Avsnitt
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Emily Jackson, Nachhaltigkeitsmanagerin vom britischen Economist Magazin und Marina Haydn von Donut Vienna diskutieren über das Konzept der Donut-Ökonomie. Beim renommierten britischen Magazin ist völlig klar, dass die Wende hin zu einem klimafreundlicheren Wirtschaftssystem auch den Staat braucht. Der Markt richte es nicht von allein, sagt die Vertreterin eines Magazins, das als liberal gilt und von Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt gelesen wird. Wir erfahren, dass das Magazin bei seinen einflussreichen Lesern und Leserinnen einen "brain print" hinterlassen will. Diese Folge ist auf Englisch.
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Das Wiener Start-up hat eine KI-Scanner-Software entwickelt, die Kleidungsstücke in unter einer Minute fotografiert, beschreibt und bepreist – und Second-Hand-Verkauf so einfach machen will wie Shoppen auf Amazon. In Großbritannien arbeitet Minimist bereits erfolgreich mit Charity-Shops zusammen, die nach wenigen Monaten viermal so viel verkaufen wie zuvor. Mit einer Million Euro frischem Investorenkapital will Gründerin Anna Greil die Quote auf Plattformen in fünf Jahren von zehn auf 50–60 Prozent heben. Kreislaufwirtschaftsexpertin Karin Huber-Heim bringt den größeren Rahmen: Warum braucht es greifbare, lokale Projekte für den Systemwandel – und was soll der geplante EU Circular Economy Act eigentlich ermöglichen? Schaffen wir den Kulturwandel, dass wie "neu" als "neu für mich" und nicht als "neu produziert" begreifen? Eine unbequeme Frage bleibt offen: Kaufen wir am Ende insgesamt mehr, nur weil wir uns mit „es ist ja Second Hand" beruhigen?
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Das Matratzen Start-Up MatR hat aufgegeben. Die Idee war groß: Matratzen so herstellen, dass sie zerlegbar sind. Um zu verhindern, dass jährlich Berge an Matratzen einfach verbrannt werden. Auch große Kunden waren schon da, vor allem Hotels. Aber MatR hätte mehr Zeit gebraucht, aber die Zeit hat sich nicht mehr finanzieren lassen, erzählt Gründerin Verena Judmayer. Start-Ups sind „Schnellboote“ im Transformationsprozess in die Kreislaufwirtschaft, sagt Valerie-Sophie Schönberg vom Circular Economy Forum Austria, aber sie brauchen „geduldiges Geld“, mehr Verständnis bei den Geldgebern und viele Hilfestellungen durch die Politik, damit sie länger durchhalten können. Haben wir die richtigen Rahmenbedingungen?
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Der französische Autokonzern Renault setzt seit fast zwanzig Jahren auf Kreislaufwirtschaft. In Frankreich gibt es sogar eine eigene Fabrik dafür. Bereits jetzt kommen die Hälfte der eingesetzten Materialien in Topmodellen aus zirkulären Prozessen. Bis 2030 sollen es 90 Prozent sein. Die Batterien aus den E-Autos leben als Pufferspeicher für Sonnenenergie weiter. Für Renault ist das bereits ein profitables Business.
Karin Huber-Heim vom Circular Economy Forum Austria kommentiert, die wirtschaftliche Notwendigkeit solcher Geschäftsmodelle und warum Renault ein Vorbild für viele sein könnte. -
Saubermacher räumt auf. Aber nicht nur. Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen mit Sitz in Villach sucht nach Schätzen, zum Beispiel im Bauschutt. Das ist ein Geschäft und auch ziemlich High-Tech. Denn ohne Digitalisierung, bleibt der Müll Müll. Sobald wir aber wissen, was im Müll zu finden ist, können wir wertvolle Rohstoffe herausholen und woanders verwenden. Wie das geht, und warum das gerade bei Batterien so wichtig ist, erklärt Österreich Geschäftsführer Berthold Kren. Expertin Valerie-Sophie Schönberg vom Circular Economy Forum spricht über die wirtschaftliche Notwendigkeit Abhängigkeiten von Rohstofflieferanten zu vermeiden und warum es sich lohnt, sich mit spröden Begriffen wie Abfallrecht auseinanderzusetzen. Da geht’s um die Frage: Ab wann ist Müll, Müll? Und ab wann ein wertvoller Rohstoff?
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In "Full Circle" geht es um Kreislaufwirtschaft. Unternehmen stellen neue Lösungen und Geschäftsmodelle vor. Experten und Expertinnen haken nach. Was funktioniert schon, was noch nicht? Eine ehrliche Debatte. Über Business, Unabhängigkeit und unsere Umwelt. Fehltritte inklusive. Ein journalistischer Podcast mit Klimajournalistin Nadja Hahn.