
    mehr sind? 

    Zu Gast ist außerdem die ZEIT-Wirtschaftsredakteurin Tina Groll, die
    sich die Details und Zahlen des Arbeitsmarktes für uns genauer angesehen
    hat und erklärt, wie schlimm die Lage wirklich ist und wo die Sorgen um
    den Jobverlust am größten sind. 

    Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
    Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
    Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
    Geld, Macht und Gerechtigkeit.

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  • Tausende Haushalte ohne Strom, für mehrere Tage, im tiefsten Winter: Der
    Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin Anfang Januar hat
    gezeigt, wie schnell es zu Ausnahmesituationen kommen kann. Wie sind die
    Menschen in Deutschland auf solche Notfälle vorbereitet? Wie sieht
    vernünftige Vorsorge aus? Sollten wir alle zu Preppern werden – und was
    steckt eigentlich hinter dem Begriff? Oder ist das alles gerade etwas
    überbewertet?

    Darum geht es in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
    Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht, Gerechtigkeit. Darin
    sprechen die Hosts Carla Neuhaus und Jens Tönnesmann über eine aktuelle
    Studie der TU Kaiserslautern-Landau (PDF), die zeigt, wie schlecht die
    Deutschen auf eine Katastrophe vorbereitet sind. Sei es, weil sie sich
    damit nicht beschäftigen wollen oder ihnen der Platz für Vorräte fehlt.
    Was Menschen dazu bringt, sich vorzubereiten, und welche Rolle dabei zum
    Beispiel das fehlende Vertrauen in den Staat spielt, auch das
    thematisiert diese Folge.

    Zu Gast ist  der Kulturwissenschaftler Julian Genner, der sich in den
    vergangenen Jahren für sein Buch "Im Prepperkeller" intensiv mit der
    Prepperszene beschäftigt hat. Im Podcast berichtet er von seinen
    Besuchen bei Preppern und erklärt, warum Preppen kein Randphänomen mehr,
    sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Genner erklärt
    auch, was Preppen von vernünftiger Vorsorge unterscheidet: Den Preppern
    gehe es eher egoistisch darum, "den Zusammenbruch der Gesellschaft" zu
    überleben, während in sinnvoller Vorsorge ein Solidaritätsgedanke
    stecke: Man bereitet sich vor, um im Krisenfall das System und die
    Einsatzkräfte zu entlasten.

    Kritisch sieht Genner allerdings, dass auch in der normalen
    Krisenvorsorge übersehen werde, wie wichtig soziale Kontakte und
    Beziehungen im Notfall seien. "Ich kann noch so viele Konservendosen und
    Survivalausrüstungen zu Hause haben", sagt Genner, mit einer Krise werde
    man kaum alleine fertig. "Man ist auf andere angewiesen."

    "Ist das eine Blase?" ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
    Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
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  • Ihr Zug fährt ein auf Gleis acht statt zwölf. Heute leider ohne
    Bordbistro, dafür mit umgekehrter Wagenfolge und 120 Minuten Verspätung.
    Wer häufig mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, kennt das. "Die Bahn
    ist zum Synonym eines dysfunktionalen Landes geworden", sagt selbst
    Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Jetzt aber soll es
    aufwärtsgehen. Wieder einmal, muss man sagen. Schließlich sind daran
    schon viele Minister und Bahnchefs gescheitert.

    Seit Herbst hat der Staatskonzern eine neue Chefin. Evelyn Palla hat
    versprochen, die Deutsche Bahn von Grund auf zu sanieren. Schon vor dem
    Wechsel an der Spitze aber hat das Unternehmen ein ambitioniertes
    Projekt gestartet. Es läuft die größte Erneuerung der Infrastruktur, von
    Schienen, Weichen, Stellwerken, in der Geschichte der Deutschen Bahn.
    Nur, wann bringt das auch eine Verbesserung für die Fahrgäste? Wann
    kommt die Bahn endlich wieder pünktlich?

    Darüber sprechen wir in der neuen Folge von "Ist das eine Blase?", dem
    ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Eingeladen
    haben die beiden Hosts Carla Neuhaus und Zacharias Zacharakis dieses Mal
    Jonas Schulze Pals, einen Kollegen aus dem ZEIT-Wirtschaftsressort, der
    sich so gut wie niemand anderes in der Redaktion mit der Deutschen Bahn
    auskennt.

    Er hat die neue Bahnchefin kürzlich zum Interview getroffen und sagt:
    "Mein Eindruck ist, dass die große Veränderung, die Evelyn Palla
    vorantreibt, zumindest hoffnungsvoll macht." Außerdem sei nun endlich
    das Geld vom Bund für die notwendigen Sanierungen vorhanden. Auch die
    Umbauten im Konzern, die Palla angestoßen habe, könnten bald Wirkung
    zeigen.

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  • In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Ist das eine Blase?" und
    vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
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    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
    älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
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  • Seit gut drei Jahren stagniert die deutsche Wirtschaft. Die
    Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Zahl der Firmenpleiten auch.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte eigentlich für einen
    Aufschwung sorgen und hat deshalb unter anderem ein milliardenschweres
    Investitionspaket aufgelegt. 2025 aber hat sich das noch nicht bemerkbar
    gemacht. Nicht nur in der Politik ist der Wunsch groß, dass 2026
    wirtschaftlich besser wird.

    Ist diese Hoffnung berechtigt? Oder haben eher die Wirtschaftsverbände
    recht, die in der Mehrheit kaum eine Besserung erwarten? Boom oder Doom
    – wie wird 2026? Darum geht es in der neuen Folge von Ist das eine
    Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
    Gerechtigkeit. Zum Jahresauftakt mit allen drei Hosts: Carla Neuhaus,
    Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis.

    Gemeinsam schauen wir unter anderem auf die wichtigste deutsche Branche:
    die Industrie. Und geben eine Einschätzung, ob Auto- und Maschinenbauer
    im kommenden Jahr die Krise hinter sich lassen können. China spielt
    dabei eine große Rolle, dessen Konzerne den deutschen Firmen zunehmend
    Konkurrenz machen. Es gibt aber einen kleinen Hoffnungsschimmer.

    Wie es dem Land geht, hängt auch von der Entwicklung im Bausektor ab.
    Nicht nur, weil er Arbeitsplätze schafft, sondern weil Wohlstand etwas
    mit bezahlbarem Wohnraum zu tun hat. Deshalb analysieren wir, wie sich
    dieser Sektor entwickelt und was die versprochenen Investitionen des
    Staats in die Infrastruktur bewirken können. Außerdem schauen wir, wie
    es am Arbeitsmarkt weitergeht und welche Sozialreformen das Land
    braucht.

    Zu jedem Thema geben wir eine Prognose ab – Hörerinnen und Hörer dürfen
    gerne mitraten. Am Ende des Jahres werden wir prüfen, wer recht hatte.

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  • Es ist alarmierend: Rund 5,7 Millionen Erwachsene in Deutschland gelten
    laut dem neuen Schuldneratlas der Auskunftei Creditreform als
    überschuldet – Tendenz steigend. Außerdem müssen auch immer mehr
    Menschen Zahlungen aufschieben oder überziehen ihr Konto, wie eine
    repräsentative Umfrage der Schufa kürzlich ergeben hat. Auch die Zahl
    der Privatinsolvenzen dürfte in diesem Jahr auf den höchsten Wert seit
    2016 steigen.

    Was aber sind die Gründe für diesen Trend? Die steigenden
    Lebenshaltungskosten und Jobverluste? Oder auch neue Bezahlmöglichkeiten
    wie „Buy Now, Pay Later“, die vor allem jüngere Menschen nutzen? Welche
    Gefahren gehen davon aus, dass Kredite heute leichter verfügbar und ihre
    Folgekosten oft nur schwer einzuschätzen sind? Wie schnell gerät man in
    eine Schuldenfalle – und wie kommt man um sie herum oder auch wieder aus
    ihr heraus? Und was tut die Politik gegen die zunehmende Verschuldung
    gerade junger Menschen?

    Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts Ist das
    eine Blase?. Die Hosts Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis haben
    Julia Braun zu Gast, die  für das Fachzentrum Schuldenberatung Bremen
    arbeitet, in jenem Bundesland also, in dem die Überschuldungsquote unter
    den Erwachsenen am höchsten ist.

    Die Juristin berichtet, dass die Schuldnerberatungsstellen derzeit stark
    überlastet sind, weil viele Menschen den Überblick über ihre Finanzen
    verloren haben und mit Mahnungen und Inkassoschreiben konfrontiert sind.
    Gerade bei jüngeren Menschen sei die sogenannte „Lifestyle“-Verschuldung
    ein ernstes Problem. Häufig würden sie beim Einkaufen im Netz nicht
    einmal merken, dass sie sich bereits verschulden; die Kreditaufnahme sei
    mit ein paar Klicks möglich und ohne ein Gespräch mit einer
    Bankberaterin.

    Braun erklärt im Podcast auch, wie sich eine Überschuldung vermeiden
    lässt und wo Betroffene Hilfe finden. Außerdem hat sie einen Kniff
    parat, für den man nur ein paar alte Marmeladengläser braucht, um seine
    Ausgaben besser in den Griff zu kriegen.

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  • Die deutsche Wirtschaft ringt um ihre Haltung zur AfD. Der Verband der
    Familienunternehmer hat sein Kontaktverbot zur Partei aufgehoben und
    damit eine heftige Diskussion ausgelöst: Sollte man mit einer Partei
    sprechen, die in Teilen als rechtsextrem gilt? Oder gefährdet genau das
    die demokratische Kultur und das internationale Ansehen des
    Wirtschaftsstandorts?

    Unternehmen und Verbände sehen sich in diesen Tagen gezwungen, sich neu
    zu positionieren. Die Deutsche Bank beendete eine Kooperation mit den
    Familienunternehmern, nachdem der Verband einen AfD-Politiker zu einem
    parlamentarischen Abend in die Räume der Bank eingeladen hatte; Firmen
    wie Rossmann oder Vorwerk traten aus dem Verband aus. Aufgrund der
    heftigen Kritik hat der Verband inzwischen wieder seine Positionierung
    revidiert und will nun doch nicht mehr mit der AfD sprechen.  

    Gleichzeitig wächst der Druck, vor allem aus dem Mittelstand, sich nicht
    gänzlich von der AfD abzuschotten. Manche Unternehmer fordern, man müsse
    sich für Gespräche mit der Partei öffnen, weil sie im Bundestag sitzt
    und in mehreren Länderparlamenten stark vertreten ist.

    Nur welche Folgen hat das für die Unternehmen? Und wie sollten, wie
    können sie sich positionieren? Haben sie womöglich gar eine Pflicht,
    politisch Farbe zu bekennen? Das ist das Thema der neuen Folge von Ist
    das eine Blase?, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
    Gerechtigkeit.

    Mit dabei ist der Wirtschaftsethiker Markus Scholz von der TU Dresden,
    der gerade ein Buch über die "Wirtschaft mit Werten" veröffentlicht hat.
    Er sagt, Unternehmen sollten sich durchaus inhaltlich mit den
    Forderungen der AfD auseinandersetzen. Sie könnten ihnen auch Briefe und
    Mails schreiben, um ihre Position klarzumachen. Deshalb müsse man sie
    aber nicht zu Veranstaltungen einladen. Denn dadurch würde man sie
    legitimieren.

    Im ZEIT-Wirtschaftspodcast Ist das eine Blase? diskutieren Carla
    Neuhaus, Jens Tönnesmann und Zacharias Zacharakis über Geld, Macht und
    Gerechtigkeit – alle zwei Wochen montags und immer mit einem Gast.

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  • Es ist das Paradox des Jahres: Einerseits befürworten die meisten
    Menschen im Land offenbar die Idee, höhere Vermögen stärker zu
    besteuern. Angesichts der Wirtschaftskrise und der angespannten
    Haushaltslage gibt es gute Argumente dafür. Dazu kommt, dass die
    Vermögensverhältnisse in Deutschland ziemlich ungleich sind, wie der
    Sachverständigenrat Wirtschaft gerade festgestellt hat.

    Andererseits findet die Idee in der Politik seit Jahren keine Mehrheit,
    im Gegenteil: Nicht nur Steuererhöhungen an sich, sondern schon die
    Diskussion darüber führe "am Ende des Tages dazu, dass der Standort ein
    kleines bisschen weniger attraktiv wird", meint die
    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warnt vor einer
    „Neiddebatte“.

    Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären? Liegt es daran, dass höhere
    Steuern den Unternehmen schaden könnten, Investitionen hemmen und
    Arbeitsplätze kosten würden, mit viel Bürokratie und Kapitalflucht
    verbunden wären? Oder liegt es vielleicht am Einfluss der Vermögenden
    auf die Politik? Warum überhaupt wird in Deutschland seit 1997 keine
    Vermögensteuer mehr erhoben und wie sehen die aktuellen Regeln bei der
    Erbschaftsteuer aus? Wie ließen sie sich reformieren, ohne der
    Wirtschaft zu schaden?

    Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts "Ist das
    eine Blase?“. Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann
    diskutieren mit Achim Truger. Der Ökonomieprofessor von der Uni
    Duisburg-Essen ist Mitglied des Sachverständigenrats Wirtschaft, der die
    Bundesregierung berät und Mitte November sein neues Jahresgutachten
    veröffentlicht hat. Die fünf Mitglieder des Gremiums werden auch
    Wirtschaftsweisen genannt.

    Im Gespräch berichtet Truger, wie ausgeprägt die Vermögensungleichheit
    im Land ist, was für eine höhere Besteuerung von Vermögen spricht und
    wie sich Erbschaften gerechter besteuern ließen. Wenn kein
    "Wachstumswunder“ geschehe, sei es "schlicht und ergreifend
    Realitätsverweigerung“ zu glauben, ohne höhere Steuern durch die Krise
    zu kommen, sagt Truger.

    Zu Gast ist außerdem Kolja Rudzio. Der stellvertretende Leiter des
    Wirtschaftsressorts der ZEIT hat recherchiert, wie sich eine
    Vermögensteuer auswirken könnte, was für sie spricht – und was gegen
    sie. Im Podcast erklärt er, welche Steuerregeln aktuell gelten und warum
    die Erbschaftsteuer gerade auch ein Thema für das
    Bundesverfassungsgericht ist.

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